Nochmal PV mit Eigenverbrauchsoptimierung

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Hallo.
Ich habe nochmal intensiv nachgedacht und dann alle bisherigen Pläne mit Akkubank, DC/AC Wandler, Ladegerät für 48V usw. über den Haufen geworfen.

Ich habe eine PV mit SMA Tripower (Nennspannung 600V) dazu ein PSA-Fahrzeug mit Marechal.


Folgende Idee:
Ich wollte eigentlich mein Auto nachts als Stromspeicher verwenden. Ich greife, wenn das Auto am Marechal hängt an den Schnellladekontakten 130V DC ab.
Wenn die Sonne untergegangen ist, schalte ich um auf Autobetrieb. (Zeitschalter oder Dämmerungsschalter) Ein DC/DC-Wandler macht aus den 130V DC 600V DC. Dies geht dann anstelle der PV in den SMA Tripower. Dieser macht dann ein 3 phasiges Netz draus und ich kann den Nachtverbrauch im Haus bis zur Leistung des DC/DC-Wandlers nutzen. Falls mehr Strom gebraucht wird, kommt er aus dem Netz.
Falls weniger Strom gebraucht wird, darf er natürlich nicht ins Netz wegen EEG.(Wie realisiere ich das?)
Somit spare ich mir umständliche zusätzliche Wandler auf AC und eine stationäre Akkubank. Gleichzeitig wird mein Standbyverbrauch nachts zählermäßig auf 0 gebracht.
Kann das funktionieren?
Stefan

P.S.
Schade, dass der Tripower mind. 188V Einschaltspannung braucht, sonst könnte man das Auto direkt dranhängen. Mit einem Tesla würde es so funktionieren, da liegen die DC-Anschlüsse auch nach außen frei.
 

alklex

Aktives Mitglied
27.02.2010
379
Obacht Stefan,

der SMA-Tripower ist doch ein EInspeisewechselrichter oder ?
Er wird also versuchen so viel einzuspeisen, wie die Quelle hergibt.
Deine Quelle ist zuerst der Fahrzeugakku und dann der DC/DC-Wandler.

Dreh und Angelpunkt ist der DC/DC...

Der SMA-wird zunächst aller Leistung bis zu seiner Nennleistung ziehen und somit den DC/DC aus- bzw überlasten. Ein typischer DC/DC wirft bei Überlast die Last ab. Kurzschlussfall.
Das darf nicht passieren. Weiterhin darfst Du nicht einspeisen.

Du musst also einen DC/DC haben, welcher in seiner Leistung regelbar ist, also einen einstellbaren Konstantstrom hat. Ähnlich unser Ladegeräte im UI-Betrieb.

Die Sollgröße richtet sich nach Deinem aktuellen Verbrauch.

Wie misst Du den aktuellen Verbrauch Deines Hauses ?

Diese Information musst Du dann in die Stellgröße für den DC/DC umwandeln - ggf Arduino oder ähnliches.

Dann brauchst Du noch einen DC/DC mit den genannten Spannungswerten und der gewünschen Leistung. Fertig kenne ich da keinen..

Alternativ kannst Du dir ja auch eins/zwei kleine (300W) netzgeführte Wechselrichter (Grid-WR) suchen, die zu den 130V des PSA passen und diese je nach nach Strrombedarf des Hauses ein/ausschalten.

Ich für meinen Teil werden das mit der Akkubank weiterverfolgen.

Gruß Alex
 

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Hi Alex.
Danke für die Infos.
Mein MPP Tracker geht bei 380V los. Bedeutet das, dass er bei einer niedrigeren Spannung nicht die volle Leistung zieht? Dann kann man es doch damit versuchen.
Problem bei den zusätzlichen netzgeführten Wechselrichtern ist halt, dass die keine 3 Phasen abdecken, zumindest nicht in einem preislich vernünftigem Rahmen.
Mist, ich dachte ich hätte endlich eine einfach Lösung...

