Ladeadapter Test zwischen go-e Charger, NRGkick und Juice Booster

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  • Zusammenfassung und Fazit

    Der go-e Charger ist der j√ľngste und preisg√ľnstigste der drei getesteten Adapter. Er bietet sehr viele Softwarefunktionen hinsichtlich der intelligenten Steuerung. Da in den Adapter noch eine Ladeleitung integriert werden muss, ist das Handling etwas aufw√§ndiger als bei den anderen zwei Kandidaten. Die Adapter√ľberwachung arbeitet nur eingeschr√§nkt und ist nicht narrensicher. Zusammen mit dem relativ empfindlichen Geh√§use, sehen wir den Haupteinsatzzweck des go-e Charger zu Hause als Wallbox-Ersatz und die M√∂glichkeit ihn ‚Äěmal‚Äú mitzunehmen.

    Der NRGkick ist ein Allrounder und kann mit seinen zwei Steckverbindern ohne zus√§tzliche Leitungen handlich eingesetzt werden. Die Funktionen reichen aus unserer Sicht nicht ganz, aber fast an den go-e Charger heran. Im Dezember 2018 wurden viele neue Funktionen angek√ľndigt. Das Kunststoffgeh√§use zeigt auch bei h√§ufigem Gebrauch akzeptable Gebrauchsspuren. Die Bluetooth-Kopplung erlaubt auch von unterwegs eine Fern√ľberwachung. Die √úberwachung der Adapter ist etwas besser als beim go-e Charger gel√∂st, kommt aber nicht an die Schweizer Variante heran.

    Der Juice Booster (JB) ist Schweizer Wertarbeit. Der JB setzt die Anforderungen der Norm konsequent um, ist mechanisch sehr stabil und elektrisch narrensicher. Leider bietet der JB in der mobilen Version keine App, mit der man darauf zugreifen oder steuern k√∂nnte. Der JB k√∂nnte mehr, da es auch eine fixe Version mit Fernzugriff gibt. Alles in allem ist der JB-Adapter f√ľr alle geeignet, die unterwegs sicher laden wollen.




    Weitere Informationen sind in den Einzeltests verzeichnet.

    Allgemein

    Zur Ladung von Elektrofahrzeugen gibt es mobile Adapter, die eine Fahrzeugladung an √ľblichen Haushalts- und Industriesteckdosen erm√∂glichen. Die √∂ffentliche Ladeinfrastruktur wird immer besser. Mit den Adaptern kann man auch au√üerhalb der √∂ffentlichen Ladeinfrastruktur laden, z. B. am Ferienhaus oder dem Campingplatz.

    Die Adapter hei√üen offiziell: ‚ÄěLadeleitungsintegrierte Steuer- und Schutzeinrichtungen f√ľr die Ladebetriebsart 2 von Elektro-Stra√üenfahrzeugen (IC-CPD)". Umgangssprachlich wird das Ger√§t auch ‚ÄěLadeziegel‚Äú genannt, da das Ger√§t teilweise die Form eines Ziegelsteins hat.

    Viele Fahrzeuge enthalten ein ‚ÄěNotladeger√§t‚Äú. Hierbei handelt es sich um einen Adapter, der z. B. Aufladungen an einer Schutzkontakt-Steckdose erm√∂glicht. Diese Ger√§te haben i. d. R. eine Leistung von maximal 13A 1phasig.

    Will man mit höherer Leistung laden, kann man IC-CPD kaufen, die auch Drehstrom durchleiten und mit höherer Leistung arbeiten.

    F√ľr unseren Test haben wir drei g√§ngige Ger√§te ausgew√§hlt:
    • go-e ChargerHome+ aus √Ėsterreich
    • NRGkick von Dinitech aus √Ėsterreich
    • Juice Booster 2 von Juice Technologies aus der Schweiz
    Alle drei Geräte bieten eine maximale Ladeleistung von 22 kW entsprechend einem Maximalstrom von 32A dreiphasig.

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    Abbildung 1, Teststart mit den drei Adaptern

    Vorschriften

    Die Abk√ľrzung IC-CPD steht f√ľr In Cable‚ÄďCharging and Protection Device. Es stellt die sogenannte Typ-2-Ladung dar. In den deutschen Normen wird sie auch Funktionsbox genannt.

