Waldmühlenrettung, Kopplung 48 Volt-Batterie, Mühlendrehstromgenerator und Solarpaneele (Gleichstrom und 230 Volt-Wandlerausgang)

saxobernd

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23.07.2020
681
Made in India und die HQ-Nummer ist 17 24 , also 24te Kalenderwoche 2017. Sprich, die Garantie ist gerade abgelaufen.
Eigentlich hatte die Mühle nicht das Geld für eine Victron, schon gar nicht für drei.
Zwei Ersatzwandler von der Adresse, die Werner genannt hat, davon hielte ich mehr.

https://www.ebay.de/itm/374175935145

Werner, kannst Du erfahren, ob sich drei der Powland-Teile zu einem Insel-Drehsromerzeuger zusammenschalten lassen? Die Victrons können das, nur nicht das defekte, direkt von Victron gelieferte Teil.
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Automatische Wehrsteuerung:
Ich habe mit Michael in Düsseldorf gesprochen. Der hat jede Menge Programmmodule verfügbar, die mit einer sicheren Wehrsteuerung zurechtkommen. Rein digital. ImHobbybereich alleine ist jede Menge fertige hardware, bestens dokumentiert, verfügbar, dann gibt es noch das Forum mikrocontroller.net mit den Verbindungen in die USA und weltweit. Auch wenn die Pfinz ganz austrocknet, wir sitzen dann nicht ganz auf dem Trockenen.
Wie ich es sehe, kommen wir dann auch ganz ohne irgendeine Änderung aus.
Die Wehrsteuerung lässt sich auch ganz ohne Elektronik, rein hydraulisch ausführen. Das ist aber auf jeden Fall mehr Aufwand.
In jedem Fall bleibt die alte Steuerung über Handräder erhalten, falls Elektronik streikt. Die Elektronik ist weniger störanfällig als eine intelligente rein hydrauliche Steuerung.
Die fünf (!) Jahre-Garantie auf das Victron laufen dieses Jahr ab oder sind schon abgelaufen. Die Ungereimtheiten sollten schnellstens geklärt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die renommierte Firma Victron die Vorwürfe auf sich sitzen lassen kann. Vielleicht findet Werner dieses Wochenende etwas heraus. Ehe wir uns von Victron abwenden und chinesischen Produkten zuwenden? Das Victron ist, nach der Aufschrift zu urteilen, made in India. Die HQ-Nummer fehlt.
 

saxobernd

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23.07.2020
681
Wunschliste:
Wehrsteuerung nach Zuppinger - Art
Der Mühlengenerator läuft auch mit 40 Hz und weniger
Das Victron wird auf Garantie instandgesetzt

Das Victron gibt die passenden anderen zwei Phasen aus.

Was wir dazu beitragen: sowohl Generator wie Solarfeld laden die 48 Volt-Batterie (oder 2X24 Volt). Die Frequenz, mit der das geschieht, ist völlig schnuppe Die Batterie versorgt alle Wandler, die gewünscht werden. Vorzugsweise werden die Elektroautos mit allem Überschussstrom geladen.
Mal zum Vergleich: ein 20 kWh-Akku versorgt die ganze Insel mindestens 7 Stunden lang. Das Wehr nur 1/4 Stunde, wenn überhaupt Wasser fließt.
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Ich möchte mich von allen meinen Vorschlägen des elektrischen "Anschiebens" des Mühlengenerators distanzieren. Es gibt eine sinnvollere Art, die Mühle anzuschieben: Mit gestautem Wasser.
Erst wenn die Pfinz ausgetrocknet ist und somit überhaupt nicht mehr existiert, könnten wir uns mit solchem "Unsinn" beschäftigen. Die Pfinz wird es weiter geben.
Sonst dürfte es auch keine Mühle mehr geben.
Michael aus Düsseldorf hat mir die Augen geöffnet.
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Wie ich hörte, ist 2017 bereits alles zur Waldmühle gesagt worden, was für den Umbau zur Anpassung an die verringerte Wasserführung nötig ist. Leider kann ich jetzt aber nicht mehr die notwendigen Detailzeichnungen erkennen. Alleine schon, um die Funktionsweise des Zulaufwehrs erkennen zu können. Dessen Umbau steht aber schon seit 5 Jahren an. Am Telefon ist es mir unmöglich, mich über die vorhandene Konstruktion auszulassen. Deshalb erwarte ich, dass sich in den kommenden fünf jahren genau so viel ändern wird, wie es in den vergangenen fünf Jahren geschehen ist.
Ich möche daran erinnern, dass wir eine originale Museumskonstruktion betreiben, die aber nicht funktioniert, weil die Mindestwassermengen vorenthalten werden.
Durch diverse Kanalverbindungen wird die Mühle trockengelegt, das Wasser der Pfinz wird abgeleitet, in den Saalbachkanal, nach Philippsburg und sonstwohin.

