Mein Lithium-Projekt - Anregungen und Austausch


Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Hi allerseits,

ich hab so langsam meinen Weg zum Lithium-EL gefunden.

Verbauen möchte ich diese Zellen:


Von den Abmessungen müssten die bestens in den Thringe-Batteriekorb passen, längs links und rechts jeweils 9 und quer 8. Sind zusammen 26, jeweils 2 parallel macht 2P13S.

Damit hab ich dann etwas über 40V Nennspannung, das sollte ein 36V-EL ohne größere Umbauten mitmachen. Aber 220Ah :) im Orginal-Batteriekorb.

Leider hab ich mein Bookmark zu dem BMS meiner Wahl verschusselt - das war ein Einplatinen-BMS knapp unter 200 Euro, das konnte sogar die Vorladung mit einem Leistungskreis auf der Platine, wenn man die Hauptlast mit einem externen Schütz schaltete. Kennt das wer?

Ansonsten irgendwelche Verbesserungsvorschläge/Ideen, oder hab ich was vergessen?

Gruß,

Werner
 
Zuletzt bearbeitet:

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.859
Hallo

Taugt nichts da das BMS den ganzen strom über die Platine leidet 30A sind nicht besonders viel. müsstest du umbauen z.B. mit zusätzlichem Schütz.

Und Faktor ist normalerweise was anderes als preiswert.

Gruß

Roman
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Ja, dass ich da externe Strommessung und Lastrelais brauche ist klar. Ist bei dem BMS auch so vorgesehen für Hochstrom-Anwendungen. Dann ist das Messlimit bei 750A - sollte reichen ;-)

Der Stromweg auf der Platine bildet mit Vorwiderstand die Vorladeschaltung. Das habe ich bis jetzt bei keinem anderen BMS gefunden. Genau das will ich aber haben :)

200 Euro erscheint mir bei den angebotenen Features als ein fairer Preis? Gut, kommt noch Sensor etc dazu, aber mit 300 bin ich dann jedenfalls komplett. Und ich habe weniger potentielle Fehlerquellen als bei einen Zellplatinen-BMS?

Gruß,

Werner

Edit: Ich sehe grade, der Strommesser ist doch nicht so günstig. Nun gut *grml, im Vergelich zu den Zellkosten trotzdem zu ertragen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Hi Horst,

da die Zellen ein Aluminiumgehäuse haben, bin ich am überlegen ob ich überhaupt isoliere.

Weil: Isolation bringt mir zwar im Winter was, im Sommer ist es aber kontraproduktiv wenn ich bei 35 Grad schnellladen will. Da ist man froh um jede Wärme, die abgegeben wird! Bin eher am überlegen ob ich 1mm Abstandsbleche an den Kanten einlege, damit Luft zwischen den Zellen zirkulieren kann. Falls ich doch mal den Winter berücksichtige, brauche ich dann halt ne stärkere Heizung ;-)

Der 'Motorraum' soll unten eine Bodenplatte bekommen, um den Dreck draußen zu halten. Das BMS könnte dann über den Temperaturfühler Heizung und Lüftung des Motorraums steuern.

Der Batteriekorb wird eventuell doch noch ein kleines bisschen angepasst. Vielleicht kann man die Bodenplatte da gleich 'integrieren', vor allem möchte ich, wenn es die Platzverhältnisse erlauben, die beiden mittleren Zellen auf die beiden Seiten aufteilen, und in der Mitte die Motorbefestigung von 'zwischen Akku und Motor' an die Vorderwand des Motorraums verlegen. Dadurch wird die Hebellänge von Achse zu Befestigung etwa doppelt so lange, und das EL dürfte bei hoher Bescheunigung hinten nicht mehr 'steigen'. Da geh ich aber erst ran, wenn ich die Maße genau kenne.

Daher wird es höchstwahrscheinlich zwei Baustufen geben:

1.) Akkuzellen rein in den Orginalbatteriekorb und Erfahrungswerte in Sachen Wärmeentwicklung im Motorraum mit und ohne Bodenblech im Sommer sammeln. BMS entsprechend programmieren.

