Prinzipielle Frage zu Schaltnetzteilen

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Ich bin soeben fündig geworden bei 200 Watt-Schaltnetzteilen mit praktisch beliebigen Ausgangsspannungen. Kosten: 45 Euro plus MWSt. Sie sehen fast genauso aus, wie die IVTs, sind aber keine ausgesprochenen Ladegeräte.
Vorausgesetzt, diese sind in ihrer Spannung regelbar und es lässt sich eine beliebige Temperaturkompensation einfügen, wäre die Frage, ob so etwas als Ladegerät taugen könnte. Die Geräte würden dann einfach beim Erreichen der einstellbaren Schwellspannung den Ladestrom (z.B.26,7Ampere bei 7,5 Volt) einstellen, wobei durch Einfügen eines kleinen Widerstandes die Endphase mit abnehmendem Strom erfolgen würde.
Ich stelle mir vor, dass normale Ladegeräte nichts anderes machen und oft nicht einmal eine Temperaturkompensation besitzen. Die Frage wäre, ob solch ein Gerät nicht völlig ausreichend ist. Ich glaube einfach nicht an die die Götterdämmerung mit Batterieladeknoffhoff, die manche Ladegeräthersteller veranstalten.
Ob es interessant sein kann, da einmal nachzuforschen? Die jetzt gefundenen Ladegeräte gibt es mit allen denkbaren Spannungs- und Leistungsbereiche. Der Leistungspreis ist dabei ziemlich konstant. Mengenrabatt ist da noch nicht eingerechnet. Industriegeräte.Volles PFC (>0,95), Betriebsspannung 84 bis 265 Volt ohne Umschaltung.Sicherheitsnormen. Bild:
http://www.elektronik-lavpris.dk/eshop/showproduct.asp?PRO_ID=89912
Diesen Preis dort in Dänenkronen beachtet mal lieber nicht.
Ab 10: 39 Euro, ab 25: 36 Euro, jeweils plus MWST.
Abgabe nur mit Gewerbebescheinigung. Da findet sich dort sicher jemand unter uns, der kein Geschäft daraus machen will...für unser "Technikprojekt".

Vorher hätte ich aber noch Genaueres wegen der oben genannten Punkte beim Hersteller anzufragen und bei Euch...
Die 7,5 Volt halte ich insofern für interessant, weil man damit Einzellader für 5er-Nicad- und Bleiblocks abdecken könnte, da man ja kaskadieren kann. Mit einer Einstellbarkeit der Spannung und Temperaturkompensation wären wir absolut universell...
Leider nicht für Lions, die brauchen 4,2 Volt. Aber, auch das ist möglich, das gleiche Schaltnetzteil gibt es auch für 5 Volt und 40 Ampere...sofern die Geräte regelbar sind, worauf ich wetten möchte...
Für höhere Ausgangsspannungen sind die Geräte noch geringfügig billiger...
Abmessungen 20X10X5cm.
Besonders günstiges Gerät:
http://www.elektronik-lavpris.dk/eshop/showproduct.asp?PRO_ID=89951
108 Euro+, ab 10: 88,50 Euro+ MWST
Dem link nach lässt sich also die Spannung im in Frage kommenden Bereich. justieren, dem ersten link nach auch der Strom.
Ich denke, der Umbau von PC-Netzteilen ist damit gestorben...

 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Ich hatte ja mit "Makoelektronik" in Emmerich gesprochen. Offensichtlich hat er es jetzt geschafft, die 12 Volt auf 13,8 Volt anzuheben, womit der gewünschte Umbau im Wesentlichen angeboten würde.
Ich fürchte einmal, die Industriegeräte mit voller Garantie, auf die ich oben verwiesen habe, sind inzwischen ausverkauft, ich würde aber gerne nachfragen, wenn Interesse bestünde.
Die Umbaugeräte von Makoelektronik ohne Garantie gingen, soweit ich das verfolgt hatte, zu einem höheren Preis weg. Aber ich denke, über den Preis könnte man verhandeln.

Noch einmal die Bedenken zum Umbau von PC-Netzteilen:

1. Abschalten bei Überlast, bei denen, die sich scheuen, den von mir vorgeschlagenen Widerstand zwischen Netzgerät und Batterie zu schalten. Das war, wenn ich mich recht erinnere, ein ganzer Hornissenschwarm.
2. Die Spannungsprüfung nach DIN für 3750 Volt Kriechspannung fehlt, PC-Netzteile sind nur für beidseitige Erdung zugelassen. Das widerspricht aber der Anordnung als Einzellader. Da wäre nur die feste Zusammenkopplung mehrerer Geräte möglich, wobei nur eines sekundärseitig geerdet bliebe (natürlich bei Minus).

Wie gesagt, ich hätte die Möglichkeit, die Überschlagsspannung, allerdings ohne Klimatest, nicht amtlich, aber mit einem amtlichen Prüfgerät, prüfen zu lassen. Allerdings, wie schon einige sagten, sind überhaupt Eingriffe in Netzgeräte, zumindest in den Vereinigten Staaten, nicht zulässig.
Ich werde mich also inzwischen hüten, einen Umbau anzubieten. Ich bin weder ein Techniker, noch stehe ich in der Handwerksrolle.

Hier das Angebot bei ebay:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=7369111731&ssPageName=ADME:B:FSEL:DE:1

Woher komt denn diese komische "smilie"? Aha, das ist das dumme "ebay"-Zeichen. Mal sehen, ob ich es wegbekomme...

 
B

Bernd M

Guest
Hallo Bernd
ich bin kein Elektriker ,aber das Netzteil versucht doch die Nennspannung zu erzeugen!Also werden doch bei einen gut genutzten 120AH Bleiakku mit niedrigen Innenwiederstand zufort alle Überlastsicherungen ansprechen.
Getestet wurde auch nur 18A über 1 Stunde.

Bernd M
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
So ist es. Für diejenigen, die den Einsatz eines zusätzlichen Widerstandes nicht scheuen, gibt es die Möglichkeit, diese Notabschaltung zu umgehen. Dieser Widerstand kann verhältnismäßig klein ausfallen, der Ladestrom geht gegen Ende des Ladevorganges gegen Null. Vorteilhaft ist es, vor allem für kleinere Akkus, diesen Vorwiderstand variabel zu gestalten.
Für diejenigen, die es noch nicht verstanden haben: Der Innnewiderstand eines Akkus errechnet sich nicht als Ootient von U und I, sondern als Quotient einer kleinen, aufgeprägten Spannungdifferenz geteilt durch die Stromänderung. So etwas nennt man auch einen dynamischen oder inneren Widerstand. Dieser bleibt relativ konstant und ist zu klein, um alleine Überhitzung zum Ladeende hin zu vermeiden.
Da offensichtlich Ladegeräte, die für diesen Zweck auch gebaut sind, zu einem Bruchteil des früheren Preises von über 120 Euro erhältlich sind, bezweifle ich ebenfalls, dass der Umbau eines PC-Netzteils noch Sinn macht, zumal das genannte Gerät meist einen Preis erzielt, der über dem eines kompakten, ausgesprochenen Laders entspricht (gut 40 Euro). .

 

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