Stefan
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.681
Filderstadt
www.elweb.info
Es sollte möglich sein den SMA Wechselrichter auf Einspeiseleistung "0" zu regeln, zumindest versuche ich das auch gerade. Du must über den SMA Homemanager den Zähler abgreifen falls möglich. Ich habe unterschiedliche Infos dazu gehört ob das über die D0 Schnittstelle geht. Falls es über den Zähler nicht geht hilft der Messwandler von SMA der ebenfalls an den Homemanager angeschlossen werden kann.

Schafft Dein DC/DC genug Leistung?
Was passiert wenn das Fahrzeug leer ist, wann hört Dein DC/DC auf.
Könntest Du nicht einen kleineren Wechselrichter nehmen der mit den 120V klarkommt?
wie willst Du die DC Umschaltung vor dem Wechselrichter machen?

Mehr Fragen als Antworten, sorry einige Fragen beschäftigen mich zufällig auch heute Abend

VG
Ralf
 

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Hi Ralf.
Ich bin erst noch am Anfang und hab auch noch keine genauen Vorstellungen. Aber ich dachte, es ist günstiger vorhandene Komponenten zu verwenden als neue zu kaufen.
Ein 2. WR wäre denkbar, er sollte jedoch alle 3 Phasen abdecken und dann wirds schon teuer. An Leistung genügt 200-300W, mehr brauch ich abends nicht, wenn allerdings jemand dann abends doch noch den Wasserkocher einschaltet, muss halt aus dem Netz ergänzt werden.
Sinnvoll wäre auch ein 3 facher Netzumschalter (PV/ Netz/ Akku), keine Ahnung ob es sowas gibt.
Akku leer ist unwahrscheinlich bei einer Leistung von 300W und 13kWh im Auto. Dennoch sollte man einen Schutz einbauen, indem der DC/DC bei Unterspannung abschaltet.
Blöd halt, dass es das alles fertig gibt für 48V Blei. Aber dann muss ich auch noch Akkus kaufen:-(

Wenn ich nur 1 Phase abdecke, muss ich meinen ganzen Sicherungskasten nochmal neu verdrahten, allerdings hängt bei mir Deckenbeleuchtung und Steckdosen zusammen, also eigentlich nicht machbar, dur die Beleuchtung abzufangen.

Mein Ziel ist es den Nachtverbrauch auf 0 zu drücken. Dieser wäre Kühlschank (70W) Gefrierschrank (70W) , Modem für Telefon (25W) , und abends ein paar Stunden LED-Beleuchtung (50W), Musikanlage (70W) und LED-Beamer (60W)
Sind im Jahr ca. 250€ an Standby und Abendbeleuchtung. Die Investition sollte daher nicht mehr als 1000€ verschlingen.
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.681
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Stefan,
Du kannst einphasig einspeisen wenn Du einen saldierenden Zähler hast! Es gibt also keine Notwendigkeit dreiphasig einzuspeisen wegen der Abrechnung, der Zähler, wenn er saldierend ist, macht die Summe über die Leistung der drei Phasen.

Ein kleiner Netzwechselrichter würde es dann tun. Ich suche im Moment auch nach einem Stringwechselrichter der mir Abends 100-300 W einspeist, am besten auch wieder Zähler-gesteuert.

VG
Ralf
 

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Du hast mich falsch verstanden. Die von mir genannten Geräte (Heizungsregelung hab ich noch vergessen) liegen alle auf unterschiedlichen Phasen im Haus. von daher ein Problem.
Mal sehen...
Kennst du einen kleinen WR, der geeignet wäre?
Stefan
 

Alex aus NW

Mitglied
06.10.2011
175
Hallo Stefan,

die Einspeisung mit den Steca grid 300/500 Wechselrichtern ins Hausnetz ist definitiv möglich.

Bei 130V Akkubankspannung wird nur der 500er gehen. Der regelt bei 5A DC ab und speist max. 530 Watt ins Hausnetz ein.

