welche Erfahrungen mit: e-max, EVT 4000e bzw. EVT 168


F

Frank

Guest
#1
Hallo E-Riders,

Ich überlege mir ggf. einen der o.g. e-Scooter/-Roller zu kaufen und suche Erfahrungsberichte von Besitzern dieser Modelle (Nur die genannten!!).

Natürlich preist jeder Hersteller seine Modelle nur mit den Vorteilen an. Leider findet man aber auch nur sehr wenig Informationen im Net oder in den Prospekten. Mich wundert es, dass keine Erfahrungsberichte oder Testauswertungen zu finden sind.

Gerade in der heutigen Zeit, wo nicht nur der Sprit, sondern auch ... immer teurer werden, loht es sich über Alternativen nachzudenken!

Sind denn die Motoroller auf Elektro-Basis es nicht wert (von offizieller Seite) entsprechend getestet oder die Erfahrungen von Besitzern veröffentlicht zu werden??

Mich würden speziell solche Dinge interessieren, wie:

- Hersteller, Modell, Baujahr und ggf. km-Leistung
- angegebene und reelle Geschwindigkeit im ECO- und im Sport-Modus
- angegebene und reele Reichweiten im ECO- und im Sport-Modus
- Überwiegende Streckenbeschaffenheiten (z.B. Stadtverkehr, ebenes Gelände, viele Steigungen bei ca ?%,...)
- Ladezeiten
- Beschreibung, wie die 12 Volt für Beleuchtung bereitgestellt werden (von einem Akku abgegriffen oder aus den 48Volt erzeugt; ggf Schaltplan-Kopie)
- Bedienung und Fahrkomport
- Positives und Negatives
- bereits gehabte Fehler/Defekte an den Fahrzeugen (auch Instrumentenausfälle!)
usw.

Also ich bin für jede Information und Erfahrung dankbar, da diese mit Sicherheit meinen Kaufentscheid beeinflussen werden.

MfG Frank
 
K

Karl

Guest
#2
Hallo Frank,

der Rolls-Royce ist derzeit wohl immmer noch der Peugot scootelec.
Solide Technik, NiCd Batterien- wohl nur noch schwer zu bekommen.

Grüße
Karl
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
2
0
#3
Hallein, 11.Juli 2005

Sehr geehrter Herr Frank!

Verfolgen Sie die EV-Diskussionen zurück bis ca. Oktober 2004,
dabei finden Sie positive und negative Beiträge über alle Scooter.
Kurz zusätzlich:

Der Scootelec wird nicht mehr gebaut laut etlichen Forumsbeiträgen.
Auch gibt die Ladeelektronik bei einigen Fahrzeugen den Geist auf.
Ebenso hat der Akkublockhersteller, Firma Saft, fest gepfuscht und
vier Jahre lang (1996 bis 2000) defektanfällige Blöcke mit mangelhaften
Separatoren hergestellt, worüber es sogar eine Untersuchung mit Bericht gibt.
Ist im Forum im letzten halben Jahr als Link zu einer PDF-Datei enthalten.
Viele Benutzer müssen mangels Händler in der Nähe die heikle Akkuwartung
mit Tiefentladung und Wassernachfüllung selbst durchführen.

Der EVT4000e ( Ich fahre so einen ) hat seit Jahren keine Modellpflege
mehr erhalten - eine Weiterentwicklung wird das auch nicht einleiten.
Demnächst ist der Motor komplett zu zerlegen und zu reinigen, weil
noch ein Bürstenmotor eingebaut ist, der verschleißt.
Mein erster Akkusatz hat nur knapp 4000 km gehalten- bei Fahrten in
der Ebene und einer Tagesstrecke unter 17 km!

Der E-Max ist seit letztem Jahr erhältlich und ich habe leider noch
nichts von ihm gewusst, als ich den EVT kaufte. Vor allem die tief-
temperaturfesten Akkusätze haben es mir angetan, bin ich mit meinem
EVT im Winter bei trockener Kälte elektrisch völlig verhungert!
Bei Salzmatsch fahre ich ohnehin nicht. Ich habe den E-Max mit dem
verschleißfreien Nabenmotor im Frühjahr probegefahren und bin vor allem
von der Federung überzeugt, der EVT poltert mir zu viel bei Löchern im Asphalt.
Auch die Laufruhe der Büstenlosen Motors ist noch eine Klasse besser als die
des Bürstenmotors meines EVT, vor allem am leichten Steigungen.
Leider bekommen die Amerikaner das Sportmodell 2005 zuerst- ist halt doch
dort ein besserer Umsatz als bei uns zu erwarten.

