Newbiefrage: was bedeutet Kooperationsende ADAC mit EnBW? - Elektroauto Forum

Newbiefrage: was bedeutet Kooperationsende ADAC mit EnBW?

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matze_de

Neues Mitglied
20.02.2024
11
Moin zusammen!

Wir haben seit kurzem auch ein Elektroauto und laden grundsätzlich an der heimischen Wallbox. Wenn es mal schnell gehen soll oder muss, ist eine Ladekarte aber natürlich sinnvoll.

Die von street@charge (die zu unserem Smart mitkam) ist leider mit >90 Cent viel zu teuer. Geladen werden soll hauptsächlich an einer EnBW-Ladesäule, die bei unserem Stamm-REWE steht. Nun sind wir seit gestern auch ADAC-Mitglied und die hatten bislang ja noch eine Kooperation mit EnBW, die jetzt zum Monatsende ausläuft, dann ist der neue Partner Aral.

Was heißt das nun konkret? Wenn ich eine ADAC-Ladekarte beantrage, kann ich dann bei EnBW nicht mehr laden? Oder nur zu schlechteren Konditionen?

Ich blicke da leider noch nicht so ganz durch - vielleicht kann mir jemand kurz das Brett von der Stirn entfernen? ;)

Vielen Dank!
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Du kannst schon noch bei EnBW laden, aber nicht mehr vergünstigt. Du wirst dann den Roamingpreis für Aral-Kunden zahlen müssen.

Leider scheinen jetzt die meisten Anbieter an eigenen Ladesäulen nur noch günstig zu sein wenn die anbietereigene Ladekarte verwendet wird. Alle Fremdkunden werden bestraft.

Wenn Du also an der EnBW Ladesäule günstig laden willst dann bleibt nur noch sich eine EnBW Karte zu besorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:

matze_de

Neues Mitglied
20.02.2024
11
Tja, dann warte ich mal ab, was der ADAC ab 01.08.24 anbietet.

Die Vorstellung, eine Stunde an der Tankstelle zu stehen und zu warten, erscheint mir sehr sinnbefreit. Genau das macht ja den Vorteil von Ladesäulen auf Supermarkt-Parkplätzen aus...mir ein Rätsel, wer auf einer Tankstelle an der Ladesäule steht 🤷🏻‍♂️
 
Zuletzt bearbeitet:

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Es wird sich herausstellen wie sich das Angebot an Tankstellen entwickelt. Aber ich kann mich erinnern dass sich bei kostenlosem Laden an Superchargern auch viele da eine halbe Stunde mitten im Nirgendwo hingestellt haben. Sie haben dann halt irgendwas mit dem Handy gemacht oder Spiele gespielt.

Je nach wöchentlichem Verbrauch und Ladegeschwindigkeit reicht vielleicht auch 15 Minuten um den Wochenverbrauch zu decken. Das wäre für mich so gerade die Grenze. Das ist immer noch besser als sich an eine AC Ladesäule zu stellen und wegen der max. Ladedauer nach 3 - 4 h in der Nacht wieder abstecken zu müssen.

Ich gehe aber davon aus dass Aral langfristig nicht nur Ladesäulen direkt an Tankstellen haben wird, sondern in der Nähe von Tankstellen an anderen Orten wo die Ladeweile verbracht werden kann.
Die Bundesregierung plant mit einem sogenannten Flexibilisierungsmechanismus. Demnach darf ein Unternehmen für maximal 50 Prozent seiner Tankstellen die Vorgaben abweichend umsetzen. Zum Beispiel könnte ein Schnellladepunkt an einem Standort in einem Umkreis von 1.000 Metern gebaut werden. Oder es wird eine Ladesäule zusätzlich an einer anderen Tankstelle gebaut. Zudem soll eine Härtefallregelung greifen, wenn es zu wirtschaftlich unzumutbaren Belastungen kommen sollte.
Quelle
 

matze_de

Neues Mitglied
20.02.2024
11
Ja, es bleibt spannend. Bei uns ist es halt EnBW, die beim großen ReWe 5 Ladesäulen platziert haben. Und da meine Frau dort 1-2 die Woche ist, bieten sich die natürlich an.

Vielleicht noch eine Frage: braucht man eigentlich zwingend eine physische Karte? Bei EnBW z. B. wird diese als "optional" gekennzeichnet und mit knapp 10€ bepreist. Das müsste doch heutzutage auch locker übers Smartphone (hier iPhone) funktionieren, oder?
 

