Strom tanken hat keine Zukunft ?

  • Themenstarter Karl Weippert
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K

Karl Weippert

Guest
#1
Hallo Elektrofahrzeugfreunde!

Der heutige Kommentar in der Süddeutschen ( Teil "Mobiles Leben") über Elektro bzw. Hybridautos hat mich schon sehr geärgert!
Einige Sätze sind wohl wahr, andere kann der Autor ja wohl nicht ernst gemeint haben! Sonst könnte sich der Verdacht aufdrängen, daß er nicht ganz unabhängig ist.
Natürlich haben unserere Elektrokisten Schwächen ( leider nicht zu wenig!)
Aber so gehts auch nicht !
Sollten wir was dagegen tun?

Karl Weippert
 
S

Stefan Schaefer

Guest
#2
Hallo..
ich kaufe jetzt nicht gleich diese Zeitung...
hast Du einen Link?
Oder ein Zitat?

Gruß, Stefan_S
 

hcqniost

Mitglied
12.08.2013
169
0
#3
hi karl,

dann schreib mal,was der in dem Artikel gesagt hat!Er hat sicherlich kein E-Auto getestet,oder?!

Gruss,Carlo (Skoda-Tachostand seit Übernahme/Anmeldung 8-2001 +7400km)

 
K

Karl Weippert

Guest
#4
Sorry Stefan,

ich dachte jeder liest diese Zeitung

http://www.sueddeutsche.de/aktuell/sz/artikel119810.php

Gruss Karl
 
S

Stefan Schaefer

Guest
#5
Hallo Karl,
danke für den Link.

Mensch, der gute Mann hat wirklich keine Ahnung.
Der Artikel trieft nur so vor Inkopetenz.
"Die Zahlen beweisen"-----welche Zahlen bitteschön?
Achwas? Ein E-Mobil erfordert aufmerksame Zuwendung?? Ist es denn zuviel verlangt, das Auto jeden Abend an die Steckdose zu nehmen!? Und dass ein Auto (egal ob Benzin oder E-) jeden Tag gefahren werden muss...kennt der gute Herr den Begriff Berufspendler?
Sone Knalltüte.
"Bei den Hybridfahrzeugen sind die Verkaufszahlen zwar etwas besser" Echt?? Zahlen bitteschön!
"einen Erfolg aber verhindert die Komplexität, die viele Interessierte verschreckt" Wieso das denn? Mich verschreckt der astronomische Preis, und der Umstand, dass ich für ein Diesel/Gas-Mobil nirgends eine Gastankstelle finden könnte.

", dass die immer zahlreicher werdenden großen Geländewagen"
Bestimmt sind es die zahlreicher werdenden grossen Geländewagen, die die Kleinwagenhersteller immer neue Umsatzrekorde feiern lässt...
Hat der gute Mann schonmal in einem Berufsstau gesteckt?? Da sind höchstens 5% Geländewagen und mindestes 60% Kleinwagen (A-Klasse und kleiner).

"Der Autor ist Professor und Leiter des Instituts für Kraftfahrwesen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. "
Mir ist ganz schwummerig vor Ehrfurcht.

Stefan_S.
 

John

Neues Mitglied
14.04.2006
42
0
#6
Hi Ihr

Werde direkt mal nachhören ob von meinen Freunden die auf der TH Aachen sind
diesen komischen Professor kennen ....
Ich werde mich jetzt mal auf die Suche nach dem seiner E-Mail Adresse machen.

