Welcher Querschnitt für 150KW Ladeäule



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lord_icon

Neues Mitglied
06.07.2020
4
Hi,

eins vorweg: Der Elektriker kommt am 04.10 und prüft was umzubauen ist.

Das ist mir vorab aber zu lange. Würde mal eine grobe Schätzung haben wollen, was in ETWA benötigt wird.

Von der Strasse zum Hausanschluss sind es ca. 75m.
Anliegen tut jetzt schon 5x schätzungsweise 5-6 qmm²/Ader <=Musste ich mit einen Zollstock messen
Abgesichert ist jede Ader auf alle Fälle mit einer 63A Schmelzsicherung
UND: ALUKABEL :-(

Gewerblich wird ja mitunter ein Schnelllader gefördert. Da der neue Transporter mit 150KW DC laden kann und dass auch der kleinste Lader ist, der Förderfähig ist, würden wir uns für sowas in die Richtung interessieren.

Angebote für Lader + Auto haben wir schon. Das sieht soweit gut aus.
Nur vermute ich, dass das Stromnetz hier komplett auf Links gedreht werden muss.

Gab schon ne tierische Diskussion mit unsere 10KW Solaranlage.
Ging dann aber irgendwie doch.

Vermutlich wird das Unterfangen nun auf Kupfer hinauslaufen (?)
Leider enden viele Tabellen schon bei 63A.
Mit fehlt aber (ehrlicherweise) viel Wissen. 3 Polig... dann wird ja mit 150KW DC und nicht AC geladen... Umrechnungsfaktoren... Aluleitung etc.

Vlt. kann man mal eine grobe Schätzung abgeben.
Habt Dank
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
3.850
hallo, und als erstes
es melden sich mit sicherheit noch leute die wesentlich mehr anhnung haben als ich
ABER
irgendwie begreife ich deine obige rechnung nicht ganz,
denn
150kw ladeleistung ?? soll das AC sein (meines erachtens "nööö dat wird nüscht"
oder 159kw AC ??? da reichen deine 63A sicherungen wohl auch nicht
bye wolle
 

Kamikaze

Aktives Mitglied
Korrigiert mich, falls ich falsch liege, aber normalerweise haben DC-Schnellader doch einen Mittelspannungsanschluss.
Da bekämst du also (vermutlich auf deine Kosten) ein neues Kabel vom Trafo (Verknüpfungspunkt Mittelspannung) bis zu deinem Schnellader.

Darf man fragen, warum du so hohe Ladeleistungen brauchst?
Was spricht dagegen, deine*n Transporter über Nacht langsam (z.B. mit 11kW) zu laden? (Wären immerhin auch 110kWh bei 10 Stunden Standzeit des Transporters. Da musst du erst mal einen finden, der eine so große Batterie hat...)
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
1.953
Heidenrod
Moin,

mit 63er Drehstrom haste 44kW. Du willst knapp das fünffache, das wird dein Hausanschluss/Firmenanschluss sicher nicht hergeben (zumindest nicht, wenn die Firma auch weiterlaufen soll ;-) )

Da läuft es also zumindest für nen 'Hausanschluss' extra für die Ladesäule hinaus - wenn das Netz in der Straße noch entsprechend Reserve hat. Ansonsten ist es zwingend so, wie der Vorposter schon schrieb - es geht direkt in die Mittelspannungsebene, und neben die Ladesäule kommt noch ein kleines Trafohäuschen. Ob die Förderung das alles abdeckt?

Alternativ vielleicht folgendes Vorgehen: Die 'kleineren' 50 kW Schnellladesäulen werden zur Zeit viel durch 150+ kW ersetzt. SO eine gebraucht günstig ergattern (und zwar eine, die mit 'normalem' Drehstrom läuft), auf 44kW begrenzen und einfach an die bestehende Leitung hängen - falls diese Dauerlastfest ist. Mit 44kW lädst du auch beim Transporter 200km pro Stunde rein... Das ist auf jeden Fall viel viel billiger, und wesentlich schneller zu realisieren.

Gruß,

Werner
 
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Wertungen: Kamikaze

lord_icon

Neues Mitglied
06.07.2020
4
mit 63er Drehstrom haste 44kW

Ok.

