Effekta Blei Flies Akku "gestorben" - BACS Batterie Manager

Nord_Andreas

Mitglied
30.04.2005
128
Hallo!

Nun ist es auch bei mir soweit. Einer meiner drei Effekta 120s Blei Flies Akkus hat eine deutlich geringere Kapazität als die anderen beiden.
Mein morgendlicher Weg von 48 km ist nicht mehr möglich. Die Spannung des defekten Akkus fällt mehr als 1V unter die der beiden anderen.

Ein Gespräch mit dem Lieferanten Herr Strubel von Starmotec ergab das es dieses Problem öfter gibt und Starmotec deshalb demnächst das BACS Analysis System anbieten will um diesem vorzubeugen.
Damit die Akkus bei Ladung mit 36V nicht auseinander laufen habe ich bisher immer mit Einzelladern zu einer Endspannung von 14,7V fertig geladen.
Um so verwirrter bin ich nun nachdem mir Herr Strubel erklärt hat das Einzelladen aufgrund der verschiedenen Akkuwiderstände und der Ladegerät Toleranzen schädlich für die Akkus ist.

Nach der Lektüre des Handbuch BACS bin ich nun der Ansicht, daß das BACS System beim Laden von Batterien nichts anderes tut wie drei auf 14,7V eingestellte Einzellader, oder die bereits im Forum besprochenen PowerCheq Batterie-Equalizer.
Es wird dafür gesorgt das alle Akkus gleichmäßig voll geladen werden.

Der einzige Vorteil, welchen ich im Moment erkenne, besteht darin, daß bei Entladung gewarnt wird wenn ein Akku unter die Entladespannung fällt.
Dies kann man aber auch mit drei einzelnen Akku Spannungsanzeigen erreichen.

Bei Entladeströmen von 35-60A werden weder die PowerCheq mit 2A noch die BACS C4 Module mit 3A Bypass dafür sorgen können das die Akkus bei Entladung harmonisieren und immer einen identischen Ladezustand haben.

Was haltet ihr von dem System?

Erschreckend finde ich den Bericht von Frank Blettenberger in welchem er schreibt, daß eine Entladung von mehr als 60% die Akkus nachhaltig schädigt.
Die Effekta 120s Akkus haben eine Kapazität von 70Ah (C1). Demnach würde man die Akkus schon schädigen wenn man mehr als 42Ah innerhalb einer Stunde entnimmt!

Abschließend meine Bitte das mir vielleicht Jemand erklären kann warum Einzelladung doch schädlich ist.

MfG
Andreas

 
K

Karl

Guest
Hallo Andreas,

ein sehr interessantes paper, wenn darin aber steht, daß die Auftragung der Bleipaste um +/- 20 mm variieren kann - frag ich mich schon ein wenig!? Das hatten die Bleiakkuhersteller vor 100 Jahren besser drauf ! 6 Zellen x 40 mm nur für die Auftragung der Bleipaste macht einen Längenunterschied von 24 cm für einen 12 V Block ! Oder habe ich da was falsch verstanden?

Ansonsten ist klar, Bleiakkus werden durch tiefe Entladung unwiderbringlich geschädigt, Peukert Effekt - beachten, niemals tiefentladen !

Karl
 

Uwe Jahnel

Neues Mitglied
19.11.2007
4
Hallo,

mir ging es ebenso mit den Effekta 120 Ah Akkus.
Hatte 33 KM zu fahren und musste dann noch eine
satte Steigung von ca. 500m fahren.
Das war eindeutig zu viel für Blei Akkus.
Wenn man mache Beiträge liest gibt es schon zufriedene
EL-Fahrer mit diesem Batterie Typ. Aber diese fahren halt nicht
48 KM. Kann mir vorstellen, das deine 48 KM auch zu viel sind.
Wenn man bedenkt 1 KM entspricht ca. 1Ah hast du grundsätzlich 48 Ah verbraten. Ein Paar Steigungen und Vielleicht noch das Compoundfeld zeitweise offen, dann bis du gleich bei 60 Ah.
Fahre nun Ni Cd Akkus von Saft.

