Warum E-Autofahrer jetzt wieder richtig profitieren können – und worauf ihr achten solltet
Nach zwei mageren Jahren für E-Auto-Fahrer zeichnet sich bei der THG-Quote für 2026 endlich eine Trendwende ab. Die Kombination aus verschärfter Regulierung, dem Ende dubioser Schlupflöcher und der Umsetzung der europäischen RED-III-Richtlinie sorgt für frischen Wind am Quotenmarkt. THG Quote Vergleich 2026
Nach dem Tiefpunkt der letzten Jahre gibt es gleich mehrere Gründe, warum 2026 ein deutlich besseres Jahr für THG-Prämien werden dürfte:
Die gesetzliche Minderungsquote steigt 2026 von 10,6 auf voraussichtlich 11,5 bis 12 Prozent. Das bedeutet: Mineralölkonzerne müssen mehr CO₂ einsparen und sind damit stärker auf den Kauf von THG-Zertifikaten angewiesen. Mehr Nachfrage = bessere Preise für uns E-Mobilisten.
Der neue Referentenentwurf zur RED-III-Umsetzung sieht eine Verlängerung der THG-Quote bis 2040 vor – mit einer schrittweisen Erhöhung auf bis zu 53 Prozent. Damit wird die THG-Prämie langfristig zu einem verlässlichen Zusatzeinkommen für E-Auto-Besitzer.
Die Aussetzung der Übertragbarkeit von Übererfüllungen aus Vorjahren für 2025 und 2026 zwingt Mineralölkonzerne dazu, ihre Verpflichtungen mit aktuellen Zertifikaten zu erfüllen. Das stärkt die Nachfrage am Spotmarkt erheblich.
Das Jahr 2025 war für THG-Prämien-Empfänger ein Tiefpunkt. Die Gründe dafür waren vielschichtig:
Massive Importe von mutmaßlich falsch deklariertem Biodiesel aus China haben den Markt geflutet. Die Menge stieg von 0,2 Mio. Tonnen (2022) auf über 1,1 Mio. Tonnen – größtenteils vorsätzlich falsch deklariert.
Sogenannte "Upstream Emission Reduction"-Zertifikate aus fragwürdigen CO₂-Projekten in China überschwemmten den Markt. Das ZDF deckte massive Betrugsfälle auf.
Mineralölkonzerne konnten überschüssige THG-Minderungen aus der Vergangenheit ansparen und übertragen. Diese "Altlasten" reduzierten die aktuelle Nachfrage erheblich.
Der ADAC, einer der größten THG-Quotenvermittler Deutschlands, stellte sein Angebot Ende 2024 komplett ein – mit einem zweistelligen Millionenschaden durch die Landwärme-Insolvenz.
Prämien sanken auf teilweise unter 50 Euro pro Fahrzeug – ein historischer Tiefpunkt seit Einführung der THG-Quote für Privatpersonen 2022.
Die Bundesregierung hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und umfassende Reformen eingeleitet:
Die regulatorischen Änderungen haben bereits deutliche Spuren am Markt hinterlassen:
Nach der Veröffentlichung des RED-III-Referentenentwurfs im Juni 2025 stiegen die Marktpreise für THG-Quoten um etwa 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Verlängerung bis 2040 gibt Marktteilnehmern erstmals langfristige Planungssicherheit. Das führt dazu, dass Anbieter wieder bereit sind, attraktive Garantieprämien auszuloben.
Die erste Lesung im Bundestag ist frühestens für den 18. Dezember 2025 geplant – eine Verabschiedung vor dem 01.01.2026 ist damit praktisch unmöglich. Ein Bündnis aus 19 Verbänden (ADAC, VDA, Bundesverband eMobilität u.a.) kritisiert den Zeitplan scharf.
Unabhängig von der RED-III-Umsetzung bleiben wichtige Maßnahmen in Kraft: Die Aussetzung der Übertragbarkeit gilt bereits, die Quotensteigerung erfolgt planmäßig, und UER-Projekte sind nicht mehr anrechenbar.
Der Markt für THG-Quoten-Vermittler ist hart umkämpft – und das ist gut für uns E-Autofahrer:
| Anbieter | Garantieprämie 2026 |
|---|---|
| THG-Experten / Quotlix | Jetzt im Vergleich prüfen |
| Insta Drive THG | Jetzt im Vergleich prüfen |
| Elektrovorteil | Jetzt im Vergleich prüfen |
| Carbonify | Jetzt im Vergleich prüfen |
| Check24 | Jetzt im Vergleich prüfen |
| EnBW / SENEC | Jetzt im Vergleich prüfen |
Nicht nur die Prämienhöhe zählt – achtet auf folgende Punkte:
Die THG-Prämie ist für privat genutzte Elektrofahrzeuge komplett steuerfrei. Bei Firmenwagen gelten die üblichen betrieblichen Regelungen.
Die THG-Prämie 2026 muss spätestens bis zum 31. Oktober 2026 beantragt werden (Einreichung beim UBA bis 15. November). Wer zu lange wartet, riskiert, die Prämie komplett zu verpassen.
Nach zwei schwierigen Jahren scheint bei der THG-Quote endlich die Trendwende einzuläuten. Die Kombination aus höheren gesetzlichen Anforderungen, dem Ende dubioser Schlupflöcher und strengeren Kontrollen sorgt für steigende Marktpreise.
Mein Tipp: Vergleicht die Anbieter sorgfältig, achtet auf die Vertragsbedingungen und sichert euch frühzeitig eine attraktive Garantieprämie. Der Markt bleibt volatil, aber wer jetzt handelt, kann sich die aktuell guten Konditionen sichern.
Habt ihr schon eure THG-Quote für 2026 beantragt? Welche Erfahrungen habt ihr mit den verschiedenen Anbietern gemacht? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!