neue Wasserstoffquelle ?

Herbert Hämmerle

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13.12.2004
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#1
In der ORF2-Sendung "Modern Times" vom 16.2.2001 war ein interessanter Bericht über Experimente mit Grünalgen, die unter bestimmten Bedingungen fast reinen Wasserstoff produzieren.

Näheres unter:

http://www.orf.via.at/modern.times/magazin/ausgaben/200151/stories/5103.asp

Was mir nicht gefallen hat, ist die Story mit dem Elektrolieferwagen, der ach so schwach sei und öfters abgeschleppt werden müsse...:-(
 

Ralf Wagner

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15.03.2007
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#2
Das Image der Elektrofahrzeuge ist leider recht schlecht. Viele die mich mit dem el fahren sehen staunen wie schnell man damit durch den Stadtverkehr fährt.
.. Ein Elektrofahrzeug wird immer noch mit einem Bahnhofswägelchen verglichen...

Deshalb sollte man schon mal einige "Elektro-Heizmobile" wie den t-zero aus USA fahren können. Erst wenn man den Audi oder.. oder... an der Ampel versägt werden Elektrofahrzeuge ernst genommen. Solche Fahrzeuge zu bauen ist ja nicht weiter schwer. Selbst das city el fängt mit einem anderen Antrieb das fliegen an. Ich weiß von einem el das schon vor 10 Jahren mit einem größeren Motor mehr als gewaltig abging an der Ampel..

Mein Bekannter als er zwei mal einen BMW auf der Stgt-Fellbacher B14 abgezogen hatte, wurde von diesem an einer Ampel "gestellt" und mit den Worten Sie Öko Terrorist beschimpft... wir fandens damals recht amüsant...

So ist mein Ziel doch bei aller Ökologie und sparsamen Antrieben, doch auch einen leistungsfähigen Antrieb zu haben um es ggf. mal knacken zu lassen.

Gruß Ralf
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
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#3
> Das Image der Elektrofahrzeuge ist leider recht schlecht.

Drum finde ich es schade, daß im erwähnten TV-Beitrag noch extra Negatives unterstrichen wurde.

> Deshalb sollte man schon mal einige "Elektro-Heizmobile" wie
> den t-zero aus USA fahren können.

Das wäre mal was...
Ich muß mal schauen, ob ich mal irgendwo ein E-Kart testen kann, bei uns in der Nähe gibt´s eine "Rennstrecke" für E-Karts.
 
R

Rüdiger Hussy

Guest
#4
Genau meine Meinung,
hat jemand eine Idee auf was für einem Fahrzeug man so ein Elektrogeschoss aufbauen könnte?
Irgendwas altes mit Kunststoff-Karoserie, wie zum Beispiel der Simca Matra oder ähnliches....
oder auf Kitcarbasis
hat jemand Lust und Interesse mal so ein Geschoss in Angriff zu nehmen?
alleine ist sowas am Anfang ja kaum zu finanzieren.

Vileicht findet man ja sogar einen Sponsor :)

MFG

Rüdiger Hussy
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#5
Das mit dem Kitcar kam mir auch schon in den Sinn. Auch "mein" Händler Joachim Kamm hatte schon vor einigen Jahren die Idee solche Geschosse zu bauen. Er hatte zwischenzeitlich einen kleinen Agora (Kunststoffkiste aus F) den er mit einer großen Drehstromsteuerung und NC Batterien ausgestattet hatte. Das Ding hatte genug Dampf um auch bei 30 km/h die Räder noch zum durchdrehen zu bringen..

Ich hätte da noch einen E-motor im Keller Thrige Titan TTL 180C 12kW Nenn/ 40kW max...

Die Traumkonfiguration wäre ein AC Motor und NC Batterien. Purer Leichtbau. .. Alu - Schalensitze...