Alles übrige läuft unter Eigenimport oder am Gebrauchtmarkt.
Die Fahrzeuge haben fast alle 48 V und ca. 40 bis 50 Ah Kapazität.
Was darunter liegt wird nur für den extremen Nahverkehr taugen, ich vermute
für Tagesstrecken von zehn Kilometern oder weniger.

Ein Sonderfall ist der E-Go oder HELIOS in Deutschland als einsitziges Mofa,
aber nur mit optionalen Zusatzakkus unter dem Sitz montiert alltagstauglich.


mit freundlichen Grüßen

Josef Kronreif
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#4
Josef Kronreif schrieb:
Der Scootelec wird nicht mehr gebaut laut etlichen
Forumsbeiträgen.
Auch gibt die Ladeelektronik bei einigen Fahrzeugen den Geist
auf.
[...]
Viele Benutzer müssen mangels Händler in der Nähe die heikle
Akkuwartung
mit Tiefentladung und Wassernachfüllung selbst durchführen.
Hier wird natürlich hauptsächlich gepostet, wenn etwas NICHT funktioniert.
Mit meinem Scootelec habe ich seit über 4 Jahren und knapp 24.000km noch keine Probleme gehabt, Reichweite >40km auch bei Kälte.
Die Batteriewartung (mit Überladung, nicht Tiefentladung!) etwa alle 2.700km ist problemlos.
Aber das wollte Frank ja eigentlich alles garnicht wissen :rolleyes:...
Der EVT4000e ( Ich fahre so einen ) hat seit Jahren keine
Modellpflege
mehr erhalten - eine Weiterentwicklung wird das auch nicht
einleiten.
Am neuen EVT168 wurde zumindest optisch einiges verändert (z.B. Blinker), und er hat jetzt auch einen Tageskilometerzähler.
Mein erster Akkusatz hat nur knapp 4000 km gehalten- bei
Fahrten in der Ebene und einer Tagesstrecke unter 17 km!
Mit welchem Ladegerät? Das Fronius hat keine Akkutemperaturüberwachung :-( !

Gruß Jens
 

Dieter Eckhard

Neues Mitglied
16.02.2007
9
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#5
Als Scootelec Nutzer kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen!

Meinen Roller habe ich jetzt auch über 4Jahren mit erst 9000km ebenfalls ohne nennenswerte Probleme. Die Reichweite ebenfalls>40km auch wenns kalt wird.
Im Spätherbst wird der Roller geladen in der Garage abgestellt und in Frühjahr wird er wieder geladen und ein neues Nummernschild angeschraubt und los gehts.
Nach den ersten zwei Zyklen ist er wieder bei voller Reichweite! Die SAFT STM-NiCd-Batterien sind wohl die ausgereiftesten, langlebigsten Batterien für Elektrofahrzeuge die man im Moment kaufen kann.
Wenn man schon ca. 3000¤ für einen Elektroroller anlegt so sollte man auch nicht ständig Basteln müssen (Batterien, Ladegerät usw), was dann in die Kosten geht.

Dieter Eckhard
 
R

reinhold

Guest
#6
Hallo
Ich möchte hier nur kurz meine Erfahrungen mit dem E-Max schildern.
Das Fahrzeug ertspricht in Sachen Fertigungsqualität in etwa den geläufigen Rollern.
Die Batterie ist mit 4x 2 x 12V/ 20Ah-> 48V/40Ah leistungsmässig geignet für sichere Reichweiten von 50Km.+
Es darf von 250Zyklen + X ausgegangen werden.
Das Ladegerät ist ein Schaltnetzteil Typ mit 7 A Ladestrom; es können 2 Parallel betrieben werden.
Die 12V Versorgung geschieht über einen DCDC wandler.
Der wartungsfreie Brushless Motor hat einen guten Wirkungsgrad und wird beim Betrieb handwarm.
Der Controller ist kräfig überdimensioniert und verfügt über genügend Leistungsreserve für Bergfahrten.
Allerdings kommt man bedingt durch die Leistung natürlich nicht mit Fahrern je 100Kg einen steilen Berg rauf .
Aber selber bin ich schon zum Test einen längeren 12% Anstieg raufgeschnurrt.
Preis-Leistungsverhältniss passen.
Der Roller wird über verschiedene auf der Home-Page angegebenen Händler vertrieben und ist gut erhältlich.
Tschau
Reinhold
 

