Strommessung am Kewet

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Gunther Diehl

Guest
#1
Hallo,

wie von Roland Reichel empfohlen, habe ich die Strommessung an meinem Kewet mit einer Stromzange durchgeführt. Dabei stellte ich fest, daß ich mit meiner Rechnung - Motor 7KW bei 48 Volt - ( ergibt nach meiner Rechnung ca. 145 Ampere) total falsch lag. Ich habe bei Vollgas - leichte Steigung - eine Messung von über 300 Ampere. Der Anfahrstrom lag sogar noch etwas darüber. Jetzt frage ich mich, wie kann der oben genannte Motor bei dieser Voltzahl auf über 300 Ampere kommen. Da müßte sich die Leistung ja auf das Doppelte erhöht haben. Wie kann das sein.

Außerdem stellte ich fest, daß wohl mein Vorgänger in die Leitung bereits einen Strommessshunt eingebaut hat. Dieser hat einen Wert von 300 Ampere. Kann es sein, daß der Shunt den Stromfluß behindert?

Danke für Eure Antworten.
Gruß
Gunther
 
06.04.2006
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#2
Hallo Gunther,

in den Fahrzeugpapieren wird die Nennleistung des Motors angegeben die der Motor über längere Zeit abgeben kann.
Die kurzzeitig mögliche Spitzenleistung ist meist deutlich größer.
In den Unterlagen vom Hotzenblitz steht z.B. Nennleistung 12kw, Spitzenleistung 22kw. Im Fahrzeugschein steht die Leistung von 12kw.

Auf einem Shunt stehen normalerweise 2 Angaben, in Deinem Fall 300A und üblicherweiße 60mV, das bedeutet wenn über den Shunt 300A fließen misst man an den Anschlüssen eine Spannung von 60mV. Wenn nur 100A fließen, 20mV. Ein angeschlossenes Meßgerät ist immer ein Spannungsmesser dessen Skala allerdings auf Strom beschriftet (geeicht) ist.
Wenn 300A fließen hat der Motor 300A x 48V = 14400W (14,4KW).
Am Shunt hast Du dann 300A x 60mV = 18W als Verlust. Diesen geringen Verlust kannst Du vernachlässigen.

Gruß Frank