Akkuprobleme nach Neukauf

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Ralf Albert

Guest
Hallo Oliver,
was mich stutzig macht ist, dass du von Banner 109Ah Trockenbatterien redest. Ich fahre auch Banner 109, aber Nassbatterien. Deshalb könnte es sein, dass da einfach nur Wasser fehlt.
Nächste Sache ist: wielange waren denn die Batts ungenutzt? Wurde sie zwischendurch geladen, oder haben sie sich bei dem Autohändler tiefentladen?
Hast du schriftlich, dass die Batts noch 70% haben (wie hat das der Autohändler festgestellt?)? Wenn ja, und die Batts haben wirklich keine Kapazität mehr, kannst du auf Preisminderung drängen.
Also, ich würde folgendes machen:
- Kontrolle, ob Wasser fehlt -> Nachfüllen
- Batts ein paarmal einzeln kontrolliert laden und entladen mit jeweils 10A. Beim Entladen die entnommene Kapazität festhalten. Aber Achtung, nicht unter 10,5V entladen (das kann am Ende recht schnell gehen, z.B. v. 11V auf 10,5V innerhalb von 5 min.).
- Wenn danach noch keine Besserung eingetreten ist, zum Autohändler gehen und dem die Batts um die Ohren hauen (benötigt vielleicht im Vorfeld ein paar Besuche im Bodybuilding-Center ;-) )

Viele Grüße und viel Erfolg
Ralf
D"EL"ORIAN
 

Oliver

Neues Mitglied
04.10.2015
0
Hallo Albert,
ich kann keine Möglichkeit finden Wasser an den Batterien nachzufüllen (bin zur Zeit bei der Arbeit und kann Dir den Typ der Batterien nicht nennen). Ich kann mir gut vorstellen das der Trottel die Batterien zwischendurch nicht geladen hat!
So und nun zum eigentlichen Problem: Den El habe ich aus Düsseldorf abgeholt und ich komme aus Schleswig-Holstein, also nicht um die Ecke. Außerdem ist der Verkäufer südländischer Abstammung und könnte mir vorstellen das dieser ein wenig gereizt reagiert (Der war sowieso von meinen Fragen schon genervt). Ich hab mir schon vorher gedacht das der Satz nicht lange hält aber nur so kurz wäre sehr dümmlich!
Danke für Deine Tipps aber ich weiß nicht wie ich einen Ladestrom von 10A hinbekommen soll. (Du meinst jede Batt. Einzeln laden oder?)
Ich merke das ich noch einiges lernen muß.
Grüße Marc
 
J

jackson

Guest
Wenn der Verkäufer schon genervt reagiert, würde ich dem nichts abkaufen.
Wahrscheinlich einer, der mit dem Verkauf eines Elktromobils bei weitem überfordert war.
Nun ist zu spät, aber ich denke, du bist selbst schuld, denn Anzeichen für Betrug waren ja nicht zu übersehen.

Und rote Numemrnschilder hat jeder Händler, das Versagen einer ausgiebigen Probefahrt wäre ein Grund mehr gewesen, rückwärts vom Hof zu gehen und nach anderen Alternativen zu suchen.

Du kannst versuchen eine Minderung rauszuschlagen, oder das Fahrzeug komplett zurückgegeben, wenn es im nachhinein noch andere Macken aufweist.

Das sind aber rechtliche Schritte, die du mit deinem Anwalt besprechen solltest.

Hast du den Wagen zu einem wirklich günstigen Preis bekommen, und ist abgesehen von den Akkumulatoren noch alles in Ordnung, kannst du das auch als Lehrgeld verbuchen, Schwamm drüber und dir neue Akkus kaufen.
 

Dirk H.

Neues Mitglied
05.04.2006
19
Hallo Oliver,

mit ein bischen Glück sind die Akkus nur eingeschlafen.
Als ich mein El im Jahr 2002 gekauft hatte, waren die Deta 100 so faul, daß ich nur ca. 3km fahren konnte. Nach mehreren Lade/Entladezyklen haben sie sich dann ganz gut wiederbelebt. Ich konnte dann ca. 30 km fahren.

Noch ein Tipp zum einzeln Laden. Wenn Du ein regelbares Netzteil hast, kannst Du eine Ausgleichsladung der einzelnen Akkus machen, indem Du z.B. 14,4V einstellst und so lange einzeln lädst bis der Ladestrom unter 0,5A gefallen ist.
Zum Ausgleichsladen sollten die Akkus nicht im City-El angeklemmt sein, da der Spannungswandler die nicht gerade ladenden Akkus wieder entlädt.
Als am Besten den Minuspol rechts abklemmen.

VG

Dirk
 

Dirk H.

Neues Mitglied
05.04.2006
19
Hallo Oliver,

Standardmäßig werden die Akkus ja in Serienschaltung geladen. Dabei kann es mit der Zeit zu Abweichungen in der Spannungslage der einzelnen Akkus kommen.
Als Ausgleichsladung bezeichnet man das Laden jedes Akkus einzeln bis zum Ladeschluß. Du kannst das natürlich auch mit einem IVT-Lader der Reihe nach machen. Einfacher ist ein Konstantspannungsnetzteil auf 14,4V eingestellt und mit Strombegrenzung. Der Zweck der Ausgleichsladung liegt darin, alle Akkus auf den selben definierten Ladezustand zu bringen. Danach kann wieder die Serienschaltung verwendet werden.

Man kann natürlich auch die Akkus einzeln! definiert entladen, bis sie alle gleich "leer" (Entladeschlußspannung) sind. Das gestaltet sich ungleich schwieriger als definiert aufladen, da man eine Abschalteinrichtung z.B. bei 10,8V braucht oder sehr oft messen muß. Außerdem braucht man noch einen geeigneten Verbraucher z.B. 12V Lampen.

Bei meinen damaligen eingeschlafenen Akkus habe ich etwa 7 volle Zyklen gebraucht um auf annehmbare Reichweiten zu kommen.
Volle Zyklen heißt leerfahren bis zur Abschaltung bzw. Spannungsbegrenzung und anschließend wieder laden. Die Steigerung von Fahrt zu Fahrt sollte etwa zwischen 30 - 40 % Reichweite sein, sonst ist wirklich was anderes mit den Akkus.
Wenn es dann keine Steigerung nach der 6.-10. Ladung mehr gibt, hast Du das Maximale mit der "Aufwecktaktik" herausgeholt. Eventuell würde dann noch Pulsen helfen um noch ca. 20 % Kapazität zu gewinnen.
Die Angaben setzen voraus, daß die Akkus keine anderen Defekte wie Zellenschlüsse oder Ausfall der positiven Masse haben.

Viele Grüße

Dirk
 

Oliver

Neues Mitglied
04.10.2015
0
Danke Dirk,
das war wirklich eine Antwort, die auch ein elektonik Laie versteht :)
Recht herzlichen Dank.
Gruße Oliver
 

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