Was kostet 1 Liter Wasserstoff?


M

Meise

Guest
#1
Hallo,

beim surven bin ich in der Seite www.bics.be.schule.de/son/verkehr/presse/2000_1/v3601_06.htm
auf folgenden Absatz gestoßen:

BMW 750HL
"Die wesentlichen Unterschiede zum konventionellen 750iL sind das andere Tanksystem und die Wasserstoffeinblasung. Der Wasserstoff wird kryogen – also tiefkalt und flüssig – bei einer Temperatur von etwa –250 °C in einem doppelwandigen Stahltank hinter den Fondlehnen gespeichert. Der Kryo-Tank bietet mit 140 l Fassungsvermögen eine Reichweite von 350 km. Der Motor selbst unterscheidet sich praktisch nur durch den Ansaugtrakt mit zusätzlichen Einblasventilen für den Wasserstoff."
:eek:
wenn der also 40L auf 100km frisst, möcht ich mal wissen was ein Liter Wasserstoff kostet.

Gruß )v(eise
 
K

Karl Weippert

Guest
#2
Hallo Hr. Meise !

Der Preis für Flüssigwasserstoff beträgt am Flughafen München 33 ct/ Normcubikmeter bei 250 bar oder ca. 55 ct pro Liter Flüssigwasserstoff.



Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl Weippert
 
K

Karl Weippert

Guest
#3
Hallo Hr. Meise !

Fehler!! es muss wohl Normliter heißen! So kleine Fehler um 3 Zehnerpotenzen schleichen sich gern ein!
Der Preis für Flüssigwasserstoff beträgt am Flughafen München 33 ct/ Normliter bei 250 bar oder ca. 55 ct pro Liter Flüssigwasserstoff.



Mit sonnenelektrischen Grüßen

Karl Weippert
 

EModerator

Neues Mitglied
13.04.2004
11
0
#4
Hallo,

BMW macht sich mal wieder alle Ehre :joke:. Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor mit einem Wirkungsgrad von rund 30% zu verbrennen kann man einfach nur "dämlich" nennen. Hier wird für eine Kundschaft produziert, die Ihr Selbstwertgefühl aus einem möglichst lauten Motorgeräusch bezieht. Der einzig sinnvolle Weg des Wasserstoffautos geht über die kalte Verbrennung (also eine Brennstoffzelle) und einen Elektromotor. Der Elektromotor hat einen Wirkungsgrad, der deutlich über 90% liegt. Im Gegensatz zum verbrennen von Wasserstoff entstehen bei der Brennstoffzelle keine Abgase. Das Geschwätz über die Nachteile von Elektroautos ist unsinn. Alle Nachteile beim Elektroauto enstehen durch das Speichermedium Akku. Mit Wasserstoff als Energiequelle gibt es keine Nachteile mehr!

Grüße an alle (ausser an Dinosaurier wie BMW :p )

Ralf Becker
 
K

Karl Weippert

Guest
#5
Hallo Ralf !

Mach mal halb lang!

Think positive!

Unstrittig ist, daß die Verbrennungsmaschine ihre Grenzen hat- das weiß auch BMW ! ( und denke nicht, daß sie keine anderen Konzepte in der Schublade hätten)
Andererseits gibt es mit deren Unterstützung eine öffentliche Wasserstofftankstelle wo Du Deinen Brennstoffzellentank aufladen kannst!
Der Hauptkonkurrent Daimler-Chrysler hat nahezu die gesamte Brennstoffzellenindustrie aufgekauft aber -soweit mir bekannt- nichts für die Wasserstoffdistribution getan!
Wie bekannt, surfen gerade auf diesem "unserem" Foren ( ich kenne kaum bessere Foren!), viele Entwickler der Automobilindustrie.
Die ideale Batterie gibt es -noch- nicht ! Meine machen gerade nach ca. 6000 wahrscheinlich schlapp ! ich denke über evercel - Batterien nach-

Brennstoffzellen sind nur dann die Zukunft, wenn sie "relativ" einfach zu handhaben sind und eine mindestens 40-fache Lebensdauer der derzeitigen Bleiakkus erreichen bzw. noch über den guten NiCd Batts liegen!

Wasserstofftechnologie ist großtechnisch sicher machbar, technisch seit Jahrzehnten im Griff, energetisch kommen wir jedoch um Eigenproduktion oder Verrohrung der Republik nicht herum!

mit sonnenelektrischen Grüßen
 

Ralf Becker

Administrator
15.04.2006
0
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#6
Hallo Karl,

ich machen den Entwicklern bei den Automobilkonzernen keinen Vorwurf. Die Vorstände sind die Dinosaurier. Diese geben die Richtung an, in die gegangen wird. Wenn ich von BMW rede, meine ich nicht die 98% der Mitarbeiter, welche das Schiff rudern. Ich bin mir sicher, daß viele der "Ruderer" gerne in die richtige Richtung rudern würden, leider geben aber anderer den Kurs vor. Und solange der Vorrat an Öl noch nicht knapp ist, werden die den Kurs nicht ändern. Es geht hier schliesslich um sehr viel Geld!
Was den Wasserstoff selbst angeht denke ich, daß Eigenproduktion die Richtung ist, in die sich alles bewegen wird. Daimler Chrysler sichert sich übrigens mit der Forschung auf dem Gebiet der Brennstoffzelle vor allem eines: Patente! Diese werden wir dann in weiter Zukunft teuer bezahlen müssen.

Gruß Ralf
 

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
3
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#7
Hallo,
der Gesamtwirkungsgrad der Brennstoffzelle ist bei reinem Waserstoffbetrieb, der durch Elektrolyse gewonnen wurde, lausig: 40 % Verlust bei der Elektrolyse, davon wieder 5-6% Diffusionsverlust bei der Speicherung, davon wieder 40%Verlust bei der Brennstoffzelle. Nicht gerechnet sind Wasseraufbereitung und Stromerzeugungsverluste. Aber ganz anders siehts bei Reformerumwandlung von Erdgas oder Methylalkohol aus!.
Gruß A.H.
 

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