Die Verhältnisse sind ganz anders. Im Spielzeugauto: Schwungrad hat sehr hohe gespeicherte Energie im Gegensatz zu relativ geringer kinetischer Energie (geringe Geschwindigkeit und geringe Fahrzeugmasse; Geschwindigkeit geht quadratisch ein!). Im City-El (mit Thrige oder Perm oder sonstigem Motor oder Schwungrad mit ähnlichen Rotorabmessungen und ähnlicher Drehzahl): niedrige im Rotor gespeicherte Energie im Verhältnis zu relativ hoher kinetischer Energie bei z.B. 45km/h und z.B. 300kg Gesamtgewicht.
Ich habe vor Jaahren mal ein Dieselmotorrad gebaut, das hat eine riesige Schwungmasse, größerer Durchmesser als "normale" und auch mehr Gewicht als "normale" Schwungmasse in einem Motorradmotor. Im Ergebnis gibt es beim Beschleunigen/Hochschalten immer einen großen Schub nach dem Gangwechsel und Einkuppeln, weil die Kurbelwellendrehzahl "noch lange nicht unten ist" und da noch ordentlich Energie drin steckt. Es ist wirklich so, als schiebt beim EInkuppeln jemand von hinten an; der Oberkörper geht dann ordentlich nach hinten ;-) Aber danach ist's eher ein Jammer, wie schlecht das Ding dann beschleunigt (denn Schwungmasse muss ja noch ZUSÄTZLICH mitbeschleunigt werden ...
Ich denke, für's El wäre ein Rotor mit möglichst WENIG Masse und Drehzahl bzw wenig Rotationsenergie von Vorteil! Je mehr der Rotor speichern kann, desto stärker werden Riemen, Kette, Welle-Nabe-Verbindungen usw belastet, wenn man plötzlich bremsen muss oder durch ein Schlagloch rasselt. Mit der Schwungmasse von meinem Dieselmotorrad würde der Riemen im El wahrscheinlich nur 1000km halten und oft erbärmlich quietschen.