Batteriepreise Deta Drivemobil 105Ah

Daniel

Neues Mitglied
19.12.2013
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Hallo,

hat jemand schon mal einen besseren Preis für eine DETA Drivemobil 95751 12 V 75AH-5H 105AH-100H als 80,04 EUR + 6,- EUR Versand gefunden? Säurepack (5,4l) und Schlauchanschluss für Entlüftung werden auf Wunsch kostenlos mitgeliefert.
( http://batterien.kortenbrede.de )

Hat jemand Erfahrung mit der Qualität von DETA bzgl. Haltbarkeit?
Nach meinem Info-Stand müssen alle Kleintraktionsbatterien 300 Zyklen schaffen. Glaubt man aber den KFZ-Starterbatterietests des ADAC, sind die Qualitätsunterschiede i.A. bei Batterien trotzdem sehr gross.


Viele Grüsse
Daniel
 
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Roland, bsm

Guest
Hallo Daniel,
bei der Arbeit an den Solarmobil Mitteilungen Nr. 55/56 (die übrigens heute morgen an die Abonennten verschickt worden sind) habe ich eine Menge über Batterien geforscht, erfahren, gelernt und auch geschrieben. Das 56seitige Doppel-Heft hat als Schwerpunktthema "Batterien", u.a. auch mit einer Vielzahlt von Anwendererfahrungen aus der Szene, als von E-Mobil Fahrern.

Im Vorfeld hatte ich mich sehr intensiv auch mit zwei Verantwortlichen von EXIDE unterhalten. Die beiden Herren bearbeiten hauptsächlich Traktionsbatterien, also die Typen, um die es uns geht. Sinngemäß erinnere ich mich an die Aussage: "Man kann Batterien für die verschiedensten Einsatzzwecke bauen, als Starterbatterien, als USV Batterien, und auch für die Traktion. Starterbatterien sind die billigsten, auch vom Aufbau her: dünne Bleiplatten, großer Konkurrenz- und Preiskampf. Traktionsbatterien müssen qualitativ und vom Aufbau besser sein, u.a. dickeres Blei (Tenzenz zur Panzerplatte). Und wenn man Qualität und Langlebigkeit will, kostet das immer etwas mehr."

Ich erhielt dann eine EXIDE Übersicht: "Antriebsbattereien - Motive Power", enthalten sind die Markennamen: DETA, Hagen, Liberator, Sonnenschein und die Technologien: Geschlossene Gitterplatten (DETA FF), geschlossene Röhrchenplatten (DETA FT), Sonnenschein GEL dryfit in Baureihe GF-Y und GF-V sowie Vlies-Akkus von Hagen Baureihe AF und Baureihe AS mit Wickelelektroden. Den von Dir genannten Typ DETA Drivemobil 95751 habe ich in der Auflistung und auch unter www.motivepower-eu.com nicht gefunden.

Betrachtet habe ich nur Blockbatterien, also keine Einzelzellen.
Selbst die vom Hersteller für motive power als geeignet genannten Typen unterscheiden sich sehr stark in der vom Hersteller genannten zu erwartenden Zyklen nach IEC 254-1 mit 75 % Entladetiefe:
DETA Gitterplatte FF: 300 Zyklen
DETA Röhrchenplatte FT: 900 Zyklen
Sonnenschein dryfit GF-Y (dryfit A500) 450 Zyklen
Sonnenschein dryfit GF-V (dryfit traction): 700 Zyklen
Blockbatterien AGM Baureihe AF (Vlies???): 350 Zyklen
Baureihe AS mit Wickelelektroden (ähnlich Optima): 450 Zyklen

Ich glaube, dass der Typ DETA Röhrchenplatte FT mit 900 Zyklen - oder ein ähnlicher Typ oder ähnliche Technologie - im indischen REVA zum Einsatz kommt. Jedenfalls haben viele Anwender dort schon über 30.000 km erreicht, und einer soll sogar schon rund 50.000 km erreicht haben (nach unbestätigten Berichten sogenannter gut informierter Kreise).

Ich habe versucht, herauszufinden, was von Batterie-Kortenbrede angeboten wird. Ich denke, dass es hauptsächlich Starterbatterien sind. Die Typen mit den vielen Zyklen sind wohl nicht dabei. Ich würde auf jeden Fall nachfragen, wieviel Zyklen der Hersteller für diese oder jene Batterie für den Einsatzfall "Traktion" nennt.