Darf man fragen, warum du so hohe Ladeleistungen brauchst?
Natürlich darfst du Fragen;-)
Wie immer im E-Auto Bereich: "Reichweitenangst"... Wenn Ware geholt wird (ca. 2-3x Woche) dann müssen wir nach Berlin oder Dresden. Immer so um die 200-250km (Gesamttour)
Für den Transporter kein Problem... Wenn man WLPbla sich ansieht. Zeit ist Geld... Entsprechend wird mit Vollgas gefahren. + die Karre ist voll. Wir gehen somit sportlich von -50% Reichweite aus. Da bleibt dann nicht mehr viel für's weiterfahren drüber. Ware abladen und dabei schnell laden und wieder weiter.

und da der Transporter 150KW könnte... und 150KW auch gefördert wird = War das jetzt erstmal ein guter Ansatz.

Thema: Mittelspannungsanschluss = hab ich mich jetzt mal eingelesen. Sieht in erster Linie nach ein KO Kriterium aus. Zwar will ich hier nicht vorgreifen... aber ich schätze mal die Kosten werden nicht unerheblich sein. Bleibt abzuwarten was der Stromversorger nun wirklich haben möchte.

Andere Frage, wo ich nichts finden konnte.

Wenn der Lader mit 150KW DC (also Gleichstrom) lädt... ist das dann identisch mit 150KW Wechselstrom?
Oder gibt es hier umrechnungstabellen... von Umwandlungsprozessen mal abgesehen.

Danke bis hier hin ;-)
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
1.953
Heidenrod
Hi,

ja, es wird in der DC-Ladesäule ein paar Umwandlungsverluste geben, aber die haben schon nen guten Wirkungsgrad (95%+). Und nicht vergessen, die meißten Hersteller geben die Spitzenladeleistung an, die ist nicht über die ganze Bandbreite des Ladezustands verfügbar. Faustregel: Je voller der Akku, umso langsamer wird es.

Ihr werdet feststellen, dass ein etwas langsamerer Fahrstil _signifikant_ Energie und damit Kosten spart. Zeit ist da wirklich Geld, und man ist gar nicht so viel langsamer... Aber bei den Spritpreisen ist die zusätzlich Arbeitszeit des Fahrers fast billiger als der zusätzliche Spritverbrauch, vom zusätzlichem Verschleiß des Fahrzeugs mal ganz abgesehen.

Wenn ich Langstrecke mit Anhänger fahre, sehe ich innerhalb von 500km viele Fahrzeuge zweimal, manche sogar dreimal, obwohl sie mich mit viel Tempo überholen ;-)


Gruß,

Werner
 
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wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.776
57
Egweil
Hallo,
also 150kw gehen noch mit dem 400V AC-Netz, da brauchst du aber schon ein Kabel mit 4*95mm². Da kannst du so um die 50 EUR / meter Rechnen ( nur das Kabel ), dann kommen da noch Bagger usw. dazu.
Die wirst also sehr schnell im mittleren 5-telligen Betrag sein sein !
Vorraussetzung ist aber so weit ich weiß, das das Kabel direkt zum 10kv/400V Umspanner gehen muss. Das stellt sich die Frage wie weit dieser entfernt ist, und es müssen auch genügent Reserven dort vorhanden sein.
Das kann nur das EVU klären, wäre also die erste Anlaufstelle.
Gruß
Christian
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
4.155
91365 Reifenberg
Das kann nur das EVU klären, wäre also die erste Anlaufstelle.
Das kann ich nur voll unterstützen. Hier im Forum diese Fragen zu stellen ist zwar nicht ganz verkehrt. Aber letzlich willst Du einen richtigen dicken Anschluss vom EVU haben. Dann musst Du das auch dort beantragen.

Ansonsten ist für stundenlanges Vollgasfahren ein Elektroauto nicht wirklich das richtige Auto. Die Energiemengen im Akku sind halt begrenzt. Und "Gas" gibts im E-Auto nicht mehr. Warum dann immer noch von "Gas geben" gesprochen wird.... na ja, alte Gewohnheiten. Trotzdem falsch.

Aber: Mein eigener Sohn fährt mit seinem Peugeot Expert mit 75 kWh Akku auch gerne schnell auf der Autobahn. Er kalkuliert dann, ob er bei den Verbräuchen von 30 kWh/100 km (und mehr) die Strecke noch mit etwas Sicherheit schafft. Die höheren Verbrauch(Strom) Kosten interessieren ihn gar nicht. Bei mir bekommt er den Strom noch kostenlos, und an seinem Ladeplatz hat er teils eigenen Solarstrom und teils Industriestrom von seinem Vermieter für 17 C/kWh. Er rechnet da - wie Du - Arbeitszeit gegen Stromkosten.

Mit anderen Worten: Wenn Deine Fahrer die Strecken mit Akku trotz schnellem Fahren schaffen, wäre das schon ok. Eigene DC Stationen mit 150 kW Leistung sind teuer. Mußt Du durchrechnen. Solche Stationen gibts mittlerweile unterwegs sehr häufig. Wie praktikabel das für Deine Fahrten ist, musst Du selber rausfinden.