    Die fr√ľhere Bezeichnung f√ľr einfachere Ger√§te war ICCB = In cablecontrol Box.

    Die Eigenschaften f√ľr diese Ger√§te sind in mehreren Vorschriften festgelegt:

    International:
    • IEC 62752, 2018-09, In Cable‚ÄďCharging and Protection Device, formode 2 charging of electric road vehicles (IC-CPD), die im Moment imFreigabeprozessist.
    In Europa allgemein:
    • EN 62752: 2016
    In Deutschland gilt
    • DIN EN 62752 (VDE 0660-10) Ladeleitungsintegrierte Steuer- und Schutzeinrichtungen f√ľr die Ladebetriebsart 2 von Elektro-Stra√üenfahrzeugen (IC-CPD) (IEC 62752:2016); Deutsche Fassung EN 62752:2016​
    In √Ėsterreich:
    • OVE EN 62752:2017-05-01 Ladeleitungsintegrierte Steuer- und Schutzeinrichtung f√ľr die Ladebetriebsart 2 von Elektro-Stra√üenfahrzeugen (IC-CPD) (IEC 62752:2016) (deutsche Fassung)​
    Schon an den Nummern der Vorschrift ist kenntlich, dass sich internationale, europ√§ische und nationale Normen √§hneln. In der Regel gibt es noch einige nationale Besonderheiten, wenn √ľbergeordnete Normen in nationale Normen umgesetzt werden.

    Der Schweizer Hersteller Juice Technologies orientiert sich direkt an der IEC Norm, bzw. dem aktuellen Entwurf.

    Funktionen


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    Abbildung 2, Funktionen des IC-CPD

    Die Abbildung zeigt die grundsätzlichen Funktionen der Geräte.

    Netzpr√ľfung

    Die wichtigste Funktion ist die Pr√ľfung des vorgelagerten Stromnetzes. Bei IC-CPD mit festem Stecker, z. B. Schutzkontakt-Stecker, ist es relativ eindeutig, dass Strom von maximal 13A entsprechend 80 Prozent des Steckdosennennstroms von 16A dauernd gezogen werden kann. Einige Hersteller setzen den Dauerstrom auch tiefer an.

    Bei den getesteten Ger√§ten gibt es die M√∂glichkeit verschiedene Adapter vorzuschalten, um an verschiedensten Steckdosen laden zu k√∂nnen. Europa bietet nach wie vor eine fast un√ľbersichtliche Anzahl an Steckverbindern mit unterschiedlichen Leistungen. Eine gute √úbersicht findet man bei der Wikipedia.

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    Abbildung 3, Auswahl von Adaptern des go-e

    Eine weitere Funktion durch den IC-CPD ist der Fehlerstromschutz. Alle drei getesteten Adapter haben den notwendigen Schutz vor Gleichströmen.

    √úberraschungen kann es in fernen L√§ndern geben, da die Stromnetze nicht √ľberall gleich aufgebaut sind. In weiten Teilen Europas haben wir ein geerdetes Netz, d. h. das Stromnetz ist mit dem lokalen Erdleiter verbunden (TN Netz). Das IC-CPD Ladesystem pr√ľft die Erdung und schaltet sich erst ein, wenn es eine Verbindung zwischen Erdung und Stromnetz misst.

    Insbesondere Tesla-Autofahrer, die mit ihrem Tesla Ladeadapter (UMC) nach Norwegen gefahren sind, haben dort bösen Überraschungen erlebt. Das Stromnetz in Norwegen arbeitet anders (TT-Netz). Es gibt keine direkte Verbindung zwischen Stromnetz und lokaler Erde: Damit schaltet der UMC nicht frei. Es kann folglich nicht geladen werden.

    Die Pr√ľfung der Erdung ist auch der Grund, warum eine Ladung mit einem Notstromaggregat nicht ohne weiteres m√∂glich ist.

    Die drei getesteten Adapter bieten eine Umschaltung. Hiermit l√§sst sich die Erdpr√ľfung ausschalten, damit auch in Norwegen geladen werden kann. Die Abschaltung muss am Ger√§t signalisiert werden. Damit kann an Netzen v√∂llig ohne Erdung geladen werden, d. h. solange das Ger√§t Spannung erh√§lt, kann auch geladen werden.