Ich schreibe dies, weil ich selbst ein wenig leidgeprüft bin. Ist Geschichte, ich habe 1993 / 1994 in meinem damaligen ATW Ligier Optima rund 5 Batteriesätze mit nur 20.000 km "verbraten". Irgendwann wurde mir trotz einer gewissen Routine die Umbauerei einfach zu viel. Es waren immerhin 14 Blöcke a 12 Volt.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
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Ronald Preuss

Guest
Hallo Roland,
da Akkus ja was ganz besonderes sind und unserer Wissen darüber immer noch nicht vollständig, wäre es nett, du könntest mir ein Probeexmplar der letzten Ausgabe 55/56 zukommen lassen. So daß auch ich mich weiterbilden kann.
Des weiteren hatte ich gerade am Donnerstag ein Gespräch mit einem Hotzenblitzfahrer aus der Schweiz, dieser hat sich für denselben teure Hagen Traktionakkus gekauft. Die Zusage des Herstellers, daß er damit 700 Zyklen fahren kann, ging jetzt in Luft auf, er ereichte 115 Zyklen. Entspricht 8000 Km. Die gleiche Km Leistung bin ich nun seit Juni mit meinem Clio gefahren, wie damals geschrieben 9 fast neue Akkus (Exide Flies) und 3 alte vorbelastet mit 9000 km. Die Reichweite des Clios liegt immer noch bei 60 Km ohne Akkuheizung, aber mit Ausgleichslader.

Gruß Ronald.

PS: Projekt Ausgleichslader, wurde wegen Mangel an Nachfrage eingestellt.

Adresse:
R.Preuss
Hauptstr. 7
76889 Dierbach
 
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Roland (bsm)

Guest
Hallo Ronald,

zu Deiner Anfrage:
....wäre es nett, du könntest mir ein Probeexmplar der letzten Ausgabe 55/56 zukommen lassen.
Danke ganz besonders für diese öffentliche Anfrage, gibt sie mir doch Gelegenheit, hier in den Foren die Struktur meiner Arbeit für den bsm, den Solarmobil Verein Erlangen und für die Solarmobil Mitteilungen mal darzustellen.
Also: Ende 1985 haben wir (auch ich) den Solarmobil Verein Erlangen gegründet. Ich bin da heute nicht mehr im Vorstand, jedoch noch aktives (Gründungs-)Mitglied.
Etwa 1986/87 entstand dann die gemeinsame Zeitschrift "Solarmobil Mitteilungen". Die Entstehung geht auch auf die Arbeitsgemeinschaft Solartechnik Kassel mit zurück, die das eigentlich selbst machen wollten, dann aber wegen der Arbeit lieber mit uns Erlangern die Sache gemeinsam machten. Viele andere deutsche Solarmobil Vereine haben sich damals mit angeschlossen, also Beiträge geliefert und die Zeitschrift mit an ihre Mitglieder verteilt als eine Art gemeinsames Projekt. Das hat sich im großen und ganzen bewährt und funktioniert auch heute noch für:
1. Solarmobil Verein Erlangen
2. Bundesverband Solare Mobilität
3. Sonne-Technik-Strom München (STS e.V.)
4. Mit Sonne Fahren, Hanseatischer Solarmobil Verein e.V.
5. ASK / DGS (Arbeitsgemeinschaft Solartechnik Kassel)
6. Solarmobil Rhein Main e.V.

Außerdem wird die Zeitschrift in einzelnen wenigen Exemplaren auch an viele andere einschlägige Vereine oder deren Mitglieder geschickt, siehe auf der ersten inneren Umschlagseite der Zeitschrift.

Da der Solarmobil Verein Erlangen der Herausgeber und wirtschaftliche Träger der Zeitschrift ist, sollten Bestellungen und so, kurz alles, was mit dem Versand zu tun hat, dorthin gehen. Ich bin dort seit etwa einem Jahr nicht mehr im Vorstand, mache jedoch noch immer die redaktionelle Arbeit an der Zeitschrift. Die Solarmobil Mitteilungen sind auch das offizielle Organ des Bundesverband Solare Mobilität e.V. In diesem Verein spiele ich seit 1991 die Rolle des 1. Vorsitzenden.

Zum finanziellen: Alle Arbeit - also im Solarmobil Verein Erlangen, im Bundesverband Solare Mobilität und als Redakteur der Solarmobil Mitteilungen, erfolgt ehrenamtlich und kostenlos.