Bis bald .... JOHN
 
R

Roland Reichel

Guest
#7
Halli hallo,
Strom tanken hat leider keine gute Gegenwart, Zukunft hat es schon. Ich jedenfalls vertrete diese Meinung auf vielen Ebenen - im Bundesverband Solarmobil (da bin ich nun mal seit vielen Jahren im Vorstand), in den Solarmobil Mitteilungen (die ich immer noch massgebend mit bearbeite) und im Solarmobil Verein Erlangen (den ich schon 1986 mit gegründet habe).
Allerdings weiss ich, dass die Öffentlichkeit die E-Autos sehr kritisch sieht, und mit den Solarmobilen ist es noch schlimmer. Die will schon gar niemand, und selbst hartgesottene E-Mobil-Fahrer zweifeln den Nutzeffekt der Solartechnik fürs Auto noch immer heftig an.
Ich will mir jedoch nicht den Frust der vielen Jahre E-Mobil-Fahrerei hier von der Seele schreiben. Vielmehr geht es darum, dem Artikel etwas entgegenzusetzen. Und hier sind Leserbriefe gefragt. Einen kann ich natürlich selber schreiben. Aber es sollten viele sein, und es sollten positive eigene Erfahrungen drin sein.
Also los - nicht nur hier im Forum diskutieren, denn das bleibt weitgehend unter uns - den Insidern nämlich. Geht raus an die Öffentlichkeit und hier ist eine Gelegenheit, etwas für die Sache zu machen.
Meine Position, die ich hier nochmal vertrete, ist dabei ganz klar:
Das Elektroauto ist einfach besser vom Antrieb her. Die Elektromaschine ist von Haus aus viel besser an das Fahrprofil, d.h. an die Erfordernisse von Drehzahl und Drehmoment, angepasst als eine Verbrennungsmaschine. Der Verbrennungsmotor kann ein Fahrzeug nur deshalb antreiben, weil ein mehrstufiges Getriebe und eine mehr oder weniger rutschende Kupplung das ermöglichen.
Die Knackpunkte sind bekannt: Das Energiespeicherproblem, und damit die Folgeprobleme: geringe Reichweite, hoher Preis, kleine Stückzahlen usw.
Wird das Speicherproblem richtig gut gelöst, ist das Benzinauto weg. Das wissen die zwei größten Industrien dieser Welt, die Mineralölwirtschaft und die Automobilindustrie. Daher bekämpfen sie alles Neue, wozu auch gehört: neue Kraftstoffe, wie A55 (halb Diesel halb Wasser), das Wasserauto von Daniel Dingel, das Druckluftauto (wobei hier die Technik noch immer nicht ganz klar ist), und natürlich auch die Pflanzenöltechnik.
Alle neuen Techniken haben es schwer, sich durchzusetzen. Und die Angriffe kommen von allen Seiten. Ich erinnere an die Rügen-Studie (Rügen-Lügen). Es gibt aber auch schöne Ansätze, siehe EVS18 im Oktober in Berlin. Und vielleicht hilft sogar die Wasserstofftechnik. Ich jedenfalls sehe es doch recht positiv, nachdem ich ein Buch darüber übersetzt und rausgebracht habe (Tom Koppel, Energie der Zukunft - Die Ballard Brennstoffzelle und der Weg zum sauberen Elektroauto).
Also müssen (auch) wir dran arbeiten. In Anlehnung an ein Zitat formuliere ich es mal so: "Das Elektroauto ist viel zu wichtig, als das man es der Industrie überlassen kann."
Und wir arbeiten dran. Wir (vom Bundesverband Solarmobil) versuchen zur Zeit mal neue Wege bei Park & Charge, d.h. bei öffentlich zugänglichen Ladestationen. Aber es ist natürlich schwer, mit sehr kleinen finanziellen Budgets was zu machen...

Also schreibt gute und qualifizierte Leserbriefe.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland Reichel, Bundesverband Solarmobil e.V.,
www.solarmobil.net
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#8
Vor ca. einem Jahr stand schonmal so ein idiotischer Satz in einem Artikel über Erdgasfahrzeuge: "Elektroautos haben wegen der immer noch nicht ausgereiften Batterietechnik keine Zukunft."
wtnd_60.gif
Die ersten "Mobiltelefone" mußten mit dem LKW transportiert werden und wie weit der erste Daimler von der heutigen S-Klasse entfernt ist, kann man im KFZ-Museum besichtigen. Wo wären wir heute, wenn alle Technologien die nicht von Anfang ausgereift waren, nicht weiterentwickelt worden wären?

Damals hatte ich leider keine Zeit einen schönen Brief zu formulieren, aber diesmal werde ich sie mir auf jeden Fall nehmen.

Gruß Jens
nsrtrts_104.gif
 
M

Michael Rieken

Guest
#9
Zitat aus einer Publikation des ika:
Siehe: http://www.ika.rwth-aachen.de/ueberuns/publikat/by0399b/index.htm

<--- Zitatanfang --->
European Electric Vehicle Fleet Demonstration with ZEBRA Batteries

Ralf Bady and Jan-Welm Biermann
Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen

Bernd Kaufmann
Adam Opel AG

Harald Hacker
AEG Anglo Batteries GmbH

Copyright © 1999 Society of Automotive Engineers, Inc.

1999 SAE International Congress and Exposition
March 1-4, 1999, Cobo Center
Detroit, Michigan USA

<...>

USER SATISFACTION

User questionnaires and interviews show excellent user satisfaction. The users were impressed of the good acceleration and quite operation of the Astra Impuls. None of them had problems with the limited range. On the street driven range tests have allowed to drive between 165 and 180 km per charge. The functionality of the power and charging modes have been praised and are used by mostly all users.