Martin Heinrich

Aktives Mitglied
21.08.2008
1.477
Auf meinem Adroid hab ich die EnBW App, hat nichts gekostet, kein Grundtarif, kWh ist halt etwas teurer.
Für wenige Fremdladungen wie bei uns ok, nett ist auch die Autocharge-Funktion - muss ich aber noch einrichten...
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Man kann das auch über die App steuern, halte ich aber für umständlich.

Am besten Autocharge einrichten. Dann lädt er nach dem Einstecken automatisch.
 

michael_emobilitaetblog

Emobilitaetblog
27.05.2013
1.083
55
Hamburg
emobilitaetblog.de
Wenn die ADAC-Kooperation mit EnBW endet und Aral der neue Partner wird, bedeutet das:

  • Aktuell: Mit der ADAC-Ladekarte kannst du noch zu günstigen Konditionen bei EnBW laden.
  • Nach der Umstellung: Du kannst mit der ADAC-Ladekarte weiterhin bei EnBW laden, aber wahrscheinlich nicht mehr zu den bisherigen günstigen Konditionen. Die genauen Preise musst du dann prüfen.
Du wirst ab dann bessere Konditionen bei Aral-Ladesäulen bekommen.
 

el3331

Aktives Mitglied
03.12.2008
811
Köln
Hallo,
ich stehe vor dem gleichen Problem.
Ich lade nur sehr selten unterwegs, daher sind mir die Kosten im Prinzip egal. Die ADAC/EnBW-Karte habe ich wegen der m.W. größten Akzeptanz gewählt. Die Plugsurfing-Karte, die ich außerdem habe, ist bisher noch nirgends akzeptiert worden.
Und nun soll ich eine Aral-Karte bekommen. Wie sieht es da mit der Akzeptanz aus?
Davon abgesehen ist mir das ARAL-Ladenetz bereits mehrfach negativ aufgefallen, weil dort gerne mal im Zuge eines "Upgrades" die Typ2-Dosen "vergessen" wurden. Da stehe ich dann mit meiner Zoe, vom AX garnicht zu reden, und bin heftig gekniffen. Muss das so sein?

Lothar
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Ich glaube Du musst Dich damit abfinden dass der Ausbau von Typ2 nicht mehr intensiv ist. Die lohnen sich für die Betreiber nicht, da zu wenig kWh/Tag umgesetzt werden können.

Meist werden jetzt an Supermärkten nur noch DC Säulen aufgestellt, teilweise sogar HPC. Die passen auch eher zur Dauer des Aufenthalts. Das macht hier bei uns auch EnBW. Wenn man AC braucht dann muss man eventuell seinen Standardsupermarkt wechseln. Kaufland hat bei uns noch AC Ladesäulen. Der ist aber auch wesentlich größer als Aldi, Lidl, DM, ... und man hält sich deshalb dort auch länger auf.

Bei uns dauert der typische Einkauf bei den kleinen Märkten meist deutlich weniger als 30 Minuten, und da würde ich nicht extra ein Typ2 Kabel herausholen. Bei großen Einkaufszentren, wo man sich unter Umständen 1 Stunde und länger aufhält, sieht das natürlich wieder anders aus.
 
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el3331

Aktives Mitglied
03.12.2008
811
Köln
@Emil:
Du hast natürlich Recht, was Supermärkte und dergl. angeht, da kann jeder machen, was er will. Wie mir scheint, werden allerdings zunehmend(??) neue "Ladezentren" installiert mit auf den ersten Blick nur CCS, davon meist eine Säule mit hoher Leistung (350 KW/H). Nur wenn man lange sucht, findet man doch an einer oder zwei Säulen ganz versteckt eine Typ2-Steckdose. Das ist mir ziemlich egal, vor der Fahrt zum Supermarkt kann ich falls nötig zu Hause laden, und die Zeit des kostenlosen Supermarkt-Ladens ist ja vorbei.
Eine ganz andere Frage sind die Autobahn-Ladestationen. Da ist es mir jetzt wiederholt passiert, dass mir bekannte und früher nutzbare Stationen "upgegradet" wurden, wobei die Typ2-Steckdose weggefallen ist. Das Chademo-Kabel übrigens gleich mit. Für Chademo gibt es eine - wenn auch reichlich teure - Adapter-Lösung, aber mit Typ2 ist man reingefallen.
Für konventionelle Autobahn-Tankstellen gibt es eine Verordnung, die die Betreiber verpflichtet, alle üblichen Kraftstoffe vorzuhalten. Für E-Auto-Ladestationen offensichtlich nicht. Müssen die Elektrofahrer immer benachteiligt werden?

Lothar