1 zu 0 für Dänemark

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
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#1
Eine gute Nachricht, die uns Elektrofahrergemeinde aufhorchen lassen sollte:
Der Energieverschwender der Nation Nr.1, die energievergeudende Umwälzpumpe unserer Heizungen wird ihren Energiehunger einstellen müssen.
Die Firma Grundfos führte endlich, nach endlosen, vergeblichen Bemühungen der Branche, den Einsatz der permanentmagnetgetriebenen, invertergesteuerten Umwälzpumpe ein, die den durchschnittlichen Wirkungsgrad unserer miesen Asynchronumwälzpumpen von durchschnittlich unter 5% auf über 50% ansteigen lässt.
magna pro heißt das unscheinbare Teil, das den Energiehunger der Nation in kurzer Zeit, wie keine andere Errungenschaft bändigen wird. Diese unscheinbaren Verschwender verbrauchen noch mehr Strom als unsere Kühlgeräte und wir werden mehr als ein Atomkraftwerk durch deren Einsatz abschalten bzw. für unsere Elektroautos einsetzen können.
Dieses unscheinbare Gerät, das jeder zu dem immer noch stolzen Bruttopreis von knapp 300 Euro erwerben kann, wird ein Vielfaches der Solar-, Wind und anderer alternativer Anlagen erbringen, ohne, dass der Einsatz subventioniert werden müsste.
Wer nur ein wenig grün hinter den Ohren ist, sollte sich verpflichtet sehen, sich solch ein Teil zuzulegen.

Elektroautofahrer! Eilt unseren notleidenden Kernkraftwerken zu Hilfe, die demnächst nicht mehr wissen, wohin mit der strahlenden Energie. Erbarmt Euch Ihrer! Sie werden es Euch mit Subventionen und besonders günstigem Nachtladestrom danken.

So ganz nebenbei: Endlich kommt dadurch Bewegung in den Elektromotormarkt, denn diese Invertersteuerungen sind ohne große Änderung in unseren dann verschleißfreien Elektroautos einsetzbar, da sie mit den einfacher zu bauenden, überaus überlastbaren und in jeder Hinsicht besseren Synchron-Permanentmagnetmotoren verbunden sind.

Auch die Firma Perm wird sich dem Ansturm der dänischen Stürmerreihen nicht länger verschließen können und ihre Synchronläufer aus ihrem unverdienten Schattendasein befreien müssen, neben den ganzen anderen Elektropumpen und Elektromotorenherstellern, wie Baumüller und Konsorten...

Ich sehe schon die ganze Republik in umweltfreundliche, leise , sparsame und getriebelose Verbrenner/Elektroautos umsteigen.
Die Batterieindustrie hat es dann in der Hand, wieweit sie den Schwerpunkt vom elektrischen zum Verbrennerbetrieb verlagern möchte...

Im Übrigen sage ich einen Preisverfall voraus. Denn es handelt sich um eine Massenproduktion, bei der die Invertertechnik kaum teurer als die Elektronik einer Energiesparwegwerflampe liegen wird...Kollektor und Kohlen? Reine Verschwendung.
Wirkungsgrad einschließlich Steuerung? Jenseits von 90%.

 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#2
Hallo Bernd aus Düsseldorf


Ich glaub in dem Fall hättes du einen Link einfügen dürfen

http://www.energyproject.com/

Bilder las ich weg sontzt gibts wieder was auf die Omme

Sind aber 2 kleine Werbeviedeos drinn

Nur der integrierte Frequenzumformer in Cityel na ich weis nicht, ich glaub da mußt etliche Pupen ins El einbauen.

Der Link ist Higtech ich kann da nix weiterverlinken, Computer du unbekanntes Wesen

Die haben nämlich ausgerechnet das Sie mit Ihren Pumpen dreimal der Londonerstromverbrauch sparen,
ob da die Pupen im verbrauch schon eingerechnet waren?

Und auf dem Bild Bernd S. vom Permanetmagnetmotor, nach einer Halbachanordnung
schaut des net aus, nach meiner Meinung.
 

Karl W

Aktives Mitglied
16.05.2005
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#3
Hallo Bernd,
jetzt mal ganz praktisch :
Meine Heizungspumpe läuft seit ca. 20 Jahren im "Winter" mit ca. 40 W, 1kWh /Tag = ca. 180 kWh/a = ca. 36 ¤/a
Die meiste Verlustleistung wird wohl in den Heizkreislauf ( ist energetisch zugegeben nicht optimal) abgegeben, ein Rest erwärmt den Heizungsraum -welcher zum Klamottentrocknen genutzt wird.
Was habe ich also von so einer "neumodischen" Pumpe für 300 Euro?
Vermutlich schlechte Elkos ( und auch andere Probleme aus Billigproduktion) - Lebensdauer also sehr beschränkt- also Abschreibung nur noch 10 Jahre+ Zins ! Das macht rechnerisch mehr als ich derzeit für den Betrieb der alten Pumpe zahle- und den ( geringeren) Strom brauche ich trotzdem!

