Der neue Volkswagen „I.D.R. Pikes Peak“, starker Elektro-Rennwagen auf der Zielgeraden?

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Foto: arstechnica.com

Der brandneue E-Rennwagen von Volkswagen „I.D.R. Pikes Peak“, ist die neue Hoffnung der Wolfsburger, für den künftigen und legendären Rekordbrecher unter den amtierenden Elektro-Prototypen in diesem Jahr. Darum soll der, speziell für dieses Ereignis ausgetüftelte und mit großer Motivation entwickelte Hoffnungsträger von VW, mit rein elektrischem Antrieb, am spektakulären        „Pikes Peak International Hill Climb“, am 24. Juni 2018, Rekorde brechen. Damit soll wieder einmal live demonstriert werden, was der Elektroantrieb im Motorsport zu bieten hat, um eine neue Bestmarke in der Elektrofahrzeugbranche zu etablieren, die rundum überzeugt. Doch muss „der Neue“ mit Romain Dumas am Start, erst noch vor aller Augen, auf einer über 20 Kilometer langen Strecke in den Bergen der Pikes Peak Hills unter Beweis stellen, dass er wirklich den Gipfel erstürmt! Und VW hat einiges gut zu machen. Aufgrund der letzten schwierigen Zeiten hat der Autohersteller einiges an Vertrauen eingebüßt, welches nun mit einem innovativen grünen Projekt wiedergewonnen werden soll. Der Plan für VW muss einfach aufgehen, deshalb wird in Wolfsburg auch nichts dem Zufall überlassen. Und nicht zufällig trägt dieser Rennwagen den Namen des Rennens selbst.

„Löwenstarke Herausforderungen“

Beim Erklimmen des Ziels hat der „I.D.R. Pikes Peak“ 1.5oo Höhenmeter von 2.800 Metern vom Start bis 4.300 Metern über dem Meeresspiegel zu überwinden. Berühmt-berüchtigt sind außerdem unvorhersehbare Naturphänomene, wie dicke Wolken und aufziehender Nebel und die unberechenbaren blitzartigen Wetterumschwünge, für die der Pikes Peak gefürchtet wird. Wenn Regen, Schnee, Nebel oder Stürme aufziehen, wird das Rennen zwar nicht abgebrochen, aber dies würde das Erreichen eines neuen Rekords oder Gesamtsieges deutlich erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen. Ein Rennen der protzigen Superkraftmaschinen im Schneckentempo, weil Nebelbänke die Sicht verhindern, wäre ein Albtraum für Millionen. Eine erneute Chance gäbe es dann erst wieder in einem ganzen Jahr. Dieses Risiko will keiner eingehen, doch ist der Pikes Peak mit seinen vielseitigen und zahlreichen Kurven, seinen Höhenlagen und seinen typischen Bodenwellen, eine echte Herausforderung und ein real-live-Test für Extremsituationen, welche die Wolfsburger Ingenieure bedenken und berücksichtigen müssen, um das Optimum für den erhofften Sieg und eine spätere Serienproduktion herauszuholen. Schließlich hatten die Wolfsburger nur eine kurze Zeit für die Entwicklung. Der Entschluss stand erst im September 2017 fest. VW erkannte schnell die Chance, einen Elektrorenner für den „Pikes Peak International Hill Climp“ zu entwickeln, da diese Strecke über 20 km ideal ist, um ein neues Elektromodell von seiner besten Seite zu zeigen. Die dünne Luft in den hohen Höhenlagen macht nur eine Leistungsverminderung der Verbrennungsmotoren mit Turboaufladung, von 35 % aus und kann problemlos kompensiert werden, weswegen VW durchaus realistische Chancen auf einen neuen Rekord hat. Ist 2018 also wirklich, der brandneue        „I.D.R. Pikes Peak“ von Volkswagen, das beste „Pferd im Stall“? Es bleibt spannend!

Rekord bei 8:57 Minuten!

Eine weitere Herausforderung ist der Rekordhalter Rhys Millen, welcher ebenfalls für Volkswagen antritt. Der Neuseeländer verteidigt seinen Rekord mit seinem bisher ungeschlagenen e0 PP100 und einer Rekordzeit von 8:57 Minuten. Doch schon bei den ersten Kurztests zeigte sich das 1000 kg schwere Leichtgewicht I.D.R. Pikes Peak, ausgefeilt, aerodynamisch und blitzschnell. Der „I.D.R. Pikes Peak“ wirkte beim mühelosen erklimmen der Berge, unwirklich wendig und futuristisch, sodass man von einem harmonischen Verhältnis von Leistung und Gewicht in Kombination mit Hochtechnologie sprechen kann, wie es nur „die Großen“ vermögen. Er scheint besonders in engen Kurven optimal von seiner „Leichtfüßigkeit“ bei hohem Abtrieb zu profitieren und wirklich ideal an die kommenden Bedingungen angepasst zu sein.

Ein kraftvoller schwarzer Panther, der auch an der Decke fährt

Wie ein kraftvoller schwarzer Panther schleicht der I.D.R. mühelos und vollkommen unangestrengt, Kurve für Kurve den Asphalt entlang, über Berg und Tal. Er wirkt dabei, mit seiner einzigartigen Aerodynamik, wie aus einer anderen hoch technisierten Zukunftswelt. Aufgrund seines unglaublichen Abtriebs soll der Pikes Peak ab 200 km/h sogar umgekehrt an der Decke fahren können.  Mit seinem permanenten Allradantrieb, mit aktiver Drehmomentverteilung und zwei kraftvollen 680 PS Motoren, die es auf ein maximales Drehmoment von beeindruckenden 650  Newtonmeter bringen und mit jeweils einem Motor an jeder Achse vorne und hinten ausgestattet, zischt das Kraftpaket raketenschnell in 2,25 Sekunden auf 100 km/h und ebenso schnell legt er nochmal 150 km/h drauf.  Der „I.D. R. Pikes Peak“ ist ausgesprochen robust und verfügt über eine Doppelquerlenkerachse und eine einzigartige  Sicherheits-/Crash-Struktur, Karbon-Monocoque mit Stahl-Überrollkäfig. Überdies besitzt er ein ausgeklügeltes Strom- und Kühllufterzeugungs-System, welches mit Glycerin funktioniert, anstelle eines umweltbelastenden Diesel Aggregats.  Mit einer Leistung von 500 kW (680PS) feuert der I.D.R. in sekundenschnelle außer Sichtweite  und gleitet anschmiegsam, wie eine schnelle Raubkatze in die engsten Kurven. Dieses Auto scheint also die besten Karten zu haben, wirklich als erstes durch die Ziellinie zu schießen. So fiebern wir mit Spannung dem großen Tag entgegen, an dem VW´s Neuer den Rekord brechen und VW und die Elektroautoherstellung wieder nach Vorne bringen kann.

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