    Hinweis: Es gibt zwei Fahrzeuge (Renault ZOE sowie neuer Smart mit Schnelllader), die zus√§tzlich eine interne Erdpr√ľfung haben und trotz umgeschalteten IC-CPD nicht an TT-Netzen laden k√∂nnen.

    Messung

    Einige Geräte messen die Energie und zeigen per APP Strom, Spannung, Leistung und Energie an. Insbesondere die Energiemessung ist bei Fremdladung hilfreich, um abzuschätzen, wie viel Energie man bezogen hat, um sie ggfs. zu bezahlen.

    Viele Fahrzeuge zeigen die aktuelle Ladeleistung nicht an. √úber den Adapter haben Anwender einen guten Einblick, was gerade passiert. Die weiteren Detailinformationen dienen zur Auswertung und Freude des erfahrenen Elektromobilisten.

    Dynamisches Laden

    Ladestationen oder auch IC-CPD k√∂nnen die Ladeleistung des angeschlossenen Fahrzeugs √ľber das PWM-Signal fernsteuern. Dies kann genutzt werden, um z. B. die Ladeleistung der eigen erzeugten PV-Leistung nachzusteuern und optimal auszulasten. Die nach PV-√úberschuss gesteuerte Ladung stellt bei den meisten Herstellern keine vorgefertigte L√∂sung dar. Da diese Funktion des Energiemanagements zu Hause sehr w√ľnschenswert ist, muss daran gearbeitet werden.

    Es gibt die ersten Stromanbieter mit dynamisierten Strompreisen, d. h. der Strom ist zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich teuer ‚Äď diese Ma√ügabe verh√§lt sich √§hnlich wie bei den Nachtstrom-Tarifen. √úber die dynamischen Strompreise und dadurch gesteuerte Ladung l√§sst sich Geld sparen.

    Auch das Thema Lastmanagement wird, mit steigender Anzahl von Elektrofahrzeugen, immer wichtiger. Durch die Möglichkeit, die Lader fernzusteuern, ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten.

    Alle oben genannten Möglichkeiten hätte man bei intelligenten, festmontierten Wallboxen erwartet; interessanterweise finden wir solche Möglichkeiten bei den Testkandidaten.

    Kommunikation

    Zwei der IC-CPS sind sehr kommunikativ √ľber Bluetooth oder √ľber WLAN. Gerade beim Heimeinsatz ist es interessant, auf dem Handy zu kontrollieren, ob das Fahrzeug l√§dt oder schon geladen ist. Viele Fahrzeughersteller bieten eine direkte Fahrzeug-App, einige offerieren hingegen keine M√∂glichkeit den Ladevorgang des Fahrzeugs via Anwendungssoftware nachzuverfolgen.

    Da die Bedienung an den IC-CPD selbst bei allen Kandidaten sehr reduziert ist, l√§uft die Hauptbedienung √ľber das App.

    Interne Pr√ľfung

    Die Ger√§te m√ľssen sich intern √ľberpr√ľfen, z. B. ob die Kontakte des Hauptsch√ľtzes sauber getrennt haben, oder ob die Betriebstemperatur eingehalten wird und das Ger√§t nicht zu hei√ü wird.

    Zuk√ľnftige Funktionen

    Die Netzanschlussbedingungen in Deutschland und √Ėsterreich halten zuk√ľnftig f√ľr die Betreiber von Ladeinfrastruktur noch einige neue Anforderungen bereit.

    Hersteller von PV-Wechselrichtern mussten in den letzten Jahren Funktionen zum Netzschutz einbauen, z. B. einen √úberfrequenzschutz bei dem die Wechselrichter kontinuierlich abregeln m√ľssen. √Ąhnliche Funktionen werden zuk√ľnftig f√ľr Ladeinfrastruktur Pflicht, jedoch hier nur in umgekehrter Richtung. D. h. bei Netzunterfrequenz m√ľssen die Ladestationen abregeln.

