Petition zur Unterstützung von Elektrofahrzeugen

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.412
91365 Reifenberg
Hallo Bernhard,

erlaube mir den Hinweis, dass der Aufruf ist auf den Internetseiten der AVERE auch in deutscher Sprache veröffentlicht ist. Man kann sich per Internet direkt eintragen oder das pdf Formular runterziehen, ausdrucken, unterschreiben und zurücksenden.
siehe: http://www.cleanvehicle.com/petition.php?lang=de

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass der bsm seinen Aufruf für Elektrische Antriebe vollkommen unabhängig von Avere entwickelt hat,
siehe: http://www.solarmobil.net/aufruf

Wir (der bsm) finden den Avere Aufruf grosse Klasse und werden ihn nach Kräften unterstützen.

 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
AVERE, CITELEC und EPE ersuchen daher das Europäische Parlament, die Kommission Europäischer Staaten und den Europäischen Ministerrat ein großes Entwicklungs- und Demonstrationsprogramm für Elektrostraßenfahrzeuge mit Batterie-, Hybrid- und Brennstoffzellenbetrieb einzurichten, so dass ihre jeweiligen Vorteile für die Energieökonomie und Emissionsreduzierung hervorgehoben und die Barrieren für den direkten Marktzugang dieser Technologie beseitigt werden.
1) Der ganze Wasserstoff- und GeldverBrennstoffzellen-Krampf wird ohnehin schon völlig sinnlos zusubventioniert, ohne das jemals alltagstaugliche und bezahlbare Fahrzeuge zu erwarten sind.
Beim H2-7er-BMW sind die Tanks nach 9 Tagen zur Hälfte leer, gelöst werden soll dieses Problem durch noch zu entwickelnde Wundertanks mit Wunderisolierung, so in ca. 5-20 Jahren.
Wasserstoff ist zwar auch "das häufigste Element im Universum", aber was nützt uns der Wasserstoff in der Andromeda-Galaxis?
Von der katastrophalen "well-to-wheel"-Effizienz ganz zu schweigen.

2) Was wir auch definitiv NICHT brauchen, ist noch ein "Entwicklungs- und Demonstrationsprogramm", bei dem tolle teure Prototypen ein paarmal öffentlichkeitswirksam im Kreis fahren und dann im Museum oder in der Schrottpresse verschwinden.
Was genau sollte denn noch entwickelt und demonstriert werden, was nicht längst schon erfunden/bekannt/in Fahrzeugen eingesetzt ist?


Wenn die angesprochenen Institutionen wirklich etwas für zur Förderung von Elektrostraßenfahrzeuge tun wollten (was ohnehin nicht der Fall ist), dann müßte das meiner Meinung nach u.a. folgendes sein:

1. Erhöhung der Leistungsgrenzen für Elektrofahrzeuge mit Versicherungskennzeichen
Bisher sind für Elektro- und Stinkerantriebe nur 45 km/h und maximal 4 kW zulässig. Diese Grenzen sollten nur für Elektrofahrzeuge auf 60 km/h und 10 kW Motorleistung angehoben werden.
(75 km/h wären natürlich noch besser, aber ich wills ja nicht gleich übertreiben ;-) )
Den Rest regelt dann der Markt mittels Nachfrage :spos: .

2. Verpflichtung für Arbeitgeber und Vermieter, Stromtankstellen verfügbar zu machen
Jeder Arbeitgeber und Vermieter wird verpflichtet, einem Mitarbeiter oder Mieter auf Anfrage eine Steckdose zur Verfügung zu stellen, und zwar zu marktüblichen Preisen für Installation und Strom.
Evtl. ist hier eine anteilige oder vollständige Übernahme der Installationskosten durch den Staat denkbar (mit dem gesparten Geld aus der eingestellten GeldverBrennstoffzellen-Subventionierung :D ).

3. Jede Tankstelle muß auch eine dauernd zugängliche Stromtankmöglichkeit anbieten
Damit wäre das bisherige Park&Charge-System mit dem Einheitsschlüsseln + Einheitspreis wohl überfordert, daher muß ein neues System verwendet werden, am besten mit Bezahlung über Handy.
Da inzwischen in Österreich und Skandinavien selbst an Getränkeautomaten auf diese Weise bezahlt werden kann, und es schon verschiedenste formschöne :) standardisierte Zapfsäulen gibt, sollte die Kombination dieser Systeme nicht mehr allzu aufwendig sein.
Dieses neue System wird von der EU entwickelt und gestartet, weiterer Betrieb (Registrierung, Abrechnung, Software...) dann von einer Privatfirma/Konsortium ähnl. TollCollect. Die Zapfsäulen-Hardware an den Tankstellen muß von den (gutverdienenden) Ölgesellschaften installiert und gewartet werden.
Und um Sabotage seitens der Betreiber zu erschweren, bekommt jeder Fahrer, der wegen einer defekten Stromtankstelle nicht laden kann, Anspruch auf Schadensersatz.


Ist natürlich alles reine Utopie... :rolleyes:

Gruß Jens
 

Sinus

Mitglied
16.05.2005
53
Hallo Jens,

Du sprichst mir aus der Seele, genau diese Punkte sind es die eine Wende ermöglichen würden.

 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.412
91365 Reifenberg
Hallo Jens,
da hast Du wohl recht hinsichtlich der Fragwürdigkeit von Wasserstoff-Förderung.
Will mal sehen, wie wir da auf Avere Einfluss nehmen können. Der bsm ist allerdings nicht Mitglied bei AVERE. Der deutsche Partner ist die DGES.

Bisher habe ich auch noch nicht unterschrieben.
Wir hatten uns bisher auf unseren eigenen bsm-Aufruf konzentriert, siehe www.solarmobil.net/aufruf

.... und bei kritischem Hinschauen frage ich mich, was große Demovorhaben noch nützen, siehe Rügen-Lügen vor rund 10 Jahren. Eigentlich geht es um die konsquente Nutzung bekannter und bewährter Technologien. Und was die Industrie mehr oder weniger heimlich schon entwickelt hat, ist eigentlich auch schon genug. Insofern finde ich noch immer den Prius gut, zeigt er doch wenigstens die Richtung auf und gewöhnt die Kunden schon mal an den Elektroantrieb.

Leider lassen sich mit Verbrennern noch immer Milliardengewinne machen, und die Benzinindustrie hat im letzten Jahr Rekordgewinne von rund 50 Milliarden US $ eingefahren. Wer will da (in der Industrie) wirklich das Elektroauto?

Gruss, Roland, bsm
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Zumindest in die Städte gehören Stromtankstellen. In Kürze kann man dann mit jedem Hybridauto rein elektrisch fahren. Überland mit dem Plug-in-Erdgasgeneratorkoffer dann mit 10 kW und 110 km/h. Wie ich die meisten von Euch kenne, reicht uns das.

Also, im Zweifelsfalle sollte man entsprechende Petitionen unterschreiben.
Nicht aber solche für Wasserstoff. Diese Schlitzohren von der Industrie!

 

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