Rückfrage zu Braunkohle und CO2

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#1
Den physikalischen Daten nach ist Braunkohle im CO2-Ausstoß günstiger als Steinkohle.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
Dafür sehe ich zwei Gründe:

1. völlig überflüssigerweise wird die Braunkohle nicht vorgetrocknet und wird zum größten Teil mit über 50% Wasseranteil verbrannt, eine ungeheure Verschwendung, nur, weil unsere Regierung der Grünen nichts dagegen unternommen hat. Jetzt ist es eh zu spät. Allerdings ist anscheinend ausgerechnet die CDU-Regierung auf diesen Punkt aufmerksam geworden. Sprecht also diesen Punkt an, wo Ihr könnt! Da geht es um ganz bandere Dimensionen, als bei der Photovoltaik!

2. Es entzieht sich meiner Kenntnis, wie hoch die zur Förderung erforderlichen Energiemengen sind. Immerhin müssen, um einen 40 Meter dicken Kohleflöz zu fördern, bis zu 1000 Meter Abraum, darunter Mutterboden umgesetzt werden, dazu die bis zu 1000 Meter tiefen Gruben wasserferi gehalten werden.

Hat jemand Zugang zu den Daten, wie hoch der Eigenverbrauch der Kohlegruben ist?

Keiner von uns sollte so tun, als wenn ihn das nichts anginge!



Noch ein Wort zu Gas und Öl:
Es wird immer schöngerechnet. Ich sehe in keiner Umweltstatistik, wieviel % der gefördertenEnergieströme aus der Erde einfach abgefackelt werden oder verloren gehen, ganz besonders beim Gas.

 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
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#2
Bernd Schlueter schrieb:

Völlig überflüssigerweise wird die Braunkohle nicht
vorgetrocknet und wird zum größten Teil mit über 50%
Wasseranteil verbrannt, eine ungeheure Verschwendung,
Ungeheuerlich - das widerspricht jeder Vernunft !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mit der riesigen Abwärmemenge könnte man die Trocknung sicher bewerkstelligen, wenn man nur wollte.

 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
1.834
0
#3
Mal wieder ein Beispiel für den Schwachsinn den die Industrie uns als Vernünftig verkauft... Siehe auch den Blödsinn mit Wasserstoff im Tank, der nach 2 Wochen durch Diffusion leer ist...
 
19.01.2004
145
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Krefeld
#4
Also, riesig sind die Gewinne nicht, die sich aus der Vortrocknung der Braunkohle ergeben. Aber doch rieeesig gegenüber dem, was Photovoltaik erbringt, und mit einem unvergleichlich höherem Wirkungsgrad. außerdem zur richtigen Zeit.
Die Kosten sind unverhältnismäßig niedrig, nur für die Betreiber lohnt es nicht. Die brauchen keine CO2-Steuer zu bezahlen und Braunkohle ist für sie umsonst. Warum also nicht Wasser verbrennen? fragen sie sich.
Nur, wer uns dermaßen schikaniert mit überteuerten Strompreisen, die sollte sich mal Gedanken machen, welche Energien bei der Verbrennung nasser Braunkhle sinnlos verpulvern, liebe Grüne.
Wir, die Elektroautogemeinde sind schließlich auf Braunkohle angewiesen.
Was kostet UNS solare Vortrocknung? Allenfalls einen Cent pro gewonnener kWh....