    Diese Schutzfunktionen und weitere Funktionen bzgl. Smart Grid und Smart Home werden wir bald bei den Ladestationen sehen.

    √úberfahrbarkeit

    Die relevanten Normen stellen harte Anforderungen an das Geh√§use des IC-CPD. Im Betrieb k√∂nnte das Ger√§t mit einem Rad √ľberrollt werden und soll dabei keine Besch√§digung erhalten. Nach DIN EN 62752, 9.34.2 muss der IC-CPD mit einem Autoreifen mit einer Quetschkraft von 5000 N √ľberfahren werden. Es d√ľrfen sinngem√§√ü keine Risse im Geh√§use entstehen, so dass elektrische Teile ber√ľhrt werden k√∂nnen oder dass es Funktionsst√∂rungen gibt.

    Bei Fahrzeugen mit √ľber 2 t Gewicht entstehen sogar h√∂here Kr√§fte als die Pr√ľfkr√§fte.

    F√ľr Ger√§te mit einer Anschlussleitungvon 30 cm oder k√ľrzer gilt die Pr√ľfung nicht. Bei der kurzen Leitung wird davon ausgegangen, dass der IC-CPS nicht √ľberrollt werden kann, da das Ger√§t am Stecker an der Wand h√§ngt.

    Praxistest

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    Abbildung 4, die Testkandidaten

    go-e Charger Home+

    Der go-e Charger Home+ ist der Newcomer im Test. Er glänzt mit vielen Softwarefunktionen, hat sicherheitstechnisch jedoch eine Schwäche.

    go-e Adapter

    Der Go-e hat auf der Prim√§rseite einen Industriestecker CEE 32A rot Stecker und bietet Adapter f√ľr CEE Steckverbinder CEE16 rot und blau, sowie f√ľr Schutzkontaktstecker oder den Schweizer T23 Stecker.

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    Abbildung 5, go-e mit Schutzkontakt-Stecker-Adapter

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    Abbildung 6, go-e im Einsatz an einer 32A Steckdose

    Die Adaptererkennung funktioniert einfach √ľber einen Magneten im vorgeschalteten Adapter und einem Reedkontakt im Prim√§rstecker. Es wird also nur gepr√ľft, ob ein Adapter (mit eingebautemMagneten!) vorgeschalten ist oder nicht. Die Technik unterscheidet nicht, ob ein Schutzkontaktstecker oder ein CEE16A angeschlossen ist. In jedem Fall wird der Ladestrom mit einem go-e Adapter auf pauschale16A reduziert.

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    Abbildung 7, Magnet im Adapter

    Eine Ladung mit den reduzierten 16A ist mit einem 16A CEE Stecker zul√§ssig, da dieser auf 16A ausgelegt ist. Ein Schutzkontaktstecker, f√ľr den ebenfalls 16A freigeschalten werden, ist mit 16A aber √ľberfordert. Schutzkontaktsteckdosen sind nicht auf die Dauerbelastung mit 16A gebaut und gepr√ľft. Da es keine Temperatur√ľberwachung im Stecker gibt, sind √Ąrger und letztlich Sch√§den vorprogrammiert. Bei dem Autor haben sich √ľber die Jahre viele Beispiele von √ľberlasteten und defekten Schutzkontaktsteckdosen gesammelt.

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    Abbildung 8, unzulässige 20A Ladung mit fremden Adapter

    Noch gef√§hrlicher ist die Verwendung von fremden Adaptern vor dem go-e. Diese werden nicht als solche erkannt, da der Magnet dort fehlt. Schlie√üt man z. B. einen fremden Schutzkontaktstecker-Adapter an, reduziert der go-e zun√§chst auf 20A, da nur einphasig geladen wird. Der Stecker wird unzul√§ssig mit 20A belastet. Die Begrenzung l√§sst sich per APP problemlos auf 32A erh√∂hen. Gl√ľcklicherweise schalten Leitungsschutzschalter bei dem doppelten Nennstrom sehr schnell ab, bevor es zu nennenswerten Erw√§rmungen kommt. Gef√§hrlich sind leichte √úberbelastungen √ľber mehrere Stunden.

