Tipps zu NiCd?

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Hallo!

Ich habe seit ein paar Tagen nun meine Saft STM 100 MRE. Wollte mal fragen, was ihr mir so für Tipps zum Gebrauch geben könnt.

Ich weiß derweil:

? Wasser nachfüllen, nur voll geladen
? länger stehen lassen: immer entladen (wie lange? auch schon bei einer Woche?)
? hin und wieder ganz leer fahren (1-2 x Monat)
? Ummanteln mit Alu-Profilen in den Ecken und festmachen mit Stahlband (heute erledigt - dabei ist auch die eine Batterie umgefallen)

Worauf ist sonst so zu achten?

Auch weiß ich endlich, dass es 100% Ladung und 20% Überladung zum Ausgleich gibt, wirklich praktisch!
Ich habe den City-EL Trafolader mit Anpassung an Saft STM von der Firma Kürten, die haben die Kennlinie gemeinsam mit Saft entwickelt, kennt jemand Details? Wieviel A Ladestrom, wieviel A zum nachladen, etc.?

Und wann soll man die Zellen wirklich auf 0 entladen? Sprich mit einer Glühbirne o-ä. kurzschließen und ganz leer werden lassen. Alle paar Jahre mal?

Ich habe die mit der Wasserkühlung im City-EL und möchte mit einer kleinen Pumpe einen Kreislauf erzeugen, der für einen Temperaturausgleich sorgt.

Danke und Grüße,
Stefan aus dem Wienerwalde

PS: Der andere Thread mit den Anschlüssen ist wichtiger (-: http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=8857&t=8857
 

Ralf Becker

Administrator
15.04.2006
0
Hallo,

noch ein Tipp zum Auffüllen von Wasser: Wichtig ist (vor allem im Winter), daß das Wasser (destilliert) nicht kalt sein sollte. Mindestens Zimmertemperatur sollte es haben.

Gruß Ralf
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.437
91365 Reifenberg
Hallo Stefan,
genau so oder ähnlich sollten NiCd Akkus behandelt werden. Einige weitere Infors findest Du im FAQ-Forum: http://forum.myphorum.de/read.php?f=16153&i=6&t=6

Außerdem habe ich Dir SAFT manuals geschickt, leider in Englisch. Habe leider nichts auf Deutsch.

 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Danke euch allen! Bin schon mal ein gutes Stück schlauer... ;-)


Weiß jemand Rat?

Ich habe 3 Batterien im Batteriekorb und 3 Batterien in der Fahrgastzelle. Ist der Temperaturunterschied zu vernachlässigen, oder sollte ich doch lieber einen simplen Wasserkreislauf zum Temperaturausgleich untereinander einrichten?

Jemand rät mir, dass sei völlig unnötig, jemand anders wieder, es sei sehr wichtig. Ich tendiere eher dazu, mir so einen Kreislauf einzubauen, vor allem im Winter ist das sicher nicht unwichtig. (jetzt im spätfrühling/frühsommer sollte es ok sein)

Und: Hat jemand Tipps hierzu? Wie die Schläuche anschließen und verlegen? Welche Wasserpumpe? Wie anschließen an der Elektrik, etc. etc.

Danke schon mal im Voraus,
Grüße aus dem Wienerwalde,
Stefan
 

Thomas Diener

Neues Mitglied
24.05.2006
32
Hallo,
habe ebenfalls die STM 100 von Saft und lade auch mit dem Originaltrafolader.
Hier die Einstellung des Ladeprints, welches von Hrn. Kürten modifiziert wurde:

Wenn die Batterie komplett leer war, sind nach 6 h 40 min bei 15
Ampere 100 Ah = 100% und in weiteren 3 h 20 min bei 4,5
Ampere 15 Ah = 15% nachgeladen. Was in Summe 115 Ah, also einem
Ladefaktor von 1,15 entspricht.
Bei Teilentladung:
1. Ladestufe mit 15A bei erreichen der Spannung von 8,15V/Module
2.Ladestufe mit 4.5A, 15% der unter 1 geladenen Kapazität ohne Spannungsbegrenzung.

Mit sonnigen Grüßen
Thomas
 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Thomas Diener schrieb:

Bei Teilentladung:
1. Ladestufe mit 15A bei erreichen der Spannung von
8,15V/Module
2.Ladestufe mit 4.5A, 15% der unter 1 geladenen Kapazität
ohne Spannungsbegrenzung.
Hallo!

