Säure fehlt in Bleiakkus


Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Ich habe zum schrottpreis einen Blei 300 Ah Pack 24V Hubwagerlakku erstanden ( Zum Verstärken meines Solarpuffers ) derVerkäufer(Staplerfirma ) hat gesagt der Kunde habe bis zuletzt damit geabeitet , bei meinen Lade und Entladeversuchen ist keine Zelle gröber ausgerissen. Soweit so gut .

Nun beim entfernen aus der Wanne habe ich bemerkt daß neben den Akkus in der Wanne das vermeintliche Regenwasser doch recht nach Säure gerochen hat und bei allen Akkus Flüssigkeit feht vielleicht wurden sei doch beim Ausbauen aus dem Stapler umgeworfen u es fehlt Säure und nicht wasser..
In der Wanne 20x60 cm ist di e Flüsigkeit ca 10 cm hoch gestanden . Aber wieviel davon ist Regenwasser ?

Da muß ich wohl Säure nachfüllen .. ist nur die Frage wieviel und wie konzentriert
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.149
So wie mache ich es jetzt - schreibe ich Kurz mäckert man , schreibe ich lang auch....

Anmerkung : Batteriesäure habe ich in 1Literflschen noch hier - Dichtemesser Hm müßte ich schauen?
Howdomichauch:
Einfach grade soviel mit Destillat auffüllen das man nach ausgiebigen Gasungsladung und FolgeZyklen, das schön in der Zelle umgeschichtet wird, was von absaugen kann.
Dann mit einem Aräometer Dichte messen.
Pimaldaumen wenn schön überladen also alles an aktiver Masse ausgenutzt wird je nach Hersteller und Dotierungschemie es sich um 1,28 bewegen , aber besser nachlesen.
Beim Hersteller in die Daten schauen und entsprechend eine kleine Menge Wasser oder Säure zufügen nach der nächsten übervoll Ladung Entladung usw. zum Umschichten wieder mal nachschauen (das Wetter ist ja nun entsprechend ) Und je nach Bedarf zum Aufkonzentrieren Säure rein oder wenn angezeigt wird das über z.B. 1,28 ->Wasser.
Nochmal nachmessen......usw.

Irgend wann hat man nach einer Gasungsladung die Dichte (~1,2xx) die der Hersteller angibt - ferdisch.......ab da braucht man nur noch Wasser.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kai_aus_Krefeld

Mitglied
03.09.2018
132
Krefeld
Nabend Christian,

soweit ich weiß gibt es Messgeräte / Messspindeln um den Säuregehalt zu bestimmen. Dann weißt Du den IST Zustand.
Danach noch ein bisschen rechnen, und entsprechend Nachfüllen. Und fertig ist der SOLL Zustand.
Oder liege ich da falsch?
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Hallo Kai ! prinzipiell liegst Du richtig .. Aber !! Wie soll die Säurekonzentration sein ( die akkus sind elektrischvoll ) ..
Ich habe kein Säredichtemessgerät ..
Ich weiß nicht wieviel mengenmäßig fehllt ...
Die säure ist unter plattenniveau u ich kann keine raussaugen .

Ausleeren u auslitern ist glaub ich keine Option weil b Ausleeren sicher der leitende Bodensatz zwischen die Platten gerät u womöglich einien Kurzschluss macht ...
Abwägen geht nicht genau genug da eine 2 V Zelle ca 25 Kg hat


.. ich fürchte es wrd auf schätzen u probieren rauslaufen .. z B erstmal in jede Zelle wo man die Flüssigkeit nicht sieht ein viertel L dest Wasser hineinschütten und schauen obs über die Zellen steigt dort wos nicht soweit steigt Säure nachfüllen ??
 

Kai_aus_Krefeld

Mitglied
03.09.2018
132
Krefeld
Eine Messspindel für Batteriesäure kostet nur ein paar Euro.
Laut Google hat ein Bleiakku bei Vollladung 1,28g/cm³.

Wenn ich Dich richtig verstehe sind die Akkus voll geladen. Wenn die Konzentration jetzt also höher als 1,28g/cm³ liegt musst Du nur Wasser nachfüllen bis Du 1,28g/cm³ hast.
Wenn dann noch etwas fehlt mit Batteriesäure auffüllen, gibt es schon fertig gemischt bei Amazon.

Aber das geht nur wenn was raussaugen kannst. Keine Möglichkeit durch kippen, oder so da ran zu kommen?

