Saxo Akkus als Stromversorgung

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
3
0
#1
Hallo zusammen,
mein Passivhausplan ist leider gescheitert zugunsten eines Gebrauchthauses. Ich hab jetzt den Plan unseren Saxo mit einem kleinen gasbetriebenen Kraft.Wärmekopplungs Aggregat zu vernetzen, d.h. die KWK soll längere kontinuierliche Laufzeiten haben und anfallenden Überschußstrom in die Saxo-Akkus speichern. Umgekehrt soll der Akkuinhalt vor dem Start der KWK per netzgekoppeltem Wechselrichter ins Hausnetz gespeist werden und so eine vollständige Entladung der NiCad Akkus vor der Wiederaufladung sichergestellt werden.
Also ich benötige ein externes Ladegerät 0,9 kw für den Saxo mit netzgekoppeltem Wechselrichter, das per Bus oder WLAN angesteuert werden kann.
Wo kann ich sowas bekommen, bzw wer würde mitmachen????
In der nächsten Stufe will ich dann mit meinem Ökostromanbieter verhandeln, daß ich den Ladestrom billiger bekomme und im Gegenzug kann er per SMS für Spitzenlastbedarf meinen Akkustrom abrufen, wenn der Saxo am Netz hängt.
Den endgültigen Charme gewinnt das Projekt mit einem netzgekoppelten Prius, weil da dann gleich zwei Leistungsstufen zur Verfügung stehen: Einmal der Akku und dann der Verbrennungsmotor. Außerdem macht es dann nichts, wenn morgens der Akku durch den Stromversorger entladen wurde. Ich muß dann halt mit meinem Salatöldampfer losdonnern.
Überschlägig gerechnet würden 1 Mio netzgekoppelte Hybriden wie der Prius Flauten bei Photovoltaik und Wind elegant puffern.
Gruß A.H.
 
K

karl

Guest
#2
Hallo Adolf,
Ich denke, Du machst einen grundlegenden Fehler:
derzeit kostet es (für uns Kleinhäusler) mindestens 25-50 cts ( reine Batterieabschreibung-ohne Zins!) um eine kWh zwischenzuspeichern!
Die tolle Lebensdauer der Prius Batterie wird mit extrem niedriger Entladetiefe erkauft! Bei 200.000 km fährt der Prius höchstens 20.000 " auf Batterie"

sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
3
0
#3
Hallo Karl,
schon klar, aber ich hab immer Probleme meine Touren so zu planen, daß die Akkus leergefahren werden und das ist bei NiCads und im geringeren Masse auch bei NIMH schon wichtig.
Weiter Verschleißfaktor Nr 1 bei KWK ist der Taktbetrieb und das wiegt die Batterieabschreibung allemal auf, zumal, wenn nur die Tiefentladung der NiCad Akkus vorm Start der KWK sichergestellt werden soll .
Spitzenstrom wird an der Leipziger Strombörse schon mal mit 2,45€ /KwH gehandelt. Da geht also im Verbund mit einem Stromversorger selbst die Entladung("extrem" muß dabei nie zwangsläufig sein!) eines vollgeladenen Akkus kostenmässig schon klar.
 
K

Karl

Guest
#4
Hallo Adolf,
Spitzenstrom ist sehr teuer- aber ist es wirklich wahr, daß er auch bei uns schon über 2 € /kWh gegangen ist? give me the link!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#6
Also, ich finde die Idee ausgezeichnet, wenn die Batterien ohnehin vorhanden sind. Leider wird man doch wohl den Strom JEDERZEIT zur Verfügung stellen müssen? Das wird nicht gehen, wenn das E-Mobil unterwegs ist. Bei einem größeren Verbund, oder wenn ein zweiter Satz Batterien zur Verfügung steht, gibt es kein Problem...
So dumm es sich anhört, aber hier sehe ich eine Domäne für den Pressluftmotor, solange man in einem großen, unterirdischen Tank (Explosionsgefahr) und auch die Kompressionswärme in einem Regenerator zwischenlagert. E-Motor/Kompressor und Generator/Pressluftmotor wären hier das gleiche Aggregat, sind im Bruchteil einer Sekunde hochzufahren und nicht teuer in der Anschaffung. Ein zylindrischer Tank von 5mm Wanddicke, 5 Metern Durchmesserund 10 Metern Länge hält gut 12 bar aus und würde ca. 50 KWh Energie speichern. Sagen wir einmal, 1 Euro/kWh Gewinn zwischen Ladung und Entladung, da würde das E-Mobil gratis fahren und ein Vielfaches an fossiler Energie würde im Kraftwerk eingespart...Bei einem Blechtank von 10 Metern Länge, 1 Meter Durchmesser und 1 mm Wandstärke sind es noch immer noch 2 speicherbare kWh, die man ja mehrfach am Tage voll umsetzen kann.
Ein gefalteter, sicherer 20 kg-Presslufttank von 10 cm Durchmesser, 10 Metern Länge und 50 bar statt Batterien und elektrischer Ausrüstung im Hybrid würde immerhin 4 Beschleunigungen eines 1000 kg -Gefährts auf 50 km/h bei hoher Rückgewinnung beim Bremsen ermöglichen und Verbrennung im Stadtverkehr nur selten nutzen. Mit elektrisch gesteuerten Ventilen erfüllte ein Verbrennungsmotor alle Funktionen und würde weder eines Anlassers noch einer großen Batterie bedürfen. Zudem wäre automatisch eine hervorragende Kurzzeit-Turboladung eingebaut, um mal kurz mit einem 20 kW_Verbrenner auf Tempo 180 zu beschleunigen... Wäre eine echte Konkurrenz zum E-Hybrid.
Nur, bitte nicht mit Guy Negre!
Aber für solche Träume habt Ihr ja kein Verständnis!
 

