Wo gibt es in Deutschland die meisten ElektroladesÀulen?

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  • Fast jeden Tag lesen wir von neuen Elektroautos, die den Markt erobern. Damit die Elektroautos jedoch auch fahren können, ist vor allem eines maßgeblich: LadesĂ€ulen. Einige LĂ€nder haben ihr ElektroladesĂ€ulen-Netz schon gut aufgerĂŒstet und auch Deutschland ist mit großen Schritten auf den Vormarsch. Doch wo stehen die meisten LadesĂ€ulen und gibt es eigentlich ausreichend KapazitĂ€ten fĂŒr alle Elektroautofahrer?

    Ein Gros der ElektroladesÀulen befindet sich auf ParkplÀtzen

    Vor Kurzem hat statista.com eine Auflistung veröffentlicht, die prozentual aufzeigt, wo sich die meisten LadesĂ€ulen in Deutschland befinden. Dabei lĂ€sst sich schnell ermitteln, dass rund ein Viertel aller ElektroladesĂ€ulen auf ParkplĂ€tzen oder in ParkhĂ€usern befindlich ist. Danach kommen die öffentlichen Straßen, Hotels sowie Unternehmen. Hinterher hinken noch Tankstellen, Bahnhöfe und private Aufladepunkte. Die Statistik selbst ist mittels Auswertung von chargemap.com entstanden, welche die Verteilung sĂ€mtlicher Ladepunkte in Deutschland erfasst hat.

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    Drittanbieter sind gefragt

    Experten sind sich jedoch sicher: Es mĂŒssen noch weitere LadesĂ€ulen her. Das ist nicht nur wichtig, um die Elektroautos aufzuladen, sondern auch, um das Vertrauen der Endverbraucher zu sichern. Vor allem Unternehmen sind in diesem Rahmen gefragt. Dazu zĂ€hlen Drittanbieter wie beispielsweise Tesla, NewMotion oder auch Ionity. Diese Unternehmen tragen zur Verbreitung der ElektroladesĂ€ulen bei - was viele Autofahrer nur noch nicht wahrnehmen: Der Ausbau geht mittlerweile schneller vonstatten, als vielleicht angenommen.

    Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen, können Autofahrer und Interessierte die Seite von Way.do verwenden. Bei dem Unternehmen handelt es sich um eine Tochtergesellschaft des Versorgungskonzerns EWE. Auf der Seite geben Nutzer einfach den gewĂŒnschten Ort ein und binnen weniger Sekunden ermittelt das System die LadevorgĂ€nge pro Tag und die benötigten Ladepunkte.

    FĂŒr die Stadt Hamburg berechnet Waydo beispielsweise fĂŒr das Jahr 2020 ungefĂ€hr 921 LadevorgĂ€nge pro Tag bei ca. 230 Ladepunkten. Derzeit ist die norddeutsche Hansestadt mit ĂŒber 800 Ladepunkten gut ausgestattet. Doch wie sieht es mit anderen StĂ€dten aus? Bei der Eingabe von Berlin soll der Bedarf fĂŒr das kommende Jahr bei 1.069 LadevorgĂ€ngen pro Tag liegen. Bisher liegen 779 Ladepunkte vor.

    Doch wozu gibt es Waydo? Das Unternehmen nutzt fĂŒr die Website einen Algorithmus, der sich stĂ€ndig aktualisiert. Somit können Drittunternehmen herausfiltern, wo und wie viele Ladestationen befindlich sind und wo neue ElektroladesĂ€ulen durchaus lohnenswert sind. Kleine Hintergrundinfo: Waydo betreibt selbst derweil um die 1.000 LadesĂ€ulen.

    Es kommen immer mehr Stromtankstellen hinzu

    Was ist wichtig, um die e-Mobility voranzutreiben? Zum einen sicherlich kostengĂŒnstige Elektroautos, die auch fĂŒr den kleinen Geldbeutel erschwinglich sind. Doch auch das Stromtanken ist nicht weniger interessiert. Auch hier sollte der Preis am besten so gering wie möglich gehalten werden.

    Um die Ladeinfrastruktur zu verbessern, haben sich verschiedene Firmen mit der Thematik beschĂ€ftigt. Zum Beispiel das Unternehmen Westaflex. Die Firma hat unter dem Namen Ladefoxx Stromtankstellen ins Leben gerufen, die vorrangig bezahlbare Lösungen darstellen sollen. Neben der einfachen Technik hat Westaflex eine kleine Innovation ins Leben gerufen: Ein Countdown-ZĂ€hler, mit dem sich ein fester Ladezeitraum vorab einstellen lĂ€sst. Ist der Countdown abgelaufen, so gibt das System eine Freigabe fĂŒr den nĂ€chsten Anwender. Hintergrund: Das Unternehmen möchte mit dieser Maßgabe verhindern, dass die Kundschaft eine LadesĂ€ule lĂ€nger als nötig blockiert. On top wird ein spezielles Abrechnungssystem gewĂ€hrt. Nutzer können demnach zwischen Zahlungsarten, Freigabearten und Ladedauer wĂ€hlen. FĂŒr die Freigabeart sind beispielsweise eine Zeitschaltuhr oder SchlĂŒsselschalter nĂŒtzlich. Mithilfe der enormen FlexibiltĂ€t und den geringen Preisen sollen die LadesĂ€ulen noch attraktiver fĂŒr Verbraucher erscheinen. Das Ziel ist es, so viele Ladepunkte wie möglich in der gesamten Bundesrepublik zu integrieren.

