Oldtimer mit Elektro-Automatik?


ThoKo

Neues Mitglied
06.05.2021
2
Ich suche Möglichkeiten einen Oldie mit Elektromotor und Automatikgetriebe zu machen...auch mit ganz neuen Getrieben..sollte doch möglich sein??
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.413
Ein energiefressendes Schalt- oder Automatikgetriebe macht doch bei normalen Fahrzeugen keinen Sinn.

Die Adaption des Elektromotors ist wahrscheinlich einfacher, aber man verschwendet viel Energie damit. Das gesparte Gewicht kann man besser in mehr Akkukapazität stecken.
 

Loelle

Mitglied
27.01.2014
163
Schau mal bei Fleck Elektroauto nach.
Der hat alles dafür da und hilft bei der TÜV Abnahme.
Gruß Lölle
 

Norbert

Mitglied
19.08.2018
97
79771 Klettgau
auf D-Max startet nächste Woche eine Serie Oldtimer Voltage oder so da bauen Sie welche

@ Emil richtig ist das ein Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe einen schlechteren Wirkungsgrad hat als eine " feste Untersetzung " die jedes andere E Auto auch hat. Ich glaube aber nicht das es sehr viel mehr ist als das es wert ist ein neues Getriebe zu kaufen. Auch ein E Motor hat einen Bereich in dem er den besten Wirkungsgrad hat. Erste Hersteller fangen an ihre E Autos mit zweistufige Getriebe zu bauen, warum wohl ? Mit einer Schaltung, wie auch immer, kann der Motor kleiner gehalten werden und trotzdem sportlich beschleunigt UND höhere Geschwindigkeiten erreicht werden. Und das Thema AHK gleich mit gelößt.
Auch ich hab ein Automatikgetriebe in Gedanken bei meinem Golf. Erstens weil mir drei Stufen reichen, ich die Arretierte P gern haben möchte und bequem / Schaltfaul bin ich auch. Da würde ich etwas Mehrverbrauch akzeptieren. Der Mehrverbrauch eines Automatikgetriebe an einem Verbrenner kommt hauptsächlich von stehen , wen ich die Drehzahl im Stand auf das Mimum reduziere, was beim E Motor gut geht, reduzieren sich auch die Verluste.
Oder ich schmeiße den Wandler ganz raus und werde mit Externer Hydraulik die Schaltung ansteuern Dinge die ich mir anschaue alsbald ich ein Getriebe hab und etwas Zeit dazu
frohes e fahren Norbert
 

saxobernd

Mitglied
23.07.2020
207
Brusa hat schon die wildestens Konstruktionen von Elektromotoren erprobt und gebaut, um maximalen Wirkungsgrad in allen Drehzahlbereichen zu erzielen.
Beim Anhängerbetrieb kommt es im unteren Drehzahlbereich nicht so sehr auf hohen Wirkungsgrad an. Eine einzige Planetengetriebestufe mit Bremsband und Freilauf sähe ich hierfür als sinnvoll an. Eine Kombination aus zwei Elektromotoren mit zwischenliegendem Freilauf erfüllt den gleichen Zweck.
Tesla setzt auf einen Asynchrondoppelmotor für den oberen Geschwindigkeitsbereich und einen kleineren Permanentmgnetmotor für den unteren.
Alles Kompromisse. das ideale weichmagnetische Material gibt es nicht. Die auf diesem Gebiet führende Vakuumschmelze wurde in die USA verkauft und wird dauernd weitergereicht. Gewinnbringend. Weniger für uns.
 

weiss

Administrator
15.01.2004
2.129
hallo bernd :cool:
...
Beim Anhängerbetrieb kommt es im unteren Drehzahlbereich nicht so sehr auf hohen Wirkungsgrad an. ...
FALSCH
beim anfahren wird sehr viel drehmoment verlangt.
auf den BAB sind hänger auch mit dem verbrenner nicht so der hit.

meine meinung dazu.

euer werner ad
 

saxobernd

Mitglied
23.07.2020
207
Drehmoment ist Magnetisierung mal Strom. Die Wärme muss natürlich abgeführt werden. Für die Anhängerliebhaber, die selbst zur Oper mit dem Anhänger fahren, wäre ein Traktor geeigneter.
 