Sind 8,15 Volt nicht etwas viel? Das wären ja 1.63 Volt pro Zelle, wenn das für die Überladung gilt ok, aber vorher schon?

Mir ist jetzt ein Block durchgekocht, inkl. Loch in der Seitenwand.

 

Per

Mitglied
24.03.2006
118
letztens hatte man sich hier auf max. 1.45 -1,50V per Zelle geeinigt als Ladeschlussspannung, siehe Beiträge:

http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=8821&t=8821

 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Per schrieb:

letztens hatte man sich hier auf max. 1.45 -1,50V per Zelle
geeinigt als Ladeschlussspannung, siehe Beiträge:
Genau deswegen bin ich ja so verwundert. Die Firma Kürten hat behauptet, diese Kennlinie wurde in Kooperation mit der Firma Saft entwickelt. Kann man den Print selbständig auch in den Volt drosseln?? 7,5 Volt sollten es eher sein... wäre mir sicherer.
Zum Glück gibt es da eine gewisse Garantie und ich bekomme einen Ersatzblock, aber wenn das so stimmt... naja, das wäre dann wohl nicht ok.

 

Per

Mitglied
24.03.2006
118
Bin Deinen Beitrag nochmal durchgegangen - Trafolader mit Kürtenkennlinie - interessant ! 6 Stunden 40 bei 15A und 100% Ladung ? Das ist doch mit Sicherheit nichts geregeltes - will ich einfach mal behaupten.

zum Vergleich: Fronius hat einen Wirkungsgrad von 96% und die brauchen ca. 9 Stunden bei 85 % Entladung - da frag ich mich was da bei Dir im Ladegerät hinten rauskommt ? Das ist keine geregelte Leistung, sondern gebastelte Leistung - sorry - klingt sehr fragwürdig und die Erfahrung zeigt ja, das es nicht richtig funktioniert.

Vielleicht baut die Firma Kürten ja gute Kettensätze - aber ob das auch für optimale Ladetechnik zutrifft ? Man sagt ja nicht umsonst - Schuster bleib bei deinem Leisten. Die sammeln Erfahrung auf Kosten der Kunden - find ich nicht richtig.

Fronius hat leider auch keine 100%-tige Ladekennlinie für NiCd, die Entwicklung einer Kennlinie soll ca. 5000 Euros kosten - da staun ich das Kürten die mal ebend so in der Werkstatt bastelt ?

Beim Fronius Selectiva Plus kann man aber die Zellenzahl einstellen - lädt per Kennlinien von 2,40 -2,80V per Zelle. Wenn man die doppelte Zellenzahl eingibt, könnte es funktionieren - dann hat man schon mal 1,20V per Zelle. Wie das dann mit dem Nachladestrom/ Ausgleichsladung funktioniert, weiß ich allerdings noch nicht - aber ich bleibe immer am Ball. Vielleicht finden wir ja noch eine passende Lösung für die Probleme mit einer geregelten Ladung bei Saft NiCd.

Bis dahin würd ich den Nachladestrom erst mal reduzieren auf 1,45 per Zelle End- Spannung, damit die Batterien noch ein bischen halten.

 

Per

Mitglied
24.03.2006
118
Noch ein Nachtrag - bevor die Kritik losgeht - nichts gegen Neugier und Selbstversuche beim " Herstellen " von " Ladegeräten " - aber man muß auch seine Grenzen kennen und so empfindlich wie Technik heutzutage ist, sollte man den Job von den Profis erledigen lassen - und nicht jeder der einen Trafo basteln kann hat auch Ahnung von geregelter Ladetechnik, ich nenn mich ja auch nicht Konditor, nur weil ich die Backmischung anrühren kann - that´s Life.
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
Das Selectiva+ hat auch eine Kennlinie für Nicd drin - nennt sich Maas-Tech. IUoU.
Hab ich eingestellt auf 1,57V (Empfehlung Datenblatt Saft bei 30°C)
Je nach Zellenspannung variiert die Anzahl der Zellen. Bei 1,63V reicht das Selectiva+ gerade bis 35 Zellen

...

 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Hallo!

Die Einstellung der Kürten-Kennlinie ist aufgrund von Angaben der Firma Saft erstellt worden.

Bisher hat eigentlich alles gut geklappt (ca. 1.000 km), es wird vermutet, dass die eine Batterie einfach schon einen Schatten hatte, sind ja auch nicht mehr die neuesten.
Näheres werde ich erst erfahren, wenn die defekte Batterie beim Verkäufer eintrifft.