    Die 20A Einstellung bei Einphasenbetrieb l√§sst sich per App auf 32A erh√∂hen. Das wird die Nutzer von einphasig ladenden Fahrzeugen wie dem Hyundai Ioniq, Nissan Leaf und andere freuen. Jedoch verst√∂√üt man damit gegen die Anschlussbedingungen der Netzbetreiber in Deutschland und √Ėsterreich.

    Der versierte Elektrofahrzeugfahrer mit technischem Verst√§ndnis wird den go-e sachgerecht nutzen k√∂nnen. Er ist jedoch nicht ‚Äěnarrensicher‚Äú. Der Juice Booster zeigt, dass es auch sichere L√∂sungen gibt.

    go-e Gehäuse

    Der Hersteller bezeichnet das Geh√§use als ‚Äěrobust‚Äú. Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten erscheint das Geh√§use mit der glatten Kunststoffoberfl√§che empfindlich. √úberfahrbar nach Norm ist dieser Adapter nicht, muss er durch die kurze Anschlussleitung aber auch nicht sein. Steckt man einen Adapter auf, k√∂nnen die 30 cm bis zur Steckverbindung nicht mehr eingehalten werden.

    Anders als bei den anderen Kandidaten, hat der go-e eine Typ-2-Buchse, in der eine Ladeleitung zum Fahrzeug eingesteckt werden muss. Das Handling ist damit etwas aufwendig, wenn auch das System kleiner ist. Die Idee dahinter war offenbar, den Aufwand und Platzverbrauch möglichst gering zu halten.

    Der Schutz gegen eindringendes Wasser ist durch die Buchse aber noch schwieriger als bei fest eingef√ľhrten Leitungen. Der Hersteller warnt deshalb davor, das Ger√§t im Freien auf der R√ľckseite liegend zu betreiben.

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    Abbildung 9, go-e mit Wandmontageplatte

    Mitgeliefert wird eine Montageplatte, um den Adapter an die Wand zu hängen. Die Verriegelungsnase der Adapterplatte ist bei einer unachtsamen Bedienung gebrochen. Der Kunststoff scheint nur mäßig stabil zu sein.

    Vom Geh√§use her f√ľhlt sich der go-e wohl am ehesten zu Hause wohl. Sicher kann man das Ger√§t mal f√ľr die Urlaubsfahrt mitnehmen. F√ľr die t√§gliche Bewegung, z. B. die Ladung am Arbeitsplatz, eignen sich die beiden anderen Pr√ľflinge besser.

    go-e Bedienung

    Der go-e hat einen Knopf zur Bedienung, im praktischen Betrieb mit der APP braucht man allerdings auch diesen einen Knopf nicht unbedingt.

    Die Leuchtanzeige rund um die Ladebuchse ist schön animiert und lässt sich vollständig konfigurieren. Die Farben der Ladezustände, die Leuchtkraft und die Leuchtdauer lassen sich einstellen.

    go-e App

    Bei den Funktionen trumpft der go-e auf. Grunds√§tzlich kommuniziert der go-e per WLAN. Es l√§sst sich eine Direktverbindung vom Mobiltelefon zum Ger√§t aufbauen oder eine Verbindung √ľber das Internet.

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    Abbildung 10, Kommunikation √ľber das Internet, Grafik go-e

    Unterwegs wird man eher eine WLAN-Direktverbindung zum Ger√§t machen. H√§ngt der go-e zu Hause, kann er ins heimische WLAN integriert werden. Der Zugriff ist dann √ľber das Internet von √ľberall m√∂glich.

    Der go-e bietet √ľber Partnerunternehmen die M√∂glichkeit von dynamisierten Strompreisen zu partizipieren oder die Ladung von der eigenen PV-Anlage steuern zu lassen.

    Auch eine √Ėffnung des go-e in Richtung Smarthome ist bereits m√∂glich, so dass die Ladung ferngesteuert werden kann.

    go-e √∂ffnet seine Schnittstelle, bietet auf der Homepage eine API Dokumentation an, so dass externe Softwareentwickler an den go-e charger anpassen k√∂nnen. Solche Ma√ünahmen f√ľhren zu schnellen Entwicklungen.