Norbert

Mitglied
19.08.2018
97
79771 Klettgau
Drehmoment und Wirkungsgrad sind verschiedene Themen
Wenn ich NUR mit Anhänger fahren will oder muss dann würde theoretisch auch ein einstufiges kurz untersetztes Getriebe reichen so das die Höchstgeschwindigkeit halt bei 85 ( 105 ) absolut fertig ist beim PKW Elektrostapler haben auch nur eine feste Untersetzung. Dieses Getriebe hatt weniger Verlust als eines mit Zwei oder drei Gänge.
 

Christian s

Bekanntes Mitglied
28.10.2006
2.719
Bei Oldtimern ist es das vernünftigste das originalgetriebe zu behalten und nur in einem bestimmten Gang zu belassen.Dieser sollte das normale Fahrverhalten gut abdecken. Wird bei den meisten Modellen und den meisten E Motoren wohl der höchste sein nur bei Spezialsituationen ist ev Runterschalten nötig.
Automatikgetriebe bei E Motoren sind rausgeschmissenes Geld . (Siehe diverse Fleck youtube Videos)
 

Vinreeb

Mitglied
15.04.2020
95
Also ich finde gerade das einstufige Getriebe der Tesla-antriebe so elegant... mir würde im traum nicht einfallen ein altes getriebe mit seiner Parasitären leistungsaufnahme/ Gewicht/ Platzverbrauch im Fahrzeug zu belassen wenn es nicht absolut notwendig ist.
Aber ja, für manche anwendungen wären zumindest 2 Gänge sehr hilfreich. Eines davon ist sicher das anfahren mit anhänger am Berg, ein anderes ist das fahren im Gelände, wo man mitunter langsamer als schrittgeschwindigkeit fahren möchte während hohe Drehmomente anliegen. Man bräuchte dafür eigentlich nicht unbedingt ein schaltbares getriebe, eine überbrückbare Wandlerkupplung würde es auch tun. Drehmomentwandler sind stufenlose Fluidgetriebe, bis 1:4 können sie bei vertretbaren Verlusten
untersetzen.
 

saxobernd

Mitglied
23.07.2020
207
Ihr solltet zweiachsigen Stirnradgetrieben keinen hohen Wirkungsgrad absprechen. Sie sind groß und schwer, sonst haben sie keine Nachteile.
Die Drehzahlbereiche überschneiden sich in einem großen Bereich, ein Gangwechsel kommt selten vor und ist dank elektrischer Synchronisation schnell, stoßfrei und einfach zu bewerkstelligen.
Hybride arbeiten häufig mit vielstufigen Doppelkupplungsgetrieben. Ein überflüssiger Aufwand, finde ich.
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.316
Zulassung beachten - damit eine Vernüftiger Anhöngerbetrieb eingetragen wird muß einen gewisse Steigfähig keit vorhanden sein - ein Tesla mit 400 und mehr PS hat da genug von.
Einen 60PS EV wird es da ein Problem geben.
Auch ein Grund um eine 2-Ganggetriebe zu haben - ich denke auch eine Kupplung kann man verzichten - umschaltung Servomotor; und Planetengetriebe ist Kompakt zumal wenn der Hersteller nur einen Motor verbauen will, ohne hin eine Getriebegehäuse für das Differential braucht - gut um die Synchronringe und deren Arbeit kommt man nicht rum.
Aber ein Automatikgetribe mit Bremsbönder zu diskutieren - mensch was hat man "gefrühstückt" solche gedanken zu verfolgen - Teile ; Wirkungsgrad ; Masse und Volumen oh mannnnnnn.
 

Norbert

Mitglied
19.08.2018
97
79771 Klettgau
?? was irritiert mich hier ? Das Originalgetriebe bei einem Umbau bleibt drinn weil alles andere noch aufwendiger und teurer wäre.
?? hab nichts besonderes gefrühstückt, welche Vorteile ich mir davon erhoffe hab ich oben beschrieben. Wie viel mehr ich verbrauche muss ich noch versuchen rauszubekommen. Dannn entscheide ich ob es das wert ist
Danke für den Tipp mit den Videos von Fleck
frohes fahren
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.661
Filderstadt
www.elweb.info
Ich habe schon schlechte Erfahrungen mit Bestandsgetrieben gemacht. Man muss beim E-Motor das Drehmoment und Drehzahl begrenzen!

