Reichweite im Stau, Stop and Go ?


Juergen151

Neues Mitglied
31.01.2019
1
Hallo,

ich überlege mir ein E-Fahrzeug zuzulegen, habe aber Bedenken bei der Zuverlässigkeit, wie sieht den beim Leaf die Reichweite im Stau, bei Stop and Go- Fahrt aus ? Ich bin hier im Stuttgarter Raum, sagen wir mal ich fahre 80 km über einem Zeitraum von 2 bis 3 Stunden im Stau, geht das ? bzw. wie sind die Erfahrungswerte.

Ich fahre ca. 20.000 km im Jahr, wie lange wieviele Jahre hält die 40 KW Batterie, würde die 5 Jahre halten ? Oder geht das nur mit stark reduzierter Reichweite ?

Mfg Jürgen
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.036
Mal um die Uhrzeit auf die schnelle.
Stau - Elektroheizung Klima aus - dann kannste wenn es sein muß - Tage lang sitzen und Radio hören und immer noch mit eigener Kraft von der Autobahn runter fahren.
Also ist die Frage wieviel KM man in den 2-3Stunden Fahren will, Stau hin oder her denn der Rest des Fahrzeugs ist im Verbrauch zwar vor handen aber im Verhältnis zum Antrieb nicht sehr ins Gewicht fällt - bei Klima und Eheizung im speziellen sieht das anders aus im Drilling macht die Heizung schnell mal 30% weniger.

EDIT
und das betrifft eigentlich alle Fahrzeuge die von Firmen gebaut werden die herkömmliche Fahrzeuge gebaut haben weil die Entwickler (fast) immer genug Abfallwärme haben ohne sich Gedanken machen zu müßen.
Somit hin sind was den Wärmehaushalt angeht, die Blechpanzer echte Katastrophen - und wie Gedankenlos man da ist - auch bei solchen Anbieter die man ja noch als etwas inovativer betrachten mußte als die hiesigen - hat man auf die alte Wasserheizung zurückgegriffen, unter dem Fußbodenen einen Durchlauferhitzer mit ca. 5KW installiert bei 15KWh Akkuinhalt und 30KW Antriebsleistung.
DER Durchlauferhitzer ist ein fetter Alu-Brocken ; sitzt unmittelbar im Fahrtwind außen und hat keine Isolierung. - den Rest male man sich selber aus was bei Minusgraden von den 5KW und weiteren Transportverlusten dann noch im Heizungskühler ankommt das dann noch die anderen Lüftungteile erst erwärmen muß1-2 Andere Fahrzeuge haben mir auch schon Kopfschütteln verursacht.
Wer dann auf Kompfort hohen wert legt tut - in solchen Konstuktionen/Fällen - gut dran gleich eine Standheizung mit einzuplannen wenn das Fahrzeug Maximalreichweiten hat die für einen Grenzwertig erscheinen.




Mit dem Leaf habe ich mich nicht auseinander gesetzt. Daher kann ich zu dem selbst nichts sagen. Und zu den Akkus auch nicht die da drin sind. Das Fahrzeug war bisher nie in meinem Fokus.
Also dahin gehend selber Testen ist nicht von Nachteil.
 
Zuletzt bearbeitet:

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Jürgen,

die Energiemenge die ein Elektrofahrzeug dabei hat, ist absolut geringer als vom Verbrenner. In letzter Zeit wurden solche Angstszenarien bzgl Elektro im Stau hochgepusht.

Der Vorteil beim Elektrofahrzeug ist, dass der Motor keine Energie im Stillstand verbraucht, die Heizung aber trotzdem funktioniert. Um das Fahrzeug auf Temperatur zu halten braucht es nicht viel Heizleistung 1 -2 kW Leistung reichen da. 2 kW ist praktisch ein Heizlüfter wie man ihn zu Hause hinstellen kann in einem kleinen Fahrzeuginnenraum. Fahrzeuge mit Wärmepumpe brauchen noch etwas weniger. Steht man 4 Stunden im Stau wären es 2kW x 4h = 8kWh, das ist noch eine überschaubare Energiemenge bei aktuellen Fahrzeugen. Reduziert man die Temperatur etwas kommt man noch weiter. Wenn es eng würde, könnte man auch nur auf die Sitzheizung reduzieren, aber sollte ja nicht Tage dauern.