Um die Auslastung der Wechselrichter zu steigern, kann man Tag und Nacht zwischen PV und Speicher wechseln.

Viele Grüße
Alex aus NW
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.681
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Alex,
so ein kleiner Steca kann schon einspeisen, jedoch braucht man nochmal die Netzfreischaltung, damit ist man dann schon beim Preis von einem kleinen SMA Wechselrichter. Theoretisch hat man dann einen SMA für die PV und einen SMA oder anderen Netzwechselrichter, der ab Batterie speist. Was so ein MPPT im WR macht, wenn man ihn ab Batterie speist, weiß das jemand?

mfG
Ralf
 

BB-Saxo

Neues Mitglied
30.06.2012
14
na, den MPP suchen halt ;)
Wenn die Batt-spannung abfällt, fährt er den Strom hoch bis zu seiner internen Begrenzung, d.h. der WR läuft immer mit seiner Nennleistung.
Deswegen suchen wir ja für unseren Zweck ein von extern regelbares Modell.
Soweit ich das bis jetzt sehe, gibt der Markt folgendes her:
- die größeren WR >1.2kW bieten die Schnittstellen um über firmeneigene Lösungen bzw. bestimmte Datenlogger regelnd einzugreifen (z.B. für 70%-Abregelung, Abregelung über FRE, Homemanager). Diese WR haben aber MPP-Bereiche meist erst ab 150V aufwärts, also ungeeignet für Batterieanschluss (kleine Bänke)
- kleine Modul-Wr (bis 500W) liegen vom MPP her im Bereich typ. Batt-Kleinspeicher (24/48V). die haben aber soweit ich weiß keine Regelmöglichkeit

-Solarelectrix hat ja einen vorgeschalteten Regler für solche Modul-WR. Da wird -vermute ich- über einen DC-DC-Wandler die Eingangsspannung so weit aus dem MPP-Fenster des Wr geschoben, dass doch eine Leisungsregelung bei Batt-Betrieb möglich ist.
Würde ich jetzt sofort kaufen, wenn Pmax da nicht 250W wären, ich will aber ca. 500W (Enecsys oder Aptronic).
Kennt jemand eine Lösung für diesen Fall?

Schöne Ostern!
Helmut
 

spunty

Mitglied
19.12.2010
160
Ich greife, wenn das Auto am Marechal hängt an den Schnellladekontakten 130V DC ab.
Ganz blöde Frage: Hast Du die Schnellladeversion des Marechalsteckers? Oder wie willst Du an die 130V kommen?
Autoseitig sind die Kontakte ja immer vorhanden aber ohne passenden Stecker wirst Du die 130V wohl mit einem Extra-Stecker abgreifen müssen.

Viele Grüße und gutes Gelingen!
Dirk
 

Joe-Hotzi

Aktives Mitglied
01.08.2011
550
Solarelectrix.de hat ja einen vorgeschalteten Regler für solche Modul-WR. Da wird -vermute ich- über einen DC-DC-Wandler die Eingangsspannung so weit aus dem MPP-Fenster des Wr geschoben, dass doch eine Leisungsregelung bei Batt-Betrieb möglich ist. Würde ich jetzt sofort kaufen, wenn Pmax da nicht 250W wären, ich will aber ca. 500W (Enecsys oder Aptronic).
Kennt jemand eine Lösung für diesen Fall?
Die Teile finde ich auch vom Ansatz her genial!
Wie wäre es denn, einen zweiten 250W-WR bei Bedarf zuzuschalten?!? Unter 250W wird nur der eine Micro-WR betrieben, >250W wird ein weiterer fix aufgeschalten und der erste regelt wieder den Rest ...
 

