Schwungrad-Batterie


Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#1
Hallo,

ob das hier wohl funktioniert?

http://www.evworld.com/archives/reports/mexflywheel.html :confused:

Irgendwas scheint jedenfalls schon dran zu sein an dieser Erfindung, denn eine amerikanische EMobil-Firma will sich die weltweiten Exklusiv-Rechte sichern:

http://www.itiselectric.com/NewsItem.phtml?art=76&c=0

Die CEMB-"Batterie" besteht aus 6 Schwungrädern mit eigenem Motor und zusätzlichen (Super-?)Kondensatoren in einem Würfel mit 45 cm Kantenlänge. Gespeicherte Energie soll 25 kWh sein, über das Gewicht ist leider nichts angegeben.
Der Preis soll 60% unter dem vergleichbarer NiCd-Batterien liegen.

Gruß Jens
 
B

bernd

Guest
#2
Hallo Jens,

.... die in den Seiten beschriebenen kurze Entwicklungszeit von 2 Jahren gibt mir schon zu denken. Ich glaube so etwas erst wenn es wirklich probegefahren werden kann oder in Serie gehrt!
Gerade gestern habe ich eine bei ebay ersteigerte Zeitschrift aus dem Jahre 1968 gelesen! Da ist ein Artikel über E-Mobile drin, unter anderem der Komuta, und als Schlußsatz steht das das mit Hochdruck an der Entwicklung von Zink-Luft Batterien und der Brennstoffzelle als Energiespeicher gearbeitet wird. Hört sich da auch so an als wenn in 5 Jahren die Kuh vom Eis wäre! Und das war 1968!!!

Gruß
Bernd Degwer
www.degwer.de
 

Stephan Hloucal

Neues Mitglied
01.05.2007
14
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#3
Hallo Jens,
der Gyroantrieb ist eigentlich bereits ein alter Hut. Die Russen haben vor einigen Jahrzehnten damit experimentiert und in der Schweiz sind sogar Busse damit schon gefahren. Es lassen sich in einem solchen Kreisen tatsächlich enorme Energiemengen speichern. Das ist allerdings wegen der großen Fliehkräfte nicht ganz ungefährlich. Seit es aber moderne Kohlefasern gibt, ist das auch kein Problem mehr. Da stecken sicher noch große Entwicklungspotentiale drin. Allerdings werden jetzt erst mal alle Mittel in die Brennstoffzelle verpulvert :_((
Mit sonnenelektrischen Grüßen
Stephan
 
R

Ralf Graupner

Guest
#4
Hallo,

soweit ich weiss, macht der 3l Lupo so was ähnliches. An der Ampel geht der Motor aus, und beim anfahren wirft die Energie aus einem Schwungrad den Motor wieder an. Also im Prinzip ein alter Hut. Das Problem bei einem leichten Mobil wie beim City-El werden die Kreiselkräfte sein. D.h. die Kräfte, die uns ermöglichen ein Fahrrad zu fahren könnten ein leichtes Mobil (je nach Aufhängung der Schwungräder) einfach umwerfen....

Ralf Graupner
 
M

Michael Rieken

Guest
#5
Magnetdynamische Schwungradspeicher werden auch bei http://magnet-motor.de/ gezeigt.

MfG M"R"R
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#6
Hallo Stephan,

Du hast Recht, experimentiert wird schon lange. Hier scheint jemand endlich ein praktisch verwendbares Produkt entwickelt zu haben, das laut Artikel ja sogar als einzige Energiequelle für den IT verwendet werden soll.
Bis es soweit es bleibt den EMobilisten aber nur wieder
"Abwarten und Blei fahren!" :rolleyes:

Mehr Interessantes zum Thema "Schwungrad" habe ich noch hier gefunden:http://www.awesomelibrary.org/Classroom/Technology/Machines/Flywheels.html

Gruß Jens
 

Markus Borck

Neues Mitglied
07.04.2006
4
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#7
Ich bin sehr skeptisch was die speicherbare Energie angeht. Nach allem was ich in Erfahrung gebracht habe liegt die Energiedichte bei ca. 10 Wh/kg also sehr gering. Es ist auch nicht die gespeicherte Energie, die das Schwungrad interessant gemacht hat, sondern die Möglichkeit schnell große Leistungen zu entnehmen bzw. mit einer großen Leistung zu speichern ohne hohe Verluste. Deshalb auch der Einsatz in Bussen mit hohem Stop and Go Anteil. Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Bericht also um einen Bezeichnungsfehler, ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

Gruß,
Markus
 

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