Beobachtungen aus "Dackelhöhe"

  • Themenstarter Peter Jürgens
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Peter Jürgens

Guest
#1
Nach vier Wochen ausgiebiger mini-El Cabrio Nutzung möchte ich die Elektrogemeinde mal nach ihren Erfahrungen befragen.

Die Resonanz war fast durchweg positiv, bis auf wenige lästerliche ( Auch meine mir Angetraute hat den Nutzen erkannt ).Mini-El fahren birgt aber die Gefahr einer Halswirbeldistorsion. Nicht bei mir, bei den Anderen.
Und vergiften kann man sich schnell. Linksabbiegerspur und rechts ein 38t LKW mit schlecht eingestellter Einspritzpumpe. Oder 50er Roller, der mit 1zu 10 Gemisch aus Altölbeständen seinen Motor betreibt.
:hot:

Als "Mangelhaft" möchte ich die Verkehrsmoral von Teilen des "stinkernden Restes" bezeichnen. Durchgezogene Linien (mein Fahrlehrer sagte immer Mauer dazu) sind meist nicht zu erkennen, obwohl ein PKW-Fahrer doch höher sitzt. Demütig den Blick nach unten zu senken ist ja auch nicht einfach. Ich bin ja schon froh, dass sie mein "Felitzipee" gerade noch so wahrnehmen. Meist verhält sich die Begegnung, wie das Umfahren eines Kuhfladens. Runterschalten, zackig aufs Gas, ohne zu blinken auf die Gegenfahrbahn und schon steh ich wieder an der nächsten Ampel hinter ihm.:eek:
Wie das Nachziehen eines herben Geruchs. (Bei erhöhtem Metangasaustritt bis alles aus der Hose ist) :D
Wobei "ihm" die häufigere Variante ist. "Ihr" kommt fast nicht vor.
Heute war es besonders Arg. Früher sollte man sich vor dem Opa mit Hut in acht nehmen. Am Samstag Abend aber, ist es der unter 25 jährige mit Capi.(Opas sind mir lieber ( wegen der Geschwindigkeit und Disziplin)).


Wie sind den so eure Erfahrungen?

Gruss Peter
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.930
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#2
hallo peter :)
am anfang hatte ich genau die selben probleme mit dem "rest der welt". das legt sich mit der zeit - gott sei dank - mal bei mir. nach einem 1/2jahr "kennt" die umgebung das gerät und weiss was es kann. dann fallen nur noch die auf die neu in deinem aktionssradius reingeraten...

an den dieselgestank kann ich mich nun aber wirklich nicht erinnern oder ich bin nie neben einem LKW zum stehen gekommen. :joke: zugegeben ich bin auch noch raucher (mit dem cabrio geht das noch, da kann man die seitenscheiben öffen) vielleicht rieche ich daher etwas weniger. ;)
euer weiss aus dornbirn am bodensee
 
#3
Hallo Peter,
zugegebenermaßen liegen meine Erfahrungen rund 12 Jahre zurück. Ich bin damals mit einem Serie 1 El, also mit max. 35 bis 38 km/h zur Arbeit gefahren, davon rund 70 % Landstraße normaler Breite.
Nach einer Weile bin ich nur noch ganz weit rechts gefahren. So konnten die Verbrenner an mir vorbeidüsen trotz Gegenverkehr. Das nahm denen den Stress und mir auch. Ich fuhr dann im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr und recht entspannt.
Nach einer Weile habe ich den vorbeiflutenden Verkehr kaum noch wahrgenommen. Das war in der Wertigkeit sowas wie die Steuer oder das Wetter: manchmal lästig, aber man kann nichts gegen tun. Also besser nicht aufregen.

In der Stadt und im dichten Vekehr kann man wegen der geringen Breite des El von nur 1,06 m fast wie ein Fahrrad auch durch kleineste Lücken durchkommen. Man ist dadurch manchmal schneller, lebt oder fährt aber auch ein bisschen gefährlicher. Die Autofahrer bekommen manchmal doch einen gehörigen Schreck, wenn da so lautlos einer sich durchmogelt, vor allem wenn es eigentliche eine "Presspassung", also recht eng war.

