Peugeot Bewegt sich nicht, roch verbrannt. - Elektroauto Forum

Peugeot Bewegt sich nicht, roch verbrannt.

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Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Folgendes: er ist mir auf der autobahn auf einmal stehn geblieben und hat leicht angekokelt gerochen, darauf hin hab ich ihn heim gebracht den motor zerlegt und gesehn das die oberen kohlen komplett verbrannt waren und auch bis zum kupfer abgenutzt (die untere zum kontrolliren war noch gut keine ahnung warum).

Darauf hin dachte ich mir das es wohl daran liegt da er sonst auch keinen fehler hinterlegt hatte bis auf: Drehzahlsensor Sporadisch (da hat ne Maus am kabel genagt gehabt offenbar, die kabel waren fast komplett durch nur noch paar lizen hingen drann, das hab ich dann auch gleich neu gemacht)

Aber als ich die neuen Kohlen drinn hatte konnte ich genau 100m fahren und er roch wieder so verbrannt und kam zum stillstand, er "startet" und man hört ein leises Surren wenn man aufs Gaspedal Drückt aber keine bewegung, und es ist jetzt der Fehler: Drehzahlsensor dauerhaft hinterlegt.

Könnten mir vllt die IGBTs abgeraucht sein wegen dem geruch?
Und was hat es mit dem Drehzahlsensor auf sich könnte der direkt mit geschossen worden sein und gibt es den überhaupt noch zu besorgen? Oder ist der Fehler noch da weil er sich nicht bewegt und er damit nicht prüfen kann ob er wieder funktioniert?

Ich bin noch nicht dazu gekommen die Box aus zu baun und rein zu schaun ob da drinn was verbrannt is da werd ich wohl erst am WE zu kommen.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
… ja, das sieht nicht so prickelnd aus.
Verschmorte IGBT‘s kannst Du nicht riechen, die Box ist dicht und läßt keine „schlechte Laune machende Gerüche“ raus.
Den Motor mußt Du sowieso ausbauen, wenn die Kupferlitzen der Bürsten den Kollektor „masakriert“ haben, muß dieser überdreht, geschliffen und mit einer Kollektorsäge die Lamellenabstände wieder ordentlich hergestellt werden.
Der Fakt, daß sich die obere Kohle stärker abnutzt als die anderen ist eigentlich bekannt - vielleicht wirkt die Schwerkraft der Erde mehr auf diese als auf die anderen drei (Galgenhumor - aus 🥺).
Wie sich das so anhört, liegt es nah - die Erregerwicklung hat einen Masseschluß, es hat gekokelt und das war zu riechen.
Der Fehler kann so eineindeutig lokalisiert werden:
- Fahrzeug UNBEDINGT spannungslos machen, Fahrspannung UND 12v
- Deckel (Kabelzuführungen) der Box abschrauben, 2 x Torx und weglegen.
- beide (Fahrerseite) dicke gelegenen Kabel - Motor (Anker) Zuführungen
abschrauben
- unter den Kabeln sind die zwei Zuleitungen (rot und bl) der Erregerwicklung, beide
Trennen, 2x torx
- alle 4 Motorkabel sind von der Box getrennt.
- mit einem Isolationsmesser (min. 150v) den Isolationswiderstand Kabel gegen
Karosseriemasse messen - sollte im Megaohmbereich liegen
- mittels Widerstandsmesser die Erregerwicklung und den Anker messen Sollwert
findest Du hier im Forum

Fehler in diesem „Motorerregerwicklungskreis“ werden nicht überwacht und angezeigt. Der Fehler „Drehzahlsensor“ ist absolut logisch, weil es wird ein Ankerstrom generiert aber der Motor dreht sich nicht.
Folgendes Bild wäre noch typisch, beim „Gasgeben“ schlägt der Stromindikator im Kombigerät aus, aber es tut sich nichts.
Ein Masseschluß der Erregerwicklung ist bekannt und gefürchtet, meistens mit großem Aufwand reparabel, bei Motorrevisionen kann dem vorgebeugt werden.

Ich Drück Dir alle Daumen, daß es nicht so ist. Schick mal die Meßwerte, dann kann man evtl. einen „Schlachtplan“ am „Generalsstabstisch“ sich ausdenken … 😉
Viel Erfolg …
 

L.S.

