Wartung EVT

Peter Pott

Mitglied
04.04.2006
55
Liebe Kollegen,

ich bin gerade am darüber nachdenken, ob mein EVT 4000 dank seines konventionell kommutierten Motors irgendwann einen Wechsel der Motorkohlen benötigt. Stimmt das? Und: wie geht das bzw. wer kann sowas machen? Das gute Stück hat jetzt etwa 6500km.
Außerdem hirne ich, woran es liegen könnte, dass die Geschwindigkeit des Teils seit ich ihn (neu) habe von Anfangs 55km/h bei frischer Ladung und 25°C auf mittlerweile 45km/h bei gleichen weiteren Bedingungen gesunken ist. Was könnte ein Grund hierfür sein?
Zusätzlich stelle ich keinen Unterschied zwischen Eco- und Power-Modus mehr fest. Woran kann das liegen?

Vielen dank für die Hilfe.

Beste Grüße

Peter
 
G

Georg Schütz

Guest
Wie sieht es denn mit der Spannung nach dem Laden aus (vor allem bei hoher Belastung)? Könnte eine Zelle bzw. Block sich verabschiedet haben?
Leider sind Voltmeter bei Elektromobilen keine Serienausstattung.
 

Peter Pott

Mitglied
04.04.2006
55
Hallo Georg,

ein Voltmeter hab ich nachgerüstet. Nach Ausgleichsladung liegt die Spannung morgens bei etwa 56V. Beim Gasgeben fällt sie ab auf etwa 48V. Wenn die Kiste auf gerader Strecke dann die 45km/h erreicht hat, liegt die Spanung bei etwas über 50V. Sieht für mich eigentlich ganz OK aus. Außerdem habe ich 5 Blöcke, die ich alle 200km zyklisch tausche, um sie a) auf einem in etwa gleichen Alterungsniveau zu halten (sozusagen den Ersatzakku züchten) und b) eben ein solches Versagen im Zweifelsfall zu bemerken. Allerdings hängt die Performance des Rollers nicht damit zusammen.

Grüße

Peter
 
P

Peter Heck

Guest
Hallo Peter
An welcher Stelle ist dein Spannungsmesser angeschlossen??
Direkt an den Akkuzuleitungen,oder sonst wo ??
8 Volt spannungsabfall bei Belastung erscheint mir zu viel.
Solltest mal im gesammten Lastkreis messen wo Du Spannungsabfälle hast,Verbinder,Stecker usw.
Gruss aus dem Schwabenland.
Peter
 

Peter Pott

Mitglied
04.04.2006
55
Hallo Peter,

gemessen wird die Spannung direkt am Stecker, der die 48V an den Controller anschließt. ABER:
Ich glaube nicht, dass das Problem etwas mit den Akkus zu tun hat. Denn:
Die ersten 1000km war alles OK, danach wurde es langssam schlechter. bei 5000km war ein neuer Akkusatz fällig und der hat keine Verbesserung der Geschwindigkeit gebracht, nur Reichweite. Ich frage mich ja eigentlich, ob nicht der Motor selber einen höheren Innenwiderstand aufweist.
Was die Messung der Spannungsabfälle an den einzelnen Steckern angeht: Ich stell mir das schwierig vor, da die Messleitungen ja erst an das Kabel angeschlossen werden müssten und die Messungen unter Last, d.h. während der fahrt stattfinden müssten. Und dazu würde man auch noch ein wiederholbares Lastprofil benötigen...
Die Stecker im EVT sind ja alles Anderson-Stecker, die sollten eigentlich einen konstant niedrigen Übergangswiderstand haben...

Grüße

Peter
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Hallo Peter,

im EVespaCloneClub-Forum (englisch) gab es schon ein paar Diskussionen zu diesem Thema: z.B.Msg #331, #767, #856.
Unter "Photos" liegen auch Bilder von einem zerlegten EVT-Motor.

Wenn du das Hinterrad von Hand drehst, ist es schwergängig oder sind irgendwelche Geräusche zu hören?

---
DISCLAIMER: Das folgende sind keine eigenen Erfahrungen oder Ideen, sondern eine Zusammenfassung dessen, was ich in dem oben erwähnten Forum gelesen habe!

Bei älteren EVT-Motoren waren die Permanent-Magnete wohl nicht richtig verklebt und konnten sich in Einzelfällen lösen. Dies ist bei neuen Motoren behoben.

Außerdem sammelt sich dadurch, daß der Motor versiegelt ist, der Abrieb der Kohlen (und davon gibts immerhin 8 Stück!) im Gehäuse.
Ebenso könnten die Lager eine Fehlerquelle sein, vor allem wenn der Motor öfters stark belastet wurde (Steigungen).

