Säure fehlt in Bleiakkus


Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.451
Ich habe zum schrottpreis einen Blei 300 Ah Pack 24V Hubwagerlakku erstanden ( Zum Verstärken meines Solarpuffers ) derVerkäufer(Staplerfirma ) hat gesagt der Kunde habe bis zuletzt damit geabeitet , bei meinen Lade und Entladeversuchen ist keine Zelle gröber ausgerissen. Soweit so gut .

Nun beim entfernen aus der Wanne habe ich bemerkt daß neben den Akkus in der Wanne das vermeintliche Regenwasser doch recht nach Säure gerochen hat und bei allen Akkus Flüssigkeit feht vielleicht wurden sei doch beim Ausbauen aus dem Stapler umgeworfen u es fehlt Säure und nicht wasser..
In der Wanne 20x60 cm ist di e Flüsigkeit ca 10 cm hoch gestanden . Aber wieviel davon ist Regenwasser ?

Da muß ich wohl Säure nachfüllen .. ist nur die Frage wieviel und wie konzentriert
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.143
So wie mache ich es jetzt - schreibe ich Kurz mäckert man , schreibe ich lang auch....

Anmerkung : Batteriesäure habe ich in 1Literflschen noch hier - Dichtemesser Hm müßte ich schauen?
Howdomichauch:
Einfach grade soviel mit Destillat auffüllen das man nach ausgiebigen Gasungsladung und FolgeZyklen, das schön in der Zelle umgeschichtet wird, was von absaugen kann.
Dann mit einem Aräometer Dichte messen.
Pimaldaumen wenn schön überladen also alles an aktiver Masse ausgenutzt wird je nach Hersteller und Dotierungschemie es sich um 1,28 bewegen , aber besser nachlesen.
Beim Hersteller in die Daten schauen und entsprechend eine kleine Menge Wasser oder Säure zufügen nach der nächsten übervoll Ladung Entladung usw. zum Umschichten wieder mal nachschauen (das Wetter ist ja nun entsprechend ) Und je nach Bedarf zum Aufkonzentrieren Säure rein oder wenn angezeigt wird das über z.B. 1,28 ->Wasser.
Nochmal nachmessen......usw.

Irgend wann hat man nach einer Gasungsladung die Dichte (~1,2xx) die der Hersteller angibt - ferdisch.......ab da braucht man nur noch Wasser.
 
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Kai_aus_Krefeld

Mitglied
03.09.2018
123
Krefeld
Nabend Christian,

soweit ich weiß gibt es Messgeräte / Messspindeln um den Säuregehalt zu bestimmen. Dann weißt Du den IST Zustand.
Danach noch ein bisschen rechnen, und entsprechend Nachfüllen. Und fertig ist der SOLL Zustand.
Oder liege ich da falsch?
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.451
Hallo Kai ! prinzipiell liegst Du richtig .. Aber !! Wie soll die Säurekonzentration sein ( die akkus sind elektrischvoll ) ..
Ich habe kein Säredichtemessgerät ..
Ich weiß nicht wieviel mengenmäßig fehllt ...
Die säure ist unter plattenniveau u ich kann keine raussaugen .

Ausleeren u auslitern ist glaub ich keine Option weil b Ausleeren sicher der leitende Bodensatz zwischen die Platten gerät u womöglich einien Kurzschluss macht ...
Abwägen geht nicht genau genug da eine 2 V Zelle ca 25 Kg hat


.. ich fürchte es wrd auf schätzen u probieren rauslaufen .. z B erstmal in jede Zelle wo man die Flüssigkeit nicht sieht ein viertel L dest Wasser hineinschütten und schauen obs über die Zellen steigt dort wos nicht soweit steigt Säure nachfüllen ??
 

Kai_aus_Krefeld

Mitglied
03.09.2018
123
Krefeld
Eine Messspindel für Batteriesäure kostet nur ein paar Euro.
Laut Google hat ein Bleiakku bei Vollladung 1,28g/cm³.

Wenn ich Dich richtig verstehe sind die Akkus voll geladen. Wenn die Konzentration jetzt also höher als 1,28g/cm³ liegt musst Du nur Wasser nachfüllen bis Du 1,28g/cm³ hast.
Wenn dann noch etwas fehlt mit Batteriesäure auffüllen, gibt es schon fertig gemischt bei Amazon.

Aber das geht nur wenn was raussaugen kannst. Keine Möglichkeit durch kippen, oder so da ran zu kommen?

Ansonsten mal auf die Bleiakku-Experten hoffen. Entleeren, spülen und neu befüllen?
 
Wertungen: Christian s

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.143
Mach dir nicht so einen Kopf -
a.Super zurückhaltende Methode :
wenn die elektrisch voll dann entlade sie und füll soviel Wasser rein das die Platten grade so bedenkt sind - dann füll die Messspindel mit Wasser und füll das noch oben auf -
Nebenfrage - kannst du die dann so Verschließen zum durchmischen kippen ? (300Ah werden ja locker bei 2Volt-Einzelzellen 10-20Kg haben)
Jetzt schön "fett" überladen damit das dann schön durchmischt ist und elektrisch voll -
Jetzt Dichte Messen und Rechnen ......entsprechend Säure/Wasser