Aktives Mitglied
05.05.2021
696
Mühldorf am Inn
Ist es möglich, dass Du beim Reparieren des Kabels vom Drehzahlsensor die Kabel vertauscht hast? Ansonsten würde ich auf alle Fälle mal versuchen den Sensor zu prüfen/tauschen, bevor Du anfängst den Motor auszubauen. Vorausgesetzt dass der Kollektor noch i.O. ist.



Ich vermute Du meinst den Sensor Nr. 5? Der hat die Teilenummer 1920L1, ein Standard-Nockenwellensensor. Findest Du ab ca. 30€ im Internet. Die Steckverbindung ist vermutlich ein dreipoliger Bosch EV1 Stecker, aber das kann ich jetzt nicht ganz gewiss sagen.
 
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Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Ist es möglich, dass Du beim Reparieren des Kabels vom Drehzahlsensor die Kabel vertauscht hast?
Blau Weiß und Rot passen hab das kabel nur bissl verlängert damit man ihn besser anstecken kann.
Ich vermute Du meinst den Sensor Nr. 5? Der hat die Teilenummer 1920L1, ein Standard-Nockenwellensensor. Findest Du ab ca. 30€ im Internet. Die Steckverbindung ist vermutlich ein dreipoliger Bosch EV1 Stecker, aber das kann ich jetzt nicht ganz gewiss sagen.
Danke dafür den leg ich mir einfach mal auf lager, ich hab schon befürchtet das is irgend son sonder sensor nur für genau den Motor is den man nicht mehr bekommt.

Aber is leider bissl zu eindeutig, Isolationsmesser zeigt 0,005 Mohm bei 8V, ich hab 12V auf die spule angelegt und das gehäuse hat gefunkt da brauch ich net mehr lange suchen.
 
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Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Schaut schlecht aus, hab den Stator heute zum Wickler gebracht den einzigen den es hier gibt und der meint er macht soweiso keine Flachkupfer Wicklungen, also bleibt nur selber Wickeln wies aussieht.
Hat wer vllt schon mal sowas gemacht und eine quelle für das Flachkupfer?
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
Es gibt zwei Erregerwicklungen, die eine ist die parallelwicklung, wird extra angesteuert, die andere ist die Compoundwicklung, Kupfer massiv, die ist in Reihe mit dem Anker geschaltet.
Bist Du Dir sicher, daß die „Flachkupferwicklung“ einen Masseschluß hat ?
Ich habe schon viele „stinkende und verbrannte“ Motorwicklungen gesehen, eine Compoundwicklung mit Masseschluß war noch nie darunter. Es waren immer die Wicklungen der Parallelen Motorerregumg, also die mit dem kleineren Querschnitt.
 

Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Es gibt zwei Erregerwicklungen, die eine ist die parallelwicklung, wird extra angesteuert, die andere ist die Compoundwicklung, Kupfer massiv, die ist in Reihe mit dem Anker geschaltet.
Bist Du Dir sicher, daß die „Flachkupferwicklung“ einen Masseschluß hat ?
Ich habe schon viele „stinkende und verbrannte“ Motorwicklungen gesehen, eine Compoundwicklung mit Masseschluß war noch nie darunter. Es waren immer die Wicklungen der Parallelen Motorerregumg, also die mit dem kleineren Querschnitt.
Er wickelt sie mir zwar nicht aber er meinte er prüft sie mir komplett nochmal durch so das ich zumindest weiß was genau der fehler is ob masseschluss, kurschluss oder sonst was und auch welche wicklung es genau is das weiß ich aber erst nächste woche.
Ich hab mit dem Isolationsmesser bei der Flachkupfer spule gemessen und diese werte rausbekommen.
Bei der normalen Spule konnte das messgerät zwar auch einen durchgang messen aber erst bei 100V+ und megaohm bereich, und der meinte auch auf den ersten blick das die Flachkupfer spule nicht gut aussieht.
Die normale Spule würde er mir neu wickeln nur die flachkupfer nicht also wärs für mich super wenn die nicht kaputt wäre sondern die andere aber es sieht momentan leider genau falsch rum aus.
Als ich 12V bei der Hauptspule angelegt hab hat sie auch ein schönes magnetfeld erzeugt das die werkzeuge rundum gleich mal angezogen hat also ich denke ich hab die miesen karten gezogen.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
Nach einem kleinen Gespräch mit (m-) einem Motoreninstandsetzer wurden die
Statorwicklungen damals (höchstwahrscheinlich) in je ein Viertel des „Statoreisenteils“ eingebracht, danach mittels Vorrichtung zusammengefügt und die Einzelwicklungen eklektisch verbunden.
Geht natürlich heute nicht mehr so. Wenn Dein Motorenbauer die parallelwicklung neu wickeln will, könnte man ja so vorgehen:
- parallel- und compoundwicklung an den Stellen trennen, wo die Viertel der Wicklung
Elektrisch im Herstellungsprozeß verbunden wurden.
- jede dieser (zwei) vier „viertelwicklungen“ messen und den Teil feststellen, in der unschöne Meßwert liegt.
- das gleiche mit einer anderen defekten (Spender-) Wicklung „zelebrieren“.
- dann die defekte Wicklung am eigenen Eisenteil ausbauen und durch eine ausgebaute „Spenderviertelwicklung“ des „Spendereisenteils“ ersetzten. Bzw. Den Teil der parallelwicklung, der Masseschluß hat - neu wickeln lassen
- alles messen und wenn gut - elektrisch zusammenfügen.