Arvid Löflund

Neues Mitglied
13.06.2006
1
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#7
Hallo E-Roller-Interessierte!
Mit meinem EVT 4000 E habe ich so ziemlich alle Höhen und Tiefen mitgemacht, die man so erleben kann. 2002 gekauft. 1. Akkusatz hielt 5.000 km, 2. Satz hielt 7.500 km, dritter Akkusatz jetzt drin, aber kaum gefahren, da kürzlich durch Kabellockerung so starke Kabelerhitzung, daß Stecker verschmolzen ist und Controller kapputt (mittlerweile zum 2. Mal, da letztes Jahr so etwas schon einmal passierte. Gebrauch des EVT in der Hochrhön, d.h. täglich ca. 750 Höhenmeter hoch (und wieder bergab) bei ca. 6% Steigung. Laden immer möglichst oft (auch an der Arbeitsstelle). Tachostand heute 14.000 km.
Fahrspaß ist gut, Federung zu (knochen)hart, insbesondere vordere Gabel kann kaum Stöße schlucken. Bisher keine Bürsten erneuert. Habe einen neuen Motor (auf Kulanz) vorletztes (bei ca. 6.000 km) Jahr erhalten, da sich die Magnete im Rad gelöst hatten. Praxisreichweite ca. 30-40 km in der Ebene (ich wiege 82 kg), insbesondere bei Kälte und Steigungen drastisch verminderte Reichweite.
Mir scheint der neue E-Max wirklich fortschrittlicher zu sein (wenn man sich hier so informiert). Mit riesiger Spannung erwarte ich die Fortschritte in der Akkutechnik (Li-Ion / Valence konmt bald? Wann kommt Fortu endlich!?)
Sonnenelektrische EVT-Roller-Grüße von Arvid Löflund
 
F

Frank

Guest
#8
Hallo Reinhold,

Dein kurzer Erfahrungsbericht ist soweit sehr informativ. Habe aber inzwischen auch noch andere Berichte zum e-max gefunden und gelesen. Scheint so, als wenn der e-max seit dem Erscheinen auf dem Markt an Qualität gewonnen hat und somit die Kinderkrankheiten "auskuriert" hat. ;-)

Da du ein Besitzer eines e-max bist, möchte ich dich noch um Angaben, wie zu den Reichweiten und zur reell fahrbaren max-Speed im ECO- und SPORT-Modus bitten.

MfG Frank
 
F

Frank

Guest
#9
Hallo E-Riders,

Hab mich mal weiter im Net umgeschaut und bin über eine Auflistung über massenweise asiatische Hersteller von E-Scootern "gestolpert". Zwar werden sehr viele Fun-E-Scooter (seriengefertigte "elektrifizierte Tretroller-Umbauten") gelistet, aber es sind auch etliche E-Scooter vertreten, wie man sie als "Benziner" von der Straße kennt.

Einige der Hersteller geben auch an, dass sie ihre E-Scooter speziell für den europäischen Markt fertigen. Nur werden diese asiaproduzierten "EU-E-Scooter" nicht im EU-Gebiet angeboten, wie es scheint.
Die Leistungspalette reicht bei diesen Scootern von 0,5kW bis über 2,5kW mit Reichweiten zwischen 20 und 100km und einer angegebenen max-Speed von bis zu 80 km/h (wenn man den Angaben trauen darf).
Auch Quads auf E-Basis mit über 3kW sind dort zu finden.
Selbst Kuriosoitäten, wie ein zweirädriges, ungefedertes E-Bike mit "Allrad" (zwei Radnabenmotoren, Raddurchmesser ca. 88cm)findet man. Dieses Ungetüm ist zu sehen auf: http://mainbon.en.ec21.com/GC00547503/CA00728903/_Electric_Scooter:_ES-062,Wheel-In-Motor.html

Die Gesamtübersicht der von mir auf EC21.com gesuchte "electric Scooter 48V" (48V soll die Suche auf alle Scooter mit 48Volt begrenzen) findet ihr: http://manufacturers.ec21.com/products/ProductSearch.cgi?category=&resfile=&sgubun=company&from=0&keyword=electric+scooter+48V&country_cd=&x=14&y=10

Ein anderer Link, wo man auch fündig werden könnte:
http://www.made-in-china.com/prod/catlist/?for=listcatprod&sub_cat_id=144048


Naja, von den gelisteten Ojekten, die für den EU-Bereich geeignet wären, werden wir in DE so gut wie nichts in absehbarer Zeit auf den Straßen sehen, dank unserer strengen und kompromisslosen Reglungen. Einerseits schade, weil somit Konkurenz fehlt, aber andereseits vieleicht auch ganz gut so...


