Scooter-Antrieb (SMFC) 50 bis 90 AH anstelle mit 12?

Thom168

Neues Mitglied
16.03.2008
5
Liebe Forum Gemeinde,

ich liebäugle ein Fahrrad mit EL-Unterstützung aufzubauen.

Herr Dieter Werner aus Hörstel hat seine Gartenbahn mit dem SMFC Antrieb elektrifiziert. Die 12 AH sind eindeutig zu wenig. Deshalb schwebt mir vor, zwei 12 Volt Batterien mit 50 oder vielleicht 90 AH (Blei-Gel oder Blei-Vlies) mit dem Antrieb zu betreiben. Wichtigste Frage für mich ist, kann der komplette Antrieb mit Elektronik hier zum Einsatz gebracht werden?

Wie groß muss der Querschnitt der Elektrokabel sein? Müssen alle Kabel ausgetauscht werden oder nur ganz bestimmte?

Ich freue mich auf eure Kommentare.


Gruß
Thomas
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Hallo Thomas,

wenn die Spannung bei 24Volt bleiben soll, ist keine Änderung des Querschnitts nötig. Den Motor mit höherer Spannung zu quälen ist etwas riskant, es sei denn, die Übersetzung kann geändert werden.

Ich habe kürzlich ein 28" Damenrad auf Elektroantrieb umgerüstet. 36V/10Ah Lithiumakku und 250W Vorderrad mit Steuerung bei ebay ersteigert. Beides hat je ~180EUR gekostet und hat jetzt eine Reichweite im Turbomodus ( bis 24km/h ) von > 60km.

Macht mehr Spass als Elektroroller fahren, weil man keinen Helm braucht und evtl. auch mal ein bisschen Sonne abkriegt :D

Gruß
Olaf
 

Thom168

Neues Mitglied
16.03.2008
5
Hallo Olaf,

danke für die prompte Antwort.

Den Elektroroller wollte ich günstig erwerben und mir die benötigten Teile ins Fahrrad einbauen.

Ein eingespeichtes Vorderrad zwischen 20 und 28 Zoll habe ich bei ebay Deutschland zum angegebenen Preis auch entdeckt. Da ich viel Berge fahren will, darf der Motor nicht durch Überhitzung abschalten. Sind schon irgendwelche längere Bergfahrten mit dem ersteigerten Antrieb gemacht worden?

Die Batterie ist ja sehr günstig - diese konnte ich nicht ausfindig machen. Über einen Tipp würde ich mich riesig freuen.

Hier mein Vorhaben: Aufbau eines Dreirades mit El-Unterstützung, kleinem Wetterschutz für lange Strecken (mind. 100 km). Ein Cityel mit Tretkubelantrieb, einfacher Technik, 120 km Reichweite, max. 60 bis 70 kg und max. Euro 3.300 ist genau was mir vorschwebt. Aber völlig unrealisierbar. Aber träumen darf man - auch als großer Junge.

Ich freue mich auf eure Kommentare.

Viele Grüße
Thomas
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Teuer wirds nur, wenn die Geschwindigkeit steigt. Einen Fahrradantrieb bis 24km/h und 160km Reichweite ist für das Geld locker machbar. Den Roller auszuschlachten, halte ich nicht für sinnvoll. Die Motoren sind China Massenware ohne guten Wirkungsgrad.
Ich habe den Motor an einer 1,5km langen Steigung mit max. 15° Steigung getestet. Der Motor und der Akku wurden dabei kaum warm. Ich allerdings schon ;-)
Für mehr Kraft am Berg wären 2 Radmotoren am Besten, sofern der Akku das veträgt. In der Ebene ist der Energieverbrauch nur unwesentlich höher.

Der Akku ist am besten zu finden, wenn du nach "LiFePO4" bei ebay weltweit suchst. Die Angebote kommen derzeit nur aus China und Australien.

Viel Erfolg
Olaf
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Hallo Thomas,

das mit den Bleiakkus würde ich mir nochmal gut überlegen: 2x 50Ah bzw. 90Ah wären 40kg bzw. 60kg Akkugewicht :eek:, selbst für ein Dreirad eine ganze Menge zu schleppen.

Falls du ausschließlich in der norddeutschen Tiefebene unterwegs bist könnte das gerade noch klappen. An einer Steigung wäre mit soviel Gewicht aber vermutlich sowohl das SMFC-Motörchen (250W?) als auch der Mittreter überfordert.
Dann ist nur noch die Frage wer als erstes überhitzt :hot: !

Dreirad mit El-Antrieb und Wetterschutz?
Da fällt mir spontan http://www.bugev.net ein - ist allerdings ohne Tretmöglichkeit.

