500 Meilen pro Gallone


Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Das sind 0,5 Liter auf 100 km und nicht 5 kWh. Bei 40% Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors entspricht das 2 kWh elektrisch. Da sind uns also die Amis weit voraus. Sie waren überhaupt immer weitvoraus. Amerikaner entdeckten als erste Amerika, bemerkten, dass die USA im Mittelpunkt der Welt liegen, erfanden Dampfmaschine und Telefon, den ersten Verbrennungsmotor. Und jetzt eben das weltbeste Energiesparauto. Deutsche erfanden hingegen den Schwindel, Primär- und Sekundärenergie gleichzusetzen. Wenn ich jetzt aber sage, dass diejenigen unter uns, die rein solar fahren, 80 kWh mit dem Twike auf 100 km verheizen, weil tatsächlich so viel Sonnenenergie auf ihre Photovoltaikanlage gefallen ist, dann ist denselben dieses nun auch nicht wieder recht. Ich beziehe mich auf Deine Nachricht Karl.
 
K

Karl

Guest
Hallo Bernd,
das mit den 0,5l = 5kWh war natürlich etwas provokativ-
Du hast die aber auch noch die Erfindung des Fax vergessen- soweit ich erinnere Ende der Dreißiger ( das marketing war aber sehr schlecht)! Das hat sich jetzt schon fast überlebt. Zuse hast du vergessen - und die Triebwerkstechniker!
Die Energieausbeute meiner Ländereien ist noch viel schlechter als du annimmst! Eigentlich sollte ich auf dem Grundstück ca. 500.000 kWh/a Sonnenenergieeintrag haben ( =rechnerisch ca. 10 Millionen Kilometer/a mit einem Twike!),
Leider sind nur 10% mit Solarmodulen von 10 % Wirkungsgrad belegt , das reicht dann aber immer noch für 100.000 km / Jahr !
Ich gehe davon aus, das crude oil nächstes Jahr 100 $/ barrel kosten wird.
Wer hält dagegen?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.232
91365 Reifenberg
Hallo Karl,
auch wenn es nicht ganz ins Technik Forum gehört:
Ich halte dagegen. Gegen die 100 $ pro barrel, meine ich.
Mit Rapsöl für 65 Cent pro Liter (Euro-Cent). Palmöl wäre noch billiger. Aber nur, wenn Du es in großen Mengen selbst importierst.

Mit solar kann ich auch gut dagegen halten (4kW Photovoltaik auf dem eigenen Dach, plus 6 qm Solarheizung plus 22 qm Solarheizung fürs Schwimmbad).
Ansonsten natürlich im Nahbereich fast ausschließlich solar-elektrisch unterwegs, mit Citroen AX electrique und demnächst auch wieder mit meinem CityEl (dann mit Kettenantrieb und neuen Effekta Akkus).

Mit RR (Reinem Raps) bin ich übrigens nach Monaco zum EVS21 gefahren. Dort konnte ich dann den umgebauten plugable Prius sehen, probefahren und mit den Entwicklern auch ein wenig plaudern. Die hatten den Prius irgendwo in Kalifornien umgebaut, waren - wie üblich - recht spät fertig geworden und hatten sich dann spontan (oder von langer Hand geplant) reingesetzt, sind quer durch die USA nach Florida gefahren, dort aufs Schiff, in Le Havre in Frankreich wieder an Land, und dann auf eigener Achse nach Lugano. Von dort im Rahmen der Hybrid- und Wasserstoffrallye nach Monaco.

Gruss, RR (Roland Reichel), bsm
 
U

Uwe Faulenbach

Guest

Ja ja. Überall sind jetzt die U$A die ersten.
In der DDR waren stets die Russen, die alle erfunden haben, wo die
ältesten Menschen lebten!
Aber hier in DU$A (alias BRD) sind hat die Amis!

Ob bei der Glühlampe oder Morsen. Zwar haben das i.d.R. andere
-oft sogar Deutsche zu erst entwickelt oder erfunden - aber was
machts!