Und kW sind kW. Eine 150 kW DC Ladestation zieht vom AC Netz - auf welcher Spannungsebene auch immer - nicht wesentlich mehr als 150 kW. Na ja, so 10 oder 20 kW mehr können es schon werden wegen der Verluste bei der AC-DC Umwandlung. Höchstens, meine ich mal.

Watt und Kilowatt sind Leistungsangaben und völlig unerheblich von der Liefer- oder Energieart: Kann DC sein, AC, Nieder- Mittel- oder Hochspannung. Kann aus Motoren mit Benzin oder Diesel sein, Gas oder Wasserkraft. Watt bleibt Watt und Kilowatt bleibt Kilowatt. Leistung bleibt Leistung, egal woher sie kommt und Watt bzw. Vielfache davon sind die Messgrößen und Einheiten und Bezeichnungen.

Und wenn Du so ein kW Leistung für eine Stunde aus dem Netz gezogen hast, dann hast Du eine kWh an Arbeit gezogen. Das ist dann die Messgröße für Arbeit, und wird im allgemeinen für die Abrechnung hergenommen. Am bekanntesten ist das wohl bei den Zählern für Elektrizität.

Gruss, Roland
P.S: Mein Sohn will seinen Peugeot Expert verkaufen. Falls jemand Interesse hat, bitte bei mir melden.
 

lord_icon

Neues Mitglied
06.07.2020
4
jaa... letztendlich wird sich das zeigen wie sich die Verbräuche auswirken.
Wenn ich aber von Vollgas rede dann so um die 130-150Km/h bei unseren aktuellen Diesel.
Das ist dann aber auch schon fast die maximal Geschindigkeit vom Eauto (mit um die 160)

Er rechnet da - wie Du - Arbeitszeit gegen Stromkosten.
Genau. Mindestlohn bekommt zwar hier keiner... aber selbst wenn: Mit 12-14€ kann man schon reichlich tanken... besonders wenn man dann noch die Rückvergütung mit einrechnet ;-)

Ok. Habt bis hierhin schon mal Dank. War nur eine grobe Vorabscheinschätzung die ich hier nun ausreichend bekommen habe. Rest muß dann der Elektriker machen.

Zu dein P.s. @Berlingo-98
Ich suche selbst noch 1-2 EAutos die ich gern den Angestellten zur Verfügung stellen würde.
Dein Expert passt zwar nicht ins "Beuteschema".... aber n geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul (aus Sicht des Angestellten)..... fraglich nur, was du haben möchtest. Aber sicherlich mehr als 4-5K€.
Das wäre so mein Limit ;-)
Aber deine Idee ist gut... werde hier mal ne Anfrage starten.... Wenn die Kiste noch 50km schafft dann isse gekauft ;-) (25km fährt der weitere Mitarbeiter)
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
4.155
91365 Reifenberg
Dein Expert passt zwar nicht ins "Beuteschema".... aber n geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul (aus Sicht des Angestellten)..... fraglich nur, was du haben möchtest. Aber sicherlich mehr als 4-5K€.
Das wäre so mein Limit ;-)
Aber deine Idee ist gut... werde hier mal ne Anfrage starten.... Wenn die Kiste noch 50km schafft dann isse gekauft ;-) (25km fährt der weitere Mitarbeiter)
Der Peugeot Expert meines Sohnes ist recht neu (etwa ein Jahr oder so ähnlich) und hat daher noch volle Reichweite. Die 4 bis 5k € multipliziere mit 10. Er hat einen 75 kWh Li Akku und kann schnellladen mit rund 100 kW per CCS und 11 kW an einer AC wallbox. Mobile wallbox für Industrie-Drehstromdosen wäre dabei.


Gruss Roland
 

Stefanseiner

Aktives Mitglied
29.10.2021
332
41
Saarland
mona-stefan.de
Anstatt mir einen teuren DC Lader nebst EVU Anschluss hinzustellen würde ich eher,wenn es wirklich schnell gehen soll, irgendwo auf halber Strecke an einem öffentlichen DC Lader gerade soviel nachladen,dass die Tour beendet werden kann und dann im Anschluss in aller Ruhe mit einem normalen 11kW Lader wieder voll machen.
Oder soweit Tempo aus der Fahrt rausholen,dass der Transporter ohne Zwischenlandung auskommt.
Aber eine DC Ladesäule hinstellen,das ist overkill
 

Andsons

Neues Mitglied
22.11.2023
1
Hi,

eins vorweg: Der Elektriker kommt am 04.10 und prüft was umzubauen ist.