Ich halte es für notwendig, dass wir vom Zuppingerrad abrücken, um eine funktionierende Wehrregelung installieren zu können. Dafür fehlt nun ein entsprechendes Schnittbild, um überhaupt nur darüber sprechen zu können.

Das praktisch fertige Steuerprogramm wird so auch in den nächsten fünf Jahren nicht zum Einsatz kommen.
Vielleicht ist doch der Trockenbetrieb , alleine durch Drehung des Mühlenrades mit Solarenergie, die einzig sinnvollere Lösung? Ein Mühlrad aus Pappe würde voll diesem Zweck erfüllen, unter Einsparung verschwendeter Energie. Eichenholz verträgt Trockenheit nicht. Für Fische existieren andere Wege vom Rhein ins Quellgebiet der Pfinz. Die Querverbindungen sind vorhanden.
Zur Zeit sehe ich die Möglichkeiten, zu erkennen, worüber wir sprechen, als nicht vorhanden an.
Ohne funktionierendes Wehr auch keine Wehrregelung, so einfach ist das.
Worum geht es eigentlich?
Die Breite des Einlaufs beträgt übrigens volle 2 Meter, wie die des Mühlrades. 40 cm wären angemessen, bei zusätzlicher Dehzahlminderung.
 

saxobernd

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23.07.2020
681
Worüber reden wir eigentlich?
Vor einer Woche stand ich noch vor dem Einlaufwehr, konnte aber infolge des schmutzigen Pfinzwassers und des im Betrieb befindlichen Wasserrades nichts deutlich erkennen. Nur so viel konnte ich feststellen. Das Einlaufwehr entsprach nicht entfernt einer der vielen Konstruktionen in der folgenden, eigentlich vollständigen Aufstellung:

Vielzahl von Wasserrädern

Uns steht nicht einmal eine annähernd zutreffende Skizze zur Verfügung und bei einem längeren Gespräch mit Michael gelang es mir nicht, mit Worten den Gegenstand meiner Überlegungen deutlich zu machen.
Es fehlt einfach eine Skizze zu unserem Gesprächsgegenstand und das ist die Wehrsteuerung, wie sie tatsächlich jetzt der Gegenstand für alle weiteren Überlegungen ist. Nein, dieser entspricht keinem der im obigen dargestellten Wehrquerschnitte. Auch nicht entfernt.
Unser Wehr öffnet sich oben und ist damit kein Zuppinger-Wehr mehr.
Ich hatte trotzdem erträgliche Wirkungsgrade erreichen können. Nur nicht mit der vorhandenen, undichten Mechanik. Deshalb fordere ich einen zusätzlichen, nicht vorhandenen Wehraufsatz, der sich
1.) befestigen lässt
2.) bei Betätigung nicht undicht wird
3.) trotz 81 "Kilo" Wasserdruckkraft leicht bewegen lässt.

