Rekordfahrzeug e-motion

Kloes

Neues Mitglied
16.06.2006
30
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#1
In der neuesten ABB Technik Zeitschrift habe ich einen interessanten Artikel entdeckt. Dort wird der Einsatz von Standardprodukten der Firma ABB beim Bau eines Rekordfahrzeuges beschrieben.
Ich frage mich ob die eingesetzten ABB Umrichter der ACS_Serie generell mit Gleichstrom direkt in den Zwischenkreis gespeist werden könnten. Wäre vielleicht (mit kleineren 7,5 KW Umrichtern) eine Alternative zum Gleichstromantrieb, da diese Umrichter einen 4 Quadrantenbetrieb ermöglichen.
Der Artikel ist auch im Internet unter

http://www.abb.com/abbreview

ABB Review 1/2004 German Artikel 13 Rekordverdächtig.

Im selben Heft ist auch noch ein Artikel über eine gigantische USV (27 MW für 15 Minuten) in Alaska mit NC-Akkus. Artikel 9 Reserven im Eis

Viel Spaß beim lesn
Kloes
 
11.12.2004
120
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#2
Korrigiert mich, wenn ich falsch liege...
Aber ich denke, dass man jeden (Frequenz-)Umrichter mit Gleichspannung speisen kann. Es sei denn, er benützt die Primärfrequenz zur Erzeugung der Sekundärfrequenz, was aber wohl eher unüblich ist. Was wohl eher das Problem bei den meisten sein wird, ist die Spannung. Die muss natürlich passen.

Viele Grüße

Gunther
 
R

Roland Reichel

Guest
#4
Hallo Gunther,
das mag prinzipiell stimmen, aber der Teufel liegt im Detail:

Die meisten Wechselrichter für Antriebe haben einen sogenannten Gleichstromzwischenkreis. Da könnte man dann die Spannung vom Akku anschließen.
Wir und einige Kollegen (z.B. in Kassel) haben das vor vielen Jahren mit Wechselrichtern der 6SC Reihe von Siemens gemacht. Die waren eigentlich für Hilfsantriebe für Werkzeugmaschinen vorgesehen. Ging mit einem 1FT5 Motor von Siemens prima und wir fahren unser "Erlanger Solarmobil" noch immer damit. Es gibt eine ganze Reihe von Fahrzeugen mit diesem oder ähnlichen Antrieben, und auch Schiffe !

Allerdings: Die Spannung im Zwischenkreis muss natürlich passen, wie schon erwähnt. Und viele Wechselrichter brauchen noch allerlei Hilfsspannungen, im besten Fall nur noch 12 Volt.
Die muss man dann von externer Quelle bereitstellen.

Der 6SC von Siemens (ein uralt-Teil aus den 80er Jahren mit ganz normalen Transistoren in den Endstufen, aber 4-Quadranten-Wechselrichter) hatte den großen Vorteil, dass er keine externen Hilfsspannung brauchte, und dass er problemlos mit Zwischenkreisspannungen zwischen 90 bis 200 Volt oder so ähnlich auskam.

Diese Industriewechselrichter sind nicht besonders an die Randbedingungen eines Autoantriebs angepasst. Daher hatten seinerzeit (ich glaube 1987) Kollege Axel Krause für den 1FT5 Synchronmotor von Siemens eine eigene Steuerung gebaut - und auf Anhieb damit mit zwei Rennfahrzeugen auf der Tour de Sol den 1. und den 3. Platz eingefahren.
Axel Krause und Josef Brusa haben dann ein Produkt draus gemacht, und rausgekommen ist ein kleiner, leichter und wirklich guter Wechselrichter für Autos und für Asynchronmotoren. Das Teil war so gut, dass sogar Solectria in den USA ihn in viele E-Autos eingebaut hat.

Schade nur, dass die Akku-Industrie keine ähnlich guten Fortschritte gemacht hat. Die Akkus könnten wirklich besser sein.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
11.12.2004
120
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#5
Dass es das gibt, war ja nicht die Frage.
Kloes wollte wissen, ob das mit normalen auch geht.
Ich hab zwar keine Ahnung, was ein Industrie-Umrichter kostet. aber ich denke mal, dass die deutlich günstiger sind als die von Brusa.
Ich selbst hab auch einen von Brusa, nebst Ladegerät u.ä. Letztens war mein Ladegerät kaputt, also hab ich mal bei Brusa geschaut. So ganz billig sind die ja nicht... ist aber auch klar, sind Kleinserien. Nun ja, hab meins repariert, jetzt ist wieder gut...

Viele Grüße

Gunther