Voltmeteranschluß ohne getrente Masse


25.06.2006
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#1
Hallo Leute

habe schon wieder eine Frage, speziell an Elektroniker diesmal.
Ich will bei mir ein Voltmeter für die Gesammtspannung einbauen (72V) welches keine getrennte Masseleitung hat. Da ich jetzt weiß daß der Kewet galvanisch getrennte Stromkreise hat meine Frage: wie realisiere ich die Stromversorgung ohne das das Voltmeter erneut zerstört wird. Versorgungsspannung 5-30V.
Beim ersten Versuch habe ich Fahrzeugmasse und Bordspannung angeschlossen und die 72V am Controller abgegriffen. Bei eingeschalteter Zündung das Voltmeter abgeglichen und gedacht das wars. Aber nach kurzer Fahrstrecke hatte ich Spannungsdifferenzen von bis zu 5Volt, die sich nach längerem stehen wieder gegeben haben. Bis zur nächsten Fahrt.
Beim zweiten Versuch habe ich die Kabel am Ladestecker angeschlossen Fahrbatteriemasse und Spannung und als Spannungsversorgung 12V+ vom Armaturenbrett. Leider hatta der Anschluß an die die 72V Masse keinen Kontakt gegeben und beim Anschluß von 72V+ ein Funke der mir schon von draussen gesagt hat, das das Voltmeter nun nicht mehr fuktionieren kann.
Habe auf Garantie ein neues Voltmeter erhalten aber ich befürchte das auf Grund der getrennten Massen unkontrollierte Spannungen auftereten, die das Voltmeter erneut zerstören. Felix hat seine Rekusteuerung auch mehrfach zerschossen bis er die 12V an der ersten Fahrbatterie abgenommen hat wie er mir geschrieben hat.
Lösung? 12V von Fahrbatterie oder Spannungsteiler? oder was fällt euch dazu ein? ein 9V Block im Armaturenbrett wäre zwar auch möglich aber nicht die beste Lösung.


Grüsse
Stefan
 

Andreas Friesecke

Aktives Mitglied
27.04.2006
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#2
Ein kleiner DC/DC-Wandler wäre hier die sauberste Lösung. 12V auf 12V oder sowas. Strom brauchst Du ja fast keinen für das Voltmeter. Wahrscheinlich reicht der Strom sogar für eine Beleuchtung noch aus. Zum Beispiel Bürklin 26 K 3112. Hat einen ausreichend großen Eingangsspannungsbereich und 160mA Strom.

Gruß
Andreas

P.S. Der Batteriecontroller wird auch so betrieben...
 
25.06.2006
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#3
Hallo Andreas

konnte keinen Bürklin finden, aber vielleicht tuts ja auch der 1 W DC/DC-WANDLER SIP 4 RO-1212S von Conrad
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YXRlPTQwODEwNTMyNDA=
Der scheint mit seinen Beinchen direkt in eine Lüsterklemme zu passen.
Ich sehe das doch richtig, daß ich den -12VAusgang direkt mit dem -72V Eingang am Voltmeter zusammenklemmen muß oder?
Falls der Wandler dazu nichts taugt sag mir das bitte.

Gruß
Stefan
 
25.06.2006
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#4
Wär ja auch was gewesen wenn der Link geklappt hätte.

yp: RO-1212S
Ausführung: Single
Eingangsspannung: 12 V/DC
Ausgangsspannung: 12 V/DC
Abm.: (L x B x H) 11.5 x 6 x 10 mm
Effizienz: Max. 80 %
Isol.Spg.: 1000 V/DC
Leistung: 1 W
Material: UL94-VO
RM: 2.54 mm

Der Suchpfad lautet jedenfalls:
DC DC Wandler x Messtechnik, Netzgeräte x DC/DC-Wandler / Wechselrichter x DC/DC Printwandler x DC/DC Wandler (Recom)

Gruß
Stefan
 

Andreas Friesecke

Aktives Mitglied
27.04.2006
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#5
Hallo Stefan,

im Datenblatt des RECOM Wandlers steht ein Eingangsspannungsbereich von +/- 10%. Also 10,8-13,2V. Das ist ein bisschen knapp würde ich sagen.
Der vor mit vorgeschlagene Wandler kostet zwar das doppelte, geht aber von 9 bis 18V am Eingang. http://www.buerklin.com
Dein Messgerät versorgst Du mit dem (galvanisch getrennten) Ausgang des Wandlers und schließt an die Messeingänge (über einen Spannungsteiler) Deine Bordspannung an. Versorgung und Messeingänge nicht verbinden!.