Wer hat das Ganze schon in Gänze in natura angesehen?
Ich nicht.
Wer?
Der mache bitte Änderungsvorschläge.
Die ich gemacht habe, sind abgelehnt oder gar nicht möglich, weil die trübe Sicht nicht erlaubte, die jetzige Konstruktion zu erkennen.
Wer hat den Hellblick?

Besser wäre eine Zeichnung des Vorhandenen. Nicht da.
Wenn da nur ein gerades Brett sein soll und ich mir einbilde, eine Jalousie zu erkennen, die sich sowohl oben wie unten öffnen lässt, kommen wir nicht zusammen.
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Wer ist Zürcher?
Bei Euch gab es eine Firma, die heißt Escher-Wyss. Walter Zuppinger war ein wichtiger Teil von dieser.
Vielleicht kommen wir über diese Adresse weiter?
Auf jeden Fall dürfte in der ETH-Bibliothek noch viel zu finden sein. Eine zutreffende Zeichnung fehlt.

Mich nervt nur eines: Dass ich der vielleicht irrigen Meinung bin, dass die Wehrzeichnung aus dem Berliner Museum doch nicht unserer Waldmühle entspricht:

Die Berliner wissen alles
 
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Lomax223

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16.09.2018
457
Hallo Bernd !

Ich denke da wird Dir geholfen , Deutsches Mühlenforum :


und hier :

 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Eigentlich ist das überhaupt kein Problem, wenn endlich die automatische Wehrsteuerung in Angriff genommen wird. Mein letzter 5-Jahresplan hat Null Erfolg gehabt. Alles ist immer noch unverändert, seitdem man der Mühle das Wasser abgedreht hat.
Ich selbst gehe nicht mit der Säge an das Wehr, das unser Denken blockiert.
Walter Zuppinger hätte längst eine Lösung, auch ohne Elektronik, das versichere ich Euch.
Im Mühlenforum habe ich noch nichts Verwertbares gefunden. Vermutlich gibt es noch andere Gruppen, mit mehr Fachwissen.
Nein, das Victronteil halten wir besser von der Wassermühle fern. Macht nur alles kompliziert.
Wir haben viele Hausmittel gehortet, mit denen wir Lader hinbekommen, die immer funktionieren und 48 Volt-Akkus mit "links" aufladen. Ohne Elektronik. Aber an einer Wehrregelung geht kein Weg vorbei.
Wie ich es sehe, reicht uns das Restwasser, um eine Heizdauerleistung von weit über 10 kW hinzubekommen.
Das Grundwasser hat 12 Grad Celsius. Ich habe die Mittel , um 30 Grad Vorlauftemperatur mit einem Leistungsfaktor von weit über über 6 hinzubekommen.
Ohne Wehrregelung fasse ich da nichts mehr an.
Damit wir uns verstehen: das Wehr wird fast ohne Unterlass hoch-und heruntergefahren. Das hält die vorhandene Wehrsteuerung nicht aus. Die Bäcker haben schon einige Schuhe durchgelaufen.
Auch über die Undichtheiten der drei Wehre geht mir zu viel verloren.
Die Fischtreppe soll mit 300 l/s betrieben werden. Kein Fisch wird sterben, wenn wir da gelegentlich etwas von abknapsen. Regen fällt auch nicht immer gleichmäßig.
Mit automatischer Wehrregelung ist auch die Teigknetmaschine kein Problem mehr.
 

Lomax223

Aktives Mitglied
16.09.2018
457
Hallo Bernd !


Zitat : " Walter Zuppinger hätte längst eine Lösung, auch ohne Elektronik, das versichere ich Euch. "



Ich habe da so eine vage Idee ........ ( I had a dream last Night )



Könnte man das Wehr nicht über einen vorgelagertem Schwimmkörper verbunden mit Hebeln und Umlenkung automatisch unter ausnützung des Wasserstandes regulieren ....


Eigentlich eine simple Mechanik ohne jede Elektronik - wie gewünscht.