Wäre doch, ins unreine geschrieben ein Weg, muß natürlich mit dem Motorenbauer im Vorab „beschnattert“ werden. Ein „Spendreisenteil“ oder „-Motor“ müßte doch aufzutreiben sein.
Noch‘n Hinweis aus dem französischen Forum, so würde man heute Antriebsmotoren, dem Dreck, der Lauge usw. ausgesetzt, nicht mehr bauen. Wenn das Eisenteil einmal sauber und desinfiziert auf dem OP Werkstatttisch liegt, wäre es vorteilhaft Eine zweite Isolationsschicht (als Gürtel zum Hosenträger) aufbringen. Dazu gibt es Schutzlacke (beim Wickler nachfragen) bzw. Gleich mittels Epoxydharz (dauerfest) Die Wicklungen umweltsicher und elektrisch unangreifbar fixieren - Beispielfoto
 

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Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
update zum Stator, Wicklungsisolation hat nachgegeben und die spule leicht angeschmolzen, das isolationspapier is verbrannt, der wendepol muss also auf jeden fall runter und neu isoliert werden, die hoffnug is das der querschnitt nich zu sehr gelitten hat und es mit glattfeilen und neu isolieren getan ist.

 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.722
Es sind gerade in den Kleinanzeigen hier jede Menge PSA Organspender zu finden.
Selbst wenn es klappt mit Rep. ist man dann für künftigen Ausfall gewappnet.
Hab damals für Kollektorrevision 600€ (auf die Hand) bezahlt und dann war nur das wieder ok...
 

Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Ein kleines update, ich hab den wendepol selbser ausgebaut, isoliert und wieder eingesetzt und so weit funktioniert der wagen jetzt wieder wies aussieht. Gekostet hat mich das nur ca 1€ für isolierpapier das ich zwischen die wicklung geschoben hab, mal sehn wie lange es jetzt läuft so mit den selbstgebauten kohlen und der isolierten spule.
 

Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Vom Regen in die Traufe, jetzt zeigt der Tacho keine geschwindichkeit mehr an und die Gaspedal rekuperation funktioniert nicht mehr, er zeigt aber nicht mehr den fehler für den Drehzahlsensor an und gibt auch die volle kraft nach der 5kmh grenze frei. der einzige fehler hinterlegt is Parameter im Steuergerät aber den hatte er schon immer. Und der isolationsfehler is auch weg, das reinigen vom Motor im zerlegten zustand hats gebracht.
... und vermutlich einige Stunden wachsame Präzisionsarbeit! Hut ab dass Du das selber gemacht hast und gute Fahrt, ich wünsch dir dass es lange hält! (y) (y)
Nachdem ich kapiert hab das die spule nur reingeklebt war ging eigendlich alles recht schnell, rausgenommen, auseinander gewickelt, mit papier wieder zusammengewickelt und wieder reingestopft und dann wars auch schon vorbei. Beim einbau natürlich schnell eine der Kohlen zerbrochen aber davon hab ich zum glück gleich mehrere gemacht gehabt.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
Zum Thema „Parameterfehler“ ist hier schon umfassend geschrieben worden, einfach mal suchen.
Washaben denn Deine Rechner für einen Softwarestand, 3.3, 3.01, 3.5 - oder ?
Die mit S/W 3.01 sind besonders anfällig, Stichwort EEPROM - Demenz …🥺
Anbei der Auszug aus dem Reparaturhandbuch (Punkt 5), die Rechner sollen neu programmiert werden, wie und was für Möglichkeiten es dazu gibt ist hier auch schon beschrieben worden.
Viel Erfolg
 