2.) anhand der gewonnenen Erfahrungswerte Batteriekorb beim Umbau auf die andere Motorbefestigung anpassen:
- Zellabstand ja/nein
- letztliche Ausführung des Bodenblechs
- Leistung der Heizung wenn eine verbaut wird
- Leistung und Luftwegführung der Kühlung

Jetzt muss ich erstmal die Zellen bekommen (grade ausverkauft) und dann das ganze Gedöhns neu verkabeln: Die Elektronik soll aus dem Motorraum in den Überrollbügel (alte Version) wandern. Da kommt von vorne ne Makrolonplatte ran, auf der alles befestigt wird: Besserer Zugang, bessere Kühlung.

Erstmal genug zu tun also ;-)

Gruß,

Werner
 
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wchriss

Aktives Mitglied
30.12.2010
1.303
53
Egweil
Hallo Werner,
also ich hab bei mir die WINA-Zellen drinnen, die sind auch mit Alugehäuse. Bei mir sind die ohne Abstand montiert.
Boden 10mm Sperrholz und Aussenrum 4mm Sperrholz, sonst keine Isolierung. Laden und Fahren mit 0,8C gibt es auch auf Langstrecke (>500km) keine Temperaturprobleme im Sommer, hatte mal max. 45C°
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Hallo Werner,
also ich hab bei mir die WINA-Zellen drinnen, die sind auch mit Alugehäuse. Bei mir sind die ohne Abstand montiert.
Boden 10mm Sperrholz und Aussenrum 4mm Sperrholz, sonst keine Isolierung. Laden und Fahren mit 0,8C gibt es auch auf Langstrecke (>500km) keine Temperaturprobleme im Sommer, hatte mal max. 45C°
Hi,

wenn ich die Spec dieser Zellen richtig gelesen habe, gilt da ab 50 Grad laden verboten... Und knapp drunter ist Schnellladung dann wohl auch nicht mehr so gut... Etwas mehr Puffer wäre schön, aber dafür ist ja gerade die Phase eins bei mir gedacht... Ist dein Motorraum offen oder geschlossen?

Gruß,

Werner
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.859
Ja, dass ich da externe Strommessung und Lastrelais brauche ist klar. Ist bei dem BMS auch so vorgesehen für Hochstrom-Anwendungen. Dann ist das Messlimit bei 750A - sollte reichen ;-)

Der Stromweg auf der Platine bildet mit Vorwiderstand die Vorladeschaltung. Das habe ich bis jetzt bei keinem anderen BMS gefunden. Genau das will ich aber haben :)

200 Euro erscheint mir bei den angebotenen Features als ein fairer Preis? Gut, kommt noch Sensor etc dazu, aber mit 300 bin ich dann jedenfalls komplett. Und ich habe weniger potentielle Fehlerquellen als bei einen Zellplatinen-BMS?

Gruß,

Werner

Edit: Ich sehe grade, der Strommesser ist doch nicht so günstig. Nun gut *grml, im Vergelich zu den Zellkosten trotzdem zu ertragen.
Hallo

Du solltest noch bedenken dass du auch noch eine Anzeige brauchst also rausgefahrene Ah sowie höchste und niedrigste Zellenspannung sollten schon sein. Vorladeschaltung ist beim Orginal BMS mit drinnen. Ich hab lange für mein neues Projekt hin und her überlegt aber außer Selbstbau nichts vernünftigeres als das Orginal BMS gefunden.

Zur Kühlung und Heizung die Alu Gehäuse sollten die Wärme gut leiten also am besten eine Isolierung die man im Sommer entfernen kann.

Gruß

Roman
 
Zuletzt bearbeitet:

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Das BMS hat eine Bluetooth-Schnittstelle, man kann sich dann auf Lappie oder Android-Handy/Tablett alles anzeigen lassen und auch mitschneiden. Damit sollte man im Verdachtsfall etwaige faule Äpfel schnell lokalisieren können.