Aber nicht verzagen! Es geht alles seinen sozialistischen Gang!
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Sonntag mittag hat hier der Bauer Hempel sein Schweinefutter elektrisch angewärmt. Da prangte auf jedem Elektron ein großes Schild "made in Germany by Roland".
Du selbst hast aber mal wieder nachts geladen, mit billigem Atomstrom!
Mit dem Kokusöl und mit Biogas, das kommt schon eher hin. Damit könnten wir schon die gesamte Weltmobilität solar versorgen, zu jeder Tag- und Nachtzeit, wenn wir uns mit den Fahrleistungen unserer Elektromobile zufrieden geben, so 2 kW.
0,5 kg pro Stunde, damit sollte ein fahrbares Mobil zufrieden sein. Mit einem Aldikarton mit 12 Flaschen kommen wir dann schon 1200km weit. Für 10 Euro.
Wie oft hast Du getankt zwischen Florida und Monaco?
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Uwe Faulenbach schrieb:

[...]
Ob bei der Glühlampe oder Morsen. Zwar haben das i.d.R. andere
-oft sogar Deutsche zu erst entwickelt oder erfunden - aber
was machts!
Es nutzt halt niemandem, wenn jemand eine tolle Erfindung macht, und sie landet dann irgendwo in der Rumpelkammer.

Den Plug-In-Hybrid (wer weiß eine gute deutsche Übersetzung dafür??) hat vielleicht die deutsche Tuning-Firma Irmscher "erfunden", mit serienreifen Prototypen ihres Opel Selectra.
Aber dann, siehe http://www.solarmobil.net/download/update.pdf , S. 2:
Der Sprung in die Serienfertigung wurde als zu teuer und risikoreich angesehen.
Das Projekt wurde nach Entwicklung der Prototypen eingestellt.


Und Renault geht von vornherein davon aus, daß den Kangoo ElectRoad niemand kaufen würde, und erzählt deshalb gleich keinem, daß es ihn überhaupt gibt.

In der EU investiert man lieber ausschließlich in sichere Projekte, z.B. mit GeldverBrennstoffzellen.
Da kann man 100% sicher sein, nie wieder was vom (Steuerzahler-)Geld zu sehen :mad:.
Aber nicht verzagen! Es geht alles seinen sozialistischen
Gang!
Mit einer FDJ-Agitprop-Sekretärin als Kanzlerin direkt in den Untergang wollen zur Zeit ca. 49% aller Wähler gerne gehen...

Gruß Jens
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.232
91365 Reifenberg
Hallo Bernd,
gratuliere zu Deinem scharfen Blick und dazu, dass Du im Schweinestall Deines Bauern Hempel kontrollierst. Dein im Rahmen des Studiums zum Umweltingenieur geschulter Blick erkennt also die Beschilderung der Elektronen. Respekt, Respekt. Dachbegrünung scheint also doch nicht Dein hauptsächlicher Lebenszweck und Inhalt zu sein.

Deine Genauigkeit beim Lesen der Schilder auf den Elektronen im Schweinestall vermisse ich beim Lesen der Forumsbeiträge. Sonst hättest Du gemerkt, daß ich mit meinem Rapsöl VW "nur" von Reifenberg (ca. 50 km nördlich von Nürnberg) nach Monaco und zurück gefahren bin - übrigens fast alles mit Reinem Raps.

Von Kalifornien (nicht Florida, schon wieder so eine Ungenauigkeit) nach Monaco und zurück bin nicht ich gefahren, sondern der "Plugable Prius", und zwar mit Benzin und Strom. Der Wagen hat rund 9 kWh Akkus drin, und zwar von Valence (Saphion Technik). Bei der Tour de Sol America hat er ebenfalls (energiemäßig) gut abgeschnitten. Google mal, um die Ergebnisse der Tour de Sol zu finden. Das ganze soll wohl von Amberjac Projects auch in Europa mal angeboten werden. Ich habe damals in Monaco übrigens nicht nur den Prius probefahren können, sondern mich auch recht eingehend mit den Amberjac Leuten unterhalten können. Gut, dass Jens das jetzt auch alles in die Foren gebracht hat (siehe seine Forenbeiträge über den Plug-In Prius und Amberjac).

Die Valence Akkus würde ich eher einsetzen als die Thundersky. Immerhin habe ich von einem verherenden Brand von nagelneuen Thundersky Akkus gehört. Mit abgebrannt war die Werkstatt, Schaden rund 1,5 Millionen englische Pfund. Die Firma hats dank Versicherung überlebt und baut weiterhin saugute Elektromotoren.