Die Schematik dazu müßte aber ein begabterer als ich zu Papier bringen (Zuppinger hatte kein CAD )


Ich heiße zwar nicht Zuppinger , aber ebenfalls Walter - und mein Familienname endet auch mit ....inger ;)




Gruß

Walter
 
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Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.841
91365 Reifenberg
Die Teigknetmaschine ist dreiphasig (mit Elektronik), das ist ja DAS Problem dort...

Gruß, Werner
Grübel grübel: .... mit Elektronik.....
Heißt das, die braucht einen guten Sinus? Wird dann nix mit billigen Wechselrichtern mit "modifiziertem Sinus" oder gar "Trapez". Oder? Also hast Du Dir die Maschine und das Handbuch mal daraufhin angesehen?

Gruss, Roland
 

saxobernd

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23.07.2020
681
Nein, Sinus ist vermutlich nicht erforderlich. Beim Test vor fünf Jahren hatten wir nur keine Kondensatoren, die die erforderlichen 560 Volt aushielten. Ich vermute, es waren nur die scharfen Spitzen des Rechteckausgangs, die die nur minimale Elektronik der Teigmaschine durcheinanderbrachten. Ich vermute immer noch, dass ein sehr viel kleinerer als ein Sinusfilter die Teigmaschine am SEW-Frequenzumformer zur Mitarbeit bewegt.
Vermutlich genügt sogar eine Drehstromdrossel. Ich traute mich nur damals nicht, weil ich wenige Stunden vorher genau mit diesem Vorgehen den gut funktionierenden Deutsche Post-Wandler mit vermutlicher Triac-Steuerung zerstört hatte.

Zur Wehrregelung:
Das Wehr ist schwergängig und nur über das Handrad auf der Walzen- und Mahlwerksbühne in der ersten Etage zu bedienen. Da müsste 365 Tage und 24 Stunden jemand stehen, dann würde alles funktionieren, bis baldiger Verschleiß eintritt.
Schwimmkörper würden nur funktionieren, wenn alles leichtgängig wäre.
Mit Sicherheit würde es zu Schwingungen kommen, wenn da nur geringe Reibungskräfte auftreten, mit dauernder Bewegung und Verschleiß (Hysteresenschwingung). Mit einer Mikroprozessorsteuerung, im Wesentlichen einer DI-Regelung (Differenzier-Integrier-) dürfte dies sehr gut in den Griff zu bekommen sein. Ideal wäre ein Schrittmotorantrieb, der sich an irgendwelche Reibungskräfte überhaupt nicht stört. Gibt es alles zu kaufen. Bezahlbar, um nicht zu sagen, Pfennigskram.
Ich kann Euch nur sagen, Michael Franzen hat ein unglaublich reichhaltiges Repertoire an Regelprogrammen im Kopf (Pascal). Passend zu unseren Universalreglern mit Atmels.
Einziger Nachteil: der Pascal-Compiler arbeitet nur auf windows-Basis, nicht mit Linux oder Android.