Ansonsten mal auf die Bleiakku-Experten hoffen. Entleeren, spülen und neu befüllen?
 
Wertungen: Christian s

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.149
Mach dir nicht so einen Kopf -
a.Super zurückhaltende Methode :
wenn die elektrisch voll dann entlade sie und füll soviel Wasser rein das die Platten grade so bedenkt sind - dann füll die Messspindel mit Wasser und füll das noch oben auf -
Nebenfrage - kannst du die dann so Verschließen zum durchmischen kippen ? (300Ah werden ja locker bei 2Volt-Einzelzellen 10-20Kg haben)
Jetzt schön "fett" überladen damit das dann schön durchmischt ist und elektrisch voll -
Jetzt Dichte Messen und Rechnen ......entsprechend Säure/Wasser


Oder die etwas brutalere Methode - Laden bis zum Anschlag.
Da die ja nur ausgelaufen sein sollen - Sollte die Dichte in der Nähe der Hersteller Datenblatts liegen.
Batteriesäure drauf - das es zum nächsten Ausspindelen reicht -
Jetzt nutzten und alle paar Vollzyklen - dann vorher richtig im Sommer überladen - ausspindelen und gegebenfalls Säure oder Wasser drauf.
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Vielen Dank für Eure Tips !

die 2 V Zellen haben ungefähr 25 kg ich kann sie schon kippen weil ich sie ja aus dem trog rausnehmen musste. aber ich weiß halt nicht ob das kippen nicht massenhaft leitenden Dreck aus dem sumpf raufwirbelt.. ich hab jetzt nochmal mit dem verkäufer geredet der hat gesagt daß er sie selbst ausgebaut habe in aufrechtem zustand , der Stapler des Kunden nicht umgekippt sei und er vermutet daß die säure im trog über die Jahre entstanden sei und das meiste nur regenwasser ist beim Laden steige meist der Flüssigkeits Pegel in den Zellen an , ich solle Laden , dann nur dest wasser auffüllen bis man den Spiegel sieht. u dann ev messen.
also ähnlich wie eure tips ... muß das ganze im freien machen u warte auf besseres wetter
 

Th!nker

Neues Mitglied
13.08.2018
12
Die allseits bekannte 1,28er Säuredichte gilt für Kfz. und Traktionsbatterien.
Da dieser gebrauchte Traktionsakku als ortsfester Solarspeicher zweckentfremdet werden soll, würde ich keinesfalls Säure nachfüllen, da diese hohe Säuredichte auch die Sulfatierung und die Plattenkorrosion fördert (Alterung). Einzig allein die Frostbeständigkeit und die Stromfestigkeit rechtfertigen dies. Aus diesem Grund wurden früher in warmen Regionen der Erde geringere Säurekonzentrationen verwendet, was die Batterien schonte.
Insofern die Batterie zukünftig in einem frostreiem Raum untergebracht wird, wäre eine 1,28er Dichte also eher nachteilig.

Zum ermitteln der tatsächlichen Säuredichte jeder Zelle würde ich so vorgehen:
  1. Alle Zellen mit dest. Wasser bis zur Oberkante der Platten auffüllen.
  2. Batterie laden (durch die Gasung wird die Säureschichtung aufgehoben) bis jede Zelle 2,5V erreicht hat.
  3. Zersetztes Wasser 1 cm über Oberkante Platten auffüllen und 1h weiterladen.
  4. Mit 2,25V je Zelle weiterladen bis die Säuredichte nicht mehr ansteigt. Dieser Werte entspricht der tatsächlichen Säuredichte und wird nur unwesentlich unter 1,28 sein. Bitte die gemessene Säuredichte mal hier mitteilen.
Der häufigste Grund für Säure im Trog sind Fehler des Bedienpersonal und defekte Aquamatiksysteme.
Sehr gern werden die Fahrzeuge am Ladepunkt zuerst mit Wasser aufgefüllt und dann geladen. Das ist genau andersrum richtig und kann zum überlaufen der Zellen am Ende der Ladung führen.

Bitte nicht kippen oder andere Experimente.
Der Schlamm sollte bleiben wo er ist, nähmlich im Schlammraum. Sollte der Bleischlamm zwischen die Platten geraten, bedeutet das Kurzschluß!