Gruss, Roland. bsm

P.S.Hallo Bernd, Du schreibst:
<i>"Da prangte auf jedem Elektron ein großes Schild "made in Germany by Roland". Du selbst hast aber mal wieder nachts geladen, mit billigem Atomstrom!"</i>

Na na, war das irgendwie vorwurfsvoll gemeint. Dann nimm niemals Geld von Deiner Bank an. Die Scheine könnten schmutzig sein, von Nutten oder Drogenbossen eingezahlt. Oder noch schlimmer: sauberst gewaschen in einer Orginal Mafia Geldwaschanlage oder gerade per schwarzem Koffer aus Liechtenstein gekommen. Nein, solch Geld nimmst Du nicht, Du kontrolliert es genau, und nimmst nur sauber biologisch-dynamisch erzeugte Geldscheine (von Deinem Bauer Hempel?).

Ich richte mich sowohl beim Geld- als auch beim Energie-Konto nach den von mir erzeugten und den von mir verbrauchten Werten, also Euro oder kWh pro Jahr (z.B.). Das Transportmittel, also die Scheine oder die Elektronen, sind mir ziemlich wurscht, denn sie sagen nichts über den Umweltwert der Sache aus. Schon mal was vom solaren Netzverbund gehört? Du als Umweltingenieur könntest das schon mehr verinnerlicht haben. Sic.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.232
91365 Reifenberg
Hallo Wolfgang Twikeeater K.,

ja natürlich hat er überlebt. Der Chef lebt. Heißt nicht Lynch.

Und auch die Firma lebt noch.

neugierig ??

Gruss, Roland
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Ich bin sogar sehr neugierig. Auf den 4QD-seiten stand etwas...
Und mit den evangelischen Elektronen habe ich auch ein Einsehen. Die dürfen auch in den Himmel. Vorher müssen die noch durch den Lynch, oder wie der heißt.
So ganz sicher bin ich mir noch nicht, wie ich Energie kurzfristig speichern will, mit 1/4 Stundenakku mit hohem Wirkungsgrad, oder doch Pressluft. Das hieße aber auch, Verbrennungsmotor, auch in der Stadt. Dazu das elektrische Verbundnetz, mit Strombedarfsübermittlung, dezentralem Preisystem. Sparen lässt sich sehr viel. Gestern habe ich mit Wärmepumpen experimentiert, da hat sich einiges bei Kühlschränken und Klimaanlagen getan, jetzt fehlt denen noch die Abwärmenutzung und ein besserer Elektromotor.
Dein Prius ist ein guter Anfang beim Energiesparen. Braucht der auch bei der Fahrt über die Berge weniger, als ein vergleichbares Auto? Ich habe mit meinem ausschließlichen Citroen-Stinker über die Berge der Schweiz und Frankreichs sehr wenig gebraucht, viel weniger, als in der Ebene, weil ich dann immer mit dem Ami Super im Schwungradbetrieb gefahren bin, das waren dann unter 6 Liter auf 100km, gegenüber 8 in der Ebene, dort bei echten 140 km/h. Da würden mich die von Dir gefahrenen Priuswerte sehr interessieren. Hat der sozusagen einen Freilauf, oder muss da immer noch der Verbrenner bergab mitlaufen, um den Unterdruck für den Bremsverstärker zu erzeugen?
Ich halte es für eine Unsitte, dass immer noch für das Unterdruckbremssystem dieser entsetzliche Motor mit 10 kW unsäglicher Energieverschwendung statt maximal 10 watt für eine separate Pumpe mitgeschleppt werden muss. Das entfällt bei E-Betrieb völlig.Schon in der Fahrsschule lernt man, dass man den Verbrennungsmotor während der Bergabfahrt nicht auskuppeln darf.

Kurz, ich sehe da hervorragende Zukunftsaussichten für elektrifizierte Antriebe, abhängig von dem idealen E-motor, in der Heizungsanlage, der damit verbundenen Kühlanlage, dem Auto, als Kofferturbinengenerator für das Kleinkraftwerk an Bachlauf und an den genügend windigen Ecken.
Die Entwicklung eines solchen Motorgenerators ist das, was mich am Elektroauto besonders reizt. Kurzzeitbatterien haben sich, allem Anschein, ja schon bewährt, zum Beispiel in Deinem Prius. Deren Wirkungsgrad und Lebensdauer sind wegen der Einsparung von Umkristallisationsphasen, außerdem deutlich höher.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.232
91365 Reifenberg
Hallo Bernd,

Du schriebst: <i>So ganz sicher bin ich mir noch nicht, wie ich Energie kurzfristig speichern will....</i>
Na gut, dann melde Dich bitte erst wieder, wenn Du Dir sicher bist, wie Du es machen willst. Du hättest sicher einen Super-Energiegewinn, wenn Du (Deine) ganze heiße Luft speichern und energetisch verwenden würdest. Oder nutz den Wind, den Du selber machst, und der sonst nutzlos verpufft.