Überfällig ist ein wirklich zutreffenes Schnittbild des vorhandenen Zulaufwehrs der Waldmühle...
Wir müssen das Wehr umbauen, wenn wir vermeiden wollen, dass unser Michael eines Wintertags erfriert.
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
681
Untere Wasserbehörde
Wenn ich es richtig sehe, sizzt diese in Dettenheim und hat auch in Rußheim eine Vertretung.
Das Wasser wird der Pfinz über mehrere Gräben, Kanäle und Ableitungen zugeteilt.
Eine genauere Durchflussmessung ist für die Waldmühle lebenswichtig.
Es wäre wichtig , zu wissen, welcher Durchfluss zur Verfügung steht.
Schließlich sind wir gezwungen, die Waldmühle mit einer Wassermenge zu betreiben, die für einen eigentlich verlustarmen Betrieb des Zuppingerrades nicht ausreichend ist, der Ertrag ist zur Zeit von Null nicht weit entfernt. Die dicken Karpfen im Oberwasser konnte ich in diesem Jahr nicht mehr erkennen.
An der Überströmhöhe des Zulaufwehrs lässt sich der Durchfluss abschätzen.
Für den Erhalt der Mühle ist es wichtig, dass diese nicht ganz trocken fällt.
Über das Jahr gesehen, ist es doch eine ganz stattliche Wassermenge, die verloren geht.
Vom Geräusch her gesehen, wird da eine weit höhere Wassermenge vorgetäuscht. Gemessen an der eigentlich viel zu geringen Wassermenge läuft das Rad zu schnell, eine Halbierung der Drehzahl wäre vorteilhaft. Eine höhere Nutzung der geringen anfallenden Energiemenge wäre die Folge. Eine geringfügige Variation der Beaufschlagung könnte vorteilhaft sein, indem der Energieertrag einen großen Teil der Zeit auf Null zurückgefahren wird, das Wasser leicht gestaut und periodisch der Wasserstand um vielleicht ein oder zwei cm geändert wird, um wieder etwas Energie zu gewinnen, die in elektrischen Akkumulatoren zwischengespeichert werden könnte.
Dies würde am besten über eine ständige mikroprozessorgesteuerte Wehrregelung erfolgen. Wird der Wasserzustrom ganz unterbunden, besteht immer noch die Möglichkeit, die Mühle ohne Wasser leer durchdrehen zu lassen und über Sprühdüsen eine Mindestluftfeuchte herzustellen. Ein erstes Solarpaneel ist für diesen Zweck schon aufgebaut. Das dann fehlende Wassergeräusch lässt sich überaus energiesparend über Druckkammerlautsprecher nicht nur ergänzen, sondern sogar stark verbessern.
Ich erinnere daran, dass Kirchenglocken auch nicht mehr geläutet, sondern, dass Gott mit Druckkammerlautsprechern befrohlockt wird.
Des Kuckucks Ruf müsste nicht mehr auf Mai/Juni beschränkt bleiben und die kulturelle Vielfalt Rußheims könnte durch Rufe nach dem Vorbild hier in Duisburg-Marxloh bereichert werden. Als Gebetsraum schlage ich die Hanfreibe vor.
 

Lomax223

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16.09.2018
457
Hallo Bernd !

Zum Abschluß kommend :


Wäre es vorteilhaft wäre es wenn die Mühle unter Denkmalschutz stünde ? - da müßte dann wohl die Wasserbehörde
dafür sorgen daß Wasser in ausreichender Menge zugeteilt wird , weil ja sonst -wie du schreibst -
das Mühlrad durch Schrumpfung de Holzes irgendwann auseinanderfällt.

Eruiere doch mal (auch wegen finanziellen Zuschüssen ) in diese Richtung .
Evtl. über Lokale Zeitungsberichte das Interesse der Bevölkerung unterstützend wecken : " Rettet die Waldmühle ! "

Eine Schaumühle mit Führung an bestimmten Tagen kann auch das Interesse wecken und zur
Verbesserung der Finanziellen Lage beitragen.
Schulklassen einladen / mit Reisebusunternehmern sprechen daß sie eine Pause bei Kaffee&Kuchen
in der Waldmühle einlegen - das wären Beispiele um das Geld für eine vernünftige Instandsetzung
zu erwirtschaften.

Ansonsten ist es eher für mich ein Blick in die Glaskugel - man weiß ja nichts über die Gegebenheiten
da kein Plan (in jede Richtung ) vorhanden ist und anscheinend vom hundertsten ins tausendste gedacht wird.
Den Kongo umzuleiten ist wohl doch einfacher ;)

Theorie und Praxis unterscheiden sich eben grundlegend - die einen sind Papiertiger und die anderen Macher.

Und wenn -wie du schreibst - in einem Zeitraum von FÜNF Jahren nichts geschehen ist wird sich da
wohl mit " man könnte , man solle , ich werde " auch nicht mehr viel ändern.

