Vorkonditionierung der Antriebsbatterie während EV Laden

Pioneer

Neues Mitglied
26.04.2022
1
Hallo,

Ich habe eine Frage zu erklären.
Ist es von Gesetzen oder Normen zugelassen, dass EV Laden ohne Antriebsbatterie zugeschaltet wird?

Zum Beispiel, under einer sehr tiefen Temperature, um die Antriebsbatterie zu schützen, darf man während dem Laden zuerst die Antriebsbatterie von HV-Bordnetz abtrennen, und die Ladeleistung zuerst ins Heizer läuft und Vorkonditionierung der Antriebsbatterie? Danach schaltet die Antriebsbatterie ein, um die Batterie weiter zu laden.

Danke schön
VG
Pioneer
 

Kamikaze

Aktives Mitglied
Warum sollte das nicht erlaubt sein?
Auch die Innenraum-Klimatisierung kann (und sollte) aus dem Netz erfolgen, so lange das Auto an der Strippe hängt.
Ob es so eine Lösung aber abseits von Eigenbauten am Markt gibt weiß ich nicht.
Viele moderne BEV klimatisieren die Batterie aber, sobald Belastung absehbar ist - also normalerweise bei Beginn des Ladevorgangs und/oder beim Einschalten der "Zündung".
Heizleistung ist übrigens nur die halbe Miete, denn die Leistung muss auch genug Zeit/Fläche haben, um sich im Akkublock zu verteilen. Das können manche Fabrikate besser als Andere.

Generell bietet es sich aber an mit möglichst geringer Leistung zu laden, um die Batterie zu schonen.
Dabei sinkt jedoch naturgemäß die Effizienz des Ladevorgangs.
Da hat also jedes Fahrzeug seinen ureigenen "sweet spot". Der kann sich auch verändern, wenn sich die Außentemperatur ändert.
Als Faustformel hat sich ein Ladestrom von 8-10A als recht probat erwiesen. Das entspricht etwa 2,3kW einphasig, bzw. 6,9kW dreiphasig.
Generell dürften die wenigsten modernen BEV ein ernsthaftes Problem mit der Akkutemperatur haben, wenn sie nicht sehr lange im Tiefschlafmodus irgendwo herum stehen und dann im tiefsten Winter ganz plötzlich voll belastet werden sollen. (Der Ladevorgang wird dann idR. einfach auf ein akzeptables Maß gedrosselt - "interessanter" wäre aber bspw. schwer beladenes Anfahren am Berg.
In sofern: Wenn das Auto sehr lange stand (Tiefschlafmodus dabei nicht vergessen, damit die Batterie nicht tiefentladen wird!), dann am besten erst mal ein paar Stunden an die Strippe hängen, bevor der Akku heftig belastet wird.

Am wirtschaftlichsten wäre es natürlich, entlang der PV-Produktion zu laden (sog. "Überschussladung"). Ist etwas weniger auf Batterielebensdauer getrimmt, aber man kann den maximalen Ladestrom auch dabei begrenzen. Noch günstiger als aus der eigenen PV geht's nicht.

Nachtrag:
Das einzige, was noch günstiger sein kann als das laden aus der eigenen PV sind flexible Stromtarife. Hier kann der Preis je kWh nahe an 0,00€/kWh gehen, wenn günstige Bedingungen herrschen (z.B. Sommersonne und Sturm -> Börsenstrompreis niedrig oder negativ). Solche Bedingungen kommen üblicherweise aber wesentlich seltener vor, als PV-Überschuss vom eigenen Dach.
 
Zuletzt bearbeitet:

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
634
Ich hielte es für sinnvoll, wenn Kraftstoff (Gas) verbrannt würde, um die Batterien vorzuheizen. Da die Verbrennung nicht unter hohem Druck erfolgt, entsteht auch kein NOx.
Ich habe schon überlegt, Standheizungskreislauf und Batterie-Kühlkreislauf beim Saxo zu koppeln.
5kW Vorheizung, vom Smartphone gesteuert, wären einfach zu kontrollieren. Den Abgasen der Webasto traue ich allerdings nicht. Die verbreiten einen ziemlichen Gestank.
Nach dem Losfahren bei tiefen Temperaturen mit dem Mii sehe ich, selbst im Stand , 60 kW Verbrauch. Der Mii hat eine elektrische Heizung, aus der Fahrbatterie. Ob das gesund ist? Das sind fast "2C" Vorheizbelastung.
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
634
Ich kann nirgends erfahren, ob meine Beobachtung des hohen Anfang-Heizleistungsverbrauchs normal ist. Möglich wäre ja, dass VW mir eine falsche Software aufgespielt hat. Merkwürdig ist aber, dass diese "Fehlanzeige" innerhalb von 5 Minuten auf einen "normalen" Wert von ca 1 kW Heizleistung im Innern und ebenso wenig für die Batterien zurückgeht.
Alle Anzeigen sprechen dafür, nach spätestens 5 Ninuten ist alles warm. Das Erste, was ich schon immer tue, ist den Ecoplus-Modus einzuschalten, dann fehlt schon mal die gewaltige Heizleistung für den Innenraum, die Batterien werden aber immer noch mit hoher Leistung aufgeheizt.
Demnach müssten die Entwickler festgestellt haben, dass bei Minustemperaturen eine 2C-Belastung für die Batterien für wenige Minuten weniger schädlich ist, als das Fahren mit kalten Batterien und nur 20% der entnommenen Leistung.
Sechs mal bin ich nach Düsseldorf gefahren, wo man mir bei VW versichert hat, dass nun alles in Ordnung sei, aber nichts hat sich verändert. Die Rekuanzeige spinnt seit dem Softwareupdate, also nur während der funktionierenden Rekuperation.
Anrufe bei Seat in BW und Wolfsburg brachten überhaupt nichts, die Entwickler sitzen nicht in Deutschland.
 

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