Twike als Hybrid

  • Themenstarter Julian Schmidt
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J

Julian Schmidt

Guest
#1
Hallo zusammen,

ich versuche eine Studienarbeit zu schreiben, die sich mit der Hybridisierung des Twike beschaeftigt.

Das Ziel dabei ist es, eine zweite Antriebsform (Brennstoffzelle/Diesel mit Generator etc.) in den Twike einzubauen, der die Batterien waehrend der Fahrt laedt und somit die Reichweite zu verlaegern.

Hat irgendjemand von Euch Erfahrung mit diesem Thema oder Ratschlaege die zu diesem Thema passen?

Gruss

Julian
 
K

Karl

Guest
#2
Hallo Julian !
Warum das Rad immer wieder neu erfinden?
Gibt es alles schon!
Siehe z.B.: http://www.twikeklub.ch/forum/_forum/000005c3.htm
Außerdem ist der Twike schon Hybrid ( Muskelkraft+ Batterie), nur der Twike easy fährt nur aus Batterien.

Sonnenelektrische Grüße
Karl
 
B

bsm

Guest
#3
Vor einigen Jahren ist in Berlin - Prof. Naunin - eine Studenarbeit gelaufen über das TWIKE mit Brennstoffzellen / Wasserstoff Versorgung. Das Fahrzeug ist tatsächlich mit einer Brennstoffzelle von Sachsenring Entwicklung gebaut worden und auch auf dem Electric Vehicle Symposium in Berlin gezeigt worden (EVS18). Einer der Betreuer war Andreas Manthey. Schreib mal ein mail an ihn: am@solarmobil.net

Oder schau Dir den abstract (in Englisch) direkt an:
http://evs18.tu-berlin.de/Abstracts/Summary-Dia/7e/Nettesheim-218-13-7E.pdf

Ich habe dazu eine Frage: Wer kann mir einen kleinen und leichten Diesel besorgen. 2 bis 3 kW wären menge ausreichend, und leicht sollte er sein. Die kleinen Lombardini oder so haben alle schon fast 600 ccm und sind mit rund 40 kg oder so zu schwer. Die Einzylinder rütteln mir zu viel (Hatz oder so). Bin für Hinweise dankbar. Gedacht ist an einen Range Extender mit reinem Rapsöl.

Gruss, Roland, bsm, www.solarmobil.net
 
K

Karl

Guest
#5
Hallo Bernd,

Wer kennt aber einen kleinen "Diesel" der problemlos mit Pöl läuft ?

gib uns Tipps!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
18.12.2003
225
0
#6
Ach Karl,

dann lies doch den Beitrag vom Roland und von mir genau, dann ergibt das Ganze einen Sinn. ;-)

Zitat:
"Ganze einfach weil man die meistens dann auf PÖL umbauen kann..."

Die Betonung liegt auf DIE MEISTENS...... :D

Zitat Roland:
"Bin für Hinweise dankbar. Gedacht ist an einen Range Extender mit reinem Rapsöl. "

Also schlagt doch nicht den Überbringer oder den Wiederholer.... :hot:

Bis denne

Berny
 
04.04.2006
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#7
Liebe Gemeinde!
schon klar, dass man Selbstzünder ganz prima mit Pflanzenöl fahren kann. nichts desto trotz sehe ich keinen Vorteil verglichen mit einem Fremdzünder, der mit (Bio-)alkohol läuft. Diese Motoren bieten bessere Abgase und weniger Stickoxyde wenn man sie mit einem kat betreibt als ein Selbstzünder. Die Abgasreinigung hier ist ja durchaus als komplex anzusehen. Und nicht zu vergessen der hohe Preis eines solchen Motors, sein großes Gewicht, die große Anzahl komplexer Bauteile usw.
Was meint ihr?

Grüße

Peter
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#8
Peter, Du hast recht. Es geht auch mit Erdgas. Man könnte sogar die Kompression auf 1:16 erhöhen, ohne Diesel. Dank Gas eine sehr stöchiometrische Mischung, praktisch kein Schadstoff, sogar ohne Katalysator und nachwachsend, z.B.durch Vergärung von Gras.
Selbst ein umgebauter Benziner könnte 30% Wirkungsgrad haben, mit der Kompressionserhöhung sogar 35%, statt 40% beim Diesel. Obwohl dann vielleicht wieder der Gasdiesel vorteilhafter wäre, mit weiteren Leistungserhöhung, weil die Kompressionsenergie ebenfalls voll ausgenutzt wird, die ja eine rein elektrische ist.
Da rechne ich jetzt mal:
14,3 kWh stecken in 110 kg negrebinischer Pressluft, 0,13 kWh in 1 kg, bei 80% Pressluftenergienutzung 0,1 kWh. Erdgas ist 1,8 mal leichter als Luft: 0,16 kWh/kg.
Bei einem Dieselwirkungsgrad von 40% ergeben 1 kg Erdgas bei einem (hier unteren) Heizwert von 13 kWh / kg 4,2 kWh mechanische Energie.
Die zusätzlichen 0,16 kWh ergeben eine Erhöhung um 4%. Außerdem fehlt noch die energiefressende Einspritzpumpe, 2% zusätzliche Wirkungsgraderhöhung.
Ein Wirkungsgrad von über 45% müssten dann bei einem Kleinstdiesel möglich sein!!! Mit Propangas nur geringfügig schlechter .
Jetzt nur noch die Rußfrage im Pölforum geklärt, und schon steht das Projekt!!!