Vielleicht brächte ein zu gründender " Mühlen Förderverein " mit MACHERN mittelfristig Verbesserung ?

Wieder einmal , wie leider so häufig in Deinen Beiträgen , wird alles so lange breitgetreten bis es sich totläuft..

Theorie ist, wenn praktisch nichts funktioniert.

Nicht nur das Wasser versickert oder verdunstet sondern das Interesse an dem Thema auch -
zumindest bei mir .

" Glück zu ! "



Walter
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Der Mühlenverein existiert und hat auch schon finanziellen Beistand geleistet. Aber keine Sachkenntnis. Von der ehemaligen Kernenergieanlage Karlsruhe (Erbauer des schnellen Brüters in Kalkar), nur ca 10km entfernt, hatten wir Besuch von der Professorenschaft und Doktoranden, die Promotionsarbeit über Zuppingerräder wurde 2018 an der Uni Stuttgart feriggestellt (Matthias von Harten).
Das Prinzip des Zuppingerrades besteht darin, dass ein kräftiger Wasserstrahl in die Kammern geschossen wird. Michael betreibt es mit einem Überfallwehr, da bleibt nichts von der dynamischen Arbeitsweise übrig. Es dreht sich und lärmt, das ist alles. Die wertvolle Energie verpufft sinnlos. Es ist eine Schande. Zur Nutzung fehlt entweder die Mindestwassermenge zur Zuppinger-Betriebsweise oder die Wasserkammern werden auf ca 1/5 eingeengt. Dann wäre es wieder ein historisches Zuppingerrad, das den Namen "Museumskraftwerk" verdient und zudem genügend Energie für den Betrieb und die Heizung der gesamten Mühle bereitstellt, ohne der Natur das Wasser zu stehlen.
Nichts ändern bringt aber gar nichts, wir sollten wenigstens die Zuppingerbetriebsweise durch Wasserkammerverengung wiederherstellen. Denn nicht einmal10kW Wasser werden uns zugestanden.

Geeignet?
 
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Werni

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19.02.2019
1.513
Heidenrod
Hi Bernd,

der hier obendrüber von dir verlinkte Kasten ist die kleine Version. Die kann nicht zu einem Dreiphasensystem verschaltet werden. Du musst die von mir weiter oben verlinkte Version nehmen, diese 5kW Kisten können im Dreiergespann verschaltet werden, bei mehr Leistungsanforderung auch zu nem 6er.

Gruß,

Werner
 

saxobernd

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23.07.2020
681
Danke, Werner, eine sehr wichtige Information. Aber jede Menge neuer Möglichkeiten. Das Geld für das Victron ist ja wohl in den Sand gesetzt, das hätte gereicht für die drei 6kW-Powlands.
Ich sehe aber noch eine andere Möglichkeit:
Der preiswerteste Akku ist immer noch der Wasserstau am Wehr, kostenlos.
Der dürfte ausreichen, die Maschinen 1/4 Stunde voll mit Drehstrom zu versorgen, bei gut 40 Hz Frequenz. Direkt am SEW-Getriebeausgang, also sehr viel weniger Verlust. Dann Umschaltung auf ca 25 Hz, gleichgerichtet, für die Akkuladung. Kein Problem mit den Reglern von Michael Franzen (software).
Also, volle Drehzahlregelung der ganzen Mühle bei extrem hohem Wirkungsgradgewinn, auch bei austrocknender Pfinz. Fischschonend.
Für die 230 Volt-Versorgung der gesamten Mühle reichen dann auch zwei 238-Euroteile von Powland mit je 2400 Watt, die Mühle benötigt kein MPPT und auch keine Netzanpassung, da off grid.
Hat sogar Sinusausgang.
Das billige Gerät ist interessant. Ich denke, Deine Powland-Entdeckung könnte vielen eine Hilfe sein. Zwei getrennte 24-Volt Geräte können auch neue Möglichkeiten eröffnen: ich denke auch an Cityel-Ladung direkt aus zwei Wandlern. Spannungsbereich passt. Viele Einspeisemöglichkeiten. Ich denke an die vielen sehr unterschiedlichen Energiequellen der Waldmühle, fast beliebig erweiterbar.