Gruß
Uwe
 

Nord_Andreas

Mitglied
30.04.2005
128
Gern würde ich die über 700 Zyklen (bei 80% Entladetiefe) erreichen, welche der Hersteller verspricht.
Aber wie?

Die Akku Spannung ist unter Last zu messen damit der Messwert aussagekräftig ist.

Wann beginnt nun der Bereich an dem der Akku geschädigt wird?
Beginnt die Tiefentladung bei der Entladeschlußspanng von 10,6V wie in der Effekta Spezifikation angegeben?

Oder sollte man es machen wie Wolfgang, der aufgrund schlechter Erfahrung, seine Entladeschlußspannung auf 12V definiert und dann sofort nachläd?
Das bedeutet für mich aber das ich dem Akku nur 30Ah entnehmen kann, und nicht 60Ah, oder gar 80Ah.
Man beachte das wir von einem 96Ah(C5) Akku reden.

Inzwischen frage ich mich zum einen ob Moll oder Hoppeke Verbraucher Akkus die höheren Kosten mehr als wert sind.
Zum anderen kommt die Frage auf ob Fahrstrecken über 40 km überhaupt dauerhaft ohne NC Akkus möglich sind.
Letzte Frage wäre in der Theorie mit ja zu beantworten. Allerdings hat der Akku in der Praxis nach nur 100 Zyklen lediglich 60% seiner ursprünglichen Kapazität. Tendenz fallend. Erschwerend kommt hinzu das bei 80 der 100 Zyklen nur zu 50% entladen wurde.

 

Andreas Eichner

Neues Mitglied
03.04.2006
29
Hallo Emobilisten,

ich habe hier im Forum schon oft das richtige Laden von Bleiakkus beschrieben!!!
Im Bleiakku läuft eine chemische Reaktion ab, die wie alle chemischen Reaktionen temperaturabhängig ist. Das bedeutet, dass die Ladeendspannung an die Batterietemperatur angepasst werden muß! Jede Ladung ohne Temperaturcompensation schädigt den Akku!
Die Ladeendspannung für einen 12V-Bleivliesakku beträgt 14,3Volt bei 25°C. Der Compensationskoefizient beträgt für einen 12V-Block etwa 0,3Volt pro 10°C.
Für das 36Volt-System im CityEl bedeudet dies bei Vliesakkus:
+45°C = 41Volt,
+25°C = 43Volt,
+05°C = 45Volt,
--15°C = 47Volt.
Wie man aus der Zahlenreihe ersehen kann, werden die Akkus im Winter nicht voll geladen (stehen also dauernd teilentladen herum und sulfatieren!) im Sommer ist der Effekt noch grafierender, da die Akkus überladen werden und dadurch Wasser verlieren, das im allgemeinen bei Vliesakkus nicht mehr nachgefüllt werden kann.
Die IVT-Lader haben als Laborladegeräte ein ausgesprochen gutes Preis-/Leistungsverhältnis, sind aber wegen der fehlenden Temperaturkompensation nur bedingt für den mobilen Einsatz geeignet (Batterieheizung, nur im Schatten laden).
Der orginal CityEl-Trafo-Lader verfügt über diese Temperaturkompensation. Allerdings muss der Temperaturfühler angeschlossen sein, funktionieren und direkt an einer Batterie anliegen!

Mit sonnen-elektrischen Grüßen
Andreas Eichner
(Serviceleiter)

City El - Twike - EVT - Microcar - Chatenet
Solar- und Leichtfahrzeugzentrum Franken
Kürten GmbH & Co. KG
Obermichelbacher Str. 7
90587 Tuchenbach

Tel: 0911 / 76 31 80
Fax: 0911 / 76 31 79

info@kuerten-gmbh.de

www.kuerten-gmbh.de
www.klasse-s.de
 
W

wolfgang

Guest
Andreas Hagen schrieb:

Oder sollte man es machen wie Wolfgang, der aufgrund schlechter Erfahrung, seine Entladeschlußspannung auf 12V definiert und dann sofort nachläd?