Wegen der lästigen Vordrängler an Ampeln und so: Das ist das einzige, worüber ich mich auch ärgern könnte. Das machen die Verbrenner untereinander aber genauso, und es passiert mir auch bei meinem Citroen AXelectrique (und sogar bei Fahrten mit meinem Pflanzenöl-VW. Ärgern also einfach abgewöhnen. Letztlich kommen die doch kaum schneller voran, wie ich vielfach beobachten konnte.
Bei E-Mobil ärgere ich mich eigentlich nur deshalb, weil ich dann deren Abgase einschnaufen muss, die hinter mir aber keine Abgase riechen müssen.

Nicht Ärgern lassen also. Immer im Bewußtsein fahren, dass man sauber fährt und viel billiger dazu (wenn man seine Akkus richtig behandelt).

Das Einschnaufen von Diesel aus Lastwagenauspüffen ziemlich in Nasenhöhe finde ich vor allem bei Autobahnstaus sehr sehr lästig. Zugegebenermaßen ist das nicht so der CityEl Einsatzfall. Trotzdem lästig, aber vermeidbar: einfach rechts in der Lastwagenschlange ganz entspannt mitfahren. Meist ist bei Staus die Geschwindigkeit der rechten und der linken Schlange wenig untertschiedlich. Einen geringen Zeitnachteil nehme ich in Kauf, habe aber keinen dicken Auspuff direkt neben mir, der mit voller Kraft sein Abgas in mein Auto pufft.

Roland, bsm, www.solarmobil.net
 

Thomas Diener

Neues Mitglied
24.05.2006
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#4
Meine Erfahrungen mit Passanten und Mitverkehrsteilnehmern reichen von allgemeiner Belustigung bis erstaunter Erstarrung!
Man gewöhnt sich mit der Zeit an die Reaktionen.

Aber an etwas woran ich mich, seit ich E-mobil bin, bis heute nicht gewöhnen kann, sind die Ampelschaltungen der Saarbrücker-Innenstadt!!
Früher als ich nur mit dem Stinker unterwegs war, störte es mich weniger, daß man ständig anhalten muß, da das eben keine große Rolle spielte. Die Sensibilität hin zu spritsparendem Fahren war weniger vorhanden!
Seit ich E-mobil bin, lege ich viel größeren Wert auf energiesparendes Fahren, alleine schon um die Akkus zu schonen. Durch das Fahren am Anfang mit den Bleiakkus, um noch mit einer Ladung nach Hause zu kommen, hat sich dieses Bestreben bis heute erhalten, obwohl ich jetzt eine viel größere Reichweite mit den Nicd-Akkus erziele!
Nun mußte ich vorgestern erfahren, daß auch in Saarbrücken der Grenzwert der Feinstaubbelastung seit Jahresanfang bereits drei mal überschritten wurde!
Ich führe dies unter anderem auch auf die ungenügende Koordination der einzelnen Grün- bzw. Rotphasen an den Kreuzungen zurück. An einigen Stellen wächst es sich zu einem ständigen "Stop and Go" aus, auch bei geringfügigem Verkehrsaufkommen, was mir jedesmal die Halsadern schwellen läßt!!
Zugegeben, die Stadtbahn muß Vorrang gegenüber dem sonstigen Verkehr haben! Aber selbst dort wo keine Bahn fährt ist diese Schaltung eine Katastrophe. Man könnte meinen die Verantwortlichen hätten von einer "grünen Welle" noch nie etwas gehört! :hot:
Ist es denn in anderen Städten auch so schlimm?
Glaubt ihr eine Nachfrage beim Verkehrsamt würde auf offene Ohren stoßen?
Euer genervter Thomas
aus dem Saarland
 
P

Peter Jürgens

Guest
#5
Über die Ampelschaltungen kann ich mich nicht beklagen.
Peine ist auch keine "Großstadt". Die Ampelschaltungen werden häufig von der "Stinkern" bemängelt, aber mit einem mini-El klappt es überraschend gut.
Die Schaltzeiten sind auf relativ moderate Geschwindigkeit getaktet. Verbrenner beschleunigen meist zu stark und fahren zu schnell. Dies hat zur Folge, daß sie an der nächsten Ampel warten müssen. An Kreuzungen mit Haupt- und Durchgangsstrassen oder in 70er-Zonen sind die Ampelphasen manchmal nicht zu schaffen, aber ruhig bleiben und den Ball flachhalten hilft. Mich wundert dann eher die Unruhe der schnelleren Mitstreiter im Verkehr.