Laut Aussage von EVT ist der Motor nicht reparierbar und kann nur als ganzes ausgetauscht werden.
Einige Leute haben ihn aber trotzdem geöffnet, Magnete wieder angeklebt, Kohlenstaub ausgeblasen und Lager gewechselt; z.T. erfolgreich, bei anderen half es nur kurzzeitig.
---

Gruß Jens
 
P

Peter Heck

Guest
Hallo Peter
Sollten !!
Ich trau keiner noch so teuren und guten Stechverbindung über den Weg,ausser ich hab sie selbst nachgemessen.
Last kanst Du auch simulieren.
Fahr das Teil vor die Wand und gib dann gerade soviel "Gas" damit der Motor/Rad nicht durchdreht.
Dann einfach Verbindung für Verbindung und auch die Leitungen auf Spannungsfälle untersuchen.
Oft werden schlechte Verbindungen auch schön warm und Handauflegen reicht schon aus.
Gruss aus dem Schwabenland.
Peter
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
2
Niederalm, 25.07.2005

Sehr geehrter Herr Pott!

Im EVT-Handbuch steht, dass der Motor alle 6000 km zerlegt werden
muss um ihn vom Bürstenabrieb zu reinigen und zur Kontrolle des
Bürstenverschleisses.
Hoffentlich hilft Ihnen das dann weiter, wenn alles wieder sauber ist.

Ich habe derzeit 4800 km am Zähler meines EVT und die grosse
Zerlegung wird im Sommer stattfinden.

Dann kann ich Ihnen weiteres berichten.

Grüsse von Josef Kronreif
 
E

E-Andy

Guest
Wie schon geschrieben ist nach ca.6000 KM eine Überholung des Motors nötig!
Diese ist hauptsächlich eine Reinigung.
Die Schleifkohlen/Bürsten(Brushes) sind weich(damit die Kontaktflächen nicht Abgerieben werden>der weichere gibt nach :) ) damit ist der Abrieb rel.stark , dieser wird bei normalen E-Motoren über die Lüftung "entsorgt" da dieser vollgekapselt ist , gibt es dadurch das "Verschmutzungsproblem".
Desweitern kann man die Lauffläche der Bürsten leicht mit Vaseline "schmieren".
Die übrigen Lager normal schmieren wie üblich dann dürfte die Wartung auch schon abgeschlossen sein?!
Die Reinigung erfolgt zunächst mit Druckluft(Atemschutz!) und dann mit fusselfreien Tüchern/Papier/Bürsten(tränken mit Spititus).

Im Netz hab ich mal eine Schritt für Schritt-Anleitung gefunden , hauptsächlich das Zerlegen , denn das ist nicht ganz so einfach dank der ernormen Magnetkraft die diesen Motor zusammenhält.Hauptsächlich braucht man einen "Abzieher/Ausdrücker" für Lagerwellen aus dem KFZ-Breich.


Die Leistungsmiderung kann sich auch durch den Abrieb ergeben denn dieser ist leitfähig und kann nach und nach die Spulen überbrücken und das rotierende E-Magnetfeld "verziehen" .
Mein EVT hat erst 250 KM.

Viel Erfog und noch viel Spass mit dem EVT.
 

Peter Pott

Mitglied
04.04.2006
55
Liebe Kollegen,
danke für die Tips. ich werde den Motor mal zerlegen (offen hatte ich ihn schon mal, aber ohne akkurate Presse kriegt man den Anker nicht aus dem Stator) und auspusten. Der Motor hatte übrigens mal dieses magnteklebeproblem, das wurde aber noch während der Garantiezeit von EVT behoben.
Die Akkus scheinen i.O. zu sein: habe gestern nach dem Laden mit dem Fronius die Akkuspannungen gemessen: Die lagen alle zwischen 13,35 und 13,39V. Da ich auf die Hunderstelstelle wenig gebe, sage ich mal, dass die Spanungen symmetrisch sind. Danach habe ich sie alle Parallel an 14,00V über Nacht symmetriert und heute früh lagen die Spannungen alle zusammen.
Das Bordeigene Messgerät zeigte 55,3V vor dem ersten Anfahren und danach etwa 53V im Stillstand an. Beim stabilen Fahren (mit 45 Sachen) lag die Spannung dann bei 48,9V.
Ich hoffe mal, dass der Geshcindigkeits"verlust" irgendwas mit dem Kohlenstabu zu tun hat...
...und halte Euch auf dem Laufenden.

Grüße

Peter

Peter
 

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