Joe-Hotzi

Aktives Mitglied
01.08.2011
550
Du hast mich falsch verstanden. Die von mir genannten Geräte (Heizungsregelung hab ich noch vergessen) liegen alle auf unterschiedlichen Phasen im Haus. von daher ein Problem.
Mal sehen... Kennst du einen kleinen WR, der geeignet wäre?
Stefan
Nein, ich glaube, Du hast einen Denkfehler: Deinem Bezugs-Hausstromzähler ist es absolut schnurz, ob auf einer Phase eingespeist und gleichzeitig auf der anderen Leistung abgenommen wird. Er bildet die Summe aus allen drei Phasen und zeigt im Idealfall -NULL- Strombezug an. Daher heisst es "saldierende" Zähler.

Dreiphasige (geregelte) Einspeisung würdest Du nur benötigen, wenn Du eine abgetrennte, dreiphasige Insel betreiben willst (bzw. ist bei PVA-Einspeisung ab einer Größe Pflicht wg. Phasenschieflast im öff. Netz). Dazu kann man für die Insel bspw. die victron Phönix oder multiPlus Geräte koppeln. Wird aber ein (i.d.R. unnötiger) teurer Spass ... Besser /einfacher /preiswerter ist es dann, im Inselbetrieb die drei (vom öff. Netz abgetrennten) Haus-Phasen zusammenzuschalten und mit einem einphasigen (!!!) aber ausreichend großen Insel-WR zu befeuern. Das Einzige, was da nicht geht, sind echte Drehstromgeräte. Ich glaube, der Peter E. betreibt so etwas ... ;)
 

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Hi Joe.
Nochmal Danke für deine Überlegungen.
Aber es ist so: Wenn ich aus dem Auto ins Haus einspeise, darf ich nicht ins Netz einspeisen, sonst wäre es EEG Betrug.
Von daher ist bei Versorgung des Hauses aus dem Auto die Einspeisung ins Netz zu blockieren. Dann nützt mir ein saldierender Zähler aber nichts. Ich bin dann getrennt und quasi Insel. Eben dann benötige ich aber alle 3 Phasen im Haus.
Diese Funktion könnte dann der SMA Tripower übernehmen, wenn ich ihm eine Stützphase vorgaukle.
Problem ist jedoch dabei die Begrenzung des Stroms aus den Akkus, bzw, dessen Anpassung an den momentanen Bedarf.
Wenn ich dagegen einen einphasigen WR nehme kann ich nur 1 Phase versorgen, welche nehme ich dann? Auch ein saldierender Zähler wechselt ja nicht die Phasen im Sicherungskasten nach Bedarf, oder?
Die Anlage von Peter kenne ich, sehr schöne Akkubank, nützt aber nichts bei mir, da dreiphasiges Haus.
Mal sehen, wie ich weiterkomme,
Gruß Stefan
 

Stefan B.

Bekanntes Mitglied
30.01.2007
2.034
Hi Spunty
Da ich ja nicht so hohe Ströme brauche, dachte ich an die vorhandenen Kontakte daneben (die für die anderen 2 Phasen bei Drehstombetrieb, die sind im Stecker vorhanden und machen 16A.
Macht bei 130V gute 2000W. Das langt für meinen Nachtbedarf.
Gruß Stefan
 

spunty

Mitglied
19.12.2010
160
Hallo Stefan,

dann meinst Du die Kontakte L2 und L3? Schaue bitte nach, ob die fahrzeugseitig vorhanden sind. Bei mir fehlen die leider sonst hätte ich die schon lange selber genutzt. Und während man fehlende Kontakte im Stecker leicht ersetzen kann (wenn man einen zweiten Stecker hat) wird es bei der Fahrzeugbuchse schwierig: Die ist verschweisst...

Viele Grüße und viel Erfolg
Dirk
 

Joe-Hotzi

Aktives Mitglied
01.08.2011
550
Aber es ist so: Wenn ich aus dem Auto ins Haus einspeise, darf ich nicht ins Netz einspeisen, sonst wäre es EEG Betrug.
Das Problem kenne ich - deshalb betreibe ich eine zusätzliche, abgetrennte Insel. Sonst hätte ich keine PV-Leistung aufrüsten können.