City El Cabrio, 36V, Thrige, Kürten Kettensatz, Effekta 120s,
http://city-el.blogspot.com
Tja Andreas in der Tat hab ich das so gemacht und wie auch der die chemischen
Vorgänge beschreibende Techn. Leiter der User A.Eichner schrieb und
dennoch ist wieder ein Satz futsch
:confused:
Ich gehe jetzt mal langsam davon aus das keiner so richtig die Rätsel
des Batteriesterbens richtig deuten und erklären kann . Ich hab tatsächlich
WAHRHEITSGEMÄSS dem EFFEKTA Mitarbeiter berichtet was ich mit
den Batts Bezug auf Ladung und Entladung angestellt hab . Lediglich
die Entladung mit fallender Stromstärke auf ca 14,55 erzeugte Nachdenklichkeit
die ich aber nun wieder nicht nachvollziehen kann bei den Weiss Gott
kalten Ladenächten und dem bei 14,55 V geringen fließenden Strom.
Zumal dann noch hier ein anderer User 16,8 V als Entladespannung mit
geringen Gasen empfahl. Wer weiß denn überhaupt was richtig :confused:
Der eine schreibt Hüh der andere Hott.
Fakt ist jedenfalls das schon wieder ein Satz im A........ ist ohne das man
die Antwort auf das WARUM kennt. Ich hoffe ja das man eventuell mal die
Dinger aufmacht und ne Fehleranalyse durchführt so dieses möglich ist.
MfG Wolfgang
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.468
Andreas Hagen schrieb:

Gern würde ich die über 700 Zyklen (bei 80% Entladetiefe)
erreichen, welche der Hersteller verspricht.
Beachte bitte dass die angegebenen Zyklen nur für einen bestimmten Entladestrom/Entladeleistung gelten. Diesen Wert sollte man mal bei Effekta erfragen. Davon abgesehen hast Du wohl effektiv die Batterien manchmal tiefer als 80 % entladen. Da die Effekta 70 Ah (C1) haben sind 80 % davon nur 56 Ah. Wenn man jetzt noch rechnet dass kurzzeitig auch noch deutlich höhere Ströme fliessen können dann ist es noch etwas weniger.

Eine Ladespannung von 14,55 V ist ok bei einer Temperatur der Säure in der Zelle von 10 Grad. Bei 14,7 V müsste die Temperatur schon 0 Grad sein. Tatsache ist jedoch dass sich die Zellen beim Laden erwärmen und da die Säuretemperatur entscheidend ist hast Du mit hoher Wahrscheinlichkeit die Batterien überladen und zu stark zum Gasen gebracht. Dabei hat sich dann das Überdruckventil einzelner Zellen geöffnet und damit Kapazität verloren.

Warum lädst Du die Batterien ständig mit so hoher Spannung?

Wenn Du die ganze Nacht Zeit hast dann reichen auch 14,2 V völlig aus um die Batterien bis zum Morgen voll zu bekommen. Gelegentlich kann man dann das im Manual vorgeschlagene Starkladen durchführen um wieder einen Ladungsausgleich zwischen den Zellen zu erreichen und eine vorhandene Sulfatierung abzubauen.

Gruß,
Emil
 

Nord_Andreas

Mitglied
30.04.2005
128
Hallo Emil,

du Du etliche Vermutungen angestellt hast, will ich versuchen für etwas Klarheit zu sorgen.
Es mag sein das Entladungenen tiefer als 80% vorgekommen sind. Da hierbei aber die Entladespannung immer über 10,6V blieb sehe ich dies auch nicht als Problem an. Wir unterhalten uns hier ja nicht darüber das ich 500 Zyklen geschafft habe obwohl der Hersteller 700 Zyklen angibt.
Gefahren wurden bis jetzt 100 Zyklen und davon 95 mit gerade mal 50% Entladung.
Auch sind nicht alle Akkus gleichermassen defekt sondern nur einer.

