Microcar Ydea mit ZEBRA-Batterie


Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
0
#2
Hallo Jens,

der läuft wieder nur max. 60 km/h und deshalb völlig uninteressant für die meisten Leute. Und bei dem Gewicht darf er nicht mal mit dem S Führerschein gefahren werden.

Und wer braucht schon 200 km Reichweite in der Stadt?

Emil
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#3
Emil schrieb:

Hallo Jens,

der läuft wieder nur max. 60 km/h und deshalb völlig
uninteressant für die meisten Leute.
Warum?
Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre, ist meine Durchschnittsgeschwindigkeit ~30km/h. Und viele, die direkt nach München reinfahren, können von solchen Geschwindigkeiten nur träumen.
Der Reva in England mit 64 km/h scheint sich jedenfalls relativ gut zu verkaufen.

Aber ich gebe zu, ein Modell wie der ehemalige Microcar "light" mit 80km/h und etwas stärkerem Motor wäre attraktiver :cool:.
Und bei dem Gewicht darf
er nicht mal mit dem S Führerschein gefahren werden.
Bei Elektrofahrzeugen wird das "Leergewicht" ohne Batterien gerechnet, dann könnte es reichen. Das mit den 80kg Zuladung ist wohl ein Schreibfehler.
Und wer braucht schon 200 km Reichweite in der Stadt?
Pizzaservice, Pflegedienste, Kurierfahrer, Schlüsseldienste, Objektschutz, ...

Gruß Jens
 
K

Karl

Guest
#4
Hallo Jens,
der Ydea mit Zebra Batterie könnte die Vespa des 21. Jahrhunderts werden!
Man sollte aber nicht vergessen, daß die Zebra ca. 500 kWh im Jahr baucht um auf Temperatur zu bleiben, das sind ca. 100 € . Im Vergleich zur " Abschreibung " bei Bleiakkus ist das aber wenig !

Sonnenelektrische Grüße
( endlich ist der Schnee von den Modulen gerutscht !)
Karl
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#5
Karl schrieb:

[...]Man sollte aber nicht vergessen, daß die Zebra ca. 500 kWh im
Jahr baucht um auf Temperatur zu bleiben, das sind ca. 100 €. [...]
Nicht unbedingt, was mich auch überrascht hat.
Zumindest ein Test-SAM hat dank "zügiger" Fahrweise eher das Problem, daß sich die Batterie überhitzt!
D.h. bei täglicher Benutzung müßte die Verlustwärme, die beim Fahren und Laden entsteht und die bei anderen Akkus ja einfach an die Umgebung abgegeben wird, als Batterieheizung ausreichen.

Gruß Jens
 
E

Eduard Hustinx

Guest
#6
Hallo Karl,

Der Waermeverlust ist in der Tat ein Minuspunkt. Gerade bei den niedrigen Leistungen die man in der Stadt braucht, bräuchte die Batterie wahrscheinlich auch beim täglichen Gebrauch, zusätzliche Leistung aus dem Netz zum Heizen. Die größeren Leistungen beim Anfahren oder Bremsen produzieren zwar mehr interne verluste, also Wärme, aber ich denke nicht daß es ausreicht. Das müßte man mal genauer analysieren.

Gruß,

Eduard Hustinx
 
E

Eduard Hustinx

Guest
#7
Hallo Jens,

Da warst du etwas schneller als ich.
Hast du Zugriff auf die Daten (Geschwindigkeit, Batterieleistung, Temperatur) des Test-SAM? Das würde mich interessieren.

Gruß,

Eduard
 
K

Karl

Guest
#8
Hallo Jens,

das habe ich doch bei meiner groben Abschätzung schon abgezogen!
Klar ist, daß die Zebra Batterie energetisch um so besser wird, je mehr sie gefahren wird. Auch alle anderen Akkus wollen gelegentlich nachgeladen werden! ( wem erzähl ich das eigentlich?)
Bei einer Fahrstrecke von 10000 km/a ist der "Heizverlust" unter 5% !
Bei 1000 km/a siehts aber anders aus!
Ich möchte gerne eine Zebra, aber für meine Kiste muß wieder eine ( besser 2) spezielle gebaut werden!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
03.04.2006
130
0
#9
Hallo

ich bin der Zebra SAM Pilot, im Moment wird gerade an der Temperaturoptimierung der Zebrabatterie gewerkelt. Ich konnte bisher nur etwa 80km weit fahren, dann wurde die Batterie zu heiss, dabei waren etwa 140km gespeichert, jetzt werden im Programm die abrufbaren Ampere nach unten angepasst, so dass ich wieder mit den alten 15kW (Blei) rumfahre, statt mit den 20kW (Zebra).