<...>

Conclusion

The project is presently the largest EV field test run in Europe. Total mileage will reach more than 200.000 km for the Renault Express Thermie and more than 400.000 km for the Opel Astra Impuls.

The innovative importance of the project is the evaluation of the energy consumption structure, mobility structure, customer acceptance and battery endurance of electric vehicles with advanced technology.

From the available intermediate results follows that:

energy savings can be monitored beyond a minimum daily mileage,
excellent user satisfaction can be monitored,
the battery system provides safely sufficient range for most daily trips in cities and the life-time extrapolation of batteries is satisfactory.

The availability and demonstration of these results are new and necessary for major decisions on the market introduction of electric vehicles equipped with this technology.
<--- Zitatende --->

Das ika hat sich also auch um "unkonventionelle" Antriebe verdient gemacht.
Siehe auch: http://www.ika.rwth-aachen.de/ueberuns/publikat/by0298/index.htm

Scheinbar hat man dort einiges vergessen!?

Zu dem Zeitungsartikel kann ich nur sagen:
Wieder jemand in der "Falle des Kurzzeitdenkens" gefangen.
(Siehe Buch von Irenäus Eibl-Eibesfeldt)

Solektrische Grüße
M"R"R
 
M

Michael Rieken

Guest
#10
Bitte läßt euch nicht von eurem verständlichen Zorn leiten bei einer Reaktion auf diesen Zeitungsartikel sondern bleibt freundlich und sachlich sonst werdet ihr nicht ernst genommen!!!
Auch wenn man manchmal den Glauben an die Unabhängigkeit der Forschung verliert, wenn selbst die Forschung und Lehre sich nicht mehr um "alternative/unkonventionelle" Antriebe kümmert, können wir das Thema ganz begraben.

MfG M"R"R
 
S

Stefan Schaefer

Guest
#11
Hallo,
also ich habe dem guten Herrn Wallentowitz eine nette eMail geschrieben.
U.A. habe ich angeregt, dass er doch einen weiteren Artikel verfassen soll, in dem er auf die Hämmer eingeht die er da austeilt.
Vielleicht denkt er nochmal über das eine oder andere Statement nach.
Ausserdem habe ich ihm angekündigt, dass er noch andere mails (von Euch!!) bekommen wird.
Aber: Bitte höflich und sachlich bleiben. Schliesslich wollen wir hier nicht als Sauhaufen oder Chaoten auftreten.
Zumindest soll er aber merken, dass wir uns auch nicht alles kommentarlos anhören.

Stefan S.
 
19.08.2013
128
0
#13
Hallo Roland, hallo alle,
Leserbriefe an die Süddeutsche-Zeitung hat wenig Sinn. Bei dem Artikel handelt es sich um ein Kommentar und nicht um recherchierte Fakten. Die nehmen sich davon nichts an......
Lieber eine email direket an
wallentowitz@ika.rwth-aachen.de

das ist die email des Herrn Wallentowitz, dem Verfasser dieser Zeilen. Hierhin sollte die wohl wirklich nötige Kritik an seinem Artikel. Hier für Interessierte meine mail an Ihn:

Gruß
Bernd

<table bgcolor=#FFFF66>
<tr><td>
<b>
Sehr geehrter Herr Wallentowitz,
mit Interesse hab ich, als Elektromobilfahrer, Ihren Kommentar in der SZ
gelesen.
In einigen Passagen Ihres Kommentars stimme ich Ihnen durchaus zu, das
z.B.: ein Elektroauto nach jeder längeren Fahrt an die Steckdose muß.
Auch der zu hohe Verbrauch (unnützer) Geländewagen wird hier von Ihnen
richtig kritisiert.

Jedoch, das ein Elektroauto, je weniger es gefahren wird, durch die
Selbstentladung oder die Erhaltungsladung einen höheren Energieverbrauch
hat stimmt aber nur für Fahrzeuge mit Bleiakkumulatoren. Dies gilt
nicht bei allen Batteriearten. NiCd oder Li-Ion/Polymer- Batterien habe so eine geringe Selbstentladung, das es selbst bei längeren
Betriebspausen nicht zu einer nennenswerten Erhöhung des Verbrauches
kommt.
Im Bereich der Batterietechnik, der von Ihnen als einziger Schwachpunkt
von Elektroautos angegeben wird, gibt es zur Zeit einige
vielversprechende Entwicklung z.B.: die der Firma Fortu in Pfinztal.
Aber auch herkömmliche NC-Akkus eignen sich bestens um die spez. Energie
(in Wattstunden pro kg Batteriegewicht) zu erhöhen.