Alternativ kann man sich an dem Anschluss auch eine einfache Ladezustandsanzeige für den Alltagsbetrieb dranschalten.

Gruß,

Werner
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.181
Generell ist das System nicht schlecht für EBikes und Roller geeignet, WENN die Zellen alle an einem Platz ohne Kabelbrücken verbaut sind.
Fürs EL...sehe ich jetzt keinen echten Mehrwert.
Es dient dann mehr zur Spannungsüberwachung und Über/Unterspannungüberwachung.
Das Balancing ist mit 150mA recht knapp bemessen....
Auch der Hersteller selber promotet es eher für Ebikes
 
Zuletzt bearbeitet:

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Hmm,

siehste, das ist mir bis jetzt durchgerutscht: Das ist wirklich gefühlt etwas wenig Strom fürs Balancing. Habe jetzt nochmal das Manual zu Rate gezogen: Das Balancing läuft über das gesamte Ladefenster, also während der gesamten Ladung, nicht erst wenn eine Zelle spannungmässig 'oben raus' schießt. Mit diesem Wissen fällt der kleine Strom nicht mehr so sehr ins Gewicht, trotzdem sollte man zuweilen wohl 'langsam' laden um ein echtes komplettes Balancing zu ermöglichen. Klingt für mich tolerabel.

Ich fand halt die Features in Verbindung mit der ziemlich freien Programmierbarkeit recht interessant.


Gruß,

Werner
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.181
ja, so wie ich es bei meinen Systemen auch mache (Protect/Pmos)
Das ganze wird dennoch problematisch, wenn die Zellen älter werden, dann sind solch kleine Ströme ein Problem, es kann durch eine entsprechende intelligente Software ausgeglichen werden (dran arbeite ich derzeit noch)
Leider stellt sich die freie Programmierung in der Praxis eher als Problem denn als Segen heraus, diese Erfahrung musste ich z.B. beim Emus BMS machen, weshalb ich bei meinen Systemen in der Vergangenheit dieses mit Absicht NICHT einstellbar gemacht hatte, da viele es immer etwas "zu gut" meinen, was die Überspannungsschwellen etc angeht und somit das BAlancing oft nicht vernünftig arbeiten kann und dann der Hersteller des BMS verteufelt wird..
Schlussendlich hilft aber natürlich ausprobieren.
Ob und wie gut es klappt, sieht man leider immer erst in 1-2Jahren
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Ja, da bin ich ganz bei dir: Wenn man was einstellt, dann sollte man genau wissen, WAS man da einstellt. Das geht sonst schnell nach hinten los.

Daher bleibe ich mit meinem ersten Umbau auch im 'normalen' Spannungsbereich des EL, damit habe ich schonmal ein großes Feld weniger, was Probleme macht. Zudem werde ich möglichst modular bauen, um nachträgliche Änderungen einfacher umsetzen zu können.

Zudem habe ich bei 220 Ah keine Motivation, die Zellen bis aufs letzte ausreizen zu müssen, eher ist das Gegenteil der Fall. Ich wollte halt Zellen, die ein Metallgehäuse haben wegen Kühlung UND ohne Klimmzüge einigermaßen ordentlich in den unmodifizierten Batteriekorb passen. Das BMS kommt direkt überm Batteriekasten in den Überrollbügel, so hab ich auch kurze Kabelwege und trotzdem guten Zugang.

Mein größtes Problem derzeit: Zellen out of Stock, kommen wieder in 90 Tagen *grml

Gruß,

Werner
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
8.181
Ich werde in Kürze Deine und die Muller Zellen testen.
Habe hier bereits Samples liegen, bzw die Muller Zellen auch schon im Shop angelegt
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Von den Müller-Zellen würden 30 statt 26 reinpassen. Wobei ich bei zu kleinen mechanischen Abmessungen immer die Vermutung habe, die Seperatoren sind zu dünn... Aber wenn die bei dir im test sind, dann bin ich natürlich gespannt auf das Ergebnis - und eventuell muss ich dann ja nicht im Ausland kaufen.

Gruß,

Werner
 

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