168V x 90A = 15000W (Blei)
216V x 90A = 20000W (Zebra zu heiss; Reichweite 80km)
216V x 70A = 15000W (Zebra hoffentlich nicht zu heiss; Reichweite 140km)

Das mit dem Stromverbrauch für die Batterieheizung war bisher eher kein Problem, da ich meinen SAM täglich fahre, also die Zebrabatterie war eigentlich meistens im geheizten Zustand (Fahren oder Laden), bei Gelegenheit werde ich aber den Stromverbrauch messen. Ich schätze, dass die Heizung in meinem Fall nicht mehr als 8h/Tag benötigt wird.....

also: 8h x ca. 60W x 365Tage = 180 kW

Gruss

JPK

PS: obwohl im Moment etwas noch nicht ganz i.O. ist, bin ich begeistert von der zuverlässigen Leistung dieser Batterie, ob warm oder kalt....es ist egal, die Leistung war immer da und die % Anzeige war auch i.O. auf alle Fälle vermisse ich das Blei nicht.....
 
K

Karl

Guest
#10
Hallo JP!
Ich will ja auch eine Zebra!
So wie Du rumheizt, ist es klar, daß du nur geringen Bedarf am Nachheizen hast!
Im Groben sind wir ja wohl einig?
Ich brauche zwei mit ca. 70x27x40 cm !
Wie ich die Technik verstanden habe, sind das auch nur einzelne Zellen, dann im gemeinsamen thermopack "verlötet" und bei ca. 300° gehalten.

Sonnenelektische Grüße
Karl
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#11
Auf meine Anfrage hin habe ich ein Datenblatt mit Preisen bekommen:

Micro-Vett Ydea Electric is conceived for city utilization and to reduce at minimum the overheads and to delete the urban pollution. Both the best and the ideal solution to move where are requested no gas and acustic emmissions for example storic center,camping,art cities,etc..
The high performance batteries are able to pursue an amazing autonomy range for an electric vehicle: more than 150 Km with a full energy load!


Motor.............................................................................: continuos current
Nominal power..............................................................: 4 kW/6 kW
Energy stored...................................: 4,5 kWh with Pb gel battery....: 15.335,00 € VAT ESCLUDED
from 12,5 kWh with ZEBRA battery....: 23.342,00 € VAT ESCLUDED
from 14,1 kWh with ZEBRA battery....: 24.369,00 € VAT ESCLUDED
from 16,7 kWh with ZEBRA battery....: 26.466,00 € VAT ESCLUDED
Traction battery..............................................................: Pb(lead)battery/Zebra high energy type
Recharging time.............................................................: 8h
Battery charge................................................................: aboard
Speed.............................................................................: 45, up to 60 Km/h
Range.............................................................................: more than 150 Km with ZEBRA battery
Max rate climbing ability..............................................: 16%
Space for payload.........................................................: 600 lt


Ich konnte es erst auch nicht glauben, aber die Preise sind wirklich in Euro und nicht in Lire :mad:.
Wenn ich soviel Geld übrig hätte würde ich mir gleich einen Kangoo Hybrid (größer, schneller, weiter) kaufen. Oder den E-Smart, der ist selbst ohne Schweizer Subventionen noch billiger, und schneller dazu.
sonicht.gif

Die sollen ihre Preise mal durch 2 teilen, dann können wir nochmal drüber reden!

Gruß Jens
 
E

Eduard Hustinx

Guest
#12
Hallo JP,

Das ist ja interessant. Wie hast du die ZEBRA denn gekauft? Meines Wissens liefert MES nicht direkt an Privatkunden. Wie sieht es mit dem Support aus? Wieviel hast du investiert? Wie sieht es mit Garantieansprüchen aus?
Wie hoch ist der Energieinhalt deiner ZEBRA? Viele Fragen und ich glaube andere im Forum wären sicherlich an mehr Infos interessiert.

Gruß,

Eduard Hustinx
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#13
Hallo Eduard,

der ZEBRA-Umbau wird von Daniel Ryhiner, einem der "Väter" des SAM, durchgeführt.
Er hat offensichtlich spezielle Verbindungen nach Mendrisio :D.

Weitere Infos:
http://www.igsam.ch.vu -> Forum
http://www.elocar.de -> Galerie -> SAM Divers -> ZEBRA Batterie

Wenn mit den ersten Versuchsfahrzeugen alles klappt, werden wohl nach und nach die meisten SAMs umgerüstet werden: ein ZEBRA kommt auf Dauer billiger als alle paar Monate neue Bleiklötze :rolleyes:.
Und vielleicht findet sich dann sogar ein Investor für die Wiederaufnahme der Serienproduktion :spos:!

Gruß Jens
 
18.12.2003
225
0
#14
Hallöchen,

es rentiert sich für die SAM Fahrer die nicht selber schrauben (was die meisten in der Schweizer sind ;-) ).
Denn dann rentiert sich die Zebra Batterie schon nach Schätzungsweise 26tkm.
Ich, der selber schraube, sträube mich noch davor. Da die Zebra bei mir erst nach 72tkm billiger ist.
Das bedeutet für mich knappe 6 Jahre Fahrzeit und in derzeit hoffe ich auf eine günstigere Alternative (Fortu oder sonst was). :hot:

Mal Abgesehen von dem Fahrspass den JPK wohl hat und ich nicht mehr, vorallendingen im Winter :-( .
Jedoch ob ich nochmal einen Winter (so wie diesen) mit dem SAM fahrer ist fraglich.
Da ich ganz einfach der Meinung bin, dass das 3 Rad auf Schnee einfach zu gefährlich ist.
Es bricht einfach zu schnell hinten aus.