Das 238 Euro- Gerät, off grid, ohne MPPT
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
1.513
Heidenrod
Bernd,

die Mühle braucht eine belastbare 380Volt Drehstromquelle für die Teigknetmaschine und einige andere Werkzeuge (z.B. die Drehstromkreissäge). Diese müssen dabei nicht dauerhaft laufen, sondern für etwa 15-30 Min, und das 2-3 mal am Tag.

Irgendwas mit 220 Volt ist daher nicht zielführend. Da man nicht weiss, was denen in Zukunft noch einfällt, kommt für mich auch nur ein normgerechter Aufbau in Betracht: An der Steckdose, wo ein technischer Laie ein Gerät anschließt, müssen normgerechte 380Volt mit 50 Hertz rauskommen. Oder, falls die Leistung dafür nicht reicht, eben gar nix.

Als Quelle kommen die Solargeneratoren und das Mühlrad in Frage - beides keine 'zuverlässigen' Quellen. Daher wird man um eine Akkupufferung nicht herumkommen. Also am Mühlrad Drehstromgleichrichter und Akkueinspeisung, dann ist auch die Drehzahl/Frequenz nicht mehr so wichtig. Allerdings muss der Ladeeingang an der Elektronik mit den gleichgerichteten 220V klarkommen, das begrenzt schonmal wieder die Auswahl an geeigneten Geräten.

Wenn man das System so mal am Laufen hat, DANN kann man sich um Wirkungsgradverbesserungen des Mühlrades Gedanken machen. Ansonsten zäumt man das Pferd von hinten auf.

Die Investition ins Vicrtron ist übrigens nicht ganz verloren, das Ding muss man mal ordentlich testen, wenn man weiss dasses funktioniert kann man es verkaufen.