Ich wollte mit meinem Beitrag auch nicht Ärger loswerden, sondern mich eher über die Hektik und Mangelnde Verkehrsmoral wundern.
Es ist doch eine Frage der Zeiteinteilung, ob eine Fahrt in Hektik und damit Stress ausartet.
Und die Geruchsbelästigung durch Verbrenner ist mir in einem Pkw fahrend auch nie so bewust geworden. Bei meinen morgendlichen Fahrten zur Arbeit, nehme ich jetzt viele Düfte der Natur war, die man sonst nicht bemerkt hätte.
Die Strecke führt über 12Km durch kleine Dörfer ohne viel Verkehr.

Peter

p.s. Falls einer in Peine/Lehrte Strom benötigt ist dies kein Problem.
Ich stelle meinen Ladeanschluss gerne zur Verfügung.
 
#6
Hallo Peter,
danke für Deine Bereitschaft, Deinen Ladeanschluss gerne zur Verfügung zu stellen.
Meine Bitte: gehe auf die Seite www.solarmobil.net, klicke dann den Menüpunkt "Stromtankstellen Liste" an und melde Deinen Ladehalt dort an. Dadurch erfahren es über das sogenannte LemNET auch weitere Interessenten.

Gruss, Roland, bsm
 
P

Peter Jürgens

Guest
#7
Meine Tankstelle ist auch eine private Stromentnahme ohne teuren Kasten.
Trotzdem mit FI und Wetterschutz auf meiner Einfahrt.

Für Twikes und E-Pkw interessant, die über die A2 nach Berlin wollen.
Ich wohne nur 2Km von der Autobahn entfernt und habe 4Kwp auf meinem Dach installiert. :)
Ausserdem Naturgarten zum verweilen (kontrollierter Wildwuchs) und 500m zur nächsten Bushaltestelle.
Das ist ein Angebot aus Überzeugung einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz zu leisten.

Peter
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#8
Weil wen das klappt :D

Unkontrolierten Wildwuchs hab ich auch, und je nach Jahreszeit auch Bromberren (man muß sich nur durchkämpfen :eek: ) und andere Kräuter.
Also genug Gartenarbeit vorhanden das kann ich mit Überzeugung sagen :joke:

Stecker nach Bedarf bis 400/63Ah vorhanden der aber ohne FI ;-) Manfred


p.s. Die Bushaltestelle zu flüchten ist ungefähr genausweit weg.
 
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Peter Jürgens

Guest
#9
Ich finde es schade, wenn aktiv betriebener Umweltschutz lächerlich gemacht wird. Ernsthafte Angebote sollte man auch ernst nehmen.
Aber es wird schon seinen Grund haben.


Manfred schrieb:

p.s. Die Bushaltestelle zu flüchten ist ungefähr genausweit
weg.
Wie soll ich das den verstehen?

Peter
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#10
Einen Wortwitz erklären zu müssen (Gut hät ja keinen machen müssen)

Um die Frage zu beantworten Peter "Wie soll ich das den verstehen?" müßt ich wissen ab wann Du mich nicht mehr Verstanden hast?

Also um es vorwegzunehmen Umweltschutz mach ich nicht lächerlich.

Aber auf

"Ausserdem Naturgarten zum verweilen (kontrollierter Wildwuchs) und 500m zur nächsten Bushaltestelle.
Das ist ein Angebot aus Überzeugung einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz zu leisten."

ist mir im Gedächtnis geblieben: Ausserdem im Naturgarten ein Angebot den Wildwuchs zu Kontrollieren
um einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz zu leisten oder 500m zu nächsten Bushaltestelle zum verweilen.

Aber vielleicht war ich auch nur wieder nicht sensibel genug für einen Berliner.