Wie sieht es denn mit den anderen Leuten aus? Fährt noch jemand mit Saft STM-5 100 MR(E) und dem durch Kürten angepassten Ladeprint?

Wenn ja, wie sind die Erfahrungen damit?

Also so aus dem Bauch heraus, würde ich sagen, die 8,15 Volt pro Block sollten bei neuen Saft Batterien durchaus in Ordnung sein, aber wenn man eben welche von 1994-1999 verwendet, wären wohl eher 7,5 Volt besser, wegen des schlechten Separators, der damals verwendet wurde. Wartungsladungen von Citroen/Peugeot haben ja auch reihenweise die Batterien zerstört und da waren eben auch mehr Volt im Spiel.
Fuhr man dann ohne Wartungsladung haben es die Batterien von damals auch ausgehalten.

Was kann sein, wenn man auf 1.5 Volt pro Zelle reduziert? Eigentlich nur, dass eventuell etwas weniger Saft drin ist, oder? Wenn dem so ist, wäre mir das schon lieber, nicht, dass die Austausch-Batterien auch der Reihe nach flöten gehen, so eine Batterie alle 1.000 km, darauf kann ich verzichten! Da kann ich ja gleich wieder Blei nehmen...

Hier das Kommentar des Typen von Saft:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ZEMANEK Johann [mailto:Johann.ZEMANEK@saftbateries.com]
Gesendet: Mittwoch, 1. Dezember 2004 11:44
An: Vera Kürten
Betreff: AW: Nachladezeit


Sehr geehrter Herr Kürten,

Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.
Die unten genannte Ladung ist bei einer komplett entladenen Batterie OK.
Ansonsten Ende der 1. Ladestufe mit 15A bei erreichen der Spannung von
8,15V/Module 2.Ladestufe mit 4.5A, 15% der unter 1 geladenen Kapazität
ohne Spannungsbegrenzung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Johann Zemanek
"Die unten genannte Ladung" bezieht sich auf: 6 h 40 min bei 15 Ampere 100 Ah = 100% und in weiteren 3 h 20 min bei 4,5 Ampere 15 Ah nachladen, in Summe 115 Ah - wenn die Batterie leer ist.

 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
...hat der Kürten saubere Arbeit geleistet und da gibt es kaum ein Ladegerät, dass das noch kann!

Ich bin knapp 2 Jahre mit den MB-80 gefahren, also wohl etwa 17.000 bis 20.000 km - genaues kann ich nicht sagen, da mein km-Zähler kaputt war.

Ja, am Schluss war nicht mehr viel los, und sehr temperaturempfindlich waren sie nach einem Jahr schon, aber soweit ich gelesen habe, hatten das alle NiZn so an sich. Waren jedenfalls noch immer deutlich besser als Blei.

Naja, ich hoffe, die Sache findet ein gutes Ende und ich bekomme noch die richtige Einstellung zur Ladung.

Nochmals eine wichtige Frage: Weiß jemand, wie man selbst die Ladeschlussspannung am Trafolader einstellen kann? Also zB. von 8.15 Volt auf eben 7.5 Volt oder von mir aus: 7.85 Volt, oder so. Wenigstens etwas weniger.

 

Per

Mitglied
24.03.2006
118
Hallo Jürgen,

was machen Deine Batterien für einen Eindruck - Kapazität usw ? Irgend welche Probleme und Ausfälle ? Du lädst bis 1,63V per Zelle ?
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
Mit 1,63V lade ich bei Temperaturen unter 10°C.
Bis jetzt kann ich ca.95Ah aus den Nicads rausholen - d.h. so 70Ah fahren und den Rest mit der Heizung.
Obwohl die Ladeschlußspannungen der 7 Blöcke ca. 0,3V voneinander abweichen kann ich bei der Entladung keine nennenswerten Spannungsdifferenzen messen.
Fahre die Teile jetzt seit ca. 4000km.

....