Du schriebst: <i>Da würden mich die von Dir gefahrenen Priuswerte sehr interessieren.</i>
Hast Du es wirklich noch nicht begriffen, dass ich den "Plug-In Prius" nur mal ein paar km in Monaco probegefahren bin. Fragst Du wirklich ernsthaft nach meinen Verbrauchserfahrungen in den Bergen, wo Du mittlerweile doch wissen müßtest, welche Pöl- und E-Mobile ich fahren??
Und wenn Du wirklich mehr zum Prius missen möchtest, dann verweise ich Dich auf die verschiedenen Prius-Foren, siehe Forenliste.

Gruss, Roland
 
W

wotan

Guest
Wer wirft denn da das älteste, auch ehrenwerte Gewerbe der Welt in einen Topf mit der Drogenmafia? Der Beruf wäre auch treffender mit "Dirne","Hure" oder "Kurtisane" benannt.Das Geld mag schmutzig sein. Aber hauptsächlich durch die Hände der Vorbesitzer. Mein kleines El-Trans AS- Cabrio hätte was gegen polemische Bezeichnungen wie z.B. "Mini-Geil" einzuwenden.
wotan
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Bernd Schlüter schrieb:

Ich halte es für eine Unsitte, dass immer noch für das
Unterdruckbremssystem dieser entsetzliche Motor mit 10 kW
unsäglicher Energieverschwendung statt maximal 10 watt für
eine separate Pumpe mitgeschleppt werden muss. Das entfällt
bei E-Betrieb völlig.Schon in der Fahrsschule lernt man, dass
man den Verbrennungsmotor während der Bergabfahrt nicht
auskuppeln darf.
Ähhhmmm, du weisst aber schon, dass moderne Autos - so ca. ab BJ.90 - Schubabschaltung im Schubbetrieb haben, also Bergab bei "Motorbremse" garkein Benzin/Diesel einspritzen?? Somit "rekuperieren" die sogar auch - wenn auch nur in die 12V Bordbatterie und die Servo- und Bremspumpe! ;-)

Gruß, Gunther
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Ja, eine Benzinzufuhrabschaltung hatte ich mir auch schon in meinen VW integriert, bis ich merkte, dass das Auskuppeln bergab ja viel mehr brachte, und, dass das ja verboten war. Außerdem brauchte der anschließend leere Vergaser immer etliche Sekunden, bis der Motor wieder ruckelfrei lief. Ein Freilauf wäre eine sehr effektive Quelle für Energieeinsparung beim Benziner. Piech nutzte den Schwungradbetrieb sogar für seinen Einliterdiesel, obwohl Dieselfahrzeuge weit weniger Schubverluste zeigen. Da ist das Priuskonzept natürlich effektiver.
Ein Freilauf kostet übrigens nicht viel. Mehr ins Kosten fallen für Vakuumpumpe und Lenkhydraulik an. Auch diese sollten elektrisch betrieben werden und gehen auch uns Elektrofahrer an. Es wäre mit preiswerten Hilfsaggregaten viel einfacher, Benziner und Diesel auf Elektroantrieb umzurüsten.

Auf Rolands Beschwerde über meine Nachlässigkeit beim Lesen hin habe ich mich gleich beim Priusforum angemeldet. Ich denke übrigens, dass die niedrigen Verbrauchszahlen des Prius in erster Linie nicht auf den elektrischen Antrieb, sondern auf den Freilauf und die Abschaltung des Verbrennungsmotors zurückzuführen sind. Besonders bergab und beim Fahren im tieferen Gang im Stadtverkehr machen sich diese bemerkbar. Dann erst lohnt es sich richtig, sparsamer zu fahren. Meinen regelmäßigen Rekordverbrauch von 4,8 Litern auf 100 km bei Tempo 95 bis 120 bergab, erzielte ich während der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h Anfang der 80er Jahre im süddeutschen Stufenland, mit meinem GS. Auskuppeln bergab. Abschalten des Motors verbot sich bei diesem Modell, nach wenigen Minuten waren dann Bremssystem und Lenkung ausgefallen.
 