Übrigens, Bleiakkus als Solarspeicher brauchen Pflege, da diese nur im Sommer wirklich voll werden.
Im restlichen Jahr sollte regelmäßig mit Netzstrom nachgeholfen werden, wenn eine normale Lebensdauer haben soll.

Bei weiteren Fragen einfach nochmal melden.
Gutes Gelingen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Danke ! scheinst ja ein akkuspezialist zu sein u neu im Forum !
Bist Du früher mit Blei gefahren ?
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
125
nahe Giessen / Hessen
Es wurde schon viel geschrieben, ich will nur kurz ergänzen:

  • wenn platten nicht von Flüssigkeit bedeckt sind: nicht laden/benutzen - die platten müssen nass sein!
  • Unbedingt Säureprüfer kaufen, nicht rumraten, wie viel Säure drin ist - messen!
  • "Mal entladen": Vorsicht: Bleiakkus sind am liebsten voll.... Bevor man nicht den Zustand ermittelt hat und eine evtl. vorhandene Sulfatierung beseitigt hat bitte keine zyklen damit machen...
  • Finger weg von irgendwelchen "Batterizusätzen" wie Epsomsalz usw...
  • nur demineralisiertes, destiliertes Wasser nutzen, kein Regenwasser, Hahnenwasser, etc... Im Drogeriemarkt wird man fündig für wenig Geld (meist steht dann auch "für Batterien geeignet" drauf)
  • Besorg Dir das Datenblatt zu genau diesen Akkus... In gewissen Grenzen sind die Dinger robust, es hilft aber sehr zu wissen, wie bei genau dem Typ die Säure eingestellt sein sollte, welche maximal Ampere der Akku verträgt, was nach langer Lagerung für Ausgleichsladungen vertragen werden, usw....
  • Akkus nie "kochen" - d.h. über viele Stunden heftigst blubbern lassen.. Leichte Gasenwticklung is ok, leichte Erwärmung auch..... am Anfang erst mal "sachte" an die Sache ran, bis man alle zusammenhänge verstanden hat und ein Gefühl für die Akkus bekommen hat und deren Zustand ein bischen einschätzen kann.
  • ein "dummes" Ladegerät oder Labornetzteil zur Hand zur haben ist eine gute Idee
  • ein Widerstandsmessgerät für Akkus hilft auch, muss aber nich
 
Wertungen: Christian s

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
125
nahe Giessen / Hessen
Hallo Christian.

Eine Sache fiel mir grad noch ein:

- Säure nachfüllen sollte man nur dann, wenn man garantiert weiss, dass Säure fehlt, denn:

Beim Entladen eines Bleiakkus wird die Säure zunehmends weniger, d.h. der Säurewert sinkt. Du hast mehr und mehr Wasser (z.B. Voll: 1,28 Dichtewert - entladen: weniger als 1,28)... Das ist soweit normal - und deswegen kann man bei einem "gut in Schuss" Akku durch das Messen der Dichte auch gut ablesen, ob der Akku voll ist oder nicht..

Ein Effekt, der jedoch bei Bleiakkus sehr schnell und oft vorkommt, ist jedoch das "Sulfatieren". Die Umwandlung in Bleisulfat ist der normale Vorgang, der beim Entladen so oder so passiert. Wird der Akku aber nicht richtig gepflegt, zu tief entladen, steht zu lange leer rum oder wird beim Einlagern nicht immer wieder neu aufgeladen, "verhärtet" sich das Bleisulfat oder die Kristalle werden so groß, bzw. lösen sich aus der aktiven Masse, dass man sie durch normales Aufladen nicht mehr zurückwandeln kann.

Jetzt ist in diesem "harten" Bleisulfat ein Teil der Säure gebunden.

Misst man also einen derart sulfatierten Akku, wirkt er rein vom Säurestand so, als ob er nicht "voll" wäre. Das Ladegerät und die gemessene Spannung und die mechanischen Anzeichen wie "Gasung" und "Wärme" vermelden aber: "Ne der Akku is doch voll"....

Jetzt könnte man auf die Idee kommen: "Hey, Akku voll, aber Däurewert zu gering - da fehlt doch Säure - also kipp ich mal nach..."