In diesem Sinne schicke ich Dir auch gerne kostenlos ein Probeexemplar der Zeitschrift.
<b>Allerdings: Kostenlos für mich und den Solarmobil Verein Erlangen.</b>
D.h. die Druckkosten und die Versandkosten mußt Du schon zahlen. Das Heft kostet als Doppelnummer 8 Euro (ausnahmsweise mal inklusive Versandkosten), schick die in Briefmarken oder so oder überweise es an den Solarmobil Verein Erlangen (und teile es mir mit), dann schicke ich die Zeitung los. Also: 8 Euro an: Solarmobil Verein Erlangen, Konto No: 16953, Bank: Sparkasse Erlangen, BLZ: 76350000
Ich mache diesen Service des Versands von Probeexemplaren deshalb noch, weil im Solarmobil Verein Erlangen nur so alle 14 Tage oder so das Büro besetzt ist, und selbst dann werden nicht konsequent alle Anfragen abgearbeitet. Und dort gehen so viele Anfragen ein mit dem Tenor "schicken Sie uns bitte kostenlos und unverbindlich alles über Solar- und Elektromobile...". Sowas wird dann gerne von einem zum anderen geschoben mit den Worten: "Erledige Du das..", und dann dauert es schon mal einige Monate.

Dein Hinweis: ..... dieser hat sich für denselben teure Hagen Traktionakkus gekauft. Die Zusage des Herstellers, daß er damit 700 Zyklen fahren kann, ging jetzt in Luft auf, er ereichte 115 Zyklen. Entspricht 8000 Km.
Ja, diese rund 115 Zyklen oder so entsprechen genau meinen Erfahrungen mit den Hagen Batterien damals, also 1993/1994 in meinem damaligen ATW Ligier Optima. Der hatte fast den gleichen Antrieb drin wie der Hotzenblitz. Die Hagen mit 50 oder 60 Ah sind einfach überlastet mit den rund 150 A, die beim Hotzenblitz max. fliessen. Wenn man genau nachfragt, werden die 700 Zyklen auch nur genannt, wenn man unter C1 bleibt.
Zum Hotzenblitz, und auch zu Erfahrungen damals mit dem ATW Optima: Bleibt man konsequent in der Ökostellung, also Strombegrenzung auf rund 80 A oder so, halten die Akkus deutlich länger. 12.000 bis 15.000 km Erfahrungen sind berichtet.
Und ein (bsm-)Kollege hat mit einem Hotzenblitz und Orginal Akkus seinerzeit von Sonnenschein, also GEL Akkus, sogar über 40.000 km gefahren. Knackpunkt: Strombegrenzung auf 80 A oder so, die Akkus waren seinerzeit wohl aus der Bemusterung und qualitativ besser als die Serienprodukte, und dann lange gefahren - also bis zu Restreichweiten von 15 km oder so (was gerade für den täglichen Arbeitsweg noch ausreichte). Ich selbst führe meine damaligen schlechten Werte mit insgesamt 5 Sätzen Hagen Akkus auch darauf zurück, dass sie zu hoch belastet wurden mit Strömen bis 150 A und zur gering geladen wurden mit max. 9 A Ladestrom. Nach Prof. Winsel und dem Kugelhaufenmodell sollten Lade- und Entladeströme doch irgendwo in der gleichen Größenordnung liegen. Das Geheimnis der besseren Lebensdauer liegt bei Bleiakkus also auch in den höheren Ladeströmen.

Zu Deinem Hinweis: .....PS: Projekt Ausgleichslader, wurde wegen Mangel an Nachfrage eingestellt.
Schade eigentlich, klang seinerzeit ganz gut.

Gruss, Roland (bsm)
 
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Ronald Preuss

Guest
Hallo Roland,
danke für die schnelle Antwort. Das Geld (10€) geht morgen an den Solarmobilverein. Zu dem Schweizer muß man noch sagen, daß er nur mit max 80 A. fährt. Ich habe im Clio den Strom auf 140 A. begrenzt, die ich aber selten brauche, nur am Berg oder bei einem Überholvorgang. Laden ist richtig, mit viel Strom, ich lade zwischen 32 und 35 Ampere, hängt vom Netz ab, da meine Lader
ja in Resonanztechnik gebaut sind.