MfG Frank
 
R

reinhold

Guest
#10
Hallo Frank!
Der Roller hat eine "Sport" Taste.
damit wird für 2 Minuten auf eine höhere Strombelastung/Leistung umgeschaltet..
Das hilft um schneller zu beschleunigen oder um Berge raufzufahren.
Auf der Ebene kommt man auch ohne aus.
An der -Endgeschwindigkeit von 45Km/h wird nix verändert.
Ich bin in die nächste Kreisstadt gefahren; 25Km entfernt und zurück;
ohne grosse Ansteigungen.
Anschliessend war laut Anzeige noch was drin (<25%)
Zum wieder volladen wurden 1,5kWh benötigt. (1500W/48V~31Ah)
Wirkungsgrade nicht berücksichtigt.
Zum halten der Endgeschwindigkeit auf Überlandfahrt, wird nicht mehr als die Nennleistung benötigt; ~1,2kW ~25A
Für neue Roller sind die 2 Stromsstufen etwas höher angelegt.(mehr Fahrspass)
Die Stromstufen werden im Controller durch Messung an einem Shunt festgelegt und eingestellt.
Der Controller hat 12 Transistoren zu je 80A ; je 2 Parallel. 3~Brücke
Er ist so stark überdimensioniert und hat einen so guten Wirkungsgrad, dass er nach der Fahrt keine Erwärmung zeigte.
Anders der Motor; der war gut Handwarm.
Der Motor ist ja ein Radnabenmotor im Hinterrad; Direktläufer;
3 Sensoren; Hallgeber;
Die Leitungsquerschnitte zum Motor begrenzen die Leistungsfähigkeit.
Ein kompetenter Elektromaschinenbauer könnte den Motor sicherlich noch optimieren.
Ein Ersatzmotor wäre von der Fa SAP Weider zu bekommen.
WER will es versuchen??
Schaut man sich die die "LRK"-Motoren und deren Modifikationen an so wundert es einen schon ein bisserl dass hier niemend mitbastelt.
Gut gewickelte Motoren mit Litze und kleinen Wickelköpfen bringen es auf >90% eta.
Tschau
Reinhold
 
F

Frank

Guest
#11
Hallo Reinhold und E-Riders.

Womit wir beim Thema basteln oder besser gesagt tunen angekommen sind... :D

Ich weiß zwar nicht, welche Querschnitte zwischen Batt und Motor verwendet wurden, aber das ist ein allgemeines Thema, dass oft zu geringe Querschnitte verwendet werden (auch bei Autoradios, Endstufen usw.). Logisch, dass ein größerer Querschnitt weniger Widerstand hat und somit einen höheren Stromfluß zulässt.

Ob die original-Radnabenmotoren getunt werden können, weiß ich nicht. Kann sein, dass hier ggf. englischsprachige Seiten weiterhelfen können. Es mag aber auch sein, dass es leistungsfähigere Motoren gibt, die jedoch die selben Abmessungen haben und von außen nicht vom Original-Motor zu unterscheiden sind.

Am Steuerteil selber und seinen externen "Stellelementen" könnte sicher auch einiges machbar sein, sofern man Ahnung hat und die Gehäuse sich ohne Beschädigungen öffenen und wieder verschließen lassen.

Hab aber auch schon vom Einsatz zusätzlicher Batterien gelesen, um kurzzeitig die Fahrspannung zu erhöhen. Somit sollen Sprints mit mehr Speed und Power möglich sein. (Wie gesagt: Ich hab nur sowas gelesen, also keine Garantie, ob das klappt!!)

Zum Thema Basteleien und Tuning an/von E-Scootern könnte/sollte ein eigenes Thema angefangen werden, da es sicher genug Interessenten gibt. Sei aber gleich darauf verwiesen, dass Umbauten zum Erlöschen der BE führen können.

Eines steht zumindest fest: Es gibt auch Modelle der hier genannten Hersteller, die serienmäßig leistungsfähiger sind! :eek:

So soll in den USA ein e-max "Sport Edition" eingeführt werden, der 60 km/h läuft und bei dem ein anderes Steuerteil verwendet wird. Die sinngemäß übersetzten Aussagen zu den Motordaten: 2000W-bürstenloser Radnabenmotor mit ca. 70A initialisiert bis ca. 3,85kW bzw. bis zu 4,89PS bei vollem Akku. Reichweitenangabe: bis zu 60km!
Auch EVT stellt ein neues Modell mit mehr Speed in den USA vor. Der angekündigte Modelname lautet Z-20. Daten: Speed 75 km/h, 2000W, Reichweite 30-50 Miles (ca. 80 km).
Auf der HP, von der ich die Infos betreffs des e-max "Sport Edition" habe, wird eine "Oxygen"-Modellpalette eines Italienischen Herstellers von E-Scootern vorgestellt. Da gibt es den zweisitzigen Oxygen-E MB50 mit ähnlichen Fahrdaten, wie EVT und e-max, aber mit anderen Akku-Typen. Weiterhin wird eine Polizeivariante Oxygen-P MB50 vorgestellt. Optional gibt es diese Variante auch als MB80-Version, bei der der Akku-Pack eine Richweite von 80km bei sonst gleichen Geschwindigkeiten gewährleistet. Eine weitere MB80-Variante ist ein einsitziger Cargo-Roller, der entweder mit speziellen Transportboxen oder anderen speziellen Tragesystemen ausgerüstet werden kann.