Die Einzelladegerät sind speziel auf Flies Akkus abgestimmt und die Kennlinie sieht eine kurzzeitige Ladung auf 14,7V mit fallendem Ladestrom vor.
Bei 8A werden die Akkus nicht zu stark zum Gasen gebracht, wenn überhaupt.

Die Beschreibung des IVT Ladegerätes findest Du Der Link wurde entfernt (404)..
Bevor jetzt wieder der Hinweis auf fehlende Temperaturkompensation kommt möchte ich darauf hinweisen das die Akkus beim Laden nie kälter als 20 und wärmer als 30 Grad sind.

MfG
Andreas
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.468
Es mag sein das Entladungenen tiefer als 80% vorgekommen
sind. Da hierbei aber die Entladespannung immer über 10,6V
blieb sehe ich dies auch nicht als Problem an.
Die Spannung ist nicht relevant bei der Beurteilung ob eine Tiefentladung vorliegt. Sie ist nur ein grobes Hilfsmittel. Entscheidend ist der tatsächliche Ladezustand entsprechend der Säuredichte.

Wir unterhalten uns hier ja nicht darüber das ich 500 Zyklen
geschafft habe obwohl der Hersteller 700 Zyklen angibt.
Gefahren wurden bis jetzt 100 Zyklen und davon 95 mit gerade
mal 50% Entladung.
50 % Entladung bezogen auf welchen Wert?

Bezogen auf die C1-Kapazität von 70 Ah sind das nur 35 Ah.

Man sollte beachten, dass die Entladungswerte an die Kapazität auf den jeweiligen Entladestrom bezogen sind und nicht auf die Kapazität die der Hersteller für einen bestimmten Entladestrom angibt.

Auch sind nicht alle Akkus gleichermassen defekt sondern nur
einer.
Aufgrund der Herstellungstoleranz fängt es immer mit einer Zelle in einem der Akkus an. Über die folgenden Lade-/Entladezyklen verstärken sich die Unterschiede immer mehr bis es dann zu einem Ausfall kommt.

Die Einzelladegerät sind speziel auf Flies Akkus abgestimmt
und die Kennlinie sieht eine kurzzeitige Ladung auf 14,7V mit
fallendem Ladestrom vor.
Tut mir leid, aber 14,7 V für ist zumindest für die Effekta Akkus zu hoch. In der Anleitung steht ganz klar drin dass man sie nicht über 14,4 V laden soll und das auch nur gelegentlich.

Bei 8A werden die Akkus nicht zu stark zum Gasen gebracht,
wenn überhaupt.
Klar werden die Akkus zu gasen gebracht, ob mit 1 A oder 8 A ist völlig egal. Wenn die Batterie voll ist dann wird das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Je nach Bauart der Batterie kann eine bestimmte Menge wieder zu Wasser rekombiniert werden. Ist es zu viel dann entsteht ein Überdruck in der Zelle und das Sicherheitsventil öffnet sich.

Die Beschreibung des IVT Ladegerätes findest Du
Der Link wurde entfernt (404)..
Die Beschreibung des IVT-Laders ist völlig irrelevant. Entscheidend ist die Spezifikation der Batterie und dort steht nichts darüber drin dass Du die Batterrie mit mehr als 14,4 V temperaturkompensiert laden darfst.

Bevor jetzt wieder der Hinweis auf fehlende
Temperaturkompensation kommt möchte ich darauf hinweisen das die Akkus beim Laden nie kälter als 20 und wärmer als 30 Grad sind.
Weder die Aussentemperatur noch die Gehäusetemperatur ist entscheidend für die Temperaturkompensation. Es ist alleine die Säuretemperatur entscheidend die Du annähernd an einem der Pole der Batterie messen kannst.

