Selbstbau


H

Heiko

Guest
#1
Hallo!

Hat schon mal jemand ein Elektrofahrzeug selber gebaut?
Oder ein Fahrzeug zu einem Elektrofahrzeug um gebaut?
Ich würde mir gerne eins für meine Bedürfnisse selber zusammen basteln!

gruß
Heiko
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#2
Ich auch, klar, hast Du schon Ideen? Es gibt ja wohl schon viele Bastler und der Reinhold hat schon ein halbes Museum. Beim wotan passen demnächst auch wieder zwei hin? Habe mir heute sagen lassen, dass, wenn man jeden Tag nur wenige km fährt und jeden Abend wieder an der Steckdose ist, auch Bleibatterien fast ewig halten. Wenn man die Batterien voll ausfahren will, haben Bleiakkus aber kaum Sinn.
Beim Umbau eines Verbrenners ist unter anderem zu beachten, dass evtl. die Servobremse und die Servolenkung versorgt sein wollen, die vorhandene 12 Voltanlage bleibt und wird von der Fahrbatterie über einen Wandler aufgeladen. Stimmts? Ich bin in Düsseldorf, noch.
 
W

wotan

Guest
#3
Bernd
Bei mir passt keiner hin. Es stehen aber 4St.herum. Mein Problem mit dem Vermieter.
wotan
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#4
Du könntest ja wenigstens mal aus dreien einen machen...Mancher hätte gerne solch eine Gartenlaube.

Also. ich halte ein Selbstbaugefährt für gar keine dumme Sache. Für innerstädtischen Verkehr reicht auch eine Rikscha mit Tempo 30. Das ist überhaupt die Idee, geht mir gerade auf. Weiß jemand, ob man eine Rikscha auf dem Fußweg parken darf, wenn sie dort nicht stört? In spätestens 10 Minuten bin ich in der Stadt, wo ich sonst noch eine halbe Stunde für die Parkplatzsuche benötige.
500 Watt müssten reichen . 20 km Reichweite genügen. Wozu ein Cityel?
 
J

J-O

Guest
#5
Hallo,

ich parke meinen City El auch immmer da, wo grad Platz ist. Ist bisher immer gutgegangen. Mofas bekommen ja auch keine Knöllchen, wenn sie auf dem Gehweg stehen...
Zum Thema Selbstbau:
Hab schon so einiges gebaut, zuerst immer irgendwelche Fungeschichten ohne Zulassung. Ich schätze, wenn man etwas wie einen City El bauen wollte, würde man allein für die Papiere soviel bezahlen, wie für einen guten gebrauchten.
Daher hab ich mir ein Liegerad geschweißt (Einfälle statt Abfälle) und mit Radnarbenmotor ausgestattet. Da gab´s keine Probleme. Und ich kann auf dem Radweg fahren, was ich als sehr angenehm empfinde. Ein Projekt wäre sowas als Liegedreirad.
Wenn man wirklich auf die Straße will, bleibt meiner Meinung nach nur die Schwergewichtsklasse, sprich normalen Verbrenner auf Elektro umzurüsten. Das ist nicht so übermäßig sinnvoll, weil man dann auch nicht weniger Energie verbraucht und zusätzlich noch jede Menge Bleischrott produziert.
Ein Projekt für mich wäre nochmal der Hybridkäfer. VW-Käfer mit E-Motor, kleinen leichten Akkus (die hffentlich irgendwann erschwinglich werden) und ein kleiner Stromerzeuger. Dazu dann ne leichte Alu oder Kuststoffkarisserie... träum :)
 
M

Mario Volkmann

Guest
#6
Hallo zusammen,

Wie ich schon vor mehreren Wochen geschrieben habe, trage ich mich auch mit dem Gedanken, einen Benziner zu elektrifizieren. Das Gewicht spielt dabei allerdings keine sooo große Rolle, da in einer entsprechend monströsen Steuerung immer eine Reku vorhanden ist. Außerdem, lädt man z.B. mit eigenen Solarzellen, ist der Verbrauch doch wurscht. ;-)
Habe am Sonntag übrigens den Motor gekauft, jetzt gibts kein Zurück mehr...

Gruß,
Mario
 
T

Thomas

Guest
#7
Hallo Mario
An welches Grundfahrzeug hast du denn gedacht?
Klein, Gross, einfach, edel (wie Audi A2 oder A-Klasse)?
Welche Geschwindigkeit soll er erreichen?
Spiele auch schon lange mit dem Gedanken.