Gruß Jens
 

Horst Gutmann

Mitglied
19.03.2008
51
Ein Liegedreirad auf E-Unterstützung umzubauen ist kein Problem. ich habe z.B. ein Sinner Comfort (heute würde ich ein Hase Kettwiesel vorziehen, abe das hatte damals noch kein Differenzial) mit einem ZAP Rebrollen-Zusatzantrieb und der ist unabhängig vom Raddurchmesser. Der alte Akkubike Antrieb konnte auch auf jeden gängigen Raddurchmesser angepasst werden, beim neuen finde ich diese Option nicht mehr. Im übrigen gibt es neuerdings auch einen Radnabenmotor für 16" zoll und 25 km/h, allerdings nur mit 180 Watt, also nur im Flachland praktikabel. (Hamburger Klappradimporteur bei Ebay) Und auch die Heinzmann Renn-Radnabenmotore (allerdings mit Bürsten und Getriebe) kommen mit einer Kleinen Felge auf 25 km/h.
Warte derzeit auf meinen LiFePo4 Akku, den ich in China bestellt habe und wenn das derzeitige Sauwetter mal ein Ende hat, werde ich damit die ersten Versuche machen.

Horst Gutmann
 

Torsten Pohl

Mitglied
06.10.2007
101
Tolle Idee, ein Fahrad nachträglich umbauen würde mich auch reizen wie siehts mit legaler nutzung auf der Straße aus??
Ich hab die Seite von Heinze durchgelesen schlauer bin ich deshalb nicht, hat schon mal jemand das Tüv/Dekra Prozedere durchgeführt und konkrete Zahlen/Fakten??

Tschau Torsten
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Ein Fahrrad umbauen auf Pedelec ist ohne TÜV-Abnahme möglich.
Der 36V-250W Vorderradmotor den ich über ebay ersteigert habe, enthält alle notwendigen Teile für einen StVZO-fähigen Umbau. Aber welcher Cop merkt denn den Unterschied, ob du mit Pedelec oder mit der (ebenfalls enthaltenen) Gasgriffvariante unterwegs bist?

Gruß
Olaf
 

Torsten Pohl

Mitglied
06.10.2007
101
Naja mich würden die schon anhalten weil dann auch das Fahrrad sicher anders wie Stangenware aussehen würde:rolleyes:, bin da immer etwas extrem wenn es um Umbauten geht:cool:.
Langt so ein 500Watt Motor/kit um halbwegs befriedigend ne Steigung zu überwinden??
Mitstrampeln ist klar, sollte halt entspannter gehen?
Was mir vorschwebt ist praktisch eher ein Liegedreirad mit Pedalen falls ich sie mal benutzen will!!:rolleyes:, wenn dann zufälligerweise auf wegen abseits etwas schneler ist nicht so schlimm;)!
Hab jetzt übrigends mal 60 LiFePo4 bestellt mal sehn wann die kommen, werde dafür ein Gehäuse mit Carbonummantelung basteln und testen.
Wenns klappt kommen drei dieser Packs ans bike mal sehn, alles im Moment einfach nur ne Idee was ich damit machen könnte um sie zu testen.
So wie ich das sehe dürfte die mangelnde Reichweite, oder das Batteriegewicht dann ja kein Thema sein.
Ist für mich auch ne Bau herrausforderung was mir fast mehr Spaß macht als das anschließende nutzen.

Tschau Torsten
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Hallo Torsten,
ich war überrascht, wie schnell der 250W Motor beschleunigt. Klar wirds irgendwann mal langweilig nur auf dem Sattel zu sitzen. Da fängt man ganz automatisch an zu strampeln. Ich habe es bisher noch nicht geschafft den Motor abzuwürgen, selbst eine 15% Steigung hat er bewältigt. Natürlich im Schneckentempo und mit viiiiel Muskelschmalz. Seit letzter Woche habe ich das "Watts-Up" Messgerät am Akku, die max. Leistung beim Anfahren beträgt ~800-900 Watt.

Welche Kapazität und Bauform haben denn deine 60 Lifepos?
Gruß
Olaf
 

Torsten Pohl

Mitglied
06.10.2007
101
Moin Olaf

es sind die von dir empfohlenen, als ich nachfragte wieviele davon nötig sind um 12V/50AH zu ersetzen.
Ich will die ohnehin als Kofferbatterie für mein Womo ausprobieren somit also kein Fehler denke ich:

http://store.peakbattery.com/lfp26.html

Tschau Torsten
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Ich hoffe, du hast einen guten Preis dafür bekommen. Der Listenpreis im onlineshop ist jedenfalls nicht mehr akzeptabel. Auf jeden Fall solltest du auch über Lötfahnen nachdenken. Ich habe meine Zellen mit einer Fahne am +pol geordert. Damit kann man die Zellen schön in Reihe löten. Für die Parallelschaltung sollte dann schon etwas besseres genommen werden. Oder lässt du dir den Klotz komplett konfektioniert liefern?