Informationen zum e-max Sport Edition und zu den Oxygen-Scootern findet ihr in englischer Sprache auf: www.texaserider.com
Englischsprachige Infos zu den EVT-Typen und zum neuen EVT Z-20 findet ihr auf: www.evtamerica.com
 
R

reinhold

Guest
#12
Hallo Frank!
Die Querschnitte zum Motor sind 4mmQ
für die 80A sollten es schon 10mmQ sein.
Die passen aber unmöglich rein:
die Motorleitungen müssen durch die Welle; ein Rohr.
Bestenfalls passt da noch ein 6mmq seidenumsponnene Litze.
aber kein NYAF.
Tschau
Reinhold
 
F

Frank

Guest
#13
Hallo Reinhold,

Ähm 80A???? Also beim besten Willen wird nie und nimmer 80A als Dauerstrom durch 4mm² gejagt. Die 4mm²-Kabel würden verschmoren!!
Bei der Angabe 80A kann es sich also nur um die kurzzeitige Stromspitze beim Anfahren aus dem Stand im Sport-/Boost-Modus handeln. Bei 1500 Watt durch 48 Volt fließt ein rechnerischer Dauerstrom von 31,25 Ampere(1800W/48V=37,5A). Für diesen rechnerischen Dauerstrom sind die 4mm²-Leitungen gerade so ausreichend. Obwohl für den errechneten Dauerstrom -zugegeben- 6mm² wohl die bessere Wahl wäre.

... Soweit die Rechen-Theorie!

Hätte ich jetzt Unterlagen und Fotos vom Hinterrad, dem Nabenmotor im geschlossenen und geöffnetem Zustand, dann könnte ich mir eher ein Bild davon machen, was möglich wäre.

Ich weiß nun ohne Unterlagen (da kein noch kein Fahrzeug vorhanden) auch nicht, wie der Stator aufgebaut ist, und ob nicht doch die Möglichkeit bestehen würde, die Kabel einzeln oder als Strang direkt durch den Stator (also nicht durch die Achse) durchzuführen. Sollte dieses möglich sein, dann sollten größere Kabelquerschnitte eventuell auch nicht das Problem sein. Entscheidend ist eben, wie es von innen im Stator mit dem Platz für eine Kabeldurchführung aussieht.

Falls Zeit und Lust vorhanden ist, kann mir ja mal jemand Bilder (JPG und gezippt) per e-mail zuspielen bzw. mal Links zu Bildern im Net benennen.
Auf dem Bild, was ich zum e-max-Hinterrad gefunden habe(zeigt nur 1/3-el des Hinterrades), ist der Stator doch recht groß und bildet die äußere Abdeckung des Motors. Ich vermute doch Platzreserven im Inneren...

Aber ein anderer Punkt sollte auch berücksichtigt werden: Sind die Kabel im Steuerteil auf der Platine selber angeklemmt oder hat das Steuerteil außenliegende Klemmen, an denen die Kabel angeschlossen sind?
Falls innen geklemmt: Kann das Gehäuse problemlos ohne Beschädigungen geöffnet und wieder verschlossen werden, nachdem die Kabel mit größerem Querschnitt geklemmt wurden?


MfG Frank
 
F

Frank

Guest
#14
Hallo Leute,

Sorry... Ich war der Meinung, dass bei den Brushless Hub Motoren der Stator außen sitzt und man die Kabel ggf.von außen direkt durch den Stator führen könnte...

Aber dem scheint nicht so zu sein. Gesprochen wird von gekapselten Motoren und meine letzten Nachforschungen haben mich zu einem Bild geleitet. Wenn ich das recht erkennen kann, dann ist da nix mit äußeren feststehenden Teilen, durch die man ein Kabel hätte durchführen können. :-(

Also ist da wohl nichts machbar mit Kabeln von größeren Querschnitten zwischen Steuerteil und Motor.

Aber kann mir mal jemand einen Link benennen, auf dem ich einen Schaltplan betreffs Steuerteilen für die E-Scooter-Motoren finde. Leider habe ich nur ein Blockschaltbild gefunden. :-(
Aber auch Links zu Bildern von den Motoren wären sehr hilfreich.


MfG Frank
 
F

Frank

Guest
#15
Hallo E-Drivergemeinde,

Wer hat sich einen E-Scooter aus dem Ausland nach DE importiert und welche Erfahrungen sind mit der Zulassung gemacht worden?? Hier würden mich z.B. die Verfahrensweise für eine Abnahme interessieren und was muss alles drumherum berücksichtigt werden (vor Allem die entstehenden Kosten für die Nachweise und die Abnahme selber)??

