Mein neuer Elektroflitzer Peugeot 106 - Umbau auf Lithium Ionen Akku - Elektroauto Forum

Mein neuer Elektroflitzer Peugeot 106 - Umbau auf Lithium Ionen Akku

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totoking

Neues Mitglied
11.11.2022
30
Hallo Forum,
nachdem ich ja schon ein paar Verbrenner auf E-Antrieb umgebaut habe (Saab 99, Simson Schwalbe und SR50), habe ich mir letzte Woche einen Peugeot 106 electric gekauft. Er war günstig und von den 20 Akkus sind wohl 3 kaputt, auf jeden Fall geht er unter Last ziemlich gleich in den Stoppmodus. Die Akkus stammen laut Verkäufer aus dem Jahr 2018, da wurden sie gegen einen unbenutzten Satz ausgetauscht.
Ich bin begeistert von der Optik, hatte ich doch einen 205 damals in meiner Jugendzeit. Das Interieur erinnert stark daran. Richtig fahren kann ich zwar noch nicht aber immerhin hat er noch bis 2027 Tüv.
Das mit den Akkus ist nicht schlimm, denn ich bin ein Freund der Lithiumtechnik. Wer also einen Satz relativ neuer Saftakkus von 2018 braucht, bei dem mindestens 3 Stück defekt sind, kann sich gern melden.
Ich möchte dabei nicht auf LiFePo4 gehen sondern auf klassische NMC Akkus. Im hinteren Kasten kommen 3 CATL Module mit 12S1P Konfiguration zum Einsatz mit 147Ah. In den vorderen unteren Kasten passen theoretisch 6 Stück CATL Module mit 6S1P Konfiguration und 120Ah. Das BMS und die Relaissteuerung für den hinteren Akku kommen mit in die Kiste, das Äquivalent für vorn werde ich im oberen Akkukasten unterbringen. Es werden also zwei vollständig eigenständige Akkus für vorn und hinten mit jeweils eigener Überwachung, die parallel geschaltet werden. Hinten 19,5kWh, vorn 16kWh. Die großen Module für hinten sind schon auf dem Weg aus China zu mir, für vorn muss ich mich mit dem Verkäufer noch einig werden.
Beim BMS bin ich noch unschlüssig. Ich habe keine Schraubanschlüsse, weshalb die Boostech/Kleinertz Variante nicht sonderlich spannend fürmich ist. Da ich hinten das BMS mit in der Kiste haben möchte und vorn der Weg zur unteren Kiste auch nicht weit ist, wären mir zwei günstige BMS (max. 300€ pro BMS) für 36S mit je 200A ganz lieb, bei denen ich 37 Kabel löten muss. Bei Aliexpress habe ich ein relativ günstiges BMS gefunden. Kennt das jemand oder hat es in Benutzung?
Es wird als ANT BMS mit Master/Slave beworben, auf der ANT Homepage konnte ich das jetzt nicht finden.Taugt das was? Habt ihr Alternativen? Ggf auch mit etwas höherem Balancingstrom?
Schöne Grüße aus dem Norden, ich werde meinen Umbau hier gern weiter vorstellen.
 

alex9170

Neues Mitglied
28.11.2023
42
Servus,

Planst du nun hinten 147Ah und vorne 120Ah Zellen zu verwenden? Würde davon definitiv abraten und durchwegs identische Zellen einbauen. Erstens wären bei den 147er dann sowieso nur 120Ah nutzbar, zweitens könnte ich mir vorstellen, dass die Zellen sehr schnell driften und das balancen dann sehr lange dauert.
Vl passen statt den 147ern sogar mehr 120er Zellen rein und kommst auf eine höhere Gesamtspannung.

mfg Alex
 

Werni

Bekanntes Mitglied
19.02.2019
2.401
Heidenrod
Hmm,

er schrieb das vo und hi zwei vollkommen unabhängige Akkusysteme werden sollen, die parallel geschaltet werden. Warum sollten dann von den 147Ah nur 120Ah nutzbar sein?