Oder die etwas brutalere Methode - Laden bis zum Anschlag.
Da die ja nur ausgelaufen sein sollen - Sollte die Dichte in der Nähe der Hersteller Datenblatts liegen.
Batteriesäure drauf - das es zum nächsten Ausspindelen reicht -
Jetzt nutzten und alle paar Vollzyklen - dann vorher richtig im Sommer überladen - ausspindelen und gegebenfalls Säure oder Wasser drauf.
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.451
Vielen Dank für Eure Tips !

die 2 V Zellen haben ungefähr 25 kg ich kann sie schon kippen weil ich sie ja aus dem trog rausnehmen musste. aber ich weiß halt nicht ob das kippen nicht massenhaft leitenden Dreck aus dem sumpf raufwirbelt.. ich hab jetzt nochmal mit dem verkäufer geredet der hat gesagt daß er sie selbst ausgebaut habe in aufrechtem zustand , der Stapler des Kunden nicht umgekippt sei und er vermutet daß die säure im trog über die Jahre entstanden sei und das meiste nur regenwasser ist beim Laden steige meist der Flüssigkeits Pegel in den Zellen an , ich solle Laden , dann nur dest wasser auffüllen bis man den Spiegel sieht. u dann ev messen.
also ähnlich wie eure tips ... muß das ganze im freien machen u warte auf besseres wetter
 

Th!nker

Neues Mitglied
13.08.2018
10
Die allseits bekannte 1,28er Säuredichte gilt für Kfz. und Traktionsbatterien.
Da dieser gebrauchte Traktionsakku als ortsfester Solarspeicher zweckentfremdet werden soll, würde ich keinesfalls Säure nachfüllen, da diese hohe Säuredichte auch die Sulfatierung und die Plattenkorrosion fördert (Alterung). Einzig allein die Frostbeständigkeit und die Stromfestigkeit rechtfertigen dies. Aus diesem Grund wurden früher in warmen Regionen der Erde geringere Säurekonzentrationen verwendet, was die Batterien schonte.
Insofern die Batterie zukünftig in einem frostreiem Raum untergebracht wird, wäre eine 1,28er Dichte also eher nachteilig.

Zum ermitteln der tatsächlichen Säuredichte jeder Zelle würde ich so vorgehen:
  1. Alle Zellen mit dest. Wasser bis zur Oberkante der Platten auffüllen.
  2. Batterie laden (durch die Gasung wird die Säureschichtung aufgehoben) bis jede Zelle 2,5V erreicht hat.
  3. Zersetztes Wasser 1 cm über Oberkante Platten auffüllen und 1h weiterladen.
  4. Mit 2,25V je Zelle weiterladen bis die Säuredichte nicht mehr ansteigt. Dieser Werte entspricht der tatsächlichen Säuredichte und wird nur unwesentlich unter 1,28 sein. Bitte die gemessene Säuredichte mal hier mitteilen.
Der häufigste Grund für Säure im Trog sind Fehler des Bedienpersonal und defekte Aquamatiksysteme.
Sehr gern werden die Fahrzeuge am Ladepunkt zuerst mit Wasser aufgefüllt und dann geladen. Das ist genau andersrum richtig und kann zum überlaufen der Zellen am Ende der Ladung führen.

Bitte nicht kippen oder andere Experimente.
Der Schlamm sollte bleiben wo er ist, nähmlich im Schlammraum. Sollte der Bleischlamm zwischen die Platten geraten, bedeutet das Kurzschluß!

Übrigens, Bleiakkus als Solarspeicher brauchen Pflege, da diese nur im Sommer wirklich voll werden.
Im restlichen Jahr sollte regelmäßig mit Netzstrom nachgeholfen werden, wenn eine normale Lebensdauer haben soll.

Bei weiteren Fragen einfach nochmal melden.
Gutes Gelingen!
 
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Reiner106

Mitglied
07.05.2018
110
nahe Giessen / Hessen
Es wurde schon viel geschrieben, ich will nur kurz ergänzen:

  • wenn platten nicht von Flüssigkeit bedeckt sind: nicht laden/benutzen - die platten müssen nass sein!
  • Unbedingt Säureprüfer kaufen, nicht rumraten, wie viel Säure drin ist - messen!
  • "Mal entladen": Vorsicht: Bleiakkus sind am liebsten voll.... Bevor man nicht den Zustand ermittelt hat und eine evtl. vorhandene Sulfatierung beseitigt hat bitte keine zyklen damit machen...
  • Finger weg von irgendwelchen "Batterizusätzen" wie Epsomsalz usw...
  • nur demineralisiertes, destiliertes Wasser nutzen, kein Regenwasser, Hahnenwasser, etc... Im Drogeriemarkt wird man fündig für wenig Geld (meist steht dann auch "für Batterien geeignet" drauf)
  • Besorg Dir das Datenblatt zu genau diesen Akkus... In gewissen Grenzen sind die Dinger robust, es hilft aber sehr zu wissen, wie bei genau dem Typ die Säure eingestellt sein sollte, welche maximal Ampere der Akku verträgt, was nach langer Lagerung für Ausgleichsladungen vertragen werden, usw....
  • Akkus nie "kochen" - d.h. über viele Stunden heftigst blubbern lassen.. Leichte Gasenwticklung is ok, leichte Erwärmung auch..... am Anfang erst mal "sachte" an die Sache ran, bis man alle zusammenhänge verstanden hat und ein Gefühl für die Akkus bekommen hat und deren Zustand ein bischen einschätzen kann.
  • ein "dummes" Ladegerät oder Labornetzteil zur Hand zur haben ist eine gute Idee
  • ein Widerstandsmessgerät für Akkus hilft auch, muss aber nich
 
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