Hat sonst jemad von euch auch Erfahrungen mit E-Scootern aus dem Ausland gemacht, die ab Hersteller mit deutlich mehr als 45km/h (über 50km/h) angegeben sind und somit eventuell nicht mehr als "Moped", sodern wohl eher als Motorrad gelten?
Wie sieht es hier mit einer Zulassung in DE aus?
Falls jemand so einen E-Scooter hat, würden mich auch hier mal Fahrberichte interessieren.


MfG Frank
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
2
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#16
Sehr geehrter Herr Frank!

Für ein Elektromotorrad müssen Sie schon:

-Mindestens ein Jahr warten
-Fast 9000 Euro ausgeben.

Dann ist der Vectrix angeblich in der EU mit EU-Zulassung
zu haben, was heißt, das Ihnen der TÜV zwar lästig sein kann,
aber die Zulassung im Endeffekt nicht mehr verweigern kann
bis zur Beibringung der ausgefallensten Unterlagen..
Information: http://www.vectrixeurope.com/eng/areastampa.aspx
Da gibt es englischsprachige Broschüren als PDF.

Oder Sie warten ein Jahr in der Hoffnung, dass der hier im Forum
kürzlich behandelte E-Max Sport nach den USA auch EU-Gebiet
erreicht.

mit freundlichen Grüßen

Josef Kronreif
 
F

Frank

Guest
#17
Sehr geehrter Herr Kronreif,

Mir geht es eher um sie E-Scooter, welche mit der Leistung zw. 1,5 und 3,5 kW liegen und/oder vom Hersteller mit einer max-Speed zwischen 50 und 80 km/h angesiedelt sind.

In meinem Beitrag "Nachtrag" habe ich einen Link zu asiatischen Herstellern eingefügt, auf denen u.A. Hersteller zu finden sind, die E-Scooter mit höherer Leistung bzw. mehr Speed herstellen. (hier noch einmal der Link:
http://manufacturers.ec21.com/products/ProductSearch.cgi?category=&resfile=&sgubun=company&from=0&keyword=electric+scooter+48V&country_cd=&x=14&y=10 )

In der Liste gibt es so manche Hersteller, deren E-Scooter entweder mit deutlich mehr als nur 45 km/h angegeben sind (meist um die 50/60 km/h) und/oder auch mehr als nur 1/1,5 kW Leistung bei einer durchschnittlichen Reichweite von bis zu 80 km (meist um die 40-60 km) haben.

Sicher, bei den asiatischen Herstellern gibt es so manche Produkte, die von der Verarbeitung nicht viel taugen, was ich selber schon feststellen musste mit einem SMFC-"Fun-Scooter" (24V/0,25 kW). Bei diesem Teil musste ich nach nicht ganz 200 km zwei Radlager auswechseln, weil der Käfig des einen Lagers auseinandergefallen war. :-(
Jetzt nach gut 500 km beginnen die Hinterradschwinge und die Stoßdämpferbefestigungen auszuschlagen. - Gut, aber dieses Gefährt (SMFC-Scooter) zählt wie schon gesagt zu den Fun-Scootern und ist auch nicht unbedingt für den Alltag gedacht...

Aber es sind mit Sicherheit auch einige Hersteller bei, deren Produkte eine sehr gute Qualität haben und auch den deutschen Forderungen entsprechen würden.

Ich finde es schade, dass die asiatischen E-Scooter in der Kategorie 1 kW bis 2,5 kW bzw. den Kategorien < 45 km/h und > 45 km/h zu wenig Beachtung finden. Ich denke, dass es einige schlechte Erfahrungen gab, wir somit vieles über einen Kamm schehren und somit verpöhnen.
Der asiatische Raum hat uns bei den E-Scootern so manches voraus, da dort in den Städten auf grund der hohen Bevölkerungsdichte viele motorisierten Zweiräder zu verzeichnen sind, welche an der hohe Luftverschmutzung und Geruchsbelästigungen beteiligt sind. Daher wurden dort aus der Notlage heraus Projekte für die Entwicklung und Produktion von E-Scootern gefördert.

Warum sollten wir nicht von diesem Vorsprung der Asiaten im E-Scooterbau und deren Modellvielfalt profitieren können??

Wir sollten realistisch bleiben und nicht zu hohe Anforderungen an die doch vergleichsweise eher begrenzten Reichweiten von E-Scootern stellen. Ich denke, dass Reichweiten zwischen 50 und 80 km, wenn nicht sogar bis 100 km, doch schon recht annehmbar sind, wenn eine Speed von 45 bis 60 km/h (einige wenige Modelle sogar bis 80 km/h) mit einem E-Scooter gefahren werden kann.