Desweiteren rentiert sich die Zebra schon, wenn man eine höhere Reichweite haben muss als die 50km mit Blei.

Also sind wir gespannt was passiert mit dem SAM und der Zebra. Eine dürfte noch zu haben sein momentan. Dann denke ich, wird es erst wieder kommen wenn mehrer sich dazu bereit erklären. Denn es sind spezial angefertigte, was MES-DEA wohl nicht so gerne in kleinen Stückzahlen machen möchte.
Aber vielleicht schafft es Daniel R. nochmals ;-)

Bis denne

Berny mit dem Blei-SAM :)
 
03.04.2006
130
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#15
Hallo Bernd und alle Zebrainteressierten

Naja, SAM im Winter hat schon was spezielles, da wünscht man sich manchmal schon ein 5tes Rad, oder 4 Räder am Boden und eins in den Händen......

Die 2te Zebra ist auch schon verkauft und wird gerade montiert, ich habe für meine Fr.15000.- + MWST bezahlt, Dany musste für die 2te schon Fr.19000.- + MWST verlangen, so gesehen habe ich einen Risikorabatt von Dany bekommen.

Ich habe Dany (0041 79 250 33 40) auf die anderen Zebrabatterien angesprochen, die mehr Leistung bringen und erst noch viel günstiger sein müssten, weil diese ja schon in gewissen Stückzahlen hergestellt werden, es lohnt sich wahrscheinlich Dany mal anzurufen und ihn zu fragen, ob er diese Zebras auch in anderen Fahrzeugen unterbringen würde.

Bei meinem Jetski hätte er es gemacht, allerdings mit der SAM Steuerung und mit dem SAM Motor, leider machen mir die Schweizer Behörden diebezüglich einen Strich durch die Rechnung.....

Gruss

JPK
 
04.04.2006
55
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#16
So wird das nix mit den Elektroautos, fürchte ich...
Ist es (in der Automobilindustrie) nicht normalerweise so, dass Neuerungen erst in der Luxusklasse eingeführt werden und dann langs am "nach unten" durchgereicht werden? Mercedes baut ja den Hybrid auch erstmal in die teuren Kisten...
Bei den EV kommt es mir so vor, dass immer versucht wird, ein kleines (billigis, haha) Auto zu bauen, der Energieeffizienz wegen, dass dann aber auf Grund kleiner Stückzahlen exorbitant teuer kommt. Dann kauft es keiner (warum auch? für den gleichen Preis gibt es ja ein "richtiges" Auto, mit Reichweite und Service und so) und es wird wieder lamentiert...
Wie kommt die EV-Gemeinde aus diesem Dilemma raus?

Grüße

Peter
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#17
Bei der Brennstoffzelle kommt es auf die Materialstruktur an den Grenzflächen der Festkörperkristalle an. Die Oberfläche verringert sich infolge des störenden Kristallwachstums. Durch die Kombination eigentlich völlig unverträglicher Materialien wie Plastikmaterial, Titanat oder Aktivkohle und Lithium wird dieses Kristallwachstum extrem verlangsamt. Bei den Lithiumzellen mit Aktivkohlestruktur hat man schon die Anlagerung von einem Sechstel aktiver Lithiumatome erreicht und die Entwicklung geht weiter. Bei der Brennstoffzelle werden nichtleitende Gase verwendet, was die Aufgabe schwieriger macht. Wie wir aber bei den 31er U-Booten sehen, ist die Entwicklung nicht stehen geblieben. Beim Zebra durchtunneln die Lithiumionen die Kristalle der gesinterten Festkörperseperatoren, sodass kaum störendes Material in den Anodenraum eingeschleppt wird. Bei IKEA würde ich mir auch einen Tunnel wünschen, um nicht immer die vollen zwei Kilometer durch alle Abteilungen zurücklegen zu müssen, wenn ich etwas vergessen habe.
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#18
So ein Blödsinn, den ich da zusammengeschrieben habe, es handelt sich beim Zebra um Natrium, nicht um Lithium. Bei mir ist schon die Lithiumkrankheit ausgebrochen. Der "Elektrolyt" ist gleichzeitug Separator. Das hat den Vorteil, dass Kathode und Anode, wie hier, flüssig sein können und damit überhaupt nicht zur Kristallbildung neigen. Lediglich auf der Anodenseite benötigt man das Graphitgerüst, um Leitfähigkeit herzustellen.
Ähnlich aufgebaute Zellen mit selectiver Separatorschicht hat man schon vor weit über hundert Jahren hergestellt, allerdings mit wässrigen Salzkonzentrationen, damals noch mit allzu mäßigem Erfolg. Vorteil: man kippte einfach Salzlösung zur Ladung nach. Das wäre hier, nur theoretisch, auch möglich (Natrium und Nickelchlorid). Wurde kurzzeitig im Telefonwesen angewandt.
 

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