Das ist mir vorab aber zu lange. Würde mal eine grobe Schätzung haben wollen, was in ETWA benötigt wird.

Von der Strasse zum Hausanschluss sind es ca. 75m.
Anliegen tut jetzt schon 5x schätzungsweise 5-6 qmm²/Ader <=Musste ich mit einen Zollstock messen
Abgesichert ist jede Ader auf alle Fälle mit einer 63A Schmelzsicherung
UND: ALUKABEL :-(

Gewerblich wird ja mitunter ein Schnelllader gefördert. Da der neue Transporter mit 150KW DC laden kann und dass auch der kleinste Lader ist, der Förderfähig ist, würden wir uns für sowas in die Richtung interessieren.

Angebote für Lader + Auto haben wir schon. Das sieht soweit gut aus.
Nur vermute ich, dass das Stromnetz hier komplett auf Links gedreht werden muss.

Gab schon ne tierische Diskussion mit unsere 10KW Solaranlage.
Ging dann aber irgendwie doch.

Vermutlich wird das Unterfangen nun auf Kupfer hinauslaufen (?)
Leider enden viele Tabellen schon bei 63A.
Mit fehlt aber (ehrlicherweise) viel Wissen. 3 Polig... dann wird ja mit 150KW DC und nicht AC geladen... Umrechnungsfaktoren... Aluleitung etc. Die Arbeiten werden von Handwerkern aus toilette verstopft ausgeführt, sie sind Profis auf ihrem Gebiet, sie machen alles bestmöglich.

Vlt. kann man mal eine grobe Schätzung abgeben.
Habt Dank
Hallo,

Hier ist eine grobe Schätzung dessen, was Sie möglicherweise für die Installation einer 150-kW-Schnellladestation benötigen:

Kabel: Für den Anschluss der Ladestation an das Stromnetz benötigen Sie ein Kabel mit einem Querschnitt von mindestens 100 mm². Dies liegt daran, dass eine 150-kW-Ladestation einen Strom von bis zu 183 A verbraucht. Bei Verwendung eines Aluminiumkabels mit einem Querschnitt von 5-6 mm² wird der Strom auf 63 A begrenzt.
Sicherung: Zum Schutz des Kabels benötigen Sie eine 250-A-Sicherung.
Ladestation: Sie benötigen eine 150-kW-Ladestation.
Wenn Sie Aluminiumkabel verwenden, müssen Sie außerdem zusätzliche Schutzvorrichtungen wie einen Strombegrenzer und einen Überspannungsschutz installieren.

Hier sind die ungefähren Kosten dieser Komponenten:

Kabel: 100 mm² Aluminiumkabel 75 Meter lang kostet etwa 1500 Euro.
Sicherung: Eine 250-Ampere-Sicherung kostet etwa 50 Euro.
Ladestation: Eine Schnellladestation mit einer Leistung von 150 kW kostet etwa 10.000 Euro.
Die gesamten Installationskosten einer 150-kW-Schnellladestation mit Aluminiumkabel betragen ca. 11.550 €.

Wie Sie vermuten, kann das Aluminiumkabel jedoch möglicherweise nicht den Strom verarbeiten, der zum Laden eines 150-kW-Autos erforderlich ist. In diesem Fall müssen Sie das Kabel durch Kupfer ersetzen. Ein Kupferkabel mit einem Querschnitt von 100 mm² kostet etwa 2.500 Euro.

Wenn Sie das Kabel durch Kupfer ersetzen, belaufen sich die gesamten Installationskosten auf rund 13.550 Euro.

Natürlich handelt es sich dabei nur um grobe Schätzungen. Die genauen Kosten hängen von den spezifischen Bedingungen an Ihrem Standort ab.
 
10.11.2009
71
Berlin
Alleine Anschlussgebühren !pro Jahr! einer Mittelspannungstation liegen etwa bei 20t€ (je mach Leistung) -
Dazu kommt die MS-Betonstation mit Trafo und Sicherheitsgedöns, der Tiefbau, Leitungen, Verlegung, Anschluss, Haus-Übergabestation mit Überpannungsableitern, Sicherungen etc.
-> Ich kalkuliere sowas ab und zu, da ich bei einer Firma arbeite, die in der Strominfrastruktur tätig ist.

Probiere es besser mit einem Niederspannungsabschluss und einer älteren, gebauchten 50kW Schnell-Ladestation, die sich ggf. auch drosseln läßt. Finger weg von Compleo, die sind mehr kaputt als heile.
 
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Wertungen: Andreas106