Wenn die Batterie nach Deinen Angaben eine maximale Temperatur von 30 Grad hatte dann entsprechen bei einer Temperaturkompensation von -0,24 V/10 Grad (Bezugstemperatur 20 Grad) die 14,7 V bereits einer Ladespannung von mehr als 14,9 V. Dies ist eindeutig viel zu viel für die Effektas.

Dies alles bestärkt mich in meiner Meinung dass Du die Batterie kaputt geladen hast.

Gruß,
Emil
 

Nord_Andreas

Mitglied
30.04.2005
128
Hallo,

wenn Du definierst das die Tiefentladung nur anhand der Säuredichte tatsächlich festzustellen ist, wird die Ermittlung selbiger bei Fliesbatterien nahezu unmöglich.
Als weiteres grobes Hilfsmittel kann ich angeben das es nie passiert ist das der DC/DC Wandler wegen Unterspannung abgeschaltet hat und Radio/Licht ausging.

50% von 70Ah sind gemeint. Mehr braucht eine 29 km Fahrt im Flachland nicht.

Kann ich die Anleitung welche dir vorliegt bitte per Mail haben?
In dem Manual von Effekta steht lediglich die Erhaltungsladungsspannung von 2,23-2,39V je nach Temperatur.

Die Erhaltungsladungsspannung der IVT Ladegeräte beträgt nur 13,8V.
Daher würde ich nicht auf Überladung tippen. Ausserdem frage ich mich warum von den insgesamt 18 Zellen nur die Zellen eines Akkus von der Überladung betroffen sein sollten.

Das es am Ende der Ladung zu einem leichten Gasen kommen soll (siehe Ladekurve der IVT) ist ein offenes Geheimnis. Deshalb die Spannung von 14,7V bei abfallendem Strom.

Trotz allem bin ich für eine Rat offen auf welche Spannung die IVT eingestellt werden sollten damit am Ende der Ladung gerade noch ein Gasen möglich ist, aber die Akkus nicht überladen werden.

MfG
Andreas

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.468
wenn Du definierst das die Tiefentladung nur anhand der
Säuredichte tatsächlich festzustellen ist, wird die
Ermittlung selbiger bei Fliesbatterien nahezu unmöglich.
Das geht richtig nur mit einem Batteriecomputer der den peukert-Effekt mit berücksichtigt.

Als weiteres grobes Hilfsmittel kann ich angeben das es nie
passiert ist das der DC/DC Wandler wegen Unterspannung
abgeschaltet hat und Radio/Licht ausging.
Wen der Entladestrom über lange Zeit gering ist kann bei großer Kapazität einer Batterie eine Tiefentladung schon bei Spannungen unter 12 V vorliegen. Der Unterspannungsschutz solcher Geräte hilft zwar eine Batterie vor totaler Entladung zu schützen, nicht jedoch vor einer Entladung mit mehr als 80 % Entladetiefe. Denn dazu müsste die Batteriekapazität berücksichtigt werden.

50% von 70Ah sind gemeint. Mehr braucht eine 29 km Fahrt im
Flachland nicht.
Hast Du das mal nachgemessen?

Kann ich die Anleitung welche dir vorliegt bitte per Mail
haben?
In dem Manual von Effekta steht lediglich die
Erhaltungsladungsspannung von 2,23-2,39V je nach Temperatur.
Mir liegt das gleiche Manual vor wie Dir. Aus dem Manual kann man schliessen dass die Batterie in erster Linie für den Standby-Betrieb (USVs) gedacht ist. Hier wird sie ber Erhaltungsspannung geladen und dann auch auf dem Ladezustand gehalten.Es steht aber auch was über das gelegentliche Laden mit 14,4 V drin. Nirgends steht was dass man sie mit 14,7 V laden soll.

Die Erhaltungsladungsspannung der IVT Ladegeräte beträgt nur
13,8V.
Du musst unterscheiden zwischen dem Standby-Betrieb und dem Zyklenbetrieb einer Batterie.