Gruß
Andreas
 
25.06.2006
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#6
Hallo Andreas

Wenn ich einen Spannungsteiler verwende brauche ich keinen DC DC Wandler, da im Gerät die Versorgungsspannungsmasse und die Messspannungsmasse ein und dasselbe Kabel sind. Bei den Einzelspannungsanzeigen auch kein Problem da ich die Messpannung gleichzeitig als Versorgungsspannung nutze. Blöd nur das das beim 200V Voltmeter dasselbe ist, der Versorgungsspannungsbereich aber nur von 7-30V geht. Leider habe ich keine Ahnung welche Widerstandswerte der Spannungsteiler haben müsste um die 72-87V so aufzuteilen das ich zur Versorgung auf den geforderten Wert komme. Eingangswiderstand ist größer 1Megaohm und die Leistungsaufnahme ist 25mW bei 7V. Was mich am meisten ärgert ist das mir Gero ein Angebot über ein gleichteures Voltmeter gemacht hat das sogar noch Beleuchtung hat, ich das aber nicht nehmen kann da ich schon den passenden Ausschnitt im Armaturenbrett gemacht habe. Wenn du mir sagen kannst welchen Wert die beiden Widerstände haben müssen um die Spannung richtig aufzuteilen und den erforderlichen Strom zu liefern wäre ich dir sehr dankbar.Der Strom wäre wohl 3,57mA denke ich. Die Formel wäre auch nicht schlecht.

Vielen Dank
Stefan

PS: der link von Bürklin ist auch abgespeichert mal sehen was die gutes haben.
 

Andreas Friesecke

Aktives Mitglied
27.04.2006
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#7
Wenn ich das richtig verstehe, verträgt das Voltmeter also am Eingang direkt die Systemspannung von maximal 87V. Nur die Versorgung darf maximal 1/3 davon sein.
Dann empfehle ich folgendes: 12000Ohm und 4700Ohm in Reihe schalten. 4700Ohm an Masse und 12000 Ohm an +72V. Zwischen dem Verbindungspunkt der Widerstände und Masse hast Du jetzt eine Spannung, die etwa 3,5 mal kleiner ist, als die Systemspannung. Damit das Ganze etwas stabiler wird, empfehle ich noch einen 10-47µF (min. 50V) Elko parallel zum 4700Ohm Widerstand.

Gruß
Andreas
 
25.06.2006
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#8
Man das ging ja schnell

das ist genau was ich wissen wollt und ja, das Messgerät vertägt am Messeingang bis 200V. Das mit dem dritteln der Spannung über Widerstände ist mir auch geläufig, aber wie kommt man auf den Widerstandswert? Ich hätte ja auch 4.7Megaohm und 12Megaohm nehmen können. Das Spannungsverhältniss wär das gleiche aber ich denke mal das der geforderte Strom nicht mehr ausgereicht hätte oder I = U durch R ist mir noch im Kopf. Habe ich richtig gerechnet und liegen bei diesem Spannungsteiler bei 87V Ladespannung 24,5V als Versorgungsspannung an? Und max 52mA Strom? Dann hät ich nämlich die Sache verstanden.

Nochmal Danke für die schnelle Antwort. und.....funktioniert dein selbstgebautes Batteriemanagement zuverlässig? Sah ja toll aus.

Gruß
Stefan
 
25.06.2006
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#11
So jetzt habe ich endlich einen funktionierenden Spannungsteiler hingekriegt.
Die Rechnung mit den Widerständen ist die eine Sache, die Spannung unter Last (Voltmeter angeklemmt) eine ganz andere.
Mit 12k und 15k sowie einem 22microfarad Elko (Verdammt Andreas woher hast du den Buchstaben für micro) parallel zum 15k Widerstand funktioniert es perfekt.
Aber - grau ist alle Theorie 42V ohne Voltmeter und 12.5V mit. Mit 12k und 4,7k hat man unter Last bei 75V noch 7V aber beim Gasgeben wars das dann mit der Anzeige.
Aber ohne die Hilfe von Andreas hät ichs garnicht erst ausprobiert.

Gruß
Stefan
 

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