Von daher ist bei Versorgung des Hauses aus dem Auto die Einspeisung ins Netz zu blockieren.
Wenn Du keine getrennte Insel bauen willst (macht bei Deiner PV-Leistung wenig Sinn), trennst Du halt natürlich dazu das Haus vom öff. Netz.

Ich bin dann getrennt und quasi Insel. Eben dann benötige ich aber alle 3 Phasen im Haus.
Auf allen drei Phasen benötigst Du Spannung /Strom - aber wirklich auch "Drehstrom"?!?

Deshalb kam ja mein Hinweis auf Peter End.: Du kannst genauso die drei Phasen zusammenschalten, die dann ein einphasiges, verzweigtes Hausnetz bilden. Wenn Du diese dann mit einem ca. 5kW Inselwechselrichter aus Deinem Auto-Akku befeuerst, merkst Du (fast) keinen Unterschied zum Netzbetrieb in Deinem Haus! OK, WM, Spüler, Backofen und Wasserkocher sollten nicht gleichzeitig gestartet werden - aber das hat man als "Sunnyboy" doch eh im Blut.:xcool:

Weder der E-Herd, noch der Backofen sind übrigens Drehstromgeräte! Sie werden nur dreiphasig angeschlossen, um eine Phasenschieflast im öff. Netz zu vermeiden. Sie funktionieren also einphasig genauso - und am öff. Netz bist Du ja nicht mehr ...
Dabei können im Haus sogar mehr als 20A (4,6kW) eingespeist /verbraucht werden. Denn da Du einphasig fährst und eben nicht am öff. Netz hängst, gibt es auch kein Problem mit einer Phasenschieflast. Wie weit Du hier gehst, ist vor allem eine Sache des Geldbeutels.

Nur die Drehstromkiste geht natürlich nicht. Wolltest Du dies realisieren, bräuchtest Du ja für die 22kW-Dose >3x7kW phasenkorrekt gekoppelte Insel-WR ...
Aber dann darf da im Haus auch noch kein Licht brennen, wenn mal eine Zoe lädt. :eek:
Und die Drehstromkreissäge funktioniert ohne Drehstrom auch nicht. Aber dies sind fast die einzigen Drehstromgeräte, die der Privatmann so kennt.

Diese Funktion könnte dann der SMA Tripower übernehmen, wenn ich ihm eine Stützphase vorgaukle.
Nein, das geht m.E. nach nicht! Zum Einen müsstest Du ihm wohl drei phasenkorrekte "Stützphasen" vorgaukeln! Zum Anderen (wie schon von Dir erkannt) ist der SMA TriPower ein Einspeise-WR, der immer die Maximalleistung (MPPT) von den PV-Modulen bzw. aus dem Akku ins Netz ballern will - völlig ungeregelt und evtl. nicht einmal genau phasengleich in der Leistung!!!

Problem ist jedoch dabei die Begrenzung des Stroms aus den Akkus, bzw, dessen Anpassung an den momentanen Bedarf.
Das ist nur EIN Problemchen, welches evtl. noch durch Stromregelung /Spannungsverschiebung u.a. Tricks gelöst werden kann. Aber wie willst Du sicherstellen, dass auf jeder Phase immer die korrekte Phasenleistung, die gerade benötigt wird, zur Verfügung gestellt wird?!?
Dazu kommt, dass bspw. mein Kostal Pico 8.3 (dreiphasige Einspeisung) bei niedriger PV-Leistung die Strings intern zusammenschaltet und erst einmal nur einen Tracker betreibt um die Verluste zu minimieren. Erst bei ca. 3kW werden beide Tracker betrieben ... Etwas ähnliches sollte der TriPower auch machen, aus Effizienzgründen ...

Vergiß es, einen dreiphasigen Einspeise-WR "missbrauchen" zu wollen! Es wird m.E. nach nicht funktionieren und wenn, dann ist der Aufwand höher als eine ausgereifte Insellösung.