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    Abbildung 11, App Darstellung go-e

    go-e Kartenleser

    Als einziger Kandidat hat der go-e Lader einen Kartenleser, mit dem sich Anwender authentifizieren lassen k√∂nnen. Folglich ist es m√∂glich, den Lader z. B. in der Gemeinschaftstiefgarage gegen Missbrauch zu sch√ľtzen. Es lassen sich dazu bis zu 10 Karten und Profile anlegen. Fremde Karten lassen sich leicht registrieren. So k√∂nnen Nutzer die Ladekarte oder den Chip, den man sowieso dabei hat, an die Station anlernen und sie damit freischalten. Das Instruieren einer ENBW Ladekarte ging problemlos.

    go-e Kosten (DE)

    • go-e 22 kW ohne Adapter 699 ‚ā¨
    • go-e Adapterset mit 3 Adaptern (CEE 16A blau, rot, Schutzkontaktsteckdose) 69 ‚ā¨

    go-e Fazit


    Der go-e ist preisg√ľnstig und er kann sehr viel. Die Schnittstellen sind offen, damit sind neue Funktionen auch f√ľr bestehende Systeme machbar. Der go-e fordert den etablierten NRGkick deutlich heraus.

    Das Geh√§use ist empfindlich und die Adaptererkennung somit nicht akzeptabel. Die Problematik mit dem zu hohen Strom bei Schutzkontaktsteckern sollte gel√∂st werden. F√ľr den regelm√§√üigen Einsatz auf der Stra√üe eignet sich der go-e unserer Ansicht nach nicht.

    Als intelligente Wallbox ist der go-e Charger gut geeignet, da er kaum teurer ist als eine einfache Wallbox.

    NRGkick

    Der NRGkick ist seit 2015 auf dem Markt und beim Autor seitdem störungsfrei im Einsatz.

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    Abbildung 12, NRGkick, 1. Generation

    NRGkick Adapter

    Der NRGkick hat ebenso wie der go-e einen CEE32A rot Stecker als primären Steckverbinder. Es gibt Adapter CEE 16A rot und blau und den Schuko Adapter. Weitere Adapter sind im Online Shop nicht sichtbar.

    Die Ursprungsversion des NRGkick bietet keine automatische Adapteranpassung, sondern offeriert lediglich einen administrativen Hinweis, welcher Strom f√ľr den Adapter einzustellen ist. Eine Fehlbedienung war damit nicht ausgeschlossen. Diese Art der Einstellung und damit der Betrieb wurden in der Schweiz vom dortigen Starkstrominspektorat verboten.

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    Abbildung 13, Ursprungsversion mit administrativem Hinweis, max. 10A

    √Ąhnlich wie beim go-e sind die aktuellen Adapter des NRGkick mit Magneten ausgestattet, um den Ladestrom automatisiert zu reduzieren. Anders als beim go-e wei√ü der NRGkick aber zwischen 13A Schutzkontaktstecker und 16A CEE Industriestecker zu unterscheiden. Wie es genau funktioniert, wollte man uns nicht verraten. Es bleibt nur der Schluss, dass man mit Magnettechnologie noch mehr Einstellungsm√∂glichkeiten hat.

    Auch beim NRGkick besteht die Problematik, dass fremde Adapter ohne Magnet nicht erkannt werden. Mit einem fremden Schutzkontaktstecker-Adapter am NRGkick laufen Anwender Gefahr, dass mit √ľberh√∂htem Strom unzul√§ssig eine Aufladung vorgenommen wird.

    NRGkick Gehäuse

    Das NRGkick Gehäuse ist aus Kunststoff und hält sich trotz wöchentlichem Einsatz recht gut.

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    Abbildung 14, Gehäuse NRGkick, 3,5 Jahre alt

    NRGkick Bedienung

    Auch der NRGkick lässt sich einfach mit einem Knopf bedienen. Eine Status LED zeigt den Zustand, ggf. Störungen, an.

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    NRGkick App

    Die APP des NRGkick ist aufgeräumt. Im Folgenden sind die Funktionen, die bisher per Bluetooth möglich sind, ersichtlich.