 

Andreas Eichner

Neues Mitglied
03.04.2006
29
Hallo Per,

nach weit mehr als 100 (genaue Zahl nur noch schwer feststellbar) erfolgreich umgebauten Ladeprints denke ich, daß wir uns als Profis bezeichnen können. Herr Kürten ist Dipl. Ing. Elektrotechnik und derzeit Hauptberuflich in der Fernsehentwicklung tätig; ich selbst bin Dipl. Ing. (FH) für physikalische Elektronik und war 13 Jahre in der Elektronikentwicklung (Klimatechnik, Bergbau) tätig. Wir beschäftigen uns seit über 10Jahren mit Batterietechnik und Elektrofahrzeugen. Wir wissen bis ins kleinste Detail, wie das orginal CityEL-Ladegerät arbeitet. Bevor man eine abfällige Meinung über Andere äußert, sollte man sich erst etwas besser informieren!
Wir haben die Ladeprints bereits erfolgreich an Blei-Gel, Blei-Vlies, gewickelte Blei-Vlies, NiCd, NiZn und LiIon (größerer Umbau!!) angepasst. Ich selbst habe mit der NiCd-Kennlinie meine NiCd-Akkus ca. 30.000km gefahren, bevor ich das El nach 4 Jahren verkauft habe, da es als Vorführfahrzeug zu veraltet war. Die Angaben in der Mail mit Saft bezogen sich auf 6 Blöcke. Bei 7 Blöcken reduziert sich natürlich der Hauptladestrom, da das Ladegerät nur 600Watt Leistung hat.
Die Dänen haben bei der Entwicklung des Orginal CityEL-Ladeprints hervorragende Arbeit geleistet! Die Meß- und Regelmöglichkeiten sind für diese "alte" Analogtechnik recht beachtlich. Auch der Wechselspannungsanteil der Ausgangsspannung ist Dank der hohen Kapazitäten im Motorsteller in eingebautem Zustand zu vernachlässigen. Wer den Wechselspannungsanteil ohne Motorsteuerung mißt, wird sich allerdings erschrecken. Leider sind die Einstellmöglichkeiten über die drei eingebauten Potis recht komplex. Das Poti das nach landläufiger Meinung für die Spannungsbegrenzung zuständig ist (P2) bildet in Wirklichkeit die Referenzspannung für das gesamte Ladeprint. Wird diese verstellt, ändert sich auch der Haupt- und der Nachladestrom. Ähnlich verhält es sich mit den anderen beiden Poties; ihre Einstellungen beeinflussen sich gegenseitig. Daher sollte das Einstellen des Ladeprints nur von Personen vorgenommen werden, die sich über die Funktion im klaren sind. Wir haben sehr viel Zeit in die genaue Analyse des Ladeprints und in die Umbauten infestiert.

Mit sonnigen Grüßen
Andreas Eichner

 

Stüpfnick

Aktives Mitglied
23.09.2005
431
Hallo!

Ich vermute, dass meine NiCd nun doch Bj. 1999 o.ä. sind, leider war das Baujahr nicht feststellbar, lediglich die gefahrenen km sollen unter 10.000 liegen.

Kann ich nun auch bei dem Typ mit dem schlechten Separator davon ausgehen, das 8.15 Volt Ladeschlussspannung nicht zu viel sind, sondern der Block an sich einen Fehler hatte?

Ich habe zwar gebraucht gekauft, aber mit einer sehr guten und promten Gewährleistung, der Block wird in den nächsten 2 Wochen ausgetauscht, lediglich für die Versandkosten des alten Blocks nach D muss ich selbst aufkommen.

 

Per

Mitglied
24.03.2006
118
Nun denn, ich entschuldige mich somit bei den Profi´s !

Tut sich mir aber doch noch eine Frage auf - warum tappen hier so viele im Dunkeln und zerkochen Ihre Batterien oder lassen sie verhungern ?

Vielleicht wäre mehr öffentliche Aufklärungsarbeit - gerade in diesem Forum - von den Profis erwünscht - und das sie sich nicht erst melden wenn man ihnen ausversehen zu nahe getreten ist - kann man ja nicht ahnen !

Beste Grüße und nix für Ungut

 

Andreas Eichner

Neues Mitglied
03.04.2006
29
Hallo Per,

benutze doch mal die "Suchen"-Funktion, gib meinen Namen ein und gib als Zeitraum "Alles" an. Als Ergebnis wirst du feststellen, daß ich schon häufig zum Thema Batterien geschrieben habe. Weil sich die Leute nicht an unsere Empfelungen halten wollen und weil uns vorgeworfen wurde doch nur Werbung machen zu wollen, haben wir uns etwas aus dem Forum zurückgezogen. Wir lesen aber regelmäßig mit und schreiten ein, wenn zu großer Mist verbreitet wird.
Im elweb-FAQ-Forum steht auch sehr viel wissenswertes über Akkus.
Ich habe auch schon Artikel über Akkus in den Solarmobilmitteilungen des Erlanger Vereins veröffentlicht.

Mit sonnigen Grüßen
Andreas Eichner

 

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