Wenn zukünftig 50 Millionen Elektroautos die Straßen zusätzlich verstopfen...


19.01.2004
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Krefeld
#1
Laberthemen
Dann bleibt nur das Elektrofahrrad, die aussichtslose Hoffnung auf einen besseren ÖPNV, in Elons unterirdischer Röhre zu verschwinden, - oder, sich in die Lüfte zu erheben:

Relativ sicheres elektrisches Flugtaxi

Die Sicherheit beruht auf den 8 unabhängigen Elektromotoren, die in jedem Fall, auch nach Ausfall von bis zu vier Motoren eine sichere Landung ermöglichen. Zwei übereinander liegende Rotoren dürfen allerdings nicht ausfallen. Es gibt keine Autorotationsversicherung.
Da wären Gyrokopter im Vorteil, benötigen jedoch eine Mindeststartstrecke. Diese könnte jedoch mit einem zusätzlichen elektrischen Rotorantrieb verkürzt werden.
Jedem Motor könnte ein eigener Batteriesatz zugeordnet werden . Bei Ausfall könnten diese einzeln abgetrennt oder zusammengeschaltet werden.

Man beachte allerdings, dass der Luftraum, im Gegensatz zur Straße, dreidimensional ist und man so leichter den Überblick verliert. Weitere Sicherheitssysteme sind erforderlich.
Für den absoluten Notfall empfehle ich Deichmann-Schuhe.
 

wolfgang dwuzet

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23.11.2006
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#2
wieso eigentlich "ZUSÄTZLICH"????:unsure:

wer geht schon davon aus, das sich jeder verbrennerfahrer noch ein e-auto DAZU kauft (kaufen können tut?)

es ist wohl eher davon auszugehen,
das die derzeitigen verbrenner von e-mobilen ERSETZT werden....
 
#3
Ist ziemlich gleich, ob 50 Millionen Verbrenner oder 50 Millionen Elektriker die Straßen verstopfen. Ja, ist diese Größenordnung für alle PKW in Deutschland. Jetzt noch etwa 40 Milionen, aber schauen wir mal. Von zusätzlichen Elektroautos ist jedenfalls nirgendwo die Rede. Kommen die Elektriker, werden die Verbrenner verschrottet. Hoffentlich. Wir arbeiten dran..

Und selbst wenn zusätzlich: Ich schätze, dass dann auch nicht mehr km gefahren werden. Denn wieviel und wie oft gefahren wird, hängt von der Menge der Menschen und ihrem Mobilitätsbedürfnissen ab. Wenn man zur Deckung dieser Mobilitätsbedürfnisse zuviele Autos hat, werden die meisten davon (wie heute schon) keine Fahrzeuge sein sondern Stehzeuge. Und dass die Anzahl der Menschen in Deutschland drastisch steigt erwartet niemand.

Mit anderen Worten: Man braucht mehr Stellplätze und Garagen. In einigen Innenstadt-Verkehrswegen gehts schon heute an die Grenzen des Belastbaren und teilweise darüber hinaus. Das nennt sich dann Stau. Immer dran denken: ihr steht nicht im Stau, ihr seid der Stau. Da kann gar nix zusätzlich kommen....

Doch: zusätzlich kommen gerade die kleinen E-Roller. Mal sehen, wie sich das auf den Autoverkehr auswirkt.

Gefahren wird jedenfalls mit dem eigenen Auto immer so viel, wie es gerade noch geht. Darüberhinaus steigt man auf andere Verkehrsmittel um, wie Bahn, Bus oder Flieger. Besser wäre natürlich das Fahrrad, getreten und/oder mit Elektrounterstützung - wie bereits erwähnt. (y)

Wobei in Ballungsgebieten die Praxis leider bitter aussieht. U- und S-Bahnen im Berufsverkehr mit 270%iger Auslastung sind auch kein Vergnügen und schon rein rechtlich grenzwertig. Meinen jedenfalls die Verantwortlichen in München, nur mal so als Beispiel. Die Leute quetschen sich trotzdem in die hoffnungslos überfüllten Züge, denn mit dem eigenen Auto wäre es noch lästiger. Fahren dauert im Berufsverkehr zu lange, und niemand weiß mehr, wohin mit dem Auto in der Stadt. Park und Ride also. Also nur bildlich gesprochen, nicht wirklich "Ride" also auf Pferden geritten. Denn das hatten seinerzeit die Verkehrsplaner schon vorhergesagt: Wenn es mit dem Innenstadtverkehr so weitergeht, werden die Straßen innerstädtisch etwa 30 cm hoch mit Pferdemist zugemüllt sein. Immer an so was denke ich, wenn ich heute wieder "Vorhersagen" lese...