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    Abbildung 15, APP NRGkick

    Um den NRGkick ins Internet zu bringen, braucht es eine Kopplung der Bluetooth-Verbindung des NRGkick auf WLAN. Mit dem Zusatzgerät NRGkick Connect und der Internetkopplung sind die Voraussetzungen geschaffen, die Funktionen anzubieten, die der Mitbewerber go-e anbietet.

    Das NRGkick Connect erweitert die Bluetooth-Varianten der NRGkick Ladeeinheit um neue Funktionen:
    • Photovoltaik-gef√ľhrtes Laden
    • Zugriff von √ľberall via NRGkick Cloud
    • monatliche Ladeberichte
    • automatischer Berichtversand
    • zeitgesteuertes Laden
    • Aufzeichnungen und Statistiken der Ladevorg√§nge
    • Alexa Sprachsteuerung
    • Web-API
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    Abbildung 16, NRGkick Connect, Grafik Dinitech

    NRGkick Kosten

    • NRGkick 22 kW, Typ 2, 7,5 m Leitung, Anschluss an CEE 32A 969 ‚ā¨
    • NRGkick 22 kW, Typ 2 Bluetooth, 7,5 m Leitung, Anschluss an CEE 32A 1.159 ‚ā¨
    • NRGkick Connect zur Kopplung des NRGkick BT f√ľr erweiterte Funktionen 300 ‚ā¨

    NRGkick Fazit


    Der NRGkick ist ein Allrounder. Das Ger√§t kann vieles, aber es ist nicht g√ľnstig. Das Modell ist insbesondere kostenintensiv zusammen mit dem Connect Baustein. Der NRGkick wirbt in √Ėsterreich mit einem hohen Marktanteil, muss sich aber preislich bewegen, um mit den Mitbewerbern mitzuhalten.

    JB Booster

    Der JB eigentlich JB2 (2. Version) ist der ‚Äěteure‚Äú Schweizer Adapter. Nach dem Test sehen wir den JB mit anderen Augen.

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    Abbildung 17, JB 2

    JB Adapter

    Schon beim Auspacken f√§llt der hochwertige Sondersteckverbinder ‚ÄěJuice Connector‚Äú auf, der gef√ľhlt wie aus dem ‚ÄěVollen geschnitzt‚Äú nach einem Milit√§rstandard erscheint. Anders als die anderen Test-Kandidaten hat dieses Ger√§t Sondersteckverbinder und kann durch zus√§tzliche Kontakte die zul√§ssige Ladestromst√§rke der Adapter exakt erfassen. Der Hersteller selbst sieht die Varianten mit dem Sondersteckverbinder als einzige normgerechte Version der Adapteranpassung.

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    Abbildung 18, Juice Connector

    Sowohl der Juice Connector, als auch die CEE 32 Steckverbinder erfordern einen relativ hohen Kraftaufwand, um die Adapter zu stecken und zu trennen. Es sind Kontaktkr√§fte zu √ľberwinden, so dass es nicht jedem Anwender leicht fallen wird, die Adapter zu wechseln.

    Ab 2019 bietet JB als einziger der getesteten Adapter einen Temperaturf√ľhler im Schutzkontaktstecker. Sp√§ter soll dieser in allen Haushaltsadaptern zu finden sein. Nimmt der F√ľhler einen Fehler in einer Haushaltssteckdose wahr, wie z. B. eine Erw√§rmung, so wird dieser Umstand erfasst und die Ladung abgeschaltet, bevor es zu einem gr√∂√üeren Schaden kommen kann.

    Der JB bietet mit Abstand die gr√∂√üte Adapteranzahl an internationalen Adaptern von allen drei getesteten Ger√§ten. Durch die Zusatzkontakte wird der Adapter entsprechend kodiert und die maximal zul√§ssige Stromst√§rke f√ľr den Adapter eingestellt. Es gibt keine M√∂glichkeit die Steckverbindung unzul√§ssig zu √ľberlasten. Das System ist optimal vor Fehlbedienungen gesch√ľtzt.

    Zus√§tzlich gibt es auch einen Typ-2-Adapter am ‚ÄěEingang‚Äú, so dass der JB auch als Typ-2 auf Typ-2-Ladeleitung verwendet werden kann. Dank dieser L√∂sung tragen Anwender weniger Equipment mit sich und sparen sich die Standard-Ladeleitung. Bei dieser Variante legt man jedoch jedes Mal 1000 ‚ā¨ auf die Stra√üe, anstatt einer Ladeleitung, die nur ein Viertel davon kostet.