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Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Der wagen lässt mich nicht in ruhe, offenbar war die sensor verschraubung leicht verbogen wodurch er bissl schief drinn war, das hab ich mit hitze wieder gerade gebogen und jetzt zeigt er wieder tempo richtig an und geschwindichkeitsabhänhihe rekuperation geht auch wieder.
Aber da kommt schon das nächste: Unter leichter last (0-25% Gaspedal stellung) ruckelt der wagen, selbiges beim rekuperieren in diesem bereich, also entweder is das gaspedal auch kaputt das er nicht genau weiß wo er steht oder weiß nicht.
XD irgendwann hab ich alles ausgemerzt und jeden fehler mal gehabt.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
Das Strom-Gas-Pedal ist höchst selten defekt, das Spannungs-Strom-gassignal wird in der Box über RC/Integrator o.ä. Schön geglättet und steht als ideales sauberes steuersignal zur Verarbeitung bereit …
Ruckeln ist von zu kurzen oder einem größeren Spiel der Kohlebürsten in den Halterungen gut bekannt, ist meist der ultimative Hinweis dort mal reinzuleuchten.
Den unschönen „Parameterfehler“ sollte man nicht unterschätzen, der kann im EEPROM Bereich einiges durcheinanderbringen, da ist schon von vielen „unlustigen“ Effekten berichtet worden … 😎
 

Trylor

Mitglied
14.01.2024
90
Ich hab die Software 3.5, das mit dem parameter fehler hab ich mir mal durchgelesen was mir einer mal geschickt hat aber bin nicht wirklich schlau draus geworden, und vorallem hab ich keine möglichkeit auf das EEPROM zu zugreifen da mir die software fehlt, ich hätte zwar einen alten laptop aus den 90gern und sogar MSdos in vollversion da aber man braucht ja noch die französische software dafür so wie ich das verstanden hab.
Die Kohlen sind zwar eigendlich neu aber vllt hab ich ja was bei der toleranz vermasselt, ich hab die alten zwar mit schiebelehre vermessen aber wer weiß, vllt ist es auch weil sie noch nicht eingeschliffen sind? Die haben jetzt 20 km drauf.
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
584
Rechner mit S/W 3.5 ist o.k.
Der Parameterfehler ist die Anzeige, daß der Inhalt vom EEPROM Bereich (Quersumme) nicht der Vorgabe entspricht, das mit der Quersumme war damals Stand der Technik …
Was beschrieben wurde, über dos ins System zu gehen, ist eine der Möglichkeiten.
Aber selbst wenn man im System ist und mit den EEPROM‘s „schnattern“ kann - was soll dort eingespeichert werden und wohin …?
Geht prinzipiell, ist aber umständlich.
Variante 2: irgendwann hat hier im Forum mal ein Kenner der Materie die Daten abgelegt, welche man über Checkelec einspeichern soll, habe ich aber leider nicht mehr gefunden.
Ich halte mich an die Wartungsanleitung, nutze das dafür vorgesehene Prüfgerät
Actia „ELIT“, dort gibt es u.A. ein Menü, welches die Ursprungswerte in die Rechner „hämmert“, also anders gesagt „Werkseinstellungen“ - hat bis jetzt immer geklappt und ist der schnellste und einfachste Weg die Rechner zurückzusetzen auf die Ursprungswerte, diese befinden sich im „ELIT“.
Noch was zum Ruckeln, könnten auch die Aufhängungen des Motors sein. Der Gummi ist alt und zerbröselt, das dritte Lager (Schwenklager) ist da ein oft „ausfällig“
Gewordener Kandidat.
 

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