Mit mehr Konkurenz auf unserem Markt sollten sich auch die Preise besser einpegeln. Wenn ich mir die Unterschiede zwischen den EVT 4000e bzw. dem EVT 168 und dem E-Max ansehe:
Die EVT-Modelle liegen um die 2700...3000 Eur und der E-Max bei rund 1700 Eur.
Aber die Fahrdaten liegen annähernd gleich.
EVT mit Blei-Vlies-Akkus, der E-Max hat eine modernere Silikon-Batterie...
EVT ist ein reiner Asia-Import (wenn ich es richtig mitbekommen habe: Entwicklung und Bau in Asia) und der E-Max ist eine deutsche Entwicklung, die in Asia Lizens-Produziert wird...
Die EVT-Typen sind schon gut 5 Jahre auf dem Markt und der E-Max erst ein knappes Jahr...
Also was bitte rechtfertigt den in meinen Augen recht hohen (fast doppelten) Preis für die EVT-Typen, wenn der E-Max mit einem VK-Preis von rund 1500...1800 doch modernere Technik hat und sogar vom deutschen Reissbrett kommt??


Mehr Informationen/Werbung betreffs E-Scooter in der Öffentlichkeit dürfte mit Sicherheit die Fan-Gemeinde der E-Driver deutlich vergrößern.
Somit würde auch der Druck auf die Hersteller und Importeure größer, reelle Vermarktungspreise zu kalkulieren...


MfG Frank
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
2
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#18
Niederalm, 21.Juli 2005

Sehr geehrter Herr Frank!

Ich fahre seit einem Jahr einen EVT4000e und habe ihn nach einer
ausgedehnten Probefahrt mit dem EVT168 des Händlers gekauft.

Leider sind die Behauptungen diverser Homepages von EVT
über Akkulebensdauer und damit die Kilometerkosten völlig
illusorisch, da habe ich zuviel Vertrauen gehabt.

Im Jahr vor dem Kauf habe ich mich intensiv um Informationen
bemüht und muß im nachhinein feststellen, daß offensichtlich
allzu viele Besitzer scheuen, die Nachteile eines so teuren
Gefährtes offen anzusprechen. Hätte ich einen Rolls Royce,
wären dessen Mängel bei mir auch kein Geheimnis!

Mit den Fahrleistungen bin ich zufrieden, mit den Blei-Säure-
Akkus absolut nicht und mit der Qualität des Fahrzeuges auch
nicht.

Abgesehen davon habe ich im nächsten Einkaufszentrum
1000 EUR-Benzinscooter gesehen, deren Fahrgestell, Federelemente,
Kunststoffverkleidungen, Scheibenbremsen, Armaturen, Sitz, etc.
absolut dem EVT entsprechen.
(Ich habe als diplomierter Maschinenbauer einen Blick dafür.)

Alle Scooter mit Akkus unter 40 Ah sehe ich nicht als
alltagstaugliche Fahrzeuge an.

Was den Preis anbelangt finde ich den E-Max realistisch.

Was die angesprochene Modellpflege angeht auch- siehe die Diskussion
vor einigen Tagen.

Ich habe schon einige EV_Händler gesehen, die den Wechsel vom nicht
mehr gebauten Peugeot Scoot-elec zum E-Max ankündigen.

Es hilft alle Information über chinesische Scooter nichts, wenn sie in
unserer EU keine Zulassung haben! Ich will als Kunde ja auf öffentlichen
Straßen fahren.

Und da sieht der Markt traurig aus - wie hier ja schon diskutiert.

Lassen Sie uns jedenfalls wissen, für welches Fahrzeug Sie sich dann
entschieden haben, vor allem Ihre Erfahrungen wären nützlich für alle
Forumsleser.

mit freundlichen Grüßen

Josef Kronreif
 
F

Frank

Guest
#19
Sehr geehrter Herr Kronreif,

wie sie vermutlich mitbekommen haben, versuche auch ich mich erst einmal umzuhören, bevor ich mich für einen Kauf eines bestimmten Modelles entscheiden werde.
Dabei versuche ich so viele Informationen, wie möglich zu sammeln. Sei es auf deutschen HPs oder auf ausländischen. Der Kontakt mit Besitzern von E-Scooter/-KFZ und deren hoffentlich reellen Informationen über ihre Fahrzeuge ist in meinen Augen ein wichtiges Kriterium vor einem Kauf.
Wir kennen ja alle das mit den Prospekten und Produktewerbungen von seiten der Hersteller: Jeder behauptet von sich sein Produkt sei das Beste und es werden nur die positiven Eigenschaften genannt. Nachteile oder Probleme werden gerne verschwiegen.