Dazu kommt, dass Du durch einen Insel-WR eine Redundanz erhälst. Wenn ein WR ausfällt, funktioniert wenigstens noch die andere Lösung.

Wenn ich dagegen einen einphasigen WR nehme kann ich nur 1 Phase versorgen, welche nehme ich dann?
Wenn Du alle drei Hausphasen nach der Abtrennung vom öff. Netz zusammenschaltest, hast Du ja im ganzen Haus nur noch eine Phase ...
Stell Dir einfach vor, Dein Haus sei eine kleine Gartenlaube, zu der Du eine 230V-Leitung ziehst. Wie stark Du diese hinter dem Anschlusspunkt dann verzweigst, ist doch Deine Sache ... ;)

Die Anlage von Peter kenne ich, sehr schöne Akkubank, nützt aber nichts bei mir, da dreiphasiges Haus.
Ach, und vor der Zusammenschaltung war das Hausnetz auch einphasig?!? Oder doch dreiphasig wie Deines und jeder andere Hausanschluss ?!? :rp:

Das Problem sehe ich eher in der fixen Spannung Deines Auto-Akkus. Insel-WR laufen i.d.R. mit 12/24/48V. Ein stationärer Akku (wie bei Peter End.) ist natürlich leicht zu konfektionieren. Einen Autoakku wirst Du i.d.R. nehmen müssen, wie er ist und die Spannung für den Insel-WR anpassen müssen! Eine Lösung wäre bspw. ein Pufferakku im Haus, der über DC-DC aus dem Auto quasi "nachgeladen" wird. Direkt per DC-DC zum Insel-WR geht wohl nur bei (sehr) geringen Leistungen - die 12V-Schiene ist ja vorhanden und da einen kleinen 12V->230V-Sinus-WR anklemmen keine Hexerei ...
 

Joe-Hotzi

Aktives Mitglied
01.08.2011
550
... Macht bei 130V gute 2000W. Das langt für meinen Nachtbedarf.
Gruß Stefan
Deinen Nachtbedarf solltest Du aber noch gründlicher analysieren! Bei mir sind das dann zwischen 130W - 250W Dauer, +zeitweise 100-300W für Fernseher u.ä., wenn ich die Anlaufströme bspw. vom Kühlschrank ausblende und kurzzeitige Verbraucher wie Wasserpumpe (600W) "vergesse".

Du musst erst einmal festlegen, worum es Dir primär geht!

- Minimierung des EVU-Strombezuges?
Dann dürfte es am wirtschaftlichsten sein, nachts nur die Grundlast zu bedienen und kurzzeitige Spitzenverbraucher (mit einer anteilig sehr geringen bezogenen Energiemenge) auszublenden. Dann kommt bspw. auch so etwas in Frage:
* MPP Force 250
* eCube S1200 - als "steckerfertige" Laienlösung

Da beide Geräte über den Q3D-Easymeter im Rahmen ihrer Leistungsgrenzen den Bezug auf -NULL- regeln, wird nichts eingespeist und Du brauchst also nicht einmal das Haus vom Netz trennen ... Du versorgst die Grundlast (den mengenmäßig mit Abstand größten Energieanteil!) aus dem Akku - die Spitzen kommen bei Bedarf aus dem Netz.
Keiner hindert Dich, bspw. beim MPP Force250 sogar mit einem besseren Modellbaulader aus der 12V-Schiene Deines E-Autos ca. 250W dauerhaft in den 24V-"Pufferakku" nachzuladen. Je nach Größe des "Pufferakku" kannst Du diesen sogar noch tagsüber nachladen. Die Einspeisung beginnt auch (aus dem Pufferakku), wenn Du mit dem E-Auto mal noch nicht daheim bist ...

Einfach und (relativ) preiswert im Vergleich zu einer echten Insel. 8hx250W sind immerhin 2kWh jede Nacht, die so absolut problemlos aus Deinem Autoakku ins Hausnetz fließen + evtl. die Kapazität des "Pufferakku"...