    Ionity schafft kleine Wunder

    Das Unternehmen Ionity gibt es seit 2017 - seither konnte es kontinuierlich Erfolge verbuchen. Bis heute sind 50 Mitarbeiter des Joint Ventures von BMW, FORD, Audi, Daimler und VW darum bemĂŒht, die Zahl der Ladestationen weiter hochzuschrauben. Europaweit entstehen indes Ladeparks, einige davon auch in Deutschland. Obwohl das Stromtankstellenvorhaben noch ausbaufĂ€hig ist, teilt Ionity-Chef Michael Hajesch erst vor Kurzem mit, dass seine Firma erst richtig Fahrt aufnimmt. Pro Woche sollen zukĂŒnftig bis zu sieben neue Stationen pro Woche eröffnet werden. Dass alles zur vollen Zufriedenheit verlĂ€uft, können Interessierte regelmĂ€ĂŸig via Twitter mitverfolgen.

    https://twitter.com/IONITY_EU/status/1129305576108904448

    ChargePoint holt ebenso auf

    Anfang des Jahres hat auch ein neues Unternehmen aus den USA den Ausbau von ElektroladesĂ€ulen in Europa in Angriff genommen. Die Rede ist von ChargePoint. Mittlerweile sind 1.000 Ladestationen im europĂ€ischen Raum verteilt worden. Das soll laut des Unternehmens jedoch nur ein kleiner Teil von einem großen Vorhaben sein. Laut reuters.com plant ChargePoint die Zahl der LadesĂ€ulen von momentan 60.000 auf ĂŒber 2,5 Millionen anzuziehen. Interessant: Die HĂ€lfte der geplanten Ladestationen sollen in Europa errichtet werden. Dieser Vorsatz hat auch seinen Sinn: Hier wird eine schnelle Aufnahme von Elektroautos erwartet. Grund zur Annahme stellt das Pariser Klimaabkommen dar, welches fĂŒr Europa in Zukunft Verbrennermotorenverbote vorsieht.

    Wie viele Ladestationen gibt es derzeit in Deutschland?

    Die meisten Autofahrer blicken der e-Mobility kritisch entgegen. WĂ€hrend einige Verbraucher durchaus bereit sind, ein Elektroauto zu erwerben, plagen andere Ängste, dass sie die nĂ€chste Ladestation vielleicht nicht rechtzeitig erreichen. Im vergangenen Herbst hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) neueste Daten zur aktuellen Situation prĂ€sentiert. Laut dem LadesĂ€ulenregister sind derzeit 16.100 Ladepunkte öffentlich auf 7.000 LadesĂ€ulen in ganz Deutschland verteilt.

    Zur ErlĂ€uterung: Die Begriffe LadesĂ€ule und Ladestation benennen beide eine Stromtankstelle und stellen somit ein Synonym dar. Ebenso wie eine ZapfsĂ€ule an einer normalen Tankstelle ĂŒber mehrere ZapfhĂ€hne verfĂŒgt, bietet auch eine LadesĂ€ule mehrere Ladepunkte, die ebenso wie ein Zapfventil zu betrachten sind. Dabei bietet eine LadesĂ€ule hĂ€ufig mindestens zwei Ladepunkte.

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    Hier finden Verbraucher die meisten Stromtankstellen an

    Neben den blanken Zahlen gibt es im Internet natĂŒrlich auch LadesĂ€ulenregister. Diese zeigen Verbrauchern auf, wo die meisten Stromtankstellen fĂŒr Elektroautos aufzufinden sind.


    Bundesland Deutschland
    Ladepunkteanzahl
    Bayern2.715
    Baden-WĂŒrttemberg2.345
    Berlin743
    Bremen91
    Brandenburg124
    Hamburg785
    Hessen1.179
    Mecklenburg-Vorpommern100
    Niedersachsen1.172
    Nordrhein-Westfalen2.345
    Rheinland-Pfalz509
    Saarland58
    Sachsen-Anhalt172
    Sachsen517
    Schleswig-Holstein368
    ThĂŒringen398

    Auch der Bericht im Global EV Outlook der International Energy Agency (IEA), der einmal im Jahr erscheint, offenbart die weltweite Entwicklung der e-Mobility. Folglich hat sich die Zahl der öffentlichen Ladepunkte weltweit im vergangenen Jahrzehnt vertausendfacht. Im Global EV Outlook fĂŒr das Jahr 2007 wurden noch 707 Elektroladestationen fĂŒr den gesamten Globus registriert. 2017 lag die Zahl bereits bei ĂŒber 748.000 Ladestationen. Von diesen Ladestationen sind ĂŒbrigens 400.000 Ladepunkte als "normal" eingestuft. Die weiteren Ladepunkte laden den Autoakku binnen 20 Minuten auf bis zu 300 km Reichweite auf.

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    Fazit

    Gibt es ausreichend Ladestationen in Deutschland? Im Grunde schon - die meisten Autofahrer setzen sich nur nicht explizit mit der Materie auseinander. Beinahe tĂ€glich sprießen neue ElektroladesĂ€ulen wie Pilze aus dem Boden. Es mangelt Deutschland somit kaum an Ladestationen. Lediglich die Zahl an SchnellladesĂ€ulen ist noch ausbaufĂ€hig. Hier mĂŒssen die Unternehmen weiterhin Fahrt aufnehmen.

    Quelle:
    de.statista.com
    de.statista.com
    way.do
    iea.org
    chargepoint.com
    aiomag.de
    bdew.de
    ladesaeulenregister.de

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