Das Problem ist jetzt aber: Diese Sulfatierung sollte man rückgängig machen (sofern es noch geht, manchmal ist es auch irreversibel)... Wie das genau geht ist wieder eine Wissenschaft für sich (ein bichen was dazu weiter unten): Jedenfalls wird durch das De-Sulfatieren aber der im Sulfat gebundene Säureanteil wieder frei. Dadurch steigt dann die Säure wieder an. Hat man jetzt fälschlicherweise Säure nachgefüllt, steigt der Dichtewert auf einen zu hohen Pegel an - das führt zur Schädigung der Platten.

Solange man also nicht gaaaanz sicher ist, dass dem Akku Säure fehlt (weil ausgelaufen oder abgepumpt) - immer erst mal nur Wasser nachfüllen.

Desulfatieren:

Macht man sich den Spass und schaut in google danach, wird man zu Lebzeiten nicht mehr fertig mit kontroversen Infos dazu, wie wo was... Meist werden auch pauschalaussagen getrtoffen, die schlicht völlig ignorieren, dass es nicht "den einen Bleiakku" gibt, sondern unterschiedlich aufgebaute Typen mit Vor- und Nachteilen..
Mein bisheriger Wissenstand dazu ist:

- "überladen" mit geringem Strom: Man nehme ein "dummes Ladegerät" oder ein Labornetzteil und lade mit geringer Amperezahl so lange, bis man um einiges über die oft von Ladegeräten angenommenen 14.4 Ladeendspannung kommt. Die verhärteten Bleikristalle werden so auch wieder zurückgewandelt. Nachteil: Je länger dieses Überladen dauert und je höher die Spannung und der Strom, desto mehr handelt man sich andere Defekte ein. Plattenkorrosion, Antimonvergiftung der Platten, etc.... Nicht umsonst gibt es woanders die Warnung, Bleiakkus nicht zu kochen (zu hohe Spannung und Strom) oder nicht dauerhaft zum Einlagern auf "supervoll" zu halten. Schielt man aber in sehr ausgiebige Handbücher zu industrieakkus, sind dort "Ausgleichsladungen" bzw. "Regenrartionsladungen" erwähnt, die z.B. so aussehen: "15 Stunden bei 1/10C mit erhöhtem Strom laden, zwei Stunden Ruhen lassen, 4 Stunden bis 2,4 Volt pro Zelle laden mit max 1/6 C - und Vorgang so lange wiederholen, bis Säurewert nicht ansteigt - bei mehr als 50°C einer Zelle Abbruch bzw. reduzierung..." ... oder so... So stehts z.B. bei Hoppecke OgiBloc Nasszellen für stationären Einsatz und 15 Jahren Lebensdauer ab Werk...

- Pulsen: Ob jetzt so was wie eine Resonanzfrequenz" der Kristale existiert (bzw. ob die relevant ist) - hm... skepsis... Die meisten "Desulfatierer" sind passive Bauteile, die im Prinzip Entladungspulse raushauen, also kurzzeitig den akku stark belasten für ein paar ms.. Ergo brauchen Sie auch keinen Strom, können das Bordnetz nicht nerven im KFZ und sind "plug&play", billig, einfach, idiotensicher... In wie weit die aber wirklich Sulfat wieder abbauen sollen erschliesst sich mir persönlich nicht so ganz - denn es wird ja entladen, also keine Energie hinzugefügt... Ich habe von solchen einige und so recht wollte keienr von denen irgendwas bewirken... Ob der Innenwiderstand eines Akkus damit wieder "reparierbar" ist - möglich... Starke Entladung dürfte eher zu feiner Kristallbildung führen als langsame - aber dann kann man auch einfach mal feste mit einer Startermesszange druff oder so.... Pulser, die hingegen Ladeimpulse erzeugen, scheinen mir schon eher sinnvoll zu sein. Persönlich habe ich "Megapulse" vom Tom con microcharge.de - übrigens eine meiner Meinung nach gute Quelle für Infos zu Bleiakkus - das Forum is super... Damit habe ich schon so manche Kapazität wieder zurückgeholt.. Vorteil davon gegenüber "überladen": Die negativen Effekte der Überladung halten sich so gut es geht in Grenzen bzw. sind nicht vorhanden... Nachteil: Es dauert eeeeewig.... Ein paar Solarakkus die einige Zeit rumstanden (immer mal wieder vollgeladen zwischendrin) mit 230 Ah brauchten nur ein paar Stunden um den Verlust durch rumstehen wieder wett zu machen - das waren also fitte, gesunde Akkus, die einfach nur ein bischen "gepennt" haben... Hingegen sind alte, stark sulfatierte Starterakkus erst nach wochen wieder halbwegs aufgewacht - teilweise dann aber erstaunlich gut wieder (sofern sie nicht schon anderweitig geschädigt waren - sind die Platten zerbröselt hilt alles nix mehr)..