    Auch Verl√§ngerungsleitungen sind m√∂glich, offiziell bis 25 m. F√ľr kniffelige Ladesituationen kann das hilfreich sein.

    JB Gehäuse

    Das Geh√§use des JB2 ist massiv aus Aluminium mit Gummiringen und als einziges nach den Anforderungen der Vorschrift √ľberfahrbar. Die anderen Testger√§te umgehen diese Anforderung durch eine kurze Leitungsverbindung zwischen Prim√§rstecker und Ger√§t. Auch der Prim√§rstecker (Juice Connector) ist mit 500 kg √ľberfahrbar.

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    Abbildung 19, JB2 im Einsatz

    Die Schutzart des JB l√§sst es zu, dass das Ger√§t auch mal in einer Pf√ľtze unter Wasser liegen darf. Die Tauchtiefe wird mit bis zu 5 cm angegeben und ist damit faktisch IP67.

    JB Bedienung

    Die Ger√§tebedienung ist einfach, die Anzeige erfolgt per LED. √úber den Select-Knopf l√§sst sich der Ladestrom einstellen (gr√ľnes Band). Per Mode kann auf andere Erdungssysteme umgestellt werden (gelbe Anzeige). Mit roter LED werden die Fehler angezeigt.

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    Abbildung 20, JB2

    JB App

    Die APP zum Gerät ist schnell beschrieben, es gibt zum Testzeitpunkt nämlich keine. Es ist eigentlich schade, da der JB durchaus intelligent ist und per plug&play in Smart Juice Stationen stationär eingesetzt werden kann. Er hat in dieser Betriebsart viele Funktionen, z. B. dynamisches Lastmanagement, Stromanzeige, Ladeleistungsanzeige oder aufgenommene Energie. Diese Funktionen wären durchaus auch im mobilen Betrieb oder im Heimbetrieb hilfreich. Leider gibt es sie aktuell nicht.

    JB Kosten (DE) exemplarisch

    • Juice Booster 2, 22 kW f√ľr CEE32A rot und Schutzkontaktsteckdosen 999 ‚ā¨
    • Juice Booster 2, 22 kW mit German Traveller Paket (4 Adapter) 1.149 ‚ā¨

    JB Fazit


    Qualit√§tssieger ist eindeutig der Juice Booster. Er bietet konsequente Qualit√§t und Sicherheit bei der Ladung. Der gef√ľhlt hohe Preis des JB relativiert sich, betrachtet man das eingesetzte Material. Der JB ist der Ladeadapter, den man praktisch mit in den Dschungel mitnehmen k√∂nnte. Leider bietet der JB keine Funktionen √ľber die Ladung hinaus.

    W√ľnschenswert w√§re eine Version mit WLAN-Kopplung des Juice Booster und eine App zur Steuerung.

    Disclaimer

    F√ľr den Test haben wir von go-e einen Adapter geschenkt bekommen, den wir im Rahmen der Weihnachtsverlosung verlost haben. Fragen der Tester an go-e wurden beantwortet.

    Der Autor hat einen NRGkick von Dinitech seit 2015 selbst im Einsatz. Um die neueren Funktionen zu testen, wurde ein aktueller 2018 Adapter von einem Freund ausgeliehen. Die neusten Funktionen, die 2018/12 kamen, wurden im Text inhaltlich ber√ľcksichtigt. Fragen an Dinitech konnten offenbar aus zeitlichen Gr√ľnden nicht beantwortet, da es keine schriftliche R√ľckmeldung gab.

    Juice Technologies hat einen Adapter f√ľr den Testzeitraum kostenfrei zur Verf√ľgung gestellt. Fragen an Juice Technologies wurden ausf√ľhrlich telefonisch und schriftlich beantwortet.

    Der Test wurde nach bestem Wissen und Gewissen durchgef√ľhrt. Der Autor haftet nicht bei Irrt√ľmern.

    Webadressen

    https://go-e.co/
    https://www.nrgkick.com/
    https://www.juice-technology.com/juice-booster

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