Plattensätze falsch verschaltet ?

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Hallo zusammen !

Bei einer Sichtkontrolle meiner Panzerplatten-Zellen nach ca. 1000km glaubte ich meinen Augen nicht zu trauen, als ich mit einer Lampe in die Zellen hineinleuchete:

Üblicherweise sind die Panzerplatten wie alle positiven Elektroden eines Bleiakkus dunkelbraun und die wesentlich dünneren negativen Gitterplatten hellgrau.

Bei zwei nebeneinanderliegenden Zellen eines Blockes waren die Panzerplatten hellgrau und die dünnen Platten dunkelbraun.
Ich war zu diesem Zeitpunkt garantiert wach und nüchtern, zwickte mich aber sicherheitshalber noch dreimal in den Hintern - es blieb bei diesem seltsamen Anblick.

Ist hier tatsächlich in der Fabrik beim Zusammenschalten der Zellen was schief gelaufen ?

Dies erklärt die total schlechte Reichweite meiner Batterien, die jetzt nach erst 1000km schon am Tiefpunkt angelangt ist (ca. 20-25km bei 30 Grad C Batterietemperatur)
Ein weiterer Cityel-Fahrer hat zeitgleich die selben Batterien gekauft und hat mindestens 10 km Reichweite mehr.

 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Herbert Hämmerle schrieb:

Ist hier tatsächlich in der Fabrik beim Zusammenschalten der
Zellen was schief gelaufen ?
Der Händler hat dies bestätigt. In ganz seltenen Fällen (alle 5 Jahre vielleicht nach seiner Aussage) passieren solche Mißgeschicke - menschliches Versagen...

Diese Batterien werden, da kleine Stückzahlen, handmontiert. Montageautomaten lohnen sich nur bei hohen Stückzahlen --> Starterbatterien.

Ich bekomme einen neuen Block im Garantieaustausch.

Die bestehenden Blöcke haben bisher ca. 1200Ah Durchsatz erbracht.
Ich hoffe, das Zusammenspiel mit dem neuen noch unzyklierten Block ergibt keine gefährliche Spannungs-Unsymmetrie.

Sonst scheint diese Batterietype doch nicht so schlecht zu sein. Mein "Mitstreiter" Dietmar Gehrmann kommt mit dem gleichen Batteriesatz knapp 40km weit. Er hat dann beim Anfahren (120A) noch 31Volt.
Diesen Wert hatte ich "dank" den falsch verschalteten Zellen niemals erreicht.
Trotz Begrenzung auf 90A war die Sache extrem schlapp.

 
K

Karl

Guest
Hallo Herbert,

ich hatte auch schon oft Pech mit hardware, jetzt weißt du aber auch warum ein space-shuttle gelegentlich abstürzt, nichts ist unmöglich!
Und wenn immer mehr an Endkontrolle und Personal gespart wird, kann das nicht besser werden!
Ein Ersatz ist selbstverständlich, ich würde aber doch versuchen einen komplett neuen Satz zu bekommen. Alle die etwas von Bleiakkus verstehen, würden bestätigen, daß unter "normalen" Bedingungen die anderen Batts Schaden genommen haben.

Sonnenelektrische Grüße
Karl
 

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