Meine NiMh/NiCad-Tests

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Nachdem ich von den Aldi-Mignons wegen zu starker Kapazitätsstreuung (- 20% mittlere Streuung, keine liegt oberhalb der angegebenen Kapazität) Abstand genommen habe, habe ich jetzt begonnen, Varta-Industriezellen, 66X16,5 mm, 51g, NiMh, angeblich 4Ah, genauer zu testen. Nachdem mir schon bei vielen ungenaueren Ladeversuchen auffiel, dass diese deutlich unter 4Ah lagen, habe ich jetzt den vierten genauer vermessenen Ladezyklus neuer Akkus hinter mir. Die Kapazität stieg dabei von anfangs 3,2 Ah auf jetzt 3,6 Ah an bei einem konstanten Ladestrom von 470mA und Abschaltung des 10Zellenblocks im Gehäuse durch Wärmesensor bei ca. 35 Grad Celsius, bei 22 Grad Raumtemperatur. Wegen des relativ geringen Ladestroms hatte ich auf eine Nachladephase verzichtet. Wenn ich das richtig sehe, gibt Varta nicht mehr die Mindestkapazität an, wie in früheren Jahren üblich? Mache ich etwas falsch?
Zum Schluss der Entladung knicken konstant zwei Zellen ein und nach einer weiteren Entladung um weitere ca. 100mAh folgen die übrigen ziemlich simultan. Entladestrom 370 mA. Entladeschluss 6 Volt. Dann erholt sich aber die Spannung langsam, innerhalb einer halben Stunde wieder und steigt, ohne jede Ladungszufuhr, auf sehr genau 12 Volt an.
Ist das normal?
Im Übrigen habe ich einen 25 Jahre alten, vielbenutzten Batterieoszillographen mit 6 Mono-Nicads wieder in Betrieb genommen, nachdem er über ein Jahrzehnt defekt geruht hatte. Die 4Ah-Zellen hatten alle heftige Kaliumcarbonatausblühungen. Restkapazität: 1,6 Ah. Kein "Auftrainierungseffekt" bemerkbar, die Zellen sind praktisch alle gleich. Stromaufnahme: 750mA, Ladestrom: 470mA.
Ehe ich mich an Flugzeug-NiCads, das sind, denke ich, Zellen mit viel Kohlenstoff und wenig Ni und Cd, heranwage, würde ich mich gerne noch ein wenig einlesen. Basytec?? oder gibt es spezielle Informationen? Die Flieger wissen nicht viel.
 

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