Übrigens las ich gerade irgendwo, dass es noch keine Software gibt, die einen dreidimensionalen Verkehr, also individuelle kleine Flieger, in Ballungsräumen sicher steuern könnte. Wird also auch mit Flugtaxis schwer werden. Aber Technologiesprünge, die uns neue Lösungen unserer alten Probleme bringen, kommen ganz sicher.

Gruss, Roland
 
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R.M

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24.12.2006
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#4
Sorry da seit ihr zu optimistisch

Aber das sind alles Schönwetter Fluggeräte die in D vielleicht 40% des Jahres fliegen können. Bis heute haben nicht mal militärische Fluggeräte eine Allwettertauglichkeit.

Gruß

Roman
 
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wchriss

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Egweil
#6
Da kann ich nur hoffen, das die Luftraumüberwachung einen Riegel vorschiebt. Alleine der Engergieverbrauch. ne das Geld lieber in die Öffentlichen anlegen, da ist es besser aufgehoben.
 

R.M

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#7
Wer ist optimistisch? Ich bleibe bei der von mir geäußerten Einschätzung: "Wird also auch mit Flugtaxis schwer werden".

Ich denke, Du hattest das so oder ähnlich auch gemeint.

Gruss, Roland

Hallo

Meines Erachtens werden Flugtaxis nie autonom fliegen. Ist einfach viel zu risikoreich. Ich habe 17000 Starts und einige 1000 Flugstunden und das Wetter ist unberechenbar. Von Vereisung bis zum plötzlich aus kondensierenden Nebel alles schon gehabt.

70 km Reichweite, 15% Reserve und und 30 km/h Gegenwind, da ist man zu Fuss schneller.

Gruß

Roman
 

Emil

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04.04.2006
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#8
Hallo
Meines Erachtens werden Flugtaxis nie autonom fliegen. Ist einfach viel zu risikoreich. Ich habe 17000 Starts und einige 1000 Flugstunden und das Wetter ist unberechenbar. Von Vereisung bis zum plötzlich aus kondensierenden Nebel alles schon gehabt.
Sag niemals nie.

Das autonome Flugtaxi muss ja nicht überall und unter allen Wetterbedingungen fliegen. Hubschrauber-Shuttles fliegen heute ja auch nicht überall.

Hier findet man eine kleine Zusammenfassung zu diesem Thema.

Am weitesten scheint mit momentan der Ehang 184 zu sein.

Testfeld in Österreich
 
19.01.2004
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Krefeld
#9
Die Propeller mit Bodeneffekt des Ehang gefallen mir für Idealflugwetter ja nicht schlecht und auch Schönwetterböen werden durch schnellreagierende Hubschrauben gut abgefangen.
Nur frage ich mich, ob der Claude Dornier und der Jean Bertin mit ihren Auch-Schlechtwetter-Bodeneffekt-Fahrzeugen nicht besser lagen. Wenn ich besser Russisch oder Serbo-Kroatisch sprechen würde, fielen mir noch weitere Kandidaten ein, deren Fahrzeuge auch heute noch zuverlässig ihren Dienst versehen, den sich sogar Arbeiter und Bauern leisten können. Bei uns bekäme der Bauer alleine schon Schwierigkeiten, wenn er in der Ehang nur seine Mistgabel mitnehmen wollte.
Der Düsen- und Turbojetantrieb im Ostblock und bei den Fahrzeugen von Jean Bartin waren zwar nicht nach Jedermanns Geschmack, aber sie waren dem elektrischen Zeitalter eben etwas zu weit voraus.Vielleicht sollten wir unter den veränderten Bedingungen doch noch einmal darüber nachdenken?
 

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