In unserem Fall war das Drehmoment des E-Motors deutlich höher als vom Verbrenner davor und es hat die aufgeschrumpften Zahnräder auf der Getriebewelle heruntergedreht.

Auch mit Drehzahlen aufpassen, E-Motoren drehen schnell mal über 10.000 1/min, auch dafür ist ein Bestandsgetriebe nicht gemacht...
 

saxobernd

Mitglied
23.07.2020
207
Auf Synchronisierung und Kupplung kann man verzichten, weil man vor Fahrtbeginn entscheiden kann, welchen der zwei Gänge man einlegt. Elektromotor mit hoher Drehzahl? Die Getriebewellen halten das aus, das Öl kann man meist anpassen. Das Drehmoment des Elektromotors und die Drehzahl kann man begrenzen. Verbrennermotoren sind meist "ruppiger".
 

ThoKo

Neues Mitglied
06.05.2021
2
Hallo allerseits
ich habe nun viel erfahren und bin nicht gescheiter.. da ich im Verbrenner seit Jahrzehnten Automatik fahre und auch meine Oldtimer Automatik sind und auch meine Familie schaltfaul ist bleibt das Problem bestehen...
Ich habe das Gefühl, ein nicht zu schaltendes Getriebe ( ob es nun Automatik heisst oder nicht...) ist technisch gesehen für ein neues E-Mobil Standard. Wieso kann man diesen Standard nicht auch in ein altes Auto verpflanzen? Es wird bei einem solchen Umbau sowieso der grösste Teil der Antriebstechnik ersetzt... Kardanwelle raus, Differential neu etc... da müsste man das Problem doch mit einem Wandler oder einem Untersetzungsgetriebe lösen können.. ODER gibt es einfach technisch nichts das befriedigt?? ( mal abgesehen von den Kosten)??
 

Norbert

Mitglied
19.08.2018
97
79771 Klettgau
nein, es wird nicht der größte Teil der Antriebstechnik ersetzt
üblicherweise wird nur der Verbrenner Motor vom Getriebe getrennt und der E Motor mit einem einfachen Flansch daran befestigt. Das hält die kosten im Rahmen. Eine Untersetzung und das Differential wird immer benötigt.
Je nach Fahrzeug und Leistung des E Motors wird z.b. der 2 te Gang " fest eingestellt " da faren Sie wie mit ihrem Automatik.
 

Norbert

Mitglied
19.08.2018
97
79771 Klettgau
auch ist es möglich einen E Motor an ein Automatik-Getriebe zu bauen er braucht " nur " mehr Strom welcher meistens knapp ist da Akkukapazität Geld kostet und / oder wenig Platz vorhanden um große Akku einzubauen
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
985
Ich denke, es ist auch ein Teil ein Zulassungsproblem.

Das bestehende Verbrennerauto ist homologiert, also so als Ganzes zugelassen.

Ein Umbau auf Elektro ist nun recht einfach, wenn du nur den Motor gegen einen e-Motor tauschst, der _weniger_ Leistung als der Orginalmotor hat. In diesem Fall geht der Prüfer davon aus 'weniger Leistung'='weniger Belastung' und muss die bestehenden sicherheitstechnischen Aggregate wie Bremsen und Fahrwerk nicht besonders darauf prüfen, ob sie den geänderten Belastungen gewachsen sind. Änderst du jetzt zusätzlich zum Motor noch die Getriebeübersetzungen bzw. den gesamten Antrieb, wird es schon schwieriger. Zumindest beim Verbrenner muss bei komplett geänderten Getriebeübersetzungen (bei gleichem Motor!) unter Umständen ein Emmissionsgutachten gemacht werden - das willst du nicht bezahlen.

Ganz wichtig auch bei deinem Projekt: Das Auto muss alt genug sein! Ab einem bestimmtem Datum wurde eine sogenannte elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung Pflicht. Ist dein Grundfahrzeuig neuer, musste die nach dem Umbau auch bestehen. Bei älteren Fahrzeugen reicht es üblicherweise, wenn die einzelnen Elektro-Komponenten schonmal geprüft wurden.

Gruß,

Werner
 

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