Reaktivierung von Deta 100Ah Batterien nach langer Standzeit - Elektroauto Forum

Reaktivierung von Deta 100Ah Batterien nach langer Standzeit

  • Themenstarter Konrad Lindner
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Konrad Lindner

Guest
Hallo, mein City-El stand jetzt 3 Jahre in der Garage. Habe die Deta 100 Ah Batterien mit Aqua dest. aufgefüllt und möchte jetzt versuchen, sie für den TÜV zu reaktivieren. Gibt es dazu Tricks oder irgendetwas Besonderes zu beachten?

Danke
 
P

Peter Heck

Guest
Hallo Konrad
Versuche die Akkus erst mal einzeln mit einem normalen Ladegerät zu laden.
Vermutlich sind sie nach so langer Zeit,wenn Du sie nicht regelmäßig geladen hast, toter als Tod.
Aber versuchen kanst Dus mal.
Gruss aus dem Schwabenland.
Peter
 

Dirk H.

Neues Mitglied
05.04.2006
19
Hallo Konrad,

Im Jahr 2002 habe ich mal mein Glück mit 8 Jahre alten Yuasa-Akkus probiert.

Damals hatte ich im Elweb einen (langen) Bericht darüber verfasst.
Vielleicht hilft er Dir weiter, siehe unter:

http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=1229&t=1229

Allerdings halte ich die klassischen Yuasa Akkus in Bezug auf Qualität für haltbarer als die Deta´s.

Viele Grüße

Dirk
 
W

wotan

Guest
Hallo Konrad
Bei meinen Detas war jede zur Wiedererweckung investerte mAh und jeder mL Aqua dest. für die Katz. Mindestens eine Zelle war jeweils unwiderruflich hin. Lass dich aber auf keinen Fall davon abhalten. Denke nur rechtzeitig über Alternativen nach.
wotan
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Meine Erfahrung besagt, dass man keine ganz feste Regel aufstellen kann, es gehört auch Glück dazu. Auf jeden Fall schadet ein längeres Verbleiben an einem schwachen Ladegerät, wenn die Batterie keinen Strom aufnimmt. Es gehört ein "Hin und Herbewegung"hinzu, sprich, spätestens nach einer halben Stunde Ladung auch mit einem Strom von nur wenigen mA schlage ich mit einem normalen Kupferkabel an die Pole, um einen Funken zu entlocken. Eigentlich nur als Stromtest gedacht, scheint mir gerade das aber die Methode zu sein, mit der man manchmal mausetote Batterien wieder zu einem fauchenden Tiger macht. Ich denke, mit den sogenannten Megapulsern hat das durchaus etwas zu tun. Mit dem umgekehrten Vorgang, kurzen "Hoch"spannungsimpulsen aus dem Schweißtrafo, habe ich hingegen selten gute Erfolge gehabt. Allerdings auch schon, indem ich nur einen einzigen Impuls aus einem Blitzelko auf die Batterie gab. So, wie man bei Nicads die Nickelkurzschlussbrücken wegbrennt. Ansonsten erscheinen mir alleine die Entladeimpulse effektiv zu sein.
Bernds wilde Theorie:
Beim Formieren (das ist Laden) von Bleisulfat zu metallischem Blei (-) und Blei(IV)oxid (+) bildet das Blei eine problemlose metallische Gitterstruktur aus, während das problematische Bleioxid sich bevorzugt bei der Umkristallisation vom leitenden Verband trennt. Bei meinen gnadenlosen Kurzschlüssen wird nun besonders an den defekteren Zellen kurzzeitig umgepolt und es bilden sich zwischen den gut leitenden Bleioxidinseln leitende metallische Bleikanäle aus, die dann mit etwas Glück die Bleioxidinseln dauerhaft in den positiven Gitterverband zurückführen, auch, wenn sie beim anschließenden Laden sofort wieder verschwinden. zwischendurch muss man mit angemessen gesteigertem Strom wieder entladen (Autoscheinwerferbirne, zunächst zwei Fäden in Serie, zum Ende zwei parallel) Dann hat man die Kontrolle und kann vor der vollen Entladung sofort wieder laden (="Bewegung").

Ursächlich für die beschränkte Lebensdauer von Batterien sind oft Volumenänderungen bei der Umkristallisation beim Laden. So werden bei Lithiumakkus beim Einlagern der Ionen in den Mischkristallverband viele Kristallisationsstufen durchlaufen, die zerstörend wirken. Dem entspricht die Erfahrung, dass bei geringer Entladetiefe Litiumakkus haltbarer sind.
Auch bei Blei hat meine rüpelhafte Methode ihre Grenze, sie zerstört auch, dann dauerhaft.
 

Gregor

Neues Mitglied
05.05.2006
3
Und noch ein "Batterie-Papst": Paarmal zyklieren, dreimal mit geringem Strom, dann mit höherem Strömen. Auch das Laden sollte mit großen Strömen passieren (Temp. beachten) und auch mal ordentlich gasen lassen (oder wenigsten etwas schütteln à la Bernd) !!!
Bei Kurzschluss einer Zelle kann das kurze Anlegen einer sehr hohen Spannung helfen.

Aber den Tenor meiner Vorgänger kann ich nur bestätigen. Die DETAs sind wahrscheinlich Schrott!

Gib mal einen Fortschrittsbericht...
 

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