Grundsätzlich sollte man im Winter mehr Reserven kalkulieren und lieber einmal öfters zwischenladen.

Ansonsten gilt bei Elektrofahrzeugen, Batteriekapazität ist durch nichts zu ersetzen. Je größer die Batterie umso stressfreier das Handling, umso größer das Einsatzgebiet.

Viele Grüße
Ralf Wagner
 
Ansonsten gilt bei Elektrofahrzeugen, Batteriekapazität ist durch nichts zu ersetzen. Je größer die Batterie umso stressfreier das Handling, umso größer das Einsatzgebiet.
Viele Grüße Ralf Wagner
Na ja, größere Batterie mag ja sehr beruhigend sein. Heißt aber auch mehr Gewicht und mehr Kosten. Die Kombination aus kleiner bis mittlerer Batterie und schnellen Ladesystemen hat auch was. SMART, Drillinge, eUp und so sind da gute Beispiele. Die max. Strecken müssen halt machbar sein mit den kleinen Akkus. Auf langen Fahrten muss man dann Schnellladesäulen suchen und finden und eine Kaffeepause einlegen. Kurz: Man muss sein Verhalten schon ändern, wenn man andere Autos fährt. Die, die es probiert und gemacht haben, kommen gut damit zurecht. Kaum einer will zurück zum Verbrenner. Und das trotz genauem Wissen, dass Langstrecke schon mal etwas länger dauert.

Zur ursprünglichen Frage: 2. bis 3 Stunden im Stau sind mit einem Elektrofahrzeug sicher angenehmer als mit einem Verbrenner. Das ist eine sehr persönliche Erfahrung, die mir aber vielfach von E-Auto Fahrern bestätigt wurde.
Und umweltverträglicher ist es sowieso. Stop and go macht einem Elektromotor nicht wirklich was aus. Einen nennenswerten Mehrverbrauch würde man nur bei heftigem Beschleunigen und Abbremsen merken. Wenn man ruhig im Stau oder zähem Verkehr mitschwimmt wird man erstaunt sein, mit wie wenig Energie sich so ein Auto bewegen läßt. Ist meine Erfahrung aus über 30 Jahre E-Auto fahren.

Und zu einem 40 kWh Akku und 20.000 km p.a. und 5 Jahre: Uneingeschränkt JA. E-Auto fahren wird ja umso günstiger, umso mehr man p.a. fährt. Weil sich dann die vergleichsweise günstigen Verbrauchskosten stärker bemerkbar machen. Gibts unzählige Berichte dazu....

Ein 40 kWh Akku bringt je nach Fahrweise pro Vollzyklus rund 200 km. Bei "nur" 1000 Vollzyklen sollte die Nutzung über 200.000 km also möglich sein. Moderne Akkus schaffen heute aber schon 2000 oder 3000 Vollzyklen. Und quälst Du die Akkus nicht, sondern fährst nur im mittleren Bereich, also von 30% SOC bis 80% SOC (State of Charge), so halten sie doppelt bis dreimal so lange. Zyklen sind heute nicht mehr das Problem, sondern die kalendarische Lebensdauer. 10 Jahre rechnet man heute mindestens.
Nicht ohne Grund sind heute Garantieen für die Akkus bis 100.000 oder 200.000 km und 8 Jahren üblich. Schau bei den Fahrzeugen Deiner Wahl nach. Tesla gab mal beim Model S auf den Antrieb und die Akkus 8 Jahre Funktionsgarantie ohne km-Begrenzung. Hab den Überblick verloren, wo die verschiedenen Modelle heute liegen. Müssen wir vielleicht auch mal in einer Tabelle zusammenfassen....