Oh, viel Text... Was ich eigentlich ....

Keine Säure nachfüllen!!

:)

Ach ja, noch ein tipp zum "Testen". Zwei Dinge sind interessant:

  • Startstrom
  • Kapazität
Ersteres ist eher bei einer Starterbatterie von Belang - gibt aber einen Hinweis darauf, wie gut der Akku noch mit hohen Strömen umgehen kann. Hohe Ströme beim Laden und in der Benutzung können schlappe Akkus hier auch wieder aufpeppeln.. Eine simple Startermesszange von ebay/Amazon und Co ist hier sehr hilfreich und kostet um 20 Euro oder so.

Kapazität: Ich hab schon Bleiakkus gesehen, die nur noch 50% des Originalen Startstroms brachten, aber fast volle kapazität. Bei Energiespeicheranwendungen ist das also wichtiger als bei Traktionsbetrieb oder Motorstarten... Oft wird beim "regenerieren" Kapazität erst nach ein paar Zyklen wieder gewonnen.. Es gilt zwar, die Akkus so gut es geht nicht leer zu laden - aber wenn man z.B. einen de-sulfatierungsdurchlauf hatte, schaden ein / zwei Zyklen nicht (mit geringem Strom entladen und dann mit gut wumms wieder voll machen (max. A - siehe Datenblatt)).

Schreibflasch...


Wie ist dennd er aktuelle Stand?
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Hallo 1 Danke für die ausführichen Bleiabhandlungen ! Ich hoffe nicht daß ich michi n den desulfatierungswahnsinn stürzen muß hab damals als ich noch blei im El hatte mich schon damit beschäftigt Ist eine Kombination von geduldsspiel und Casino !

Ich war jetzt länger nicht zu hause und konnte gar nichts machen ... hab erstmal dest Wasser aufgefüllt ( in jede Zelle haben ca 1,5 L gepasst bis derFlü Spiegel über den Platten war. Dann Dichte gemessen , die war unterm Messbereich des Säuremessers . Werde bei gelegenheit Laden beginnen Dichte messen und dann berichten . Habe nur gerade sehr wenig Zeit .
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
125
nahe Giessen / Hessen
Ja, das Desulfatieren kann nerven - aber so mancher Akku, der lange rumstand, lässt sich damit wieder regenerieren. Einen Versuch ist es Wert..

Wasser nachfüllen is schon mal prima.
Die Säure hat eine höhere Dichte als dsa Wasser - das führt dazu, dass bei stationären Akkus, die nie heftig gasen (was an sich ja wünschenswert ist um Plattenkorrosion vorzubeugen) sich eine Säureschichtung einstellt... D.h. unten ist es sauerer als oben.. Das ist bei Nasszellen komplett normal, bei GEL und AGM tritt es auch auf, wenn auch weit geringer im Effekt.
Kippst Du jetzt reines Wasser oben drauf und es vermischt sich nicht beim reinschütten - hast Du bei der Messung nicht wirklich den Mittelwert der Säure gemessen, sondern im Prinzip nur das Wasser (bei der Menge sowieso klar)..

Rumrühren und Schütteln ist jetzt keine gute Idee (Aufwirbeln von Bleischlamm etc...), wurde ja oben schon erwähnt.

Die normale Durchmischung durch "gasung" wäre das, was man ab und an beim Laden sachte erzeugt, damit die Säure durch aufsteigene Blasen nach oben gelangt und sich wieder eine gleichmässige Mischung ergibt.

Für den Fall, dass Dein Akku jetzt stark sulfatiert ist, würde ich das aber erst mal nicht machen, denn:

- Stark sulfatierte Akkus haben weit mehr loses Material als ein fitter Akku - lässt man es jetzt hier mal hefitg blubbern um zu mischen, kann es einem passieren dass viel vom losen Material daduch gelöst wird und runter fällt. Das passiert natürlich auch von alleine oder durch bewegen des Akkus, rütteln, usw... Aber man muss es ja nicht noch erzwingen.