Gruß,

Werner
 
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alex9170

Neues Mitglied
28.11.2023
42
Hmm,

er schrieb das vo und hi zwei vollkommen unabhängige Akkusysteme werden sollen, die parallel geschaltet werden. Warum sollten dann von den 147Ah nur 120Ah nutzbar sein?

Gruß,

Werner
Naja wenn die 120Ah Zellen leer sind, sind in den 147er Zellen noch 27Ah drin, welche nicht genutzt werden können.

mfg Alex
 

wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.894
59
Egweil
@alex9170
Naja wenn die 120Ah Zellen leer sind, sind in den 147er Zellen noch 27Ah drin, welche nicht genutzt werden können.

Da hast du einen Denkfehler. Die Zellen passen sich anhand der entladespannung an, so das die 147er -Zellen
einen höheren Entladestrom haben.
 
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totoking

Neues Mitglied
11.11.2022
30
Wenn die Zellchemie komplett identisch ist, verteilt sich die Last theoretisch 120/267 vorn und 147/267 hinten. Achtsam muss ich dann beim ersten parallelschalten sein. Die Akkus brauchen dann dieselbe Spannung um große Ausgleichsströme zu vermeiden. Weiterhin muss ich im Auge behalten, dass ein Akku abschalten könnte und der andere dann zu 100% belastet wird. Die Batterien sind dafür geeignet, die 120er können 2C konstante Entladung, das heißt, ich könnte auch allein mit der kleinen vorderen Batterie fahren.
 
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alex9170

Neues Mitglied
28.11.2023
42
Okay habe zuerst nicht verstanden, dass beide Packs parallel geschalten werden. Trotzdem würde ich davon abraten und zu größeren, in Serie geschalteten Zellen gehen. In deiner geplanten Konfiguration hast du insgesamt 72 Zellen, 72 BMS Module, entsprechend viele Zellverbinder ... und trotzdem "nur" 35,5kWh Bruttokapazität. Theoretisch sollten sich die Ströme so aufteilen wie du beschreibst. Trotzdem hast du im Endeffekt keine Kontrolle darüber, da die Zellen sicher nicht genauso skalieren, die Temperaturen der Packs nicht identisch ist, die Verkabelung von hinten nach vorne noch reinspielt ... Mit meiner Konfiguration mit 230er Zellen hättest du ebenfalls knapp 34kWh Kapazität, dafür aber knapp 150V und nur 46 Zellen (in Serie). Eine andere Konfig, welche hier kürzlich vorgestellt wurde, verwendet >300er Zellen. Man kann damit über 40kWh erreichen bei etwas erhöhter Gesamtspannung.

mfg Alex
 
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totoking

Neues Mitglied
11.11.2022
30
Nein ,ich glaube, da hast du meine Idee noch nicht ganz durchschaut. Erstens möchte ich keine LiFePo4 Zellen fahren, das hatte ich mit meinem Saab und war nicht zufrieden. Und zweitens kaufe ich NMC Module von CATL. Da sind immer schon einzelne prismatische Zellen zu größeren Reihen verschweißt und in ein Alugehäuse verpresst. Im hinteren Kasten sind 3 Module in Reihe (je 12S), also 36 Zellen mit einer Nennspannung von 133V und einer Ladeschlussspannung von 151V.
Solche hier:
Damit muss ich genau 2 Zellverbinder anfertigen und die Schienen nach außen führen. Als BMS kommt ein kabelbasiertes Master-Slave-System zum Einsatz, ich muss also 36 Kabel anlöten. Das kann ich.
Vorn sind es 6 Module in Reihe (jeweils 6S), also muss ich 5 Verbinder bauen und wieder 32 Kabel löten. Die Kosten für alle Module inklusive Shipping und Zoll kostet 2400€. Das BMS wird (wenn es denn das obige wird) 350€ inkl. Versand kosten für beide Akkus zusammen.
Hast du mal einen Link zu der 300er Konfiguration? Den Thread kenne ich noch nicht.
 

alex9170

Neues Mitglied
28.11.2023
42
Vielen Dank für den Link. Jetzt verstehe ich deine Idee. Die Module sind schon attraktiv. Begeistert von der Parallelschaltung bin ich trotzdem nicht :D. Aber nachdem du bereits andere Fahrzeuge umgebaut hast, wirst du schon wissen was du tust. Welche Akkus hast du im Saab, und warum warst du mit LiFePo nicht zufrieden?