Abschließend sagen Sie in Ihrem Kommentar, dass man das Elektroauto mit
bisheriger Batterietechnologie getrost vergessen kann. Dies kann ich
nicht nachvollziehen. Es gibt bereits heute viele Einsatzgebiete für das
Elektroauto mit "herkömmlicher" Batterietechnik. Ich nutze ein CityEL,
mit Blei-Säure-Batterien, für den täglichen Weg zur Arbeit, was viele
Berufspendler mit einer einfachen Entfernung von bis zu 20 km problemlos
auch tun könnten. Viele Zweitwagen werden nur für diesen Zweck des
täglichen und damit regelmäßigem "Berufspendelns" angeschafft. Hier
könnten bereits heute wesentliche Luftverbesserungen in der Stadt
erreicht werden wenn dies mehr gefördert würde. Auch Ihnen sollte die
durchschnittliche zurückgelegte Entfernung einer Autofahrt bekannt sein.
Diese ist relativ einfach mit der vorhandenen Technik möglich!

Leider haben Sie sich mit Ihrem Kommentar nicht sehr förderlich für die
Weiterentwicklung des Elektromobils geäußert. Ich denke sie sollten
sich, in Ihrer Stellung am Institut, solche allgemeinen Äusserungen wie
"Das Elektroauto können Sie vergessen", demnächst erst überlegen bevor
Sie diese äussern oder gar niederschreiben. Hiermit helfen Sie niemandem
sondern richten höchstens Schaden an!
Die Firmen die ausschließlich vom Vertrieb von Elektroautos leben, wie
z.B.: die Fa. Citycom in Aub, und deren Vertriebspartnern könnte gerade
durch Ihre Äußerungen ein nicht wieder gut zu machender Schaden
entstehen. ..... und Arbeitslose habe wir doch wirklich genug!
Objektive Kritik ist gewünscht, aber bitte verbreiten Sie keine
"Stammtischparolen" und verallgemeinern alle Schwächen einzelner
Antriebskonzepte.

In der Hoffnung das Sie dies Zeile lesen und meine Auseinandersetzung
mit Ihren Äusserungen zu schätzen wissen verbleibe ich

Mit freundlichem Gruß

Bernd Degwer

www.degwer.de
Am Sohlenkamp 77
58239 Schwerte
</table>
 
K

Karl Weippert

Guest
#14
Hallo Bernd,

Deine mail an Herrn Wallentowitz find ich sehr gut,
außerdem find ichs gut, daß auf Ralfs tollem Forum wiedermal richtig etwas los ist, wenn auch der Anlass etwas ärgerlich ist.
Liest Herr Wallentowitz eigentlich unser Forum ?
Vielleicht sollte er es tun!

sonnenelektrische Grüße

Karl

p.s. bisher ca. 40.000 km elektrisch gefahren ! (einmal um die noch immer schöne Welt)
 

hcqniost

Mitglied
12.08.2013
169
0
#15
guten abend,

meine mail ist eben rausgegangenhat eigentlich jemand Herrn Wallentowitz unsere url zugesandt??wäre mal interessant,ob er hier rein schaut!

gruss,Carlo

 
W

Wolf-Eckehard Erben

Guest
#16
Hallo Herr Reichel,

nachdem ich ihren Beitrag gelesen habe, muß ich von meinen Erfahrungen mit 14 Monaten TWIKE berichten. Ich bin der Besitzer des gelben TWIKE, das sie auf ihrem Messestand 2001 in Leipzig hatten.
Das Fahrzeug nutze ich fast jeden Tag für meinen Computerservice und bin damit auch auf Langstrecken unterwegs gewesen (Chemnitz-Bremen und zurück, Chemnitz-Weissenburg bei Nürnberg und zurück u.a.). Außer bei extremen Witterungsverhältnissen (das Schneechaos habe ich mir erspart) ist das TWIKE ein voll alltagstaugliches und brauchbares Fahrzeug. Auch mit den SANYO-Akkus habe ich nach ca. 25.000 km Laufleistung noch volle Reichweite und kaum Selbstentladung. Mal abgesehen davon, das die Hybridtechnik den entscheidenden Vorteil der aktiven Fortbewegung bietet.
Ich denke, dass nur die aktive Nutzung solcher Fahrzeuge Vorurteile überwinden kann. 1

Freundliche Grüße und Danke für ihre Aktivitäten

W.-E.Erben