Aus meiner letzten Antwort dürfte ersichtlich sein, dass auch ich den E-Max so einschätze, dass er im Preis-Leistungs-Verhältnis der derzeit beste E-Scooter auf dem deutschen Markt ist.
Kleine Rechnung:
- bei E-Bay kostet ein Billigimport-Benzin-Scooter rund 800 Eur (als Ausangsbasis für einen Umbau) :)
- ein guter Radnabenmotor kostet mindestens 500 US$
- zusätzlich Steuerteil um die 400 US$
- 1 Satz guter Akkus ohne Montagematerial liegt auch um die 450 US$
- Zusätlich kommen Kosten für ein zum RN-Motor und in den Scooter passendes Hinterrad, Akku-Halter, Montagematerial für Steuerteil und diverse andere Umbaukosten + Zulassungskosten hinzu, die ich hier nicht berücksichtigen will.
Ich komme SS auf mindestens 2500 Euro!!

Also rein rechnerisch liegen selbst die beiden EVT-Typen noch innerhalb dieser Rechentheorie.

Bevor jetzt jemand meint, ich wäre fernab von Realitäten: Das was ich ebend gerechnet habe, ist reine Spekulation und nicht etwa ein geplantes Vorhaben.
So ein Vorhaben wäre rausgeschmissenes Geld und würde mit Sicherheit spätestens an der Zulassung scheitern. (Oder derjenige, der sowas umsetzen will hat viel Geld und Beziehungen zum TÜV :) )

Ich wollte mit diesem Rechenbeispiel nur aufführen, wie preiswert doch eigentlich der E-Max auf dem Markt zu bekommen ist.


Herr Kronreif, um festzustellen, dass die E-Scooter von Rahmen, Chassis und dem Fahrwerk von den Benzin-Scootern abstammen, bedarf es bei mir keines Diploms. (Sorry, ich möchte ihnen mit dieser Äußerung jetzt nicht zu nahe treten.)

Dieses Phänomen habe ich bereits schon bei meinen Vergleichen von Benzin- und E-Scootern festgestellt.
Kein Wunder, da die Entwicklung von E-Scootern ja meist auf den Chassis von bereits vorhandenen (bzw. sich in Marktreife befindlichen) Benziners beruhen. (geringere Entwicklungskosten = niedrigerer VK-Preis)

Schauen wir uns doch mal die US-Neuvorstellungen an:
Der E-Max SportEdition basiert optisch auf dem klassischen E-Max, der jedoch einen kräftigeren 2kW-Antrieb, neue Anzeigeinstrumente und eine neue Sitzbank erhielt und nun in weiteren Farbkombinationen (zur freien Auswahl!?) angeboten wird.
Anders bei EVT: Der Neue trägt die Bezeichnug Z-20, hat ebenfalls einen leistungsfähigeren 2kW-Antrieb, sieht durch sein neues Chassis total anders (ich möchte fast meinen: gewöhnungsbedürftig) aus. Ein Benzin-Scooter mit dem Chassis des EVT Z-20 ist bereits in "Asia" auf dem Markt erhältlich.


Also wenn ich mir einen E-Scooter kaufe, dann wird es unter den jetzigen Voraussetzungen (betreffs Zulassungen) mit Sicherheit ein E-Max sein!
Anders würde ich mich vielleicht dann entscheiden, wenn E-Scooter mit einer werkseitigen Speed über 45 km/h mit einer EU-Zulassung als Motorrad auf dem Markt erscheinen sollten...

MfG Frank
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
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#20
Niederalm, 23.07.2005

Sehr geehrter Herr Frank!

Ich freue mich über Ihre ausführliche Antwort und wollte mit
dem Vergleich der Fahrgestelle etc. nur sagen, daß hier einfach adaptiert
wurde- mit dem Nachteil, daß ein EVT, E-Max und Scoot-elec eigentlich
ein "dreisitziges" Fahrzeug mit daher überforderter Federung ist,
denn der Akkupack hat über 60 kg Masse.

Dem EVT gelingt die Fahrwerksabstimmung deutlich schlechter
als dem E-Max oder dem Scoot-elec. Ich kenne diese Fahrzeuge
und bin mit allen auch Asphaltstraßen mit Frostaufbrüchen und
Schlaglöchern gefahren.

Am wenigsten gepoltert hat der E-Max, gefolgt vom Scoot-elec,
weit danach vom Komfort gesehen kommt (leider) mein EVT.

In 800 km muß mein EVT-Bürstenmotor zum ersten Mal zum 6000 km-
Service zerlegt werden, ich bin schon gespannt auf den Verschleiß.
So was fällt halt beim E-Max auch weg!


Nachher berichte ich davon.

mit freundlichen Grüßen

Josef Kronreif
 

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