W

WolfgangK

Guest
wer wars es denn nun, und welche sind die besten Motoren??
Wolfgang
 

Richard Scheffenegger

Neues Mitglied
17.10.2006
1
Bernd Schlüter schrieb:

Dein Prius ist ein guter Anfang beim Energiesparen. Braucht
der auch bei der Fahrt über die Berge weniger, als ein
vergleichbares Auto? Ich habe mit meinem ausschließlichen
Citroen-Stinker über die Berge der Schweiz und Frankreichs
sehr wenig gebraucht, viel weniger, als in der Ebene, weil
ich dann immer mit dem Ami Super im Schwungradbetrieb
gefahren bin, das waren dann unter 6 Liter auf 100km,
gegenüber 8 in der Ebene, dort bei echten 140 km/h. Da würden
mich die von Dir gefahrenen Priuswerte sehr interessieren.
Hat der sozusagen einen Freilauf, oder muss da immer noch der
Verbrenner bergab mitlaufen, um den Unterdruck für den
Bremsverstärker zu erzeugen?
Ich halte es für eine Unsitte, dass immer noch für das
Unterdruckbremssystem dieser entsetzliche Motor mit 10 kW
unsäglicher Energieverschwendung statt maximal 10 watt für
eine separate Pumpe mitgeschleppt werden muss. Das entfällt
bei E-Betrieb völlig.Schon in der Fahrsschule lernt man, dass
man den Verbrennungsmotor während der Bergabfahrt nicht
auskuppeln darf.
Wo kommt denn dieser Glaube her, das heutzutage immer noch Unterdruckbetriebene Bremskraftverstärker in moderen Autos eingesetzt werden?

Alle moderen Systeme, d.h. alle Hybride von Toyota, sowie alle neueren Mercedes, haben einen elektrischen Hydraulikkompressor, der bei Bedarf die 8-12 bar im "Windkessel" des Bremssystems aufpumpt, und bedarfsgesteuert anläuft (aber mit ca. 300 W beim Anlauf und 100-150 W bis der Druck aufgebaut ist).

Wegen des Verbrauchs: Wenn man konstant in der Ebene mit 140 km/h dahinfährt, dann braucht der Prius 1 etwa 5,9 bis 6,1 l/100 km (hängt dann von Temperatur und Wind ab). Der Prius 2 wird da etwas sparsamer sein, da die Karosserie etwas schnittiger ist.

Das der Prius einen signifikant besseren Verbrauch in "Rolling Hills", d.h. hügeligem Gelände hat, als in der Ebene, ist ebenfalls nachgewiesen, und er Verbrauch bei Bergfahrten ist nicht nur signifikant besser, sondern ein 120 PS Golf kann auch mit leichtigkeit bergauf abgehängt werden, weil das Getriebe-Rühren (1, 2, 3, 2, 1 in jeder Serpentine) komplett entfällt.
 

Richard Scheffenegger

Neues Mitglied
17.10.2006
1
Bernd Schlüter schrieb:

Auf Rolands Beschwerde über meine Nachlässigkeit beim Lesen
hin habe ich mich gleich beim Priusforum angemeldet. Ich
denke übrigens, dass die niedrigen Verbrauchszahlen des Prius
in erster Linie nicht auf den elektrischen Antrieb, sondern
auf den Freilauf und die Abschaltung des Verbrennungsmotors
zurückzuführen sind. Besonders bergab und beim Fahren im
tieferen Gang im Stadtverkehr machen sich diese bemerkbar.
Dann erst lohnt es sich richtig, sparsamer zu fahren.
In welchem Forum hast du dich denn da angemeldet?

Der Haupteffekt beim Prius ist tatsächlich das durch die E-Motors der Lastpunkt des Verbrennungsmotors signifikant angehoben werden kann (entspricht dem Fahren mit dem 4. in der Stadt) über weite Bereiche . Dadurch ist der durchschnittliche Wirkungsgrad des Verbrennungsmotos (wenn er läuft) sehr viel näher am theoretischen Limit (Prius 1 28%; Prius 2 32%; Diesel 18%; Benziner 15%).

