Urteil: Tesla-Touchscreen-Nutzung fällt unter 'Handy-Paragraph'


Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
784
Ich hatte ja hier an einigen Stellen schon meine Skepsis gegenüber Touchscreens zur Fahrzeugbedienung geäussert. Das OLG Karlsruhe hatte jetzt einen solchen Fall zu entscheiden.


Bemängelt wurde die Nutzung von Untermenüs während der Fahrt durch den Fahrer, dabei wäre die Ablenkung zu hoch. Tesla muss sich nun wohl genauere Gedanken über die Struktur der Menüs machen, damit die vom Fahrer gerade benötigten/gewünschten Funktionen direkt angeboten werden.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.123
91365 Reifenberg
Bleibt nur die Spracheingabe übrig. Wer hat damit Erfahrung?

Und übrigens: Das Problem der "Handynutzung" - pardon Tabletnutzung während der Fahrt gibt es praktisch bei vielen modernen Fahrzeugen. Die haben mittlerweile fast alle so einen touch-Bildschirm für irgendwas. Und wenns nur das Navi ist. Oder Autoradio oder so. Und ich muss sagen, dass mir das Suchen in Menüs und Untermenüs während der Fahrt auch etwas zu viel wird. Es lenkt doch ab.

Muss das alles jetzt nur noch vom Beifahrerer bedient werden?

Zum Thema "Spracheingabe" gibts ja das vielfach veröffentlichte "Abruch Abruch" Video. War seinezeit auch hier im Forum präsentiert. Spracheingabe ist also auch nicht so unproblematisch, allein wegen der möglichen Fehlinterpretationen.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
784
Außer der Spracheingabe könnte man auch die bewährten, einfachen Knöpfe nehmen. So mit haptischem Feedback ;-)

Nur, weil etwas neu ist, muss es nicht die bessere Lösung sein... Und bei Bedienung während der Fahrt durch den Fahrer ist zumindest meiner Meinung nach die 'klassische' Form bis jetzt ungeschlagen.

Gruß,

Werner
 
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Wertungen: Berlingo-98

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.123
91365 Reifenberg
Jau, was der Werner schreibt, kann ich nur unterstreichen. Gerade wegen der Einfachheit der Bedienung liebe ich meinen derzeitigen Peugeot Partner, der fast keinen elektronischen Schnickschnack bietet. Alles so wie immer und wie früher, kein Umdenken. Na ja, moderates Umdenken. Etwas Fortschritt darf schon sein.

Dieses "wie gewohnt" und "kein Neulernen" ist vor allem für Car-sharing, Mietfahrzeuge und Fahrzeuge im Pool, die von immer wieder anderen Fahrern gefahren werden, eine unverzichtbare Forderung. Jedesmal einen Lehrgang machen bei Autowechsel kann sich kaum eine Firma leisten.

Zum aktuellen Tesla-3er Fall hier noch ein schöner Bericht:

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 

ecarlover99

Neues Mitglied
17.08.2020
10
Auch ich halte nicht jeden Fortschritt für tatsächlichen Fortschritt, denn: nicht alle sind technisch versiert. Wenn es dann zu Beginn erst einmal eine Weile dauert, bis sich der/die Fahrer/in an das Bedienen des Touchscreen gewöhnen muss, und sich selbst damit in Gefahr bringt, dann lieber nein und bei traditionelleren Bedienungsfunktionen bleiben. Seien wir mal ehrlich: die meisten von uns sitzen vor der ersten Fahrt im Auto ja schließlich nicht stundenlang im Auto, um sich das neue System selbst beizubringen. Man weiß vor der Fahrt schließlich auch nicht, was einen brauchen wird und was einen erwartet.

Zudem sind immer noch zu viele Zeitverzögerung und Mängel festzustellen. Beispielsweise nervt es mich schon, wenn ich eine halbe Ewigkeit brauche, mein Handy per Bluetooth zu verbinden. Es klappt nur zu 60% problemlos - aber oft komme ich von A nach B, ohne dass sich das Handy überhaupt verbinden konnte.

Fortschritt heißt für mich, dass alles einfacher wird, nicht komplizierter und gefährlicher, nur weil es eben cool aussieht.
 

Thomas P106E/iOn - Berlin

Neues Mitglied
10.11.2009
37
Berlin
Ich kann glücklicherweise einen direkten Vergleich eines Bedienkonzepten anbieten: MB EQC.
Dessen HMI (human-machine-interface) ist !vierfach! ausgelegt:
1. Bedienung/Auswahl über Knöpfe / Paddle / Lenkstockschalter
2. Bedienung/Auswahl über das "Fingerpad", gelegen zwischen den Vordersitzen
3. Spracheingabe
4. Touchbildschirm, welcher jedoch eher in Fahrt- und Blickrichtung des Fahrers liegt als beim Tesla.

Ich habe mich bei der Probefahrt eines Teslas M vor ca. 1 Jahr sehr gewundert über den eigenartig abgelegenen Touchbildschirm.... der wohl nur für die Produktion des Fahrzeuges ideal ist - da gleicher Ort für Links- und Rechtslenkerfahrzeuge
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
784
*** snipp ***

Ich habe mich bei der Probefahrt eines Teslas M vor ca. 1 Jahr sehr gewundert über den eigenartig abgelegenen Touchbildschirm.... der wohl nur für die Produktion des Fahrzeuges ideal ist - da gleicher Ort für Links- und Rechtslenkerfahrzeuge
Das ist nur ein Scheinvorteil: Da das Lenkrad auf der anderen Seite ist, muss man eh einen anderen Armaturenträger bauen. Der Kabelbaum ist ach so ne Sache - ausser alle Kabel zum Lenkrad laufen durch die Mitte und werden dann als Bündel nach rechts oder links geführt... Das bringt aber nur etwas, wenn der Sicherungskasten nicht unter dem Lenkrad ist - dessen Kabelwulst ist nicht so einfach umschwenkbar. Und wenn man ihn lässt, wo er ist, passt höchstwahrscheinlich dann das Handschuhfach nicht so, wie es soll...

Jede Änderung in einem komplexen System hat potentiell komplexe Folgen ;-)

Gruß,

Werner
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.937
Ne beim Model s ists so dass auf der Fahrerseite Mercedes Teile verbaut sind und damit das nicht gleich auffällt hat man halt den Bildschirm in die Mitte gesetzt
 

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