Also, nochmals, ein hoffentlich rußfreier Diesel mit nachwachsenden Rohstoffen mit ca. 12% Anteil Elektrischer Energie (Kompressionsenergie des Gases).
Hinzu kommt noch Abwärmenutzung mit nochmals ca. 5% Wirkungsgraderhöhung.Warum, das erkläre ich später.
Dazu kommt die elektrische Energie, mit der wir direkt unseren Akku füllen, z.B. bei reinem Stadtverkehr, bei dem der Verbrenner fast immer steht. Jederzeit umstrickbar auf Wasserstoff. Das gibt sogar ein Einhalbliterauto oder Einliterrenntwike.
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#9
Frage: Wie schnell kann ein normalsportlicher Fahrer in der glatten Ebene mit dem Pedal-Twike, alleine mit Pedalkraft, werden? Ich schätze mal, das wäre dann mit ca. 300 Watt Leistung. Mit dem Fahrrad, also mit schlechtem cw-Wert, kommt man so etwa auf 36 km/h = 10 m/s. Um 72km/h zu erreichen, müsste man sich dann schon mit 2400 Watt in die Pedale legen, die Leistung, die der neue Wandler von Jens aufnimmt. 144 km/h: 19,2 kW. Am besten wohl auszubrobieren auf der zugefrorenen Regattabahn.
 
04.09.2007
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#10
Hallo Bernd,
wie schnell ein Twike nur mit Muskelkraft werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die erforderliche Leistung ist ungefähr der Geschwindigkeit (in km/h)zum Quadrat mal 0,71 (in Watt). Mit den 600 Watt die ein Radsportler für etwa eine Minute leisten kann reicht es gerade mal für 30 km/h (oder einen muskelkraftbetriebenen Helikopter), allerdings bei voller Zuladung mit 400kg Gesamtmasse. Das Go-One war da schon schneller. Mit 30kg Leergewicht sollte man 40km/h ohne zu schwitzen und bis 60km/h als Radsportprofi bringen können. In welche Richtung das Teil dann aber nach einem Schlagloch fliegt, kann schwer vorhergesagt werden. Ich würde einen Gleitschirm empfehlen und gleich in die Luft gehen...
Gruß
SternFuchs
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#11
Also, Tempo 20, macht 329 Watt, halte ich höchstens eine halbe Stunde aus, dann bin ich erst in Rath, da kann ich nur die Ulkrike besuchen, und nicht die Natascha.
Tempo 15, 160 Watt, nach einer Stunde käme ich total erschöpft an, also, ideal ist das wohl ohne Batterie nicht mit 400 kg. Was wiegt eine voll beladene Rikscha in Thailand? Vielleicht 200 kg? Die Fahrradreifen haben mit Sicherheit weniger Widerstand.
Aber, die Formel ist mit Sicherheit nur eine Näherung, denn der Luftwiderstand steigt ziemlich genau mit der dritten Potenz an, genauer mit der 2,8ten, wegen der geringfügigen Zunahme der laminaren Unterschicht unter der turbulenten. Sind also alles Näherungsformeln. Das Quadrat ist gut für den Bereich, wo mechanische Reibung und Luftwiderstand in gleicher Größenordnung sind, 2 liegt zwischen 2,8 und 1.
Aha, hier das bissige Teil von Kunststoff-Beyss:

http://www.kunststoff-beyss.de/Images/go%20title.jpg

Hmmm, ja, so, meine ich, müssten die Autos von morgen aussehen. Tempo 40 mit vielleicht 200 Watt? Das wäre was. 1 kWh gleich 200 km. So ein Motörchen wiegt bei Modellbauern nur 100 Gramm. 1,5 kW 450 Gramm, das könnte 80 km/h...

Ich finde, so uns nicht anders und weg von den öffentlichen Straßen. Kollektorlose Außenläufer, wie die der Hubschrauber mit 1,5 kW, gegenüber in Lörick.
Natascha, dahin, oder, wo der Aldi wohnt, am Auberg, da müssten wir mal hin.
 
R

Rainer Partikel

Guest
#12
Hallo Natascha,

das sahen wir gestern in knof hoff....
Ein Quadähnliches Fahrzeug mit Luftschraube und offizieller TÜV Plakette und Zulassung für Land und Luftbetrieb.
ZINNEKE