Wenn der Verbrennungsmotor ineffizient laufen würde, wird er entweder komplett abgeschaltet ("ausgekuppelt" - allerdings gibt es in dem System keine Kupplung) oder läuft ohne Kompression mit, d.h. ohne Pumpverluste, sollte die Geschwindigkeit zu hoch sein.
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Neben dem englischsprachigen gibt es auch ein deutschsprachiges bei Yahoo:
http://de.groups.yahoo.com/group/toyota_prius_de/
http://autos.groups.yahoo.com/group/toyota-prius/
Bisher, glaube ich, habe ich noch nichts geschrieben.
Meinen Ami-Super habe ich bei der Durchquerung der Alpen immer voll ausgenutzt, Rauf mit 3/4 Vollgas, herunter verbotenerweise ausgekuppelt, da lag ich immer weit unter 6 Litern und bei dem Tempo, das ich dabei fuhr, kann der Prius mit seinem Gewicht nicht mitkommen. Bremsenergie vernichtete ich dabei kaum. Ich fuhr allerdings fast immer nachts, fast ohne Verkehr und vollbesetzt.
Auf jeden Fall ist das verrückt, was Toyota alles in den Prius eingebaut hat...das müsste auch einfacher gehen.
Motoren mit Atkinsonprozess sind ja größer und das Arbeiten im untersten Bereich lohnt sich da überhaupt nicht.
Was habe ich gesagt, der arbeitet im Teillastbereich am günstigsten? Das stimmt nicht, der arbeitet immer im Teillastbereich, weil der Zylinder nie ganz gefüllt wird. Vollgas ist bei dem Teillast, mit dem Vorteil der hohen Expansion.
Unten ist der weniger elastisch, als ein normaler Benziner. Da kommt der Elektroantrieb erst richtig zum Zuge. Das gehört alles zusammen.
Bernd
 

Richard Scheffenegger

Neues Mitglied
17.10.2006
1
Ich glaube wir beide meinen verschiedene Dinge wenn es um die Überquerung der Alpen geht...

Wenn du von Geschwindigkeiten, wo der Prius nicht mitkommt sprichst, so heisst das >160, 170 km/h.

DIes ist zum einen sowohl in Frankreich, Schweiz als aus Österreich eigentlich verboten, und zum anderen nur auf Autobahnen möglich. Und die 4% Steigung, die es da üblicherweise gibt (ok, 5% in Österreich) würde ich als Österreicher nicht als "alpine Überquerung" werten....

Bergfahrten fangen für mich bei 12% Steigung an, und die Strassen haben dann Kurvenradien, aus denen du spätestens mit 60 km/h hinausfliegst, egal mit welchem Auto...

Wie dem auch sei, von 80 auf 150 km/h bergauf 4% auf deutschen Autobahnen zu beschleunigen ist eine Qual, weil die typischen BMW und Mercedes den linken Fahrstreifen lieber einnebeln (einrussen) als auf die freie rechte Spur zu wechseln um besser anziehende Reisschüsseln vorbei zu lassen.... Alles schon da gewesen.

Richard
 

Richard Scheffenegger

Neues Mitglied
17.10.2006
1

Bernd Schlueter schrieb:

Auf jeden Fall ist das verrückt, was Toyota alles in den
Prius eingebaut hat...das müsste auch einfacher gehen.
Motoren mit Atkinsonprozess sind ja größer und das Arbeiten
im untersten Bereich lohnt sich da überhaupt nicht.
Was habe ich gesagt, der arbeitet im Teillastbereich am
günstigsten? Das stimmt nicht, der arbeitet immer im
Teillastbereich, weil der Zylinder nie ganz gefüllt wird.
Vollgas ist bei dem Teillast, mit dem Vorteil der hohen
Expansion.
Unten ist der weniger elastisch, als ein normaler Benziner.
Da kommt der Elektroantrieb erst richtig zum Zuge. Das gehört
alles zusammen.
Worauf genau beziehst du dich mit "das müsste einfacher gehen"?

Was spricht dagegen, ein komplexes Getriebe, welcher Art auch immer, mit mehreren Dutzend, wenn nicht hundert, Einzelteilen durch ein einziges Planetengetriebe zu ersetzen?

Den Starter und Generator quasi ins Getriebe zu integrieren?

Batterie wollen wir alle eine grössere, oder?

Inverter ist auch was nützliches, oder willst du lieber mit DC Motoren mit Kontaktschleifern unterwegs sein? ;)

Die komplexität des Verbrennungsmotors kannst du leider nicht reduzieren, da sonst die Abgaswerte in unerlaubte Höhen klettern...

Also, sag was einfacher geht, und lass dir von DC, GM und VW Millionenprämien zahlen (frag vielleicht vorher, was die Lizenzkosten von Toyota sind, da alle vernünftigen und noch viel mehr unvernünftige Hybridlösungen global patentiert wurden).
 

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