Gruss, Roland
Das Heizungsproblem ist nicht wirklich ein Problem für mich, obwohl die Webasto Benzinheizungen in meinen E-Autos nie wirklich gut funktioniert haben. Nur Ärger damit, und stinken tun sie (außen) auch ganz erbärmlich. Jacke anziehen reicht bis 0 Grad, darunter kommen Mütze und Handschuhe dazu. Gibt keinen Temperaturschock beim Aussteigen, hat auch was für sich. Man muß die Sachen positiv sehen....
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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Eine Benzin oder Gasheizung in ein E-Fahrzeug einzubauen widerstrebt mir. Ich habe in meiner beruflichen E-Auto Laufbahn tatsächlich so etwas tun müssen...

Vorheizen am Netz bringt viel. Moderne Fahrzeuge binden die Abwärme von Motor und Batteiekühlung in das Thermomenagement. Je länger die Fahrt ist, umso weniger fällt der Wintermehrverbrauch auf.

Zur Batteriegarantie: Tesla hat bei S und X unlimitierte Kilometer garantiert. Vielfahrer haben dann nach 400.000 km schon mal eine komplett neue Batterie bekommen. Zukünftig geht die Batteriegarantie beim Model 3 "nur" bis 192.000 km oder 8 Jahre. Andere Hersteller wie Hyundai bieten auch 8 Jahre an, was das Thema recht stressfrei macht.
 
Wertungen: Andreas106

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.530
Naja von Gesichtspunkt des Energieverbrauchs ist eine Gas oder Benzinheizung sicher besser als mit Strom zu heizen.

Gruß

Roman
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
2.738
Naja von Gesichtspunkt des Energieverbrauchs ist eine Gas oder Benzinheizung sicher besser als mit Strom zu heizen.
obiges kann ich (aus eigener erFAHRrung vollauf bestätigen, da ich im sommer ohne heizoder klima oder sonstwas nur mit offenen fenstern einen verbrauch von knappe 1Ah per 1km hatte
und gerade eben nach einer 12km fahrt 21Ah verschwunden waren...schade das in dem stromerle kein platz mehr für irgendwas ist, (n)
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.453
Filderstadt
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Wir waren gestern 700 km elektrisch unterwegs (Berlin -Filderstadt), der Mehrverbrauch geht mit der Fahrstrecke immer weiter zurück. Fährt man Kurzstrecke geht der Anteil der Heizenergie am Gesamtverbrauch auch beliebig hoch.

Die Antriebsenergie reicht bei flotter Fahrt fast aus um auch bei Minusgraden den Innenraum zu heizen. Die Heizenergie lag bei bis zu 2 kW im Stand Verhältnis von 20 kW für den Antrieb. Das Verhältnis hat sich auch im Verbrauch gezeigt. Trotz flotter Fahrt mit über Richtgeschwindigkeit 245 Wh/km.
 

Thomas Pernau (Ion)

Aktives Mitglied
22.02.2012
557
glei bei Blaubeira
ich habe mit dem Drilling bei Stau und stockendem Verkehr rund um Rommelstadt tendenziell weniger gebraucht als bei flotter Fahrt. Ich fahre lange kalte Strecken mit Sitzheizung und Heizdecke, Heizung mache ich nur an wenn die Scheibe Eis ansetzt.
Speziell der neue Leaf dürfte bei Stau oder stockendem Verkehr sehr angenehm sein mit der Funktion "elektronisches Gaspedal": Gas geben = fahren, Gaspedal loslassen = stehenbleiben. Bei anderen Fahrzeugen mit Kriechfunktion muss man immer zwischen D und N umschalten, das nervt.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.204
Der Autopilot von Tesla oder jeder andere distanzgesteuerte Tempomat, soweit er auch im Stand funktioniert.
 
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