- Sicherheit gegen "Black-Out" und Spaß an der Insellösung?!?
Dann ist die Lösung von Peter End. die bessere, aber als Zusatzinvestiton (zur EEG-PVA) auch die deutlich teurere! Die beiden obigen Bsp. benötigen eine korrekte Netzfrequenz, sind also nicht inselfähig! Natürlich kann man auch "mischen", aber erst einmal sollte die Richtung klar werden!!!

Denn irgendwann (möglichst vor Auslaufen der EEG-Vergütung) sollen zumindest bei mir die Spielereien abbezahlt sein. Denn dann gibt es derzeit nur eine sinnvolle Lösung: die eigene Insel. So wie Peter End. sie heute schon realisiert hat - und wohl auch komplett auf EEG verzichtet hat. Heute steht diese endgültige Lösung bei mir noch nicht an und sollte wohl auch nicht zu wichtig genommen werden:
- Ob die heutige Inseltechnik in 20Jahre noch funktioniert ist zu bezweifeln
- Dass es in 20Jahren bessere Technologien gibt ist anzunehmen

Evtl. haben Dir meine Denkanstöße weitergeholfen ... ;-)
 

Dr. Mabuse

Aktives Mitglied
27.03.2009
530
-Solarelectrix hat ja einen vorgeschalteten Regler für solche Modul-WR. Da wird -vermute ich- über einen DC-DC-Wandler die Eingangsspannung so weit aus dem MPP-Fenster des Wr geschoben, dass doch eine Leisungsregelung bei Batt-Betrieb möglich ist.
Würde ich jetzt sofort kaufen, wenn Pmax da nicht 250W wären, ich will aber ca. 500W (Enecsys oder Aptronic).
Kennt jemand eine Lösung für diesen Fall?

Schöne Ostern!
Helmut
Hallo

Da ich aus historischen Gründen mit einer 36V Batteriebank fahre, mußte ich mir eine andere Lösung suchen.
Ich habe 4 Stück 1kW Grid-Tie Wechselrichter, welche 22-60V Eingangsspannung haben und in mein Hausnetz einspeisen, wenn das E-Fahrzeug zum langsam laden (3kW) dranhängt..Man kann meine Modul-WR auch direkt mit der Batteriebank fahren, dann fahren Sie zu beginn eine Rampe auf Vollast und bleiben dort. Sie gehen deshalb nicht kaputt. Zumindest meine nicht.
Es ist natürlich immer blöd, ein anderes Gerät vorzuschalten, weil man hier ja nochmal Wirkungsgrad verschlechtert. Aber wenn das Gerät selbst es nicht kann, kann man eben entweder nur die Modul-WR je nach Last stückweise zuschalten, oder über einen Tiefsetzsteller regeln.
Z.B. ein Kelly Controller, zusammen mit einer Diode und einer Speicherdrossel lässt sich auch als Tiefsetzsteller benutzen, und man hat schonmal einen 0-5V Eingang... zum steuern.
Ich hatte mir aus dem übrigbleibsel meiner Eigenbau Golf Gleichstrom Steuerung (habe nun auf AC umgebaut) und 2 dicken Speicherdrosseln einen Tiefsetzsteller gebaut. Jedoch sollte man eigentlich für jeden Modul-WR einen eigenen Tiefsetzsteller vorschalten, so meine Erfahrung.
Was ich noch nicht gemacht habe: Schauen, wo der Modul-WR im Gerät seinen Strom misst, und dann dem Modul WR einen anderen, zu hohen Strom vorgaukeln, dann regelt er ja auch runter, (da zumindest meine Modul WR so um die 30A max. Strom haben)

Den wirkleistungsstrom habe ich gemessen mit einem 2 Richtungs Wattmeter von Camille-Bauer, den ich mal aus ner alten Trafostation geschlachtet habe... dessen +/- 5V des 20mA ausgangs gingen dann auf einen Operationsverstärker, der meine PWM steuerte.

Viele Grüße Daniel
 

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