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
3
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#7
Hallo Bernd,
guckst Du hier, lädst PDF Datei vom Windblatt und hast Du Infos über lieferbares Schwungspeichermodul mit 5 kwh Energieinhalt und 200kw Leistung was letzeres haut Dir Döner vom Spieß
http://www.enercon.de/de/_home.htm :hot:
 
G

Georg Schütz

Guest
#8
Wenn man wirklich 2€/kWh für Spitzenstrom bekommt, warum machen die EVU´s das nicht selbst mit dem Verfügungstellen der Batterien? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie anderen etwas in den Rachen werfen, wenn sie selbst daran etwas verdienen könnten. Es gibt (oder gab?) ja immerhin einen gigantischen Bleibatterien-Akku-Speicher der BEWAG. Wenn man 2€ für Spitzenstrom bekommen würde, würde man sicher einen Haufen mehr davon haben.
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#9
Super, muss ich aber was zu sagen. 5kWh speichert das 2,5-Tonnen-Schwungrad.
0,25 kWh sind aber das Mindeste, das ich für ein Hybridauto an Speicherfähigkeit verlangen würde, ein 1000 kg-Gefährt könnte damit einmal auf 108 km/h beschleunigt werden oder viermal auf 50 km/h . Solch ein Schwungradspeicher würde demnach 125 kg wiegen, das wäre mir zu schwer. Der 2 kWh-Speicher, der in den MAN-Bussen (nicht erfolgreich) getestet wurde, hatte 400 kg Masse, war also um den Faktor 2,5 günstiger. Das hieße also, 50 kg...nein, dann doch lieber Ultracaps oder Akkus...Die haben zwar weniger Wirkungsgrad, aber weitaus mehr Speicherfähigkeit. Die Zerreißumlaufgeschwindigkeit von Stahl liegt so etwa bei 300 m/s, also knappe Schallgeschwindigkeit. Die durchschnittliche Umlaufgeschwindigkeit des Gesamtschwungradaggregates von Enercon liegt bei nur 85 m/s, da müsste viel mehr drin sein...

Ein unterirdisches Schwungrad darf höher belastet werden, zum Beispiel bei Stahl mit 200 m/s. Dann hätte das Schwungrad 27,5 kWh Speichervermögen und bei 6 Tonnen Masse wäre es etwa gleich schwer wie mein großer Presslufttank und hätte etwa den gleichen Energiegehalt. Aber Lagerung, fehlendes Vakuum und der fehlende Frequenzumrichter sprechen doch sehr für die Pressluftlösung, wenn kein Berg zum Wasserpumpen in der Nähe ist.

Der Lufttank ist meiner Meinung nach die energiegünstigste Lösung für das Hybridfahrzeug, fällt doch die gesamte Mechanik bei der Verwirklichung einer elektrischen Ventilsteuerung eines Verbrennungsmotors völlig gratis an (nur das Steuerprogramm ist zu programmieren).
Im Pressluftbetrieb würde der Motor auf Zweitakt umgeschaltet und deutlich über 80% Wirkungsgrad erreichen (in beiden Richtungen).

Jetzt aber zu der Milch- oder besser Pipimädchenrechnung der Windmüllers von Enercon in Aurich. Pipi Langstrumpf würde sich jedenfalls bei den vielen Rechenfehleren nur so schütteln, die wir unseren Ostfriesen allzu großzügigst nachsehen. Also, 1 m³ Erdgas hat einen OBEREN Heizwert von unter 10 kWh. Um dieses zu verbrennen, benötigt man 10 m³ Luft oder 2 m³ Sauerstoff, 2,6 kg.
1,3 kg wandern davon genau in das entstehende CO2, wozu noch 0,5 kg Kohlenstoff C hinzukommen. Zusammen 1,8 kg CO2 für 10 kWh Wärme. Strom gewinnt man maximal 56% vom unteren Heizwert, 50% vom oberen.
Also: Zur Erzeugung von 1kWh Strom fallen in unseren besten Erdgaskraftwerken also 360 Gramm CO2 an und nicht 24 Gramm. Dazu die Verluste auf dem Transport durch die Taiga von Sibirien und die Aufbereitung und Verluste, die alles andere als unerheblich sind.
Um einen noch größeren Faktor wird sich hier bei der CO2-Entstehung bei der Urangewinnung vertan, der größte Energieanteil steckt hier eindeutig in der Anreicherung durch Diffusion oder Ultarzentrifugen, nicht in der Erzgewinnung und es gehört schon ganz schön viel Pipi zur Behauptung, ein Atomkraftwerk würde den Strom für drei Cent verkaufen, den es gerade für 15 Cent zur Zerkleinerung des Erzes ausgegeben hätte. Brrrr!
Also Vorsicht, wenn die Enercons uns etwas weismachen wollen. Da kann man ja glatt zum Grünen werden, obwohl ich mich doch gar nicht für sooo doof halte!