Gruss
Thomas
 
M

Mario Volkmann

Guest
#8
Hallo Thomas,

Auch wenn mich manche für verrückt halten:

Ich dachte daran, einen Pontiac Firebird ("KITT" ;-) ) umzubauen.
1. will ich ein Spaßauto,
2. kaufe ich einen mit dem "small block" (5,7l), habe ich allein dur den Rausschmiß der Verbrennerklamotten einen Spielraum von 500- 600kg zum Leergewicht (weniger Probleme beim TÜV),
3. habe ich schon einmal einen besessen und kenne daher dessen Qualitäten (verzinkt, viiieel Platz im Motorraum...).

Als Antrieb habe ich mich für Siemens asynchron entschieden, der Motor hat 30kw Dauer/ ca. 80kw Kurzzeit (Abgabe), das Ganze an einer festen Übersetzung bis max. 140kmh, damit ich am Berg auf der Autobahn vor LKWs fliehen kann.


Gruß,
Mario
 
R

reinhold

Guest
#9
Hallo Mario!
Dann brauchst Du nur noch ein paar Akkus und den Lader.
In einem ähnlichem Konzept (Lamborgini Kitcar)
hat jemand NC Akkus verbaut.
Ausgehend von einer vollspannung von 350V würden 100Ah etwa 35Kw ergeben.
Das müsste reichen für 100Km vollgas oder 250Km mit 80km/h
Bezugsquelle dürfte bekannt sein...
Abmasse 12cm breit; x 250mmT X250mmH ~ 720Kg
aber die 60 Blöcke musst Du verstauen; 1,8Qm
Preis; wie ein neuer Stinker-Golf...
Aber trotzdem sein Geld wert.
Sagst mir wenn er fertig ist; ich komm zur Probefahrt!
für die Funkprüfung habe ich auch eine Adresse.
Mein Tüvprüfer ist leidgeprüft....durch meine ständigen Einzelabnahmen;-)
Tschau
Reinhold
 
M

Mario Volkmann

Guest
#10
Hallo Reinhold,

Die Funkprüfung ist ein weiterer Teil in einer langen Reihe...
Du hast allerdings vergessen: die Motorsteuerung habe ich auch noch nicht- 2000€.
Zu Akkus und Ladern hatte ich gedacht, anfangs Blei, wegen der Kosten, außerdem wird natürlich nicht alles sofort klappen- Feineinstellung, unvorhergesehene "Kleinigkeiten"...
Dazu IVTs in Massen, dann kann ich auch über Nacht an der einfachen Steckdose laden.
Später wohl noch zwei Hochspannungsladegeräte zusätzlich in Reihe, dann gehts auch wahlweise mit drei Phasen!
Aber bis dahin wirds wohl noch eine Weile dauern, den Motor hat mir meine Regierung (Frau) jetzt erlaubt, weil es der letzte des Herrn Gaber war.

Gruß,
Mario
 
M

Mario Volkmann

Guest
#11
Danke auch noch mal für das Angebot wg. Funkprüfung u. TÜV, Reinhold!
Ich werde darauf zurückkommen. Deine PLZ?

Gruß,
Mario
 

Christian Swemers

Neues Mitglied
11.04.2006
28
0
#12
Hi, sorry wenn ich mich hier so einmische, im Netz und in der Forensuche habe ich aber keine aktuellen und umfassenden Informationen gefunden, und da hier so beiläufig von einer Funkprüfung gesprochen wird dachte ich mir, dass Ihr Euch schon in dieser Richtung schlau gemacht habt.

Ich habe evtl. vor, (aus Sicherheitsgründen) die komplette Technik meines Ligier Optima E in einen "normalen" älteren Kleinwagen umzubauen. Von der technischen Seite werde ich die Probleme gelöst kriegen, auch ohne allzuviel investieren zu müssen.