Deswegen würde ich es so machen:

  • Akku erst mal voll laden - sanft... Bis unter Gasungsschwelle (ca. 2,4 Volt pro Zelle). Sagen wir mit 1/10C - Labornetzteil mit anfangs CC, dann CV tut den Job prima. Das wandelt erst mal Bleisulfat wieder um, so weit möglich. Nicht zu viel Power beim Laden - damit riskierst Du Gasung (siehe oben) und kleinere Kristallstrukturen (was an sich gut ist, aber bei stark sulfatierten Akkus "löcher" hinterlässt - loses Material fällt raus)...
  • Dann ein paar Stunden ruhen lassen
  • Dann 12 Stunden mit 1/20C "überladen", d.h. Labornetzteil auf 2,7 Volt stellen, strombegrenzung auf 1/20C stellen und einfach mal warten. Dabei ein Auge drauf haben - es darf nich heiss werden oder stark blubbern. Vereinzelt mal eine Blase is ok und handwarm auch.
Mal messen, was sich getan hat.

Dann schauen wir weiter

Kannst Du mal in die Zelle reinfotografieren?
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
Ich habe gestern schon zum laden begonnen mit ca 3 Ampere

ich habe die Zellen so miteinander verbunden daß 2stück 6er Gruppen von nominal 2 Volt hintereinander geschalten sind also nominal 4V ( konnte nicht alle 2 Volt parallel schalten da ich sonst eine verbindung trennen müsste die nicht geht ) vorher die beiden 2 V gruppen durchentlden einer auf genau dei gleiche ausgangsspannung 1,9 V gebracht .. hab mit gedacht dieses ein paar tage so zu lassen und gelegentlich dichte u spannung zu messen bis die 2,4 V erreicht ist . heute früh hatten die beiden gruppen gleich viel spannung

fotographieren kann ich nicht . man sieht eine recht saubere graue Platte die quer im akku liegt die viel ekleine rund e Löcher nach unten hat ( ist ein italienisches Fiamm modell )
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
war jetzt kurz zu hause der eine 6er block hat 2V der andere 2,1V untereinander sind sie ja parallelgeschaltet . es blubbert nichts , die säuredichte ist nun von unter der skala in den roten Bereich ( nachladen erforderlich ) geklettert Zahlen hab ich vergessen. das werd ich mit den ca 4 V 3 A erstmal so weitermachen bis die von Dir erwähnten 2,4 erreicht sind .
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
sind jetzt auf 2,04V ichlade weiterhin mitca 3 A in der 4 V Konfiguration , wird wohl einige Tage dauern
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
125
nahe Giessen / Hessen
Bin gespannt.

Solange nix stark blubbert oder mehr als handwarm wird, is alles im Lot.
Wenn "fertig" kannst Du ja mal die Zellen (soweit möglich) auftrennen und stehen lassen und dann Unterschiede messen - sollte eine schwache Zelle mit einer guten parallel hängen, merkt man das in parallelschaltung nur bedingt, da ist Einzelzellenbetrachtung ausschlussreicher. Zum "mal hochladen" is das parallel schalten aber sinnvol als erster Schritt...
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.463
es gluckst ganz vereinzelt u selten , die spannung geht nicht recht rauf immer noch 2,1 V es ist als ob man ins Leere laden würde die säure wird aber bei fast allen dichter,bleibt aber immer noch im untersten drittel

also entweder sie sind noch recht gut oder sie sind hin und es ist eine undefinierbare Suppe drin die ein bißchen Elektolyse spielt mit meinen 4 A .. man wird sehen
 

Reiner106

Mitglied
07.05.2018
125
nahe Giessen / Hessen
Klingt aber erst mal ok - wenn eine Sulfatierung vorliegt, würde das dem aktuellen Bild auch entsprechen... Die Säuredichte steht im Zusammenhang zur Spannung, das Gasen zum Erreichen der Umwandlung... Ist also einiges an Säure noch im festen Bleisulfat gebunden, ist die Spannung niedriger und der Akku schneller "voll"...

Ich würde einfach noch ein bischen warten und Deine Prozedur weiter laufen lassen. Wenn sich an Spannung und Säuredichte nichts mehr ändert, dann:

Mal kurz 15 Minuten leicht blubbern lassen, so dass die Säure sich mischt - dann ruhen lassen für einen halben Tag, dann Säuredichte und Ruhespannung messen.

Ich hab hier ein paar alte OgiBloc Akkus, die hab ich mit Pulser und sanftem Hochladen recht gut wieder regeneriert - hat aber WOCHEN gedauert...
 

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