Viel Erfolg damit im WoMo
Olaf
 

Torsten Pohl

Mitglied
06.10.2007
101
Nein ich hab sie so bestellt wie sie sind allerdings nicht da, (Preis hab ich natürlich gefeilscht ist klar)..
Ich werde ein Gehäuse dafür herstellen, ich löte nicht gerne rum.
Schrumpfschlauchgeschichten etc. finde ich auch nicht so toll
Auch soll die Brückung offen bleiben um die V Seite variieren zu können.12V,24V,36V,48V,....
mal sehn welche Brückungen sich sinvoll herstellen lassen.
Mal sehn wo es zuerst reinkommt (vermutlich Womo), obwohl drei dieser Packs auch nem Bike gut stehen würden bei dem 500W Radnabenmotor von Heinze sollten die ja dann nicht so schnell in die Knie gehen.

Da dies ohnehin mein erster Kontakt mit dieser Batterietechnik ist bin ich sehr gespannt was damit geht

Tschau Torsten
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Mein Vater fährt die Dinger in seinem Fahrrad spazieren. Obwohl die Bleiakkus vorher 7Ah hatten und der Li-Akku nur 6,6Ah kommt er damit doppelt so weit UND er hebt sich keinen Bruch, wenn er den Akku zum laden in die erste Etage schleppen muss.
Er fährt jetzt seit Januar ohne Balancer damit rum und lädt mit seinem Bleilader. Mal sehen, wie lange die das mitmachen :D

Mach mal Fotos von deiner Akkukiste, bin gespannt auf die mechanische Lösung :)
Gruß
Olaf
 

Thom168

Neues Mitglied
16.03.2008
5
Hallo,

vielen Dank für eure Kommentare.

Das mit dem Blei Akku werde ich mir wohl abschminken - da das Geschoss zu schwer wird und hauptsächlich Berg rauf und runter bewegt werden soll. Eigentlich Schade, da hätte ich die Akkus auch für den E-Stapler verwenden können.

Vielleicht fällt mir noch was anderes dazu ein. Käuflich erwerben kann man auch eine Plane fürs Dreirad, aber die sagt mir nicht zu. Die Kombination Fahrrad mit EL-Unterstützung finde ich ganz toll, da ich ein Elektrofahrrad mein Eigen nennen darf. Was noch fehlt ist ein Wind- und Wetterschutz und das alles in einer gemütlichen Sitzposition.

Auf jeden Fall werde ich keinen Scooter auszuschlachten.

Dank eurer Beiträge wurde mir dann doch so einiges klar.


Viele Grüße
Thomas
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Im Baumarkt gibt es 1.5mm dicke transparente PVC-"Folie". Die lässt sich mit einem Heissluftfön über eine Styroporform tiefziehen um daraus eine Wetterhaube zu machen.

Selbst ist der Mann!
Olaf
 

Thom168

Neues Mitglied
16.03.2008
5
@ Olaf,

ja super Tipp. Vielen Dank.

Selber schon ausprobiert?

Wenn ja, war diese größer als der von HP käufliche Streamer?

Viele basteln sich Ihre Verkleidung aus Isomatten, das mir aber persönlich nicht sehr zusagt.


Viele Grüße
Thomas
 

Max E.

Aktives Mitglied
06.04.2007
636
Im Modellbau ist das Tiefziehen über eine Positivform eine gängige Praxis. Die Temperatur ist dabei kritisch, weil das Zeug schnell blasen wirft. So ein grosses Teil, wie eine Sturmhaube, habe ich noch nicht gezogen.
Ich hab ja auch kein Liegerad *seufz* :(
Olaf
 

Bernhard Leopold

Mitglied
23.04.2006
167
Wenn du wirklich Steigungen fahren willst, solltest du den Antrieb mit einem kleinen Freilauf-Ritzel (wie beim Panasonic-Antrieb der Flyer und der neuen Kalkhoff E-Bikes) auf die Kette bringen. Dann kannst du die Schaltung des Fahrrads auch für den Motor nutzen.
Radnabenmotoren sind nur bis etwa 10% brauchbar, darüber vibrieren sie, haben schlechten Wirkungsgrad etc.

250 W (Dauerleistung ;-) ist die legale Grenze für ein Pedelec, das ist sehr deutlich spürbar, aber sicher nicht für ein 200 kg Gefährt (mit Fahrer und Gepäck) ausgelegt.

Deshalb: Vergiss die Bleiakkus am Fahrrad! Es gibt bereits ab Werk (www.giant.com) Pedelces mit 130 km Reichweite deutlich unter 30 kg.
 

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