Die Angaben für die Effekte sind für den Standy-Betrieb. Hier legt man eine genügend hohe Spannung ständig an die ein Kompromiss zwischen der Haltbarkeit und dem schnellen Aufladen ist. Die angegebene Erhaltungsspannung ist übrigens nur 13,68 V bei 25 Grad C. Damit liegt auch die Erhaltungsspannung des IVT-Ladegeräts über dem empfohlenen Wert.

Im Zyklenbetrieb lädt man eine Batterie schnell mit einer IUoU-Kennlinie auf. Dabei verwendet man wie das IVT eine höhere Spannung. Für die Ladeerhaltung geht man dann auf eine deutlich niedrigere Spannung zurück. Beim IVT sind meiner Meinung sind beide Spannungen zu hoch für geschlossene Batterien.

Daher würde ich nicht auf Überladung tippen. Ausserdem frage
ich mich warum von den insgesamt 18 Zellen nur die Zellen
eines Akkus von der Überladung betroffen sein sollten.
Wer sagt Dir dass alle Zellen des Akkus betroffen sind. Wahrscheinlich ist es nur eine einzige. Das schwächste Glied einer Kette bricht ...

Das es am Ende der Ladung zu einem leichten Gasen kommen soll
(siehe Ladekurve der IVT) ist ein offenes Geheimnis. Deshalb
die Spannung von 14,7V bei abfallendem Strom.
Der abfallende Strom wird nicht durch das IVT bestimmt. Dieses hält nur für 1 Stunde die Spannung konstant. Entscheidend ist der Innenwiderstand der Batterie. Hier kann es durchaus sein dass zum Ende der 1-stündigen Ladephase noch ein hoher Strom fliesst. Beachte bitte dass das IVT nur einen Ladestrom von 8 A hat und dieser weniger als 10 % der Kapazität der Batterie ausmacht. Da ist unter Umständen die Nachladephase von 1 Stunde viel zu kurz damit der Ladestrom deutlich absinkt.

Trotz allem bin ich für eine Rat offen auf welche Spannung
die IVT eingestellt werden sollten damit am Ende der Ladung
gerade noch ein Gasen möglich ist, aber die Akkus nicht
überladen werden.
Ich würde keinesfalls mit mehr als 14,4 V (temperaturkompensiert) laden. Bei 14,4 V wird schon gegast. Das kann man an einer normalen Säurebatterie gut beobachten.

Du solltest auch nochmal bei Starmotec/Effekta nachfragen wie hoch die Absorbtionsspannung bei Nutzung der Batterie im Zyklenbetrieb sein soll.

Gruß,
Emil
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
Emil schrieb:
Aufgrund der Herstellungstoleranz fängt es immer mit einer Zelle in einem der Akkus an. Über die folgenden Lade-/Entladezyklen verstärken sich die Unterschiede immer
mehr bis es dann zu einem Ausfall kommt.
Kann man diesem Ausfall irgendwie vorbeugen oder durch irgendwelche Maßnahmen hinaus zögern?

Sonnige Grüße,
MichaEL R. aus EL mit EL ;-)
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.468
Kann man diesem Ausfall irgendwie vorbeugen oder durch
irgendwelche Maßnahmen hinaus zögern?
Hier ein paar Ideen:

Bei Nassbatterien ist das noch einfacher möglich da man eine Ausgleichsladung mit gasen durchführen kann. Verlorenes Wasser kann man leicht nachfüllen. Bei verschlossen Batterien muss man peinlichst aufpassen dass die vom Hersteller angegebene Ladespannung (temperaturkompensiert) nicht überschritten wird. Lieber 0,1-0,2 V niedriger Laden als zu hoch laden. Allerdings muss man gelegentlich - wie auch Effekta - vorschlägt eine Ausgleichsladung vornehmen um der Sulfatierung entgegen zu wirken. Aber auch hier darf man die angegebene Spannungsgrenze(temperaturkompensiert) nicht überschreiten da es sonst zu einem Wasserverlust kommen kann.

