Schaltplan Curtis 1221-B

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Der arme John, 35 Viecher muss der jedesmal austauschen. anders kann man jedenfalls 35 Stück IRF640 nicht bezeichnen. Da kann man ja mit dem Gehäuse löten ehe die 4300 Watt Verlustleistung bei 25 Grad etwas Böses anrichten.
John, Dir gebührt der große Curtis-Verdienstorden. Wieviele Transistoren schaffst Du denn in einer Stunde zu tauschen? Also, mir ist schleierhaft, wie man so etwas schlachten kann, obwohl, ich kann so etwas, wie vorgestern, als ich einen dickeren Ladeelko lautstark falsch herum eingelötet habe. Hier stecken 35 davon drin.
IRF 640 oder BUZ30A, 200 Volt, 18 Ampere, 125 Watt. Der Curtis hat mächtige Reserven.
Fidi, ich sehe da noch eine Möglichkeit: Wie Weiss Dornbirne vom Bodensee sagt, eine Sicherheitsverriegelung: wenn das Trottel, das Gaspedal nicht ganz zurückgekommen (oder defekt) ist, kannst Du den Schlüssel herumdrehen, wie Du willst, das Ding springt nicht an. Test: Trottel abziehen am Curtis, dann Zündschlüssel herumdrehen, Trottel wieder aufstecken. Wenns dann läuft, dann wars das. Evtl. Trottel reparieren. bernd, oh, Zeit das Fenster zu öffnen und zu schlafen.
 
D

Dieter Seeliger

Guest
Hallo Jens,
pass mit dem Schaltbild auf,
Ottmar sagt eindeutig, dass das Ding Fehler hat !!!!

Ansonsten viel Spass beim "verschleißen" von MOSFET`s

Gruss Dieter
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Mit einem vernünftigen Schaltplan sieht die Welt viel besser aus.
Das ist unglaublich mühsam, den Plan aus der Platine herauszuzeichnen. Otmar muss da lange drangesessen haben, bis der stand.

Vor wenigen Jahren, als der Curtis-Regler entwickelt wurde, gab es nur diese relativ hochohmigen Halbleiter, wie den IRF640. Dieser hier hat einen Innenwiderstand von 150bis 200 Milliohm. Bei den 18 Ampere Maximalstrom fallen also 2,7 Volt Spannungsverlust an.
Früher waren diese Hochvoltypen die leistungsstärksten und robustesten Transistoren überhaupt. Heute nimmt man für den Hochvoltbereich bevorzugt IGBTs, wegen ihrer eingebauten Sicherheiten, ähnlich denen von Thyristoren, bei den Mosfets sind die weniger spannungsfesten ganz erheblich leistungsfähiger geworden. Zum Beispiel hat ein gängiger 55-Volt-Typ wie der IRF3805 eine deutlich geringere Spannungsfestigkeit, ist allenfalls für 24 Volt Betriebsspannug gut, dafür hat er aber bei gleicher Bauform wie der IRF640 einen Innenwiderstand von nur 3,3 Milliohm, also rund ein fünfzigstel Verlust bei gleichem Srom.
Der Standard liegt aber heute schon bei 1,4 Milliohm und wird in der Automobilindustrie (Steuerung durch CAN.Bus) und bei der Versorgung der neuen(noch nicht verkauften) Laptop-Generation durch nur eine einzige Lithiumzelle von 3,6 Volt eingesetzt. Die Umstellung von PKWs auf ein 42-Voltnetz entfällt wahrscheinlich.

Zum Vergleich: Ein IRF640 kann bei 72 Volt Batteriespannung und 18 Ampere Belastbarkeit (kalt) 1300 Watt schalten. Der 3805 aber bei nur 24 Volt und 220 Ampere schon 5300 Watt. Dazu ist der Preis deutlich tiefer gefallen.
Wichtig wird dies vor allem, wenn wir Lithiumbatterien einsetzen wollen. Wenige Zellen lassen sich einfacher sicher überwachen. Der Preis ist so niedrig, das in absehbarer Zeit auch die verlustreichen Kommutatoren der Permanentmagnetmotoren durch Mosfets ersetzt werden. Die ersten normalen Haushaltskühlschränke mit Mosfetkommutierung und Drehzahlregelung sind schon auf dem Markt (ESD) - nochmals Halbierung des Energieverbrauchs..
Die Transistoren sind kompatibel, bis auf die interne Stromregelung des Curtis, die sich aber anpassen lässt. Insofern wäre zu überlegen, evtl. auf eine robustere Motorisierung zu warten, wenn man vom Titan aufrüsten will? Temperaturprobleme dürften dann der Vergangenheit angehören, die Verluste sinken gewaltig. Ob sich die 36 Volt-Elektronik in einfacher Weise auch an 24 oder 12 Volt anpassen lässt, ist fraglich, aber keinesfalls auszuschließen. Hohe Spannung ist nicht alles!
Wer Daten benötigt:
http://www.irf.com/product-info/hexfet/
55 Volt through hole
Wer den Regler in eine Streichholzschachtel, ohne Temperaturproblem, einbauen will: 55 und 30 Volt surface mount
bernd
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Benutze disen Plan schon seit geraumer Zeit. Im Vergleich zum 1204 sind nur absolut minimale Änderungen zu berücksichtigen, vorzugsweise natürlich Endstufe (Anzahl und Typen). Fehler halten sich trotz der Ankündigung sehr in Grenzen!
Die Pinbelegungen der meisten ICs stimmen exakt!
 

John

Neues Mitglied
14.04.2006
42
Hallo Bernd

Du hast recht wenn ich im Curtis die Mosfets tauschen muss die Kondensatoren
oder die Dioden ist das immer ein paar Stunden Arbeit.
Wenn die Mosfets durchgebrannt sind sind dann auch fast immer alle Gate
Widerstände kaputt.

Bei Mosfets darf man aber nicht nur auf den RDSon schauen. sehr wichtig sind
auch die Schaltzeiten und die Gatekappazität.
Nicht umsonst sind die Datenblätter von Mosfets mehrere Seiten lang.
Ein Mosfet ist weder ein einfacher Schalter noch gibt es "gute" und "schlechte"
Mosfets.

Der Schaltplan im Netz vom 1221 weicht doch stark von dem 1204 aus dem El ab.
Wer seinen Curtis trotzdem selber reparieren oder umbauen möchte kann das natürlich versuchen. Alle anderen können sich gerne bei mir melden.

MFG
 
A

andreas pingitzer

Guest
hallo john!!
ich bin einer der die sich ihr steuergerät nicht selber reparieren wollen und würde dich gerne um hilfe bitten.
mein el hat beim bergauf anfahren geruckt und dan war´s aus.jetzt höre ich nurmehr den schütz anziehen aber das el steht (motorsteuerung?)
bitte um hilfe

mfg andreas
 

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