Das flüchten zur Bushaltestellen bezog sich auf die Gartenarbeit, weil ich den Gedanken intresant fand
Gartenarbeit für Strom, aber es war wohl gar kein Gedanke. :confused:

Trotzdem Grüße aus den Bergen Manfred
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#11
Hallo Roland

In Deinen Beitrag http://forum.myphorum.de/read.php?f=568&i=5699&t=5683 schreibst Du einige hätten das System missverstanden, das kann ich nicht beurteilen aber ich sehe es so (vielleicht falsch),
Hab ich einen Schlüssel kann ich Tag und Nacht an die Lade Box, muß ich anrufen, wird derjenige den ich am Sonntag um halb Sieben rausklingle, mich mit den hingehaltenen Stecker eventuell erwürgen?

Die Beschreibung in Eurer Liste ist für mich so, das der Fahrer nicht genau weiß mit welcher Verfügbarkeit ER rechnen kann (24 Stunden oder nur von 7-22 Uhr Mo-Fr) und wie Er bei Anrufbeantwortern planen kann (Er steht in der Garagenauffahrt, wo hin Er die letzten 2km geschoben hat, und die Außensteckdose ist tot weil der Besitzer noch 3 Monate auf Nauru weilt)

Bis jetzt kann das ganz gut funktionieren weil es wenig E-fahrer gibt und das ganze teilweise noch ein Kuchensystem ( http://forum.myphorum.de/read.php?f=569&i=2475&t=2475&v=t ) ist (zuminderst sieht es aus der nicht E-Fahrersicht so aus) aber irgendwie kann sich doch die Ladepunkt Möglichkeiten nicht auf E-Fahrer Gartentische beschränken oder sehe ich das falsch?

Manchmal erinnert mich das E-Fahren an die Zeit der Postkutschen, Pferdewechseln und Wirtshaus, in hundert Jahren also das Gasthaus zur Steckdose?

Grüß von einem Punkt wo früher die 4 bis 8 spännigen Vorspannpfrerde standen um den Kesselberg (alte Straße) zu erklimmen Manfred
 
#12
Hallo Manfred,
wir versuchen, das LemNet so genau und informativ wie möglich zu halten. Berücksichtige aber, dass die ganze Arbeit ehrenamtlich und ohne Bezahlung gemacht wird, übrigens in der Schweiz. Der bsm in Deutschland ist nur unterstützend tätig. Das LemNet und das Park & Charge System sind zwar sozusagen verwandt, aber doch nicht ein und dasselbe.
Zum Eintrag ins LemNet kann jeder auch seine private Außen- oder auch Innensteckdose anmelden und dabei möglichst genaue Hinweise mit angeben, wie und wo und wann man Strom zapfen kann.

Wir selbst leiden darunter, dass es ungenaue, missverständliche und veraltete Angaben im LemNet gibt. Trotzdem finden es einige so NET, das sie sich bereit erklärt haben, da mehr oder weniger ständig dran mitzuarbeiten. Wir sind also dabei, die Einträge zu aktualisieren. Ich hatte vor einiger Zeit zur Mitarbeit auch in diesen Foren aufgerufen und bin sehr ernüchtert. Ein einziger ist übriggeblieben, der sich bereit erklärt hat, die Daten in seinem Umfeld zu verifizieren und die Aktualisierungen zurückzumelden. Das ist ganz einfach und geht per e-mail. Außerdem will er freundlicherweise die GPS Daten erfassen und eine Karte mit deutschen Standorten erstellen. Das ganze ist in Arbeit, und es geht voran. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle an BSAM (gesprochen B-SAM). (Kalauer des Tages: bsam ist sozusagen eine Bereicherung von bsm).

Noch etwas: Versuchs doch einfach mal mit einem E-Mobil und Stromzapfen an fremden Orten. Ich selbst habe das einige Male bei meinen Langstreckenfahrten von Hamburg nach Reifenberg und von Reifenberg nach Dortmund und zurück schon erprobt. Ging eigenlich mit dem Lemnet und dem Handy ganz gut. Es kam eine bunte Mischung an "Tankstellen" heraus: Gaststätten, Hotels, Familie, Freunde, EVU (laut Lemnet angerufen und gefragt, und dann kostenlos Solarstrom bekommen), Citroen Autowerkstatt und CityEl Servicestation sowie TWKE Zentrum Rosenthal. Das alles sind Zapfstellen, die ich mehr oder weniger spontan oder mit telefonischer Voranmeldung gefunden und heimgesucht hatte. Niemand hat mich mit einem Stromkabel erwürgen wollen, ich habe allerdings auch niemand zur Unzeit aus dem Bett gescheucht. Und noch ein Tip: die meisten Landwirte haben recht kräftige Außensteckdosen auf ihren Höfen, bis hin zu 63A Drehstrom. Also immer schön die Adaptersammlung mitführen.

