Stickstoffmotor

  • Themenstarter Arnd Koslowski
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A

Arnd Koslowski

Guest
#1
Mal kein Luftauto, sondern ein Stickstoffmotor:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,309433,00.html

Gruß, Arnd.
 
G

Georg Schütz

Guest
#2
Der Artikel ist ein schönes Beispiel, wie eine Zeitungsmeldung immer nur einen kleinen Teil der Wirklichkeit wiederspiegelt.
Wer sich für das Thema interessiert, kann im Nachbarforum elweb off topic/Veranstaltungen zum Thema N-gine einiges dazu erfahren.
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#3
Nun, 200 Wattstunden Energiebedarf für die Herstellung eines Kg Flüssigstickstoff dürften wohl die Linde- und Air Liquide-Konzerne in der Versenkung verschwinden lassen. Die benötigen immer noch 1 KWh bzw. 0,8 KWh für die Herstellung von einem kg.
Wenn also nur 15 Cent Produktionskosten für 5 Kg Flüssigstickstoff anfallen, reicht das gut für eine Gocartrunde. Diese Kosten würden da überhaupt keine Rolle spielen.
Ich vermute einmal, das Geheimnis steckt in einem gewaltigen Kältespeicher, den das Ding noch zusätzlich mit sich herumschleppt, sonst ist Flüssig-Luft, -Stickstoff oder -Sauerstoff, was auf das gleiche herausläuft, nur unter großen Verlusten herstellbar.
Auch die Raketentechnik wird damit gewaltig verbilligt. Erstaunlich, welche Weltbedeutung solch eine kleine bayerische Gemeinde über Nacht bekam...

Kein Wunder, es kam ja auch massive Hilfe aus Luxemburg von Guy Negres Ausichtsrat und Manager. Wenn man bedenkt, 1500 km Reichweite statt nur 300km hätte Guy Negres Superente , wenn er auf die schweren Presslufttanks verzichten würde und stattdessen auf seinen Manager hören würde.
 
K

Karl

Guest
#4
Hallo Bernd!

Es ist doch ganz einfach: Im Winter in Sibirien hast du oft schon -60° ! Da wird die Luft verflüssigt, das kostet dann deutlich weniger Energie! N-gine wird dann mit dem Bootsmotor den Stickstoff hierher schippern! Die "Wasserstraßen" werden mit der "Abkälte" aufgetaut????

Gruß Karl

p.s. Für einen Stickstoffbootsmotor mit 20 kW brauche ich mindestens einen 40 kW Wärmetauscher, wieviel Leistung brauche ich um diesen mit 20 Knoten durchs Wasser zu ziehen?
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#5
Nun, 200 Wattstunden Energiebedarf für die Herstellung eines
Kg Flüssigstickstoff dürften wohl die Linde- und Air
Liquide-Konzerne in der Versenkung verschwinden lassen. Die
benötigen immer noch 1 KWh bzw. 0,8 KWh für die Herstellung
von einem kg.
Wenn also nur 15 Cent Produktionskosten für 5 Kg
Lies mal den Artikel nochmals genau durch. Es wird dort von 200 Wh pro Liter gesprochen und nicht pro kg.

Gruß,
Emil
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#6
Also. so genau wollte iches eigentlich nicht nehmen. Flüssiger Stickstoff hat eine Dichte von 970 kg/m³. Einverstanden: es gibt Rabatt:
1 Liter Flüssigstickstoff kosten statt 15 Cent pro kg für Emil nur 14, 55 Cent.
Alternativ eine Kugel Eis für Dich bei einem Einkauf von 100 Litern gratis. Ich werde einmal mit Herrn Marschner von N-gine Deggendorf reden.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#7
Hallo Bernd,

Du hast natürlich recht. Mir war nur das falsche Zitat aufgefallen, konnte aber auf die Schnelle keine Daten bezüglich der Dichte von Flüssigstickstoff auftreiben.

Hier http://science.howstuffworks.com/framed.htm?parent=question247.htm&url=http://www.aa.washington.edu/aerp/CRYOCAR/CryoCar.htm
ist noch ein link der sich auch mit dem Thema beschäftigt und die Treibstoffkosten als vergleichbar mit den von heutigen Autos angibt.

Gruß,
Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#8
Hallo,

hier sind Kleinanlagen zur Produktion von LN zu finden:
http://www.stirling.nl/sp/sp3.html

Gruß,
Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#9
Hallo,

hier ist ist noch ein weiterer Link zu diesem Thema:
http://www.aa.washington.edu/AERP/CRYOCAR/Papers/sae98.pdf

Gruß,
Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#10
http://www.phys.unt.edu/~cordonez/IECEC99.pdf

Liquid Nitrogen as a Non-Polluting Vehicle Fuel

This work examines the capability of several energy
conversion processes to provide sufficient energy to
develop viable liquid nitrogen-powered vehicles. To use
liquid nitrogen as a non-polluting fuel, a multiple-reheat
open Rankine cycle and a closed Brayton cycle are
studied for use in cryogenic heat engines. As a proof of
the principle of using liquid nitrogen as a fuel, an
automobile was converted to run on liquid nitrogen in
1997. Earlier work has shown that the energy available
by operating various thermodynamic cycles between
atmospheric temperature and liquid nitrogen
temperatures (77 K) can provide more energy per unit
mass than is available from current lead acid batteries
and some projected battery technologies.
 
19.01.2004
145
6
Krefeld
#11
Brayton, das heißt, ein Claudeprozess, das Verfahren der Air Liquide, möglichst mit vielstufiger Entspannung bzw. Verdichtung bei zwei möglichst konstanten Temperaturniveaus. Bei Amerikanern hat immer ein Amerikaner das Pulver erfunden. Das Herzstück des Gerätes ist die Tieftemperaturentspannungsturbine bzw. der Verdichter Claudes. Der zweite Dampfmaschinenprozess dient dazu, die Größe der Wärmetauscher nicht allzugroß werden zu lassen (mehrstufige Vorkühlung bzw. Heizung). Ein immenser Aufwand. Vielleicht aber doch auf der Verflüssigungsseite bald gratis mit gutem Wirkungsgrad verwirklicht, weil die Weltraumtechnik große Flüssiggasmengen erfordert. Theoretisch wäre sogar an 30% mal 30% Gesamtwirkungsgrad thermisch-mehanisch zu denken.
Guy Negre der Prophet, Godot der Erlöser?
Jules Vernes sagte schon vor 150 Jahren Großes voraus. Schließlich fällt sein Geburtstag genau mit dem Guy Negres zusammen.
Herr Marschner von N-gine ist jedenfalls Manager bei MDI.
Es darf gewartet werden.
Hoffentlich sind die Nanopartikelkondensatoren nicht auch Märchen aus den Esoteriklabors.