Twizy Adapter von Schuko auf Typ2


biscioni

Neues Mitglied
06.12.2018
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#1
Hallo zusammen

Ich fahre seit 4 Jahren Twizy und bin nach wie vor begeistert davon. Mein Twizy verfügt über ein Schuko (CH T13)-Stecker, was in aller Regel perfekt, für dieses Fahrzeug ist. Da die Ladeinfrastruktur für "normale" Elektro-Autos extrem am wachsen ist, wäre es manchmal auch praktisch, an einem Typ2-Stecker laden zu können. Gibt es dafür Adapter oder könnte man sich einen solchen selbst bauen? Braucht es zwingend eine Kommunikation zwischen Typ2-Lader und Fahrzeug?
Danke für Eure Hilfe
 
#5
Hallo Ralf,

und ich dachte, der Juice Booster arbeitet gerade anders herum, genau wie der Adapter von NRGkick. Also von CEE ein- oder dreiphasig auf einen Typ2 Anschluss des Autos. Im Prinzip also eine Kombination aus ICCB und mobiler Wallbox bzw. ein Ersatz für beide.

Für Twizys (oder AX, alten Berlingo, Twike, Microcar, Kewet oder CityEl, kurz all die alten ELs) mit ihren Schuko- oder CEE-blau oder CEE-rot Stecker braucht man nur einen einfachen Adapter wie in der sehr einfachen von Dir verlinkten Anleitung ja bereits beschrieben. Sowas ist vielfach gebaut worden, auch bei uns im Erlanger Verein, auch für Veranstaltungen und unterwegs. Und funktionieren alle. Na ja, fast alle. Jetzt jedenfalls. Z.B. bei unserer letzten gemeinsamen Sommer-Ausfahrt an einer 22 kW Ladesäule über den Adapter und einen kleinen Verteiler sechs herkömmliche Fahrzeuge mit je 230V 16A versorgt.

Sowas kann man selber bauen oder bei den üblichen Anbietern auch fertig kaufen, hier nur zwei Beispiele für einfache Adapter mit 16A einphasig. Geht auch bis 32A dreiphasig, ist nicht viel komplizierter.

Ladesystemtechnik.de, Henning Bettermann: https://www.ladesystemtechnik.de/ratio-welt/adapter-typ-2-stecker-auf-schuko-kupplung-60?c=18

Elektrofahrzeug-Umbau.de: https://www.elektrofahrzeug-umbau.de/shop/ladekabel/

Gruss, Roland
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#6
Hallo Roland,
Du hast natürlich recht, als Ausgang hat der Juice Booster immer Typ 2, also bringt es nichts. Auf der Eingangsseite kann der Juice Booster aber aucht Typ2, d.h. man kann ihn auch als Ladekabel verwenden.

Die Adapterleitungen von Bettermann finde ich schon ein bischen "scary", da man eine Schukosteckdose an einen 32 oder 63A Anschluss steckt ohne Sicherung. Eigentlich muss da ein Überlastschutz rein.
 
#7
.. oh oh, einen einfachen Adapter bzw. Bauanleitung habe ich noch vergessen, obwohl ich mir den beschriebenen Bausatz selbst besorgt hatte:

Mathias Dalheimer: https://evsim.gonium.net/
Die beschriebenen Teile und Schaltung machen genau solch einen Adapter..

Weitere Hinweise, was er sonst so macht:
Seine Veröffentlichungen etc. zum Schwarzladen: https://gonium.net/schwarzladen.html
Seine Netzseite mit aktueller Anzeige der Netzfrequenz: https://netzsin.us/
... und ein Bild von ihm und seinen sonstigen Tätigkeiten: https://www.planet-wissen.de/sendungen/blackout-mathias-dalheimer-100.html

Gruss, Roland
 
#8
Hallo Roland,
Du hast natürlich recht, als Ausgang hat der Juice Booster immer Typ 2, also bringt es nichts. Auf der Eingangsseite kann der Juice Booster aber aucht Typ2, d.h. man kann ihn auch als Ladekabel verwenden.
Richtig, aber Ausgang beim Juice oder Kick ist immer Typ2. Nützt also nix für einen Twizy oder für meinen Berlingo oder Hotzi. Die brauchten es wirklich genau anders herum. Als Universal-Ladekabel können all die es gut verwenden, die ein Typ2 Inlet am Auto haben. Ein Kollege mit einem BWM i3 macht das so. Nur ein Kabel für alles.

Hallo Roland,
Die Adapterleitungen von Bettermann finde ich schon ein bischen "scary", da man eine Schukosteckdose an einen 32 oder 63A Anschluss steckt ohne Sicherung. Eigentlich muss da ein Überlastschutz rein.
Recht hast Du im Prinzip. Bei unseren Vereinslösungen mit nachgeschalteter Verteilerbox sind dann auch Sicherungen drin. Ich mach mir sowas auch, möglichst klein und transportabel in einem Alukoffer. Mit Messgeräten für Leistung und Arbeit, also kW und kWh.

Übrigens schließen die Nutzungsbedingungen vieler Ladesäulen solche Adapter eigentlich aus. Aber das ist wieder ein anderes Problem.

Zum Sicherungsproblem von starken Steckdosen und schwachen Verbrauchern: Das ist ein generelles Problem in jedem Haushalt. Da ist eine 20 Watt Tischlampe oder ein 5 Watt USB Ladegerät ungesichert an einer 3,6 kW Steckdose angeschlossen. Wieso ist sowas noch zulässig? Grübel grübel..... Satirische Gedanken? Historische Ursache - nach dem Muster: das haben wir immer so gemacht, und da könnte ja jeder kommen und so... Auf jeden Fall ist es so, und ändern kann man es im Haushalt und so nicht mehr. Bei neuen Systemen aber, z.B. zum E-Auto-Laden.....

Die Überlegungen dazu haben sicher zu den Lösungen mit 16 und 32 A Abstufungen bei Ladekabeln geführt. Da will man etwas sicherer sein, vor allem, weil vieles ja auch im Außenbereich funktionieren muss. Oder liege ich mit dieser Überlegung verkehrt?

Gruss, Roland
 

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