Gruß Ronald
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hallo Ronald

Gerade heute wollte ich mich mal wieder erkundigen, was denn aus dem Ausgleichslader geworden ist, weil ich mir mal wieder überlege, ob ich nicht ein neues Ladegerät kaufen soll.
Schade, dass du das Projekt nicht weiter verfolgst. Aber wenn keine Nachfrage da ist, verstehe ich das schon.
Wie viele Prototypen hast du denn gebaut? Verkaufst du da noch welche? Ohne Garantie usw. versteht sich...
Schick mir doch mal ne Email...

Viele Grüße

Gunther
 
R

roland (bsm)

Guest
Dies habe ich noch im Internet gefunden, auf den Seiten von http://www.accu-profi.de/antriebsbatterien.php

Deta drivemobil-Batterien können in einer Vielzahl von Applikationen in den Bereichen Reha-technik, Fernwirk- und Verkehrstechnik, Solartechnik, Reinigungsmaschinen, Elektrokleinfahrzeuge eingesetzt werden.

Die "L"-Baureihe zeichnet sich durch verstärkte Gitterplatten und eine spezielle Legierung aus. Darüber hinaus wird eine Sonderseparation mit Glasvliesauflage eingesetzt.
Gebrauchsdauerwartung: 300 Zyklen
drivemobil GiS "L" ist die richtige Batterie für eine leichte zyklische Beanspruchung.

Mehr zu DETA-Batterien erfahren Sie unter http://www.detabatteries.co.uk/

Gruss, Roland, bsm
 

Daniel

Neues Mitglied
19.12.2013
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Hallo Roland,

ja danke für die Infos.

Also Kortenbrede hat genau die Batterie, die du unter Accuprofi beschrieben findest, eben die Deta Kleintraktionsbatterie GiS Typ L.. Also ist dieser Preis auch wirklich konkurrenzlos. (Du siehst ja, was die bei accuprofi kostet! ;-))
Dass diese Bauart per Definition (oder Vorschrift) 300 Zyklen schaffen muss, ist mir bekannt. Ich hatte gehofft, dass hier jemand mit solchen Batterien Erfahrung hat, und sagen kann, wie lange die wirklich halten.
Wir sind uns doch sicherlich einig, dass nicht alle Hersteller dieselbe Qualität liefern. In diesem Zusammenhang hatte mich der ADAC-Test von Starterbatterien stutzig gemacht, in dem gerade solche Marken wie Varta oder Deta nicht besonders gut abschnitten, obwohl gerade diese allgemein einen sehr guten Ruf haben.

Bei mir dienen die Batterien zur Bordstromversorgung im Wohnmobil. Da ich mit Gel ziemlich schlecht Erfahrung gemacht habe, möchte ich aus folgenden Gründen auf Nassbatterien umsteigen: Gleiche Ladekennlienie wie Starterbatterie, bessere Ladungsaufnahme, erheblich geringerer Preis, wartbar und geringeres Gewicht. Bei mir wird die Batterie beim Wintercamping (Schlittenhundesportler) tatsächlich zykliert. Der Stromverbrauch über Nacht liegt bei 8-10A, so dass bis morgens um die 100Ah bereitgestellt werden müssen. Nachgeladen wird tagsüber mit einem Generator und Kennlinienlader.

Ich habe mich nun enschlossen die Deta einfach auszuprobieren und bei einem derart günstigen Preis evt. sogar 3 anstatt nur 2 Batterien einzubauen, um die Entladetiefe zu verkleinern und so die Haltbarkeit zu erhöhen.

Ich hoffe, dass das wesentlich besser klappt als mit der Gelbatt. Man sollte vielleicht auch nicht so einfach den Versprechungen eines Verkäufers Glauben schenken, der seine Gel an den Mann bringen will.

Im Zuge der Recherche, warum es mit der Gel so schnell schief gegangen ist, hab ich doch einiges gelernt, nicht zu letzt, dass gerade eine Kombination von Gel und Nass in einem System etwas problematisch ist.

Viele Grüsse
Daniel
 
G

Georg Schütz

Guest
Bei Gel hängt vieles davon ab, ob man die Ladeschlussspannung auch peinlich genau einhält. Wenn das nicht gewährleistet ist, halten Nassbatterien auf jeden Fall besser, sie leiten die Überspannung in die Zersetzung von Wasser, was bei Gelbatterien zur Zerstörung des Elektrolyten führen würde.
 

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