Die 300er Konfig ist im Citroen subforum von Black-AX

mfg Alex
 

totoking

Neues Mitglied
11.11.2022
30
Heute habe ich mal etwas Zeit gehabt und die Akkus ausgebaut. Dank Anleitung im Netz war das nicht sonderlich schwierig. Was ich nicht im Netz gefunden habe, ggf. aber für Einige wichtig ist, dass man die Stecker des vorderen unteren Batteriekastens erst dann gut abbekommt, wenn man den gelösten Kasten etwa 10cm absenkt.
Hier ein paar Impressionen.
20251029_092605.jpg20251029_092721.jpg20251029_092725.jpg20251029_092728.jpg20251029_094342.jpg20251029_095427.jpg20251029_095436.jpg20251029_095508.jpg20251029_111034.jpgIMG-20251029-WA0004.jpeg20251029_134833.jpg20251029_144439.jpg
Alles insgesamt hat der Ausbau etwa 4 Stunden gedauert. Die hintere Stoßstange habe ich nicht demontiert, das hatte ich in der Onlineanleitung so gefunden. Ich vermute ohne Bühne ist das aber zweckmäßig.
Diese 3 rechteckigen Bleche im Kofferraum sind vermutlich nicht original. Kann es sein, dass die Teil einer Reparatur von abgerissenen Akkukastenbolzen sind?
Für die Akkus von 2015 und 2016 habe ich einen Abnehmer gefunden. Möge er viel Freude damit haben. Meine Module sind noch unterwegs. Ich erwarte sie in 8-10 Wochen. Das BMS ist allerdings schon da. Ich nutze jetzt ein ANT Slave BMS.
 

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L.S.

Aktives Mitglied
05.05.2021
697
Mühldorf am Inn
Diese 3 rechteckigen Bleche im Kofferraum sind vermutlich nicht original. Kann es sein, dass die Teil einer Reparatur von abgerissenen Akkukastenbolzen sind?
Bei unserem Saxo sind da keine Bleche, sondern offene große Langlöcher, die mit clipsbaren Plastikdeckeln abgedeckt sind. Sie dienen quasi als "Wartungsöffnung", um von oben gegenzukontern, wenn man den hinteren Akkukasten ausbaut, denn das sind keine fixierten Bolzen sondern frei drehende Schrauben. Unser Saxo ist zwar auch zuvor bereits (auf Li) umgebaut gewesen, aber diese Abdeckungen und Löcher sehen sehr original aus (Lack bedeckt die Kante). Ich könnte mir vorstellen, dass bei dir zuvor mal jemand die Schraubenköpfe fixiert hat und die nicht mehr nötigen Löcher dann mit Blechen geschlossen hat. Oder die P106er sind diesbezüglich tatsächlich anders??
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
601
… die Bleche sind überhaupt nicht Orginal, dort gehören weiße/durchscheinende Plasteabdeckungen hin, insgesamt 5 Stück, drei für die Kistenschrauben und zwei sind die hinteren Befestigungen der Hinterachse.
Es empfiehlt sich, nicht wie Orginal die Befestigungschrauben von unten einzustecken und von oben Mutter und U-Scheibe, sondern andersrum, Schraube/Bolzen von oben und Mutter/Scheiben von unten. Wenn im Orginal die Mutten im Zwischenboden bei der Demontage „verschwinden“, sind sie aus dem Zwischenboden absolut schwer wieder zu „bergen“.
Das nun im Freien liegende Gewinde des Bolzens mit Fett und einem passenden
„Silikonschlauch - Überzieher“ schützen.
 

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