Neues Schadstoffgesetz: VW-Modelle entsprechen nicht den aktuellen Emissionsregeln


Nun ist es raus! Der deutsche Autohersteller Volkswagen hat Probleme: Nur die Hälfte aller PKW-Modelle erfüllt aktuell die Anforderungen der neuesten Zulassungstests. Zahlreiche neue Gesetzesreglungen haben Veränderungen bewirkt. Diese neuen Standards zu erreichen ist scheinbar alles andere als leicht.

WLTP-Tests bringen VW an die Grenzen

Die neuen Abgas- sowie Verbrauchswerte haben es offensichtlich in sich. Diese sind in ganz Europa gültig und müssen dem WLTP-Messverfahren (Worldwide Harmonized Light Light Duty Test Procedure) entsprechen. Doch was genau hat es mit dem Messverfahren auf sich?

Bereits Anfang der 90er Jahre wurden einheitliche Abgasvorschriften in Europa eingeführt. Dennoch kam Kritik auf, veränderten sich mit der Zeit Fahrverhalten von Fahrzeugen sowie Fahrzeughalter. Somit wurden neue Vorschriften, anhand von Fahrdaten und Fahrsituationen, ins Leben gerufen. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern scheint VW die neuen Richtlinien nicht gänzlich zu erfüllen. Nur 7 von 14 Hauptmodell-Linien erhalten momentan Zulassungspapiere. Die Folge: Schließtage für die Produktion in Wolfsburg.

Zwar dürfen noch Touareg, T-Roc und Passat ab dem 01.09.2018 verkauft werden, doch gerade die Verkaufsschlager wie Golf oder Tiguan haben noch keine WLTP-Zulassung erhalten.

Verbesserungen sind in Arbeit

Laut Thomas Zahn, Vertriebsleiter von VW, sind die neuen Tests umständlicher. Sie dauern zwei- bis dreimal länger als Testdurchläufe in der Vergangenheit. Dennoch bleibt Volkswagen optimistisch. Auch bei den begehrten Modellen Tiguan und Golf sind in den kommenden Wochen mit Zulassungen zu rechnen. Kunden müssen sich allerdings wohl darauf einstellen, dass sie nicht zu 100 % das Auto erhalten, was sie bestellt haben.

Aufgrund der Zulassungsumstellung nach WLTP können sowohl technische Eigenschaften als auch Ausstattungsmerkmale abweichen. Andere Autohersteller haben scheinbar weniger Probleme. Opel hat alle Modelle zum Neustart umgerüstet, auch Peugeot, DS und Citroen seien dabei.

Zahn bleibt indes aber zuversichtlich: In Zukunft werde sich alles regeln lassen. Ob sich dieses Versprechen auch in die Tat umsetzen lassen wird, zeigt sicherlich das kommende Jahr.

Sind auch Elektroautos und Plug-In-Hybride betroffen?

Selbst E-Autos und Hybriden werden künftig nach den Neuregeln vom WLTP getestet, ehe eine Testzulassung stattfindet. Für die BEV bedeutet dies, dass höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu höherem Energieverbrauch führen. Hier kommt natürlich nicht die Literangabe, sondern kWh/100 km zum Tragen.

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