Übrigens: Mit einem Verbrenner siehst Du auch alt aus, wenn Du mit Mühe Dein Fahrzeug nachts in eine geschlosse Tankstelle geschoben hast. Ein weing Vorherplanung ist bei allen Fahrzeugen nötig.

Mobilität fängt im Kopf an. Wir sind durch die Verbrenner und das ganze System sehr verwöhnt. Du hattest Recht mit Deinem Hinweis auf Deine ehemalige Pferdewechsel-Station. Damals mußte man auch etwas vorplanen. Ich sehe das nicht so als einen Nachteil an. Also tu was und melde Deine Wasserkraftladestation im LemNet an. Mit einem E-mail ist es möglich, und gib auch die Nebengesichtspunkte an, also: Gaststätte, Bierkeller nahebei und so, Zeiten der Erreichbarkeit, Voranmelden nötig, kostenlos oder gegen welche Schutzgelder (Schutzgebühren) und so. Immerhin scheint es in Deiner Gegend ja einige TWIKE zu geben, und vielleicht wollen die ja auch mal gesunden Strom aus Wasserkraft genießen. Immer dies strahlende Zeugs aus Kernkraft verträgt ja kein Squirrel auf die Dauer (das sind die kleinen Tiere, die in Käfigen immer rund laufen, im Englischen auch "squirrel cage motor" genannt, in Deutsch heissen die dann Käfigläufer oder Asynchronmaschinen).

Ich habe den Vorteil, dass Elektromobile einfach leise und angenehm zu fahren sind - meines jedenfalls. Kein Auspuff, kaum Geräusche und kein Schalten. Und dann das supergute Gefühl beim Rekuperieren. All das möchte ich nicht mehr missen, genau wie die niedrigen Verbrauchskosten für Energie von rund 1,50 Euro pro 100 km (15 kWh Nachtstrom).

Gruss, Roland, bsm
 
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Peter Jürgens

Guest
#13
Die Zeiten des Immer und Überall sind für E-mobile noch nicht angebrochen.
Jede Änderung im Transportwesen benötigt nun mal Zeit.
Vor 120 Jahren gab es Benzin nur in der Apotheke ( vom Preis fast schon wieder ).
Die meisten gingen zu Fuß und für eine Reise in die Stadt war eine langfristige Planung nötig. Erst in den 50er Jahren wurde die Überwindung von größeren Strecken ohne größeren Aufwand möglich.
Heutzutage ist in Ballungsräumen der tägliche Verkehrkollaps normal und wird mehr oder weniger akzeptiert.

Mit einem Gas-Pkw war zu Beginn auch nicht viel zu beschicken.
Weil ein Schluck Gas genauso, wie eine Tüte Strom, nicht einfach zu bekommen war bzw. ist.
Beim Gas hat es sich schon gebessert. EVU verdienen schießlich gern.
Aber bei Fahrzeugen, die sich durch Eigenversorung (Sonne, Wind, Wasser) mit der nötigen Fahrenergie füllen lassen, ist der Anreiz natürlich nicht so hoch.

Ich denke, daß die Pionierarbeit bei jedem selbst anfängt und der Gemeinschaftsaspekt, ein umweltverträgliches Verkehrsmittel zu benutzen, im Vordergrund stehen sollte.

Das dabei Einschnitte nicht zu vermeiden sind und Hilfestellungen gewährt werden müssen, ist jedenfalls für mich selbstverständlich.
Nur wenn jeder bei sich selber anfängt die Umwelt und das Verhalten in der Sozialgemeinschaft zu verbessern, kann auch etwas bewegt werden.
Auf den eigenen Vorteil bedacht zu sein, ohne an den "Rest" zu denken, wird die Welt nicht verbessern. ;-)
Ohne die privaten Stromzapfstellen läst sich elektrischer Individualverkehr jedenfalls momentan nur sehr schlecht darstellen.

Ich wünsche allen immer etwas Saft im Akku und sonnige Zeiten :)

Peter