Wie sieht es allerdings mit der Zulassung heraus? Brauche ich besondere Gutachten und so? Welche Kosten kommen dort ungefähr auf mich zu?

danke
Christian Swemers
 
11.12.2004
120
0
#13
Hallo Christian

spontan würde ich dir empfehlen, da mal zu einer TÜV-Stelle zu gehen, und das mit einem Ingenieur zu besprechen, was du da vor hast. Dann kannst du das auch von dem abnehmen lassen. So ist das sicher das kleinste Problem.
Wenn du einfach mal drauf los baust, und dann die TÜVer vor vollendete Tatsachen stellst, wirst du dir deutlich schwerer tun...

viele Grüße

Gunther
 

Christian Swemers

Neues Mitglied
11.04.2006
28
0
#14
Soviel habe ich hier auch schon immer gelesen :)
Aber da ich noch nichtmal weiß, in welches Auto ich die Sachen einbauen muss, bin ich denke ich noch nicht so weit, zu einem TÜV Prüfer zu gehen.

Ich dachte, hier hätte vielleicht der Ein oder Andere schon ein Gespräch mit einem Ingenieur hinter sich und kann mir nur mal grob sagen, welche Gutachten/Bescheinigungen man braucht, sprich was ich nicht selbst machen darf.

Dass ich nicht mit "vollendeten Tatsachen" beim TÜV auf den Hof fahre ist mir klar :)
Was mir nicht klar ist, ist die Größenordnung der Summe, die ich zwangsweise für Gutachten und solchen Kram ausgeben muss.

bis dann
Christian
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#15
Es gibt immer die Möglichkeit zur Sonderzulassung. Eine Musterzulassung für ein Einzelstück mit Gutachten der verschiedenen Abkassieranstalten ist Unsinn. Das Problem ist, der Prüfer übernimmt die Verantwortung für die Betriebssicherheit des Fahrzeuges mit seiner Unterschrift. Bei Unfällen wird dann auch überprüft, ob die Zulassung zu Recht erfolgte.
Die meisten Prüfer lehnen rundweg ab, vor allem, wenn das Betriebsklima beim jeweiligen Tüv schlecht ist.
Andererseits gibt es immer Tüvleute, die an technischer Entwicklung interessiert sind und auch mal gerne zwei Stunden für eine Einzelprüfung freiwillig investieren. Die schauen sich dann wirklich alles an und machen evtl. auch Fotos, um den ordnungsgemäßen Umbau zu dokumentieren. Ich spreche von wirklichen Neukonstruktionen, nicht nur das Anflanschen eines Elektromotors und den relativ wenigen dann erforderlichen Maßnahmen. Einen Prüfer, der ein Gutachten verlangt, den kann man vergessen. Wir sind ja selbst daran interessiert, dass unsere Konstruktion hält und dass der Prüfer sein Bestes gibt. Das geht nur, wenn ein Vertrauensverhältnis besteht, auch zu den Kollegen des Prüfers.
Fährt man ohne Rücksprache und genauer Unterrichtung des Prüfers vor, muss dieser befürchten, dass eine andere Stelle das Fahrzeug schon abgelehnt hat und dass nach seiner Unterschrift größter Ärger ins Haus steht. Es gibt eine ganze Reihe Gangster in der Branche, von denen man jedes Gutachten gegen Bares erhält. Auf die würde ich pfeifen. Nur der Prüfer ist zuständig und die Versicherung, die die Sonderkonstruktion akzeptiert und erst mal einstufen muss.
Klar, versuchen einige Tüvleute, einen über den Tisch zu ziehen, das ist in der Branche so üblich. Aber bei weitem nicht alle sind so. Es gibt keine einheitlichen Gebührensätze für Sonderzulassungen. Bei Standardteilen, wie Lampen und Schrauben, müssen natürlich die Prüfzeichen vorhanden sein. Schweißnähte sind natürlich schwierig zu beurteilen. Die Batteriebefestigung wird nach Augenmaß beurteilt. Im Prinzip reicht die Vollabnahme und der zusätzliche Aufwand des Prüfers. Eintragungen werden noch extra berechnet, es gibt aber auch die Möglichkeit des Gesamtpreises. Also, genau vorher absprechen...
Der Tüv soll der Sicherheit dienen und nicht die gesamte Entwicklung außerhalb der Automobilfirmen blockieren.
 

Christian Swemers

Neues Mitglied
11.04.2006
28
0
#16
Danke, also liegt immer noch alles im Ermessen des Prüfers :)
Ich hatte Angst, dass ähnlich wie beim Wohnmobilausbau es neue Regeln gäbe, die es mittlerweile fast unmöglich machen selbst noch was zu bauen.
Na ja, Oktober kommt der nächste reguläre TÜV, dann werd ich den Prüfer mal löchern :)
 

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