Gruß Ralf
 

Vera Kürten

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21.09.2002
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#6
Wenn man "nur " CityEl fährt, ist der Wunsch nach einem stärkeren Motor verständlich ;-) . Ich bin normalerweise mit meinem TWIKE unterwegs und habe schon öfter an der Ampel Andere stehen lassen - das macht beim TWIKE doppelt Spaß, weil man noch lässig in die Pedale treten kann :D . NC-Batterien, extremer Leichtbau... das hat das TWIKE ja. Ist aber dadurch sehr teuer und nur wenige Leute wollen bei dem Preis dann auf den gewohnten Komfort verzichten.
Was ist eigentlich mit diesem Fahrzeug von AKASOL - das soll doch auch ganz flott sein? Konzepte und interessante Prototypen gibt es reichlich. Was die E-Mobil-Branche braucht ist Geld für die Entwicklung serienreifer, bezahlbarer Fahrzeuge.

Sonnige Grüße, Vera
 

Vera Kürten

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21.09.2002
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#7
Ich habe auch schon mal einen Bericht über diese Alge gesehen - weiß aber nicht mehr in welcher Sendung.
Im Spiegel war vor einigen Monaten zu lesen, dass die Automobilkonzerne sich schon auf Wasserstoff als zukünftigen Treibstoff geeinigt haben und Vorbereitungen für die Schaffung der nötigen Infrastruktur mit Hilfe der entsprechenden Bundesministerien im Gange sind. Da treten die Alternativen (z.B. Batterien für die Kurzstrecke/ Stromschienen für Langstrecke) natürlich in den Hintergrund.
Als ich vor 15 Jahren am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung gearbeitet habe, war dort schon ein Wasserstoffspeichermedium entwickelt worden und wurde gerade in Fahrzeugen von BMW getestet. Ziel war es, den Wasserstoff chemisch für den Transport zu binden. Der Magnesium-Hydrid-Speicher hat sich aber nicht durchgesetzt.
Ich persönlich hätte kein gutes Gefühl, wenn ich in meinem Fahrzeug flüssigen Wasserstoff spazierenfahren müsste. Sicher, auslaufendes Benzin ist auch nicht ungefährlich - im Normalfall gibt es aber nur einen Brand. Wasserstoff reagiert da "etwas" heftiger...
Bin mal gespannt wie die Automobilindustrie ihren - durch Multi-Airbags/ABS und Knautschzonen sicherheitsverwöhnten - Kunden, den Flüssig-Wasserstoff-Tank verkaufen wird.
 

Vera Kürten

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21.09.2002
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#8
Den kuriosesten Link zuerst :
"Pack die Nüsse in den Tank"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,1518,106646,00.html

Wettkampf der Systeme
http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,102660,00.html

Wann tanken wir Wasserstoff?
http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,101977,00.html

Tankstellennetz in vier Jahren
http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,101977,00.html
 
06.04.2006
208
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#9
Meine Gedanken zum schnellen E-Mobil:
Ein Kitcar ist sicherlich schwieriger durch den TÜV zu bekommen wie ein umgebautes Serienauto. Wie wäre es z.B. mit einem alten Audi 80 Quattro (Bj. 82-86) die Fahrzeuge sind recht gut Hohlraumversiegelt, an Ersatzteile kommt man noch günstig am Schrott, ein Basisfahrzeug in gutem Zustand ist sicher auch günstig, da die Wagen keinen Kat haben.
Man könnte in einen 100KW Benziner zwei 50KW Asynchronmotoren, die von einer gemeinsamen Steuerung gespeist werden, einbauen. Benzinmotor, Getriebe und Kardanwelle ausbauen, an die Vorderachse ein 2-tes Hinterachsdifferential anbringen und an jedes Differential einen Motor anflanschen. Bei dem Fahrzeug dreht wahrscheinlich dann kein Rad durch aber die Beschleunigung dürfte sehr gut sein. Man muß das Fahrzeug dann allerdings auffällig beschriften damit es als E-Mobil erkannt wird.
Gruß
Frank