Gruß,

Werner
 
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saxobernd

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23.07.2020
681
Dass die Akkupufferung sinnvoll ist, da wird auch Michael noch drauf kommen. Ich habe kein Problem damit, aus jeder Art Mühlenenergie Gleichstrom passender Spannung zu erzeugen. Mit leistungsfähigen Transformatoren sind wir überversorgt. Hier in Düsseldorf steht auch noch solch ein 100kW-Drehstrom-Trümm herum. Die kleinen Powlands können den Rest. Normalversorgung der Mühle: zwei Phasen 50 Hz 230 Volt von den Powlands. Die dritte Phase ist Luxus, wenn nicht gerade auf vollen Drehstrombetrieb umgeschaltet ist.
Die Pfinz betreibt eine Mühle. Der Saalbachkanal nicht. Ich verstehe nicht, warum der das ganze uns fehlende Wasser zugeteilt bekommt.
Klar, der ist für die Schifffahrt vorgesehen. Ich habe aber noch kein Schiff darauf gesehen. Auch das Militär hat Anspruch darauf. Unter anderem als Schützengraben gegen den französischen Erbfeind. Dabei trägt der schon lange keine Zöpfe mehr. Also, im nächsten Jahr können 20 Cityels gleichzeitig laden. 4,8 kW, ohne Akkupufferung, sollten genügen.
Es geht auch um die Vermeidung von Energieverschwendung. Kriegszeiten.
Ihr seht, ich habe jetzt eine Menge gelesen. Schon erstaunlich, was alles im Internet steht.
War richtig interessant, wenn man alles nach und nach entdeckt. Alles auf einmal, ist natürlich zu viel.
Tulla kommt da sehr oft vor, und, warum die ganze Landschaft um Rußheim in der Hitlerzeit durch Kriegsgefangene gestaltet wurde. Alles die Mäandergegend des Rheins, die niemand gehörte.
Tatsache, viele eingedeichte Entwässerungsgräben wurden als Schützengräben angelegt. Auch der Saalbachkanal und der nach Philippsburg.
Falls es jemanden interessiert: in Graben- Neudorf wird nach Geothermie gebohrt. Dort ist in der Tiefe was los. Unter anderem geht es um unser Lithium. Nächstes Jahr mehr. Die Zuppingermühlen sind übrigens hochaktuell und werden vielleicht bundesweit wieder aufleben. Musteranlage in Darmstadt, die Universitäten Frankfurt, Karlsruhe und Stuttgart sind beteiligt. Zuppingermühlen gibt es überall in Deutschland. Wir sollten sie vor dem Verfall retten und neue, fischfreundliche, bauen. Ladestrom gibts in Maßen gratis. Im nächsten Jahr eine geoenergetische Führung?
Erdbebenmühle Rußheim?
Ergänzung: Der "Verbindungskanal" Pfinz-Saalbach ist keiner: Der Saalbachkanal wird nur von einer Pfinzabzweigung unterquert (Düker).
Also müssen wir mit der austrocknenden Pfinz leben.
Wir werden nicht herumkommen, das zu große Mühlrad an das verbleibende Rinnsal anzupassen. Lässt sich lösen.
60.000 Zuppingermühlen reichen übrigens nicht entfernt für die Elektromobilität. Auch rein solar nicht. Ganz ohne Verbrennung unserer fossilen und Uranreichtümer geht es noch nicht. So dunkelgrün Ihr auch wählt.
Andererseits, die 60.000 potentiellen Zuppinger-Standorte sind noch deutschlandweit vorhanden und 60.000 zusätzliche Ladestationen mit meist über 20 kW Ladestrom bringen zwar bei demnächst 50 Millionen Elektroautos energetisch nicht viel, aber für längere Urlaubsfahrten wären sie eine große Hilfe. Potentielle Mühlenstandorte gibt es europaweit. Kompakte und preiswerte Turbinenaggregate sind leicht herzustellen, für Inselbetrieb. In den Verbrauchspausen gilt dann jeweils Vorfahrt für die Fische in den alten Bachläufen.
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
681
Eigentlich war diese ganze Diskussion ziemlich überflüssig.
Ich habe mich überzeugt dass die Mühle als originale Zuppingermühle gebaut ist und nur aus Verlegenheit, wegen zu geringer Wasserführung, mit einem Überfallwehr betrieben wird. Das kann man ändern.
In der Mühle sind alle notwendigen Teile, außer Kondensatoren, für einen beliebigen elektrischen Umbau vorhanden, praktisch kostenlos.
Die Vorschläge von Werner für den Ersatz des defekten Victron-Wandlers plus Pufferbatterie sind sinnvoll.
Der vorhandene 40 kW-Generator ist geradezu ideal für alle Änderungen, samt Getriebe, dessen Übersetzung sogar verringert werden kann.
Die Betriebsweise alleine ist falsch und bedarf, neben eingen Umbaumaßnahmen rein mechanischer Natur, einer Änderung. Es geht auch ganz ohne finanzielle Aufwendungen. Mit der zur Verfügung stehenden Energie halte ich es sogar für möglich, die Mühlenwohnung den größten Teil des Jahres ausreichend zu heizen. Aufladung der Elektrofahrzeuge: eigentlich kein Thema.
Funktioniert zur Zeit nicht.
Wer eine Inselanlage betreibt, ist mit solchen Fragen vertraut und ich bitte um Mitarbeit. Wir sollten doch noch eine Musterinsel zustande bringen.
Victron-Anlage: die wurde wohl schon in den Niederlanden gleich für den Müll produziert?
Hätte man diese vor Ablauf der Garantiezeit in die Niederlande transportieren müssen?
Ich kenne mich mit den rechtlichen Gegebenheiten nicht aus.
Mit Chinalieferungen kenne ich mich eher aus, im Guten wie im Schlechten. Da weiß man, wo man dran ist. Bei den Niederländern ist man wohl verloren?
 

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