Warum soll ich umrüsten?

Liebe Grüße

Karl
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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Filderstadt
www.elweb.info
#4
Hallo Bernd,
das Thema Pumpen ist wirklich interessant. Ich habe mich etwas befaßt und für unser nächstes Bauprojekt Vorgaben für die laner gemacht. Die Pumpen werden nach verschiedenen Kategorien eingeteilt, z.B.

CEMEP für große Motoren in Gebäuden

97% der Lebenszykluskosten eines Motors entfallen auf die Energiekosten - lediglich 3% auf Anschaffung und Installation. Schon heute ließen sich mit dem Einsatz von energieoptimierten Antrieben in Deutschland rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr sparen.
Quelle Siemens

CEMEP (die europäische Vereinigung der Hersteller von elektrischen Maschinen und Leistungselektronik) und die Europäische Kommission haben eine WirkungsgradEtikettierung entworfen

Das europäische Sektorkomitee für elektrische Antriebstechnik, CEMEP, hat mit der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission vereinbart, daß zukünftig alle 2- und 4-poligen Niederspannungs-Drehstrommotoren von 1 bis 100 kW in Standardausführung entsprechend ihres Wirkungsgrades klassifiziert werden.

Auf den Typenschildern wird zukünftig die Wirkungsgradklasse ausgewiesen und zusätzliche Angaben werden in der Dokumentation aufgenommen. Hierbei wird zwischen den Klassen eff3, eff2 und eff1 unterschieden.



* eff3 Standardmotor.
* eff2 verbesserte Motoren (Improved Efficiency) (ab 200h/a)
* eff1 hocheffizienten Motoren entspricht auch der Amerikanischen EPACT (High Efficiency) (ab 4000h/a)


Zusätzlich werden in den Katalogen die Wirkungsgradangaben bei Voll- und Dreiviertellast ausgewiesen werden. Das Messverfahren zur Bestimmung des Wirkungsgrades beruht auf der Einzelverlustmethode nach IEC 60034-2.

31 europäische Unternehmen haben das Abkommen bis zum 20.12.2000 unterzeichnet und sich hierbei im Vertrauen auf die Wirkung der neuen Kennzeichnung verpflichtet, den Anteil ihrer eff3-Motoren bis zum Ende des Jahres 2003 um 50 % zu reduzieren. Die Einhaltung dieser Verpflichtung wird mittels einer jährlichen statistischen Überwachung gegenüber der Europäischen Kommission nachgewiesen. Alle weiteren Hersteller der hier aufgezeigten Elektromotoren sind eingeladen, dem Abkommen beizutreten.

– Eff1, Eff2 und Eff3. Diese Kennzeichnung erleichtert den Einkäufern das Erkennen sparsamer Motoren auf dem Markt erheblich.

Grüße Ralf
P.S das Gewitter hat mir gerade 2000 Liter Wasser gespendet in einer Stunde...
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#5
Hallo Ralf

Das mit den Standarmotoren hast Du schon angeschnitten
nur so ganz einfach ist halt so eine Norm auch nicht und eröffnet wieder die schönsten Möglichkeiten vom selben zu schreiben,
aber völlig andere Zahlen zu verwenden (soll ja so Leute geben die sowas böses machen :D )

http://energyefficiency.jrc.cec.eu.int/motorchallenge/pdf/tedesco.pdf
Seite 2 Technische Hintergründe der Wirkungsgrade ( wie in den Text schon steht Hintergründig )

die Tabelle krieg ich nicht rein, dazu bin ich Coputertechnisch zu bläd.

Kernaussage der Tabelle nach meiner Meinung Wirkungsgrad ist nicht gleich Wirkungsgrad.

Ist im Beispiel vom Schlüter Bernd,
noch ein Wirkungsgrad 83,8% ( 82,8% *Lichtstrom*) möglich um die Beste Klasse der Norn zu erreichen
( eine Heizungspumpe hat selten mehr als 1,1 Kw zuminderst was den üblichen Elwebschreiber betrifft)
schauts bei manchen im Keller aber anders aus
55 Kw Asyncronmotor Beste Klasse 94,2% die Grenze für den Laumotor 93%

Scheinbar ist also der Unterschied bei 55 Kw nicht groß 1,1%
bei unter 1,1 Kw wären ja 10% möglich, aber wenn ich das bei manchen Anwendungsfällen nachrechne sind das 4200 kWh im Jahr


Bernd S. Beispiel der Pumpe mit A Label ist also 10% besser als die Norm
und was nicht von der Norm erfast wird, sie regelt sich schon selbst,
die Norm erfast in den Pumpenbeispiel nicht das eine Normalepumpe bei
wenig Heizungsbedarf mehr strom braucht als bei Saukalten Wetter.

