Telematikdaten belegen: Elektroautos sind bereits alltagstauglich


Befragt man zahlreiche Autofahrer nach Elektroautos, so scheuen diese noch den Kauf. Als Grund wird immer wieder die Reichweite genannt. Fakt ist allerdings, dass die meisten Autofahrer nur wenige Kilometer am Tag mit dem Fahrzeug zurücklegen. Somit dürfte die Reichweite im Grunde ein zweitrangiges Kriterium bei der Anschaffung darstellen. Dies belegen jetzt auch neue Telematikdaten von HUK-Coburg.

Untersuchung der HUK-Coburg

Das Versicherungsunternehmen HUK-Coburg hat eine Untersuchung angestrebt, in dem interessante Fakten zutage kamen. Für die Analyse wurden 25 Millionen Fahrstrecken von Autoteilnehmern des Telematikprogramms "Smart Driver" ausgewertet. So konnte beispielsweise belegt werden, dass die Hälfte aller befragen Autofahrer in einem Zeitraum vom ungefähr acht Monaten pro Tag jeweils nicht mehr als 250 km zurücklegte. Interessant ist, dass diese Reichweite schon heute von den meisten BEV ohne Neuaufladung erreicht werden kann.

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Bildquelle: obs HUK-COBURG

Der durchschnittliche Stromer kommt mittlerweile mit einer Reichweite von 250 km aus. Ungefähr 47 Prozent aller Umfrageteilnehmer könnte mit einem Elektrofahrzeug diese Strecke ohne Nachladung schaffen. Die restlichen 53 Prozent gaben bei der Auswertung an, dass sie täglich mehr als 250 km zurücklegen.

Was genau kann das Smart Driver Programm bieten?

Mit dem "Smart Driver Programm" bietet die HUK-Coburg ein Telematikprogramm an. Für die aktuelle Forschung wurden im Zeitraum von Januar bis August dieses Jahres über 35.000 Tagesfahrten eingespeist. Insgesamt kamen so weit über 273 Millionen Kilometer zusammen. Die Analyse ergibt wertvolle Details - zum Beispiel, dass sowohl junge als auch ältere Autofahrer keine Angst vor Reichweiten mit dem Elektroauto haben müssen.

Quelle:
www.huk.de

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Bild: Kia (Symbolbild)
 

Kommentare

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Die geringe tägliche Fahrstrecke benötigt in den meisten Fällen einen Akku von nur 10 bis 20kWh. Aber ich halte es für unerlässlich, dass man auch schon mal weiter fahren kann. Gerade Kia und Hyundai planen oder bauen bereits Plug-in-Hybride, die diese Bedingungen erfüllen, da müsste, wenn man den Verbrennermotor auf 10 bis 20 kW Leistung beschränken würde, auch ein niedriger Kaufpreis möglich sein...
Immerhin ist der aufwendige und zu leistungsstarke Verbrenner samt aufwendigem Doppelkupplungsgetriebe und aufwendiger Steuerungssoftware billiger als die nur 19kWh größere Batterie des reinen Elektroautos. So jedenfalls bei Hyundai, da kann man nur staunen. Bescheiden wir uns bei der Batteriegröße, gehen auch die Rohstoffe nicht zur Neige und die Austauschbarkeit wird erleichtert, um uns an die Fortentwicklung der Batterieentwicklung anzupassen. Gibt es erst einmal das kleine Zusatzaggregat, das kann sich für die Urlaubsfahrt in einem kleinen Anhänger befinden, dürfte 100% Elektrofahrzeuganteil nicht mehr fern sein. Ich halte 40% Gesamtwirkungsgrad des Verbrenneraggregats mit LPG-Betrieb für möglich, mit der bisherigen Technik. Klar bleibt das Teil, wann immer es geht, zu Hause oder in der Verleihstation. Auch am ladestationsfreien Urlaubsort bleibt das Teil stationär und versorgt die ganze elektrische Verwandschaft, die begeistert mit dem Tesla anreist...Anschlussstecker: chademo, Tesla und CSS, alles dran. Volle Fehlerstromabsicherung.
 

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