Auch beim Entladen sollte man nicht an die unterste Spannungsgrenze gehen um zu verhindern dass einzelne Zellen diese bei Last unterschreiten.

Auch eine geringere Strombelastung hilft die Lebensdauer zu verlängern. Zwischen Batterien die mit C1 und welche die mit C5 belastet werden besteht schon ein beträchtlicher Unterschied. Hohe Ströme reisen aktive Masse aus den Platten und führen unter Umständen zur Verformung der Platten. Hat eine Zelle aktive Masse verloren so hat sie schon mal eine etwas geringere Kapazität und wird dann möglicherweise bei den nächsten Zyklen tiefentladen .

Die Batterie sollte möglichst in allen Zellen die gleiche Temperatur haben. Dies kann durch Isolierung und eine Batterieheizung erreicht werden.

Ideal wäre sicherlich wenn jede einzelne Zelle getrennt geladen und spannungs- und temperaturüberwacht würde. Denn das Problem das bei Serienladung von Batterieblöcken auftritt, tritt auch bei den einzelnen Zellen innerhalb einer Batterie auf.

Die in Serie geschalteten Batterien sollten möglichst aus einem Produktionslos stammen damit Toleranzen minimiert sind.

Die Spannung der Blöcke in Serienschaltung sollte möglichst gleich sein. Dies kann durch solche Geräte wie den PowerCheq erreicht werden.

Das man aber auch mit normalen Methoden und Blocks sehr weit kommt sieht man an Gabelstablerbatterien. Diese halten bei der richtigen Pflege wirklich die 1.000+ Zyklen. Allerdings sind dies alles offene Batterien mit dicken Platten und mit aufwendiger Elektrolytumwälzung.

Auch die Messmer erreicht durch seine Konstruktion dass die Einzelzellen gleich sind und durch hohe Ströme nicht so leicht beschätigt werden. Und auch hier hilft die offene Konstruktion durch eine Ausgleichsladung die Zellen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Es gibt sicherlich noch ein paar Punkte die man beherzigen kann. Ich kenne allerdings keine wissenschaftliche Untersuchung die die Einflüsse der verschiedenen Massnahmen genau untersucht.

Gruß,
Emil
 
G

Gerhard Wiltschka

Guest
Hallo allerseits,

in diesem Zusammenhang möche ich auf folgendes Dokument hinweisen:

Der Link wurde entfernt (404).

(bis vor einigen Wochen / Monaten noch im Download-Bereich von Effekta erhältlich;
jetzt kurzfristig zur Info auf meiner privaten site)

Man beachte besonders Punkt 4.2 Ladespannung für Zyklen-Betrieb 14,5V - 14,9V,
sowie Punkt 2. und Punkt 8. (Kompensationsfaktor etc.)


Viele Grüße
Gerhard
 

Nord_Andreas

Mitglied
30.04.2005
128
Hallo Gerhard,

danke für die Info.
Dann kann ich beruhigt mit den IVT weiterladen. Im Moment haben diese 14,62V Entladeschlußspannung.
Zur Sicherheit werde ich sie auf 14,5V herunter regeln.

MfG
Andreas

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.468
Danke für das Dokument. Allerdings ist es widersprüchlich.

Zwar wird am Anfang der Bereich von 14,5 V - 14,9 V genannt, unter 8. Spezifikation wird dagegen eine Ladespannung von 14,4 V - 14,55 V angegeben. Desweiteren sollen die Batterien laut dieser Spzifikation auch nur 250 Zyklen haben und nicht die rund 800 die man bei Starmotec herauslesen kann.

Entweder sind die Batterietypen unterschiedlich oder man hat festgestellt, dass das Laden mit der hohen Spannung die Batterien früher zerstört und deshalb auch das Dokument entfernt.

Ich würde mal bei Effekta direkt nachfragen was denn jetzt gültig ist.

Gruß,
Emil
 

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