Ist es Saukalt drausen sin die meisten Ventile der Heizkörper offen, die
optimalen Hydraulischen Bedingungen liegen vor. Warmer Herbsttag
2 Heizkörper wollen Wärme der Rest ist zu die Pumpe arbeite gegen ein hohen
Widerstand bei herkömlichen Umwälzpumpen, geregelte Pumpen nicht
Bernds (der aus Düsseldorf) Traumpumpe sogar richtig effizent auch in der Teillast
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#6
Die meisten Heizungspumpen, die ich eingebaut habe, brauchen nur 30 Watt, dazu noch Nacht- und Sommerabschaltung. Da lohnt sich die teure Pumpe nicht. Es ist ja auch der Bruttopreis, den wohl kein Baumarkt nehmen wird, wenn das Ding endlich Standard wird.

Außerdem, Ihr dürft Euch wirklich nur die Magna Pro Plus ansehen, der ganze andere Rest ist Augenwischerei. Alle drei Worte müssen da stehen, sonst ist es kein Permanentmagnetsynchronmotor.

Längere Haltbarkeit? Nein, das ist sonst im wesentlichen der alte Energieschleudermotor.
Die Wicklung ist vereinfacht, fertigungsgerecht, die Lager die alten Kohlellager, die gleiche Achse aus Keramik, der Motor läuft im wassergefüllten Edelstahlrohr. Eingesparte 20 Watt mit zusätzlichen Abschaltzeiten machen in 10 Jahren immerhin ca. 155 Euro aus.
Im Normalfall liegt die Einsparung viel höher.

Das stimmt schon, mit dem Kernkraftwerk, das man einsparen könnte. Wenigstens im Winter.

Die Rechnung von Grundfos ist natürlich übertrieben, die gehen von einer uralten Pumpe mit 250 Watt Stromverbrauch aus, die 20 Jahre ununterbrochen gelaufen ist und damals nur 40 DM gekostet hat, das war damals der Bruttopreis, als es noch nicht nur zwei Monopole gab. Dann rechne ich unehrlicherweise 11.000 Euro Stromverbrauch während der Lebensdauer , 1800 Euro nach heutigem Strompreis (!!), also mit 20 Euro sogar nur 1,1% Anschaffungskosten.

Also, wenn Ihr mich fragt, ich halte die neue Pumpe gegenüber dem Schrott, der uns bisher angeboten wurde, für enorm. Vor allem, es ist nach den Aquarienpumpen der erste Massenartikel mit Frequenzwandler und Synchronleistungsmotor.
Andere Hersteller werden folgen und es gibt nicht den geringsten Grund, warum man dann nicht einen chinesischen Synchrongenerator von mehreren kW Leistung an ein verstärktes Wandlermodul anschließen können soll.
Auch Perm wird dann aus dem Dornröschenschlaf erwachen und das ist ein wunderschönes Dornröschen, das als Perms Schwester in der Schublade in Breisach auf den Einsatz in Euren Elektroautos wartet.
Wachgeküsst von einem Dänen, wer hätte es anders erwartet?
 
19.01.2004
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Krefeld
#7
Deutschland ist das Land der Preisabsprachen, nicht nur in der Elektrobranche, auch die IATA ist hier zu Hause (Luftverkehrskartell):
Der Preis von 296 Euro gilt nur für das Handwerk und die Industrie ab Werk. Man hatte mich doch missverstanden. Der unverbindliche Verkaufspreis für die gleiche Pumpe beträgt sage und schreibe 610 Euro, für die Magna 25-60.
Im Zusammenlügen von Zahlen stehen die Dänen also keinesfalls den deutschen Firmen nach. Von wegen, 3% der Pumpe entfalle nur auf die Anschaffung! In 100 Jahren verbraucht diese Pumpe bei einem Strompreis von 17 Cent/kWh und den angegebenen durchschnittlich 6 Watt während der Laufzeit lediglich 300 Euro Strom, also 3 Euro im Jahr. Da die Pumpe ansonsten aus den gleichen Materialien besteht, wie die bisherigen, kann man froh sein, wenn sie 10 Jahre durchhält.
Der kleine Rechenfehler sieht damit so aus:
Statt 3% Anschaffungskosten und 97% Verbrauchskosten sieht die Rechnung so aus:
2000% statt 3% Anschaffungskosten bei 10 Jahren Gebrauchsdauer.
Vergleicht man mit dem Verbrauch der bisherigen Pumpen, sind es immer noch 100% der Verbrauchskosten einer 120 Watt verbrauchenden Pumpe. Die meisten laufen mit 30 Watt, also, dass die Grundfos-Pumpen rot sind, hat seinen Grund.
Das